Universitätsbibliothek
Braunschweig
WWW-Begriffe für
Einsteiger
Ein vollständiges, umfassendes Begriffslexikon
wird hier nicht geboten! Nur eben das Wichtigste, und das ist zum Glück
so arg viel nicht. Sonst wäre wohl das Web auch nicht so beliebt...
Hinter den Begriffen
stehen [wörtliche Übersetzungen],
die allerdings keiner verwendet.
Bookmark
[Lesezeichen]
-
Ein elektronisches Eselsohr.
(Beim Internet Explorer heißt es "Favorit".) So geht's am schnellsten:
Mauszeiger auf eine leere Stelle der Seite, rechte Maustaste, dann 'h' (bei engl. Programm 'k').
Es erspart einem das Abschreiben der URLs und die daraus
resultierende Zettelwirtschaft. Später, wenn man eine so gemerkte
Seite wieder braucht: oben links auf "Lesezeichen" klicken, dann sieht man
seine Lesezeichenliste und wählt die richtige Zeile. Natürlich
wird die Liste immer länger, aber man kann sie hierarchisch in "Folder"
(Ordner) sinnvoll unterteilen oder Unnötiges wieder löschen.
Browser
[Stöberer]
-
Das Programm, das Sie gerade benutzen: "Netscape"
oder "Internet Explorer". Es gibt auch noch andere, aber sehr wahrscheinlich
haben Sie einen von diesen beiden. Praktisch ist es das "Surfbrett", mit
dem Sie im WWW überall hinkommen. Es blättert jede gewünschte
Page für Sie auf
und zeigt Text und Bilder korrekt an. Bei Mausklick auf einen Link
holt es die zugehörige Page herbei, egal wo sie sich befindet. Das
klappt nicht immer, denn das Internet ist nicht perfekt.
Homepage
[Heimseite]
-
Die Hauptseite einer Site.
Diese Page erscheint als
erste, wenn man die URL
einer Site anwählt. Ansonsten hat sie dieselben Eigenschaften wie
jede andere Page. Wenn man also irgendeine Seite sieht, kann man nicht
erkennen, ob es eine Homepage ist oder nicht. Natürlich gestaltet
der WebMaster "seine"
Homepage meistens besonders sorgfältig, denn sie ist sozusagen eine
elektronische Visitenkarte. In der Regel hat sie die Funktion eines Verteilers
oder einer Inhaltsübersicht, d.h. sie enthält eine Reihe von
Links auf andere
Seiten der Institution. Deshalb lautet der eigentliche Dateiname einer
Homepage oft index.html .
HTML
= Hypertext Markup Language [Hypertext-Markierungssprache]
-
Keine Sprache, sondern ein System von Markierungen,
mit dem sämtliche Eigenschaften einer Page
beschrieben werden. Soll z.B. ein Wort kursiv erscheinen, muß
dieses Wort im Text so stehen: <i>Wort</i>
. Davon sieht man normalerweise nichts, weil der Browser
weiß: "wenn etwas zwischen <i> und
</i> steht, muß ich
das kursiv darstellen". Der Browser zeigt also die Seite gar nicht
so, wie sie wirklich aussieht, denn zwischen lauter HTML-Markierungen würden
Sie sonst oftmals den eigentlichen Inhalt kaum finden. Neugierig? drücken
Sie mal Alt+v und dann u (bei deutschem Programm Alt+a und q) - dann erscheint der HTML-Originaltext dieses
Dokumentes... Mit Alt+F4 kommen Sie da wieder raus.
-
"Hypertext" bedeutet soviel wie, daß der
Text mit vielen anderen Texten in enger Verbindung stehen kann, die woanders
gespeichert sind. Solche Verbindungen heißen:
Link
[Verbindung, Verknüpfung] , auch Hyperlink
-
Ein Link ist dasselbe wie in der Papierwelt
ein Zitat. Will man ein Zitat verifizieren, muß man sich das Buch
oder den Aufsatz besorgen. Das braucht bekanntlich länger als das
Klicken mit der Maus auf einen Hyperlink, selbst wenn die zugehörige
Page dann aus Neuseeland kommt. Für einen Link muß man zwar
immer noch einen Finger krumm machen, aber mehr auch eben nicht.
-
Jeder lernt schnell, daß man auf die blauen,
unterstrichenen Wörter im Text klicken kann, um eine andere,
damit verknüpfte Page erscheinen zu lassen. So eine Verknüpfung
besteht aus einer URL,
die im HTML-Text bei dem unterstrichenen Wort gespeichert ist. Der Browser
weiß dann zwei Dinge: a) er muß das so markierte Wort blau
schreiben und unterstreichen, und b) wenn der Mauszeiger darauf klickt,
muß die Seite geholt werden, die zu der URL gehört. Das war
jetzt vereinfacht, denn manchmal ist das Verknüpfungswort nicht blau,
manchmal ist es kein Wort (sondern ein Bild) und manchmal gibt es die Seite
gar nicht (mehr), aber das lernt man auch alles schnell. Die WebMaster
sind meistens bestrebt, es leicht erkennbar zu machen, wo man klicken kann,
wo sich also ein Link verbirgt. Wenn man nicht erkennt, was man eigentlich
tun soll: einfach mal den Mauszeiger über die Seite schweifen lassen,
besonders über die Bilder, dann verwandelt sich der Zeiger in eine
Hand, überall da, wo ein Link ist. Und da kann man klicken. Oft erscheint
dann auch ein kurzer Hinweis auf das, was denn dahinter wohl steckt.
-
Ein Link kann um den halben Globus herum reichen,
er kann aber auch zu einer anderen Zeile im selben Dokument führen.
Beispiele sehen Sie dafür in diesem Dokument: die Querverweise zwischen
den Begriffen. Probieren Sie, was dabei passiert.
Page
[Seite, Dokument]
-
oft auch "Document" genannt, oder auf Deutsch
tatsächlich "Seite". Eigentlich ist es eine Datei, und meistens eine
HTML-Datei. Auf Papier
ausgedruckt kann eine Page viel länger und breiter sein als eine Druckseite.
Wenn es ein HTML-Text ist, gibt es gar keine Seiteneinteilung und keine
Seitenzahlen. Die Bezeichnung "Seite" ist also nicht besonders treffend.
... siehe auch Homepage.
-
Auf dem Schirm sieht eine Page wie etwas Ganzes
aus. Wenn sie aber grafische Elemente enthält, sind das getrennte
Dateien, die der Browser zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Man merkt das
daran, daß Bilder meistens länger brauchen als der Text, bis
sie ganz da sind.
-
Statt nur Text kann eine "Seite" auch ein Programm
enthalten. Oft sieht das wie ein Formular aus, in das man etwas eintragen
kann. Eine Schaltfläche ermöglicht, dieses Formular dann "abzuschicken"
an einen Web Server. So werden Zugriffe auf Datenbanken
realisiert, z.B. auf Bibliothekskataloge - wie auch den Online-Katalog Ihrer UB.
Site
oder auch Location
oder auch Website
[Stätte oder Ort (im Netz)]
-
Ein Ort im WWW, nicht mit "Seite" zu verwechseln!
Dahinter steckt ein Web-Server,
und das ist ein Programm, das irgendwo auf einem an's Internet angeschlossenen
Rechner läuft. Die Adresse dieses Ortes ist eine URL.
Wenn man diese anwählt, liefert einem das Programm die Homepage
der betreffenden Site.
URL
= Universal Resource Locator
[Universelle Ressourcen-Adresse]
-
(Ob es die oder der URL heißt, weiß keiner!)
Jeden Abend sehen Sie
eine URL: www.tagesschau.de
. Wenn Sie das in der "Location"-Zeile
Ihres Browsers eintippen, kommt die Homepage
der ARD, die man für die Tagesschau eingerichtet hat. Und dann sehen
Sie schon, wie es dort weitergeht.
-
Nicht jede URL fängt
mit WWW
an! Oft fangen sie mit http://
oder anders an. Das hat technische Gründe. Wichtig ist: eine URL immer
präzise so eingeben, wie man sie zitiert findet, also auch auf die
Groß- und Kleinbuchstaben dabei achten! Wenn irgendein Zeichen nicht
stimmt, kommt eine Sorry-Meldung vom Browser, wie etwa
Netscape is unable to locate the server...
oder auch Netscape is unable to find the file ... Check the
name and try again . Und dann schauen Sie
mal ganz genau hin, ob Sie nicht einen Punkt vergessen oder einen Bindestrich
statt eines Unterstreichungsstriches gemacht haben. Vom Browser können
Sie genauso wenig wie von anderer Software reale Intelligenz erwarten!
(Wenn Sie es ganz genau wissen wollen: beim Namen des Web-Servers ist die
Schreibweise egal, beim Dateinamen aber nicht. Aber leichter zu merken
ist: alles präzise eingeben - wenn's dann nicht geht, liegt es nicht
an Ihnen. Leider wird auch noch zu oft fehlerhaft zitiert...)
-
Meistens hat eine URL
zwei Teile: den Namen der Site (des Web-Servers)
und einen Dateinamen, dazwischen ein '/'. Der Site-Name endet immer mit
einer "Domain"-Bezeichnung, in Deutschland meistens der Ländercode
.de, in Österreich .at. In den USA sieht man .com, .edu, .gov
oder .org. (Weitere, neue Domain-Bezeichnungen sind in Vorbereitung.)
-
Die URL der Seite, die
Sie jeweils gerade betrachten, steht oben in dem Feld "Location" oder "Adresse".
-
Manchmal (eigentlich zu
oft) kommt eine Fehlermeldung, auch wenn man die URL richtig eingetippt
hat, oder ein Link funktioniert einfach nicht. Das WWW-Konzept hat hier
einen Schwachpunkt: URLs sind nicht in Stein gemeißelt, sondern können
leicht geändert werden, und WebMaster müssen das manchmal aus
übergeordneten Gründen tun. Dann stimmen plötzlich alle
Links nicht mehr, die auf diese URL zeigen. Tip: Versuchen Sie dann
den Site-Namen allein, also ohne den Dateinamen. Wenn der Server noch so
heißt, nur die Datei nicht mehr, dann kommt i.a. immerhin die Homepage,
und wenn die einigermaßen gut gemacht ist, kann man sich weiter durchklicken.
WebMaster
[Netz-Beauftragter]
-
Die Person, die die WWW-Seiten
einer Institution pflegt und den Betrieb in Gang hält.
Web
Server [Netz-Wirt]
-
Das Programm (nicht der
Rechner, auf dem es läuft!), das angeforderte HTML-Seiten
und andere Dateien liefert.
Was passiert, wenn
man "Klick" macht?
Es passiert nur dann
was, wenn der Mauszeiger auf einen Link zeigt.
Der Browser entnimmt
aus der URL den Namen des Servers, ruft diesen an und
fragt ihn nach der ebenfalls in der URL angegebenen Datei (= Seite = Page).
Der Server, wenn er sie denn hat, schickt dem Browser diese Page und was
dazugehört - und wendet sich sofort der nächsten Anfrage zu,
während der Browser ohne weitere Hilfe vom Server die Seite für
den Bildschirm aufbereitet.
(c) 1998 UB Braunschweig
98-03-04 / 98-10-09
zuständig: B.Eversberg