| Biologische Invasionen |
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Biologische
Invasionen 17. Januar - 14. April 2007 Den Einführungsvortrag zur Ausstellung hält Prof. Dr. D. Brandes Wie viel Angst müssen wir vor biologischen Invasionen haben? Dienstag, 16.1.2007, 19:00 Uhr Vortragsraum der Universitätsbibliothek, Erdgeschoß Ausstellungsposter als PDF-Datei (6,3 MB)Die Ausstellung ist während der allgemeinen Öffnungszeiten der Bibliothek zu besichtigen |
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Invasionen, d.h. die unkontrollierte Ausbreitung von gebietsfremden
Organismen in zuvor ungekanntem Ausmaß, sind eine wichtige
Komponente von Global Change. Bekannte Beispiele sind die Ausbreitung
von Krankheitserregern (Pest, Cholera oder HIV), von Pflanzen
(Goldruten, Ambrosie und Japan-Staudenknöterich) oder aber von
Tieren (Kartoffelkäfer, Waschbär, Bisam oder Kaninchen). Der Vortrag von Prof. Dietmar Brandes (TU Braunschweig) dient der Information und der Versachlichung dieses emotional hoch aufgeladenen Themas. Brandes erläutert an Beispielen aus der eigenen Forschung, wie die Ausbreitung invasiver Pflanzen entlang der Oker und der Autobahnen verläuft und welche Folgen sie haben kann. Eine wichtige Rolle spielt die Frage nach den Ursachen: sind es plötzlich hereinbrechende Naturkatastrophen oder eher hausgemachte Probleme? Warum sind manche gebietsfremde Arten so konkurrenzkräftig? Gibt es Habitate, die besonders anfällig für Invasionen sind? Die Auswirkungen auf ökosystemare Zusammenhänge werden an Beispielen erläutert, die derzeit erkennbaren Folgen für die Flora der Bundesrepublik abgeschätzt. An einem Beispiel aus Braunschweig wird gezeigt, wie eine invasive Pflanze indirekt durch ein „Neozoon“ gefördert wird. Müssen wir weltweit eine Nivellierung der Biodiversität befürchten? Wie steht es eigentlich um gesundheitliche Risiken? Biologische Invasionen stellen eines der aktuellsten Probleme der Biodiversitätsforschung dar, das eng mit unserer alltäglichen Umwelt verbunden ist und daher jeden von uns betrifft. Der Vortrag eröffnet eine Ausstellung zum Themenbereich „Biologische Invasionen“, wobei der Schwerpunkt auf gebietsfremde Pflanzen und Tiere gelegt wird. Die TU trägt hiermit zur kompetenten Information der Öffentlichkeit bei. Reverenz an Braunschweig als „Stadt der Wissenschaft 2007“: es ist kaum bekannt, dass Braunschweig weltweit eine der längsten Forschungstraditionen auf dem Sektor von Pflanzen- und Tierwanderungen aufweist. Biologische Invasionen im weitesten Sinne werden heute von mehreren Forschungseinrichtungen in BS intensiv bearbeitet, jährlich finden in unserer Stadt hierzu Tagungen und Workshops statt. Links zu dem Thema: Neobiota Ruderal-Vegetation Liste der ausgestellten Werke Die Ausstellung ist während der allgemeinen Öffnungszeiten zu besichtigen. |
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22. 01. 2007
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