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Edmund Heusinger von Waldegg
Als eine herausragende Persönlichkeit als Verfasser von
Veröffentlichungen zum Eisenbahnwesen ist Edmund Heusinger von Waldegg (*
12.5.1817 in Langenschwalbach, + 2.2.1886 in
Hannover) zu nennen.
Nach einer Buchhändlerlehre in Hannover studierte Heusinger von
Waldegg Physik und Mechanik in Göttingen und Leipzig. Dort
faszinierte ihn die neue Technik der Eisenbahn. Nach verschiedenen
Zwischenstationen arbeitete er als Werkmeister bei der Taunusbahn zu
Kastel bei Mainz. Er leitete den Streckenbau der Linie
Frankfurt-Homburg und entwarf verschiedene andere Strecken, z.B. die
Deisterbahn und die Südharzbahn. Viele Erfindungen im
Eisenbahnwesen stammen von ihm, z.B. der
Personenwagen mit seitlichem Gang, Kuppelungseinrichtungen, die nach
ihm benannte Lokomotivsteuerung sowie schmiedeeiserne
Doppelscheibenräder. Er setzte sich auch stark ein für die
Eisenbahnstrecke Braunschweig – Hannover.
Berühmtheit erlangte Heusinger von Waldegg aber vor allem als
einer der wichtigsten Autoren des Eisenbahnwesens im 19. Jahrhundert.
Er war 1845 Mitgründer und von 1863 bis zu seinem Lebensende
Herausgeber der Zeitschrift ’Organ
für die Fortschritte des
Eisenbahnwesens in technischer Beziehung’, wahrscheinlich die
wichtigste Fachzeitschrift. Seine Hauptwerke sind das Handbuch der
Ingenieurwissenschaften und das Handbuch für specielle
Eisenbahntechnik mit jeweils 5 Text- und Tafelbänden (1875
–
1882).
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