Ausstellung - Charles Darwin
Ausstellung:
Charles Darwin Ausstellung -
12. Februar - 2. Oktober 2009
Die
Ausstellung ist während der allgemeinen
Öffnungszeiten der Bibliothek zu besichtigen.
Ende 1831 verlässt ein junger
Mann England an Bord der
HMS
Beagle zu einer fünfjährigen Forschungsreise, die nicht
nur für sein Leben sondern auch für die Entwicklung der Wissenschaften
eine entscheidende Rolle spielen wird: Charles Robert Darwin, geb. am
12. Februar 1809 in Shrewsbury, England.
Darwin,
der ab 1825 Medizin und Theologie ohne große Begeisterung studiert hat,
ist dennoch hervorragend auf die Reise vorbereitet. Bereits als Kind
und Jugendlicher hat er in unzähligen Streifzügen durch die Natur und
mit Experimenten seine Beobachtungsgabe geschärft und vielfältige
Kenntnisse über die Natur erworben. Während der Studienzeit kann er
dieses Wissen durch Kontakte zu ausgewiesenen Gelehrten vertiefen, so
dass man ihn zum Antritt der Weltumsegelung als sehr gut ausgebildeten
Naturforscher bezeichnen kann.
Die Reise führt
nach Südamerika, über die Galapagosinseln und Tahiti nach Australien,
von dort nach Südafrika und nochmals über Südamerika wieder zurück nach
England, wo die
HMS
Beagle im August 1836 eintrifft. Darwin führt geologische,
botanische und zoologische Untersuchungen durch, die er in Notizbüchern
akribisch festhält und über die er in einer ausgedehnten Korrespondenz
anderen Gelehrten berichtet. Umfangreiches geologisches, botanisches
und zoologisches Sammlungsmaterial sendet er von unterwegs nach England.
Zurück
in England lässt er sich nach Zwischenstationen in Cambridge und London
schließlich in Down, einem Ort südlich von London, nieder und macht
sich an die Auswertung seiner Reise und Veröffentlichung der Ergebnisse
seiner Untersuchungen. Darwin, seit 1839 verheiratet und später Vater
mehrerer Kinder, beschäftigt sich mit der Entstehung und
Veränderlichkeit der Arten. Seine Arbeiten darüber münden 1859 in die
Veröffentlichung seines neben seinem Reisebericht am meisten gelesenen
Buches
On the Origin of
species…, das am Erscheinungstag bereits vergriffen ist.
In
den Folgejahren arbeitet Darwin seine zu heftigen Disputen führende
Abstammungslehre aus und veröffentlicht weitere Bücher auch zu anderen
botanischen wie zoologischen Themen. Bis zu seinem Tode am 19. April
1882 in Down erscheinen 32 Bücher, die in viele Sprachen übersetzt
werden. Die von Darwin begründete Evolutionstheorie, die fehlerhaft und
missbräuchlich auch im politischen Kontext Anwendung findet, entwickelt
sich zum zentralen Paradigma der Biowissenschaften, was sich in
jüngerer Zeit auch in der molekularbiologischen Forschung widerspiegelt.
Anlässlich
der 200. Wiederkehr des Geburtstages von Charles Darwin zeigt die
Universitätsbibliothek Braunschweig aus ihren Beständen in Auswahl
Werke von und über Darwin sowie aktuelle Veröffentlichungen zur
Evolutionsbiologie.
Weitere Titel finden Sie
hier:
zu
Darwinzu
Darwin,
Darwinismus und
Evolutionsbiologie
[i] zuletzt aktualisiert:
22.04.2010
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ub@tu-bs.de