TU BRAUNSCHWEIG
Symbolfoto


Agnes Pockels

 

 


 

Die Ausstellung ist während der allgemeinen Öffnungszeiten der Bibliothek zu  besichtigen

 

 

noch bis 13. Oktober 2012!

 

 



Charles Dickens: Zum 200. Geburtstag (07. Februar 1812 – 09. Juni 1870)

Vor 200 Jahren wurde Charles Dickens geboren – einer der bis heute bekanntesten und vieldiskutiertesten britischen Schriftsteller. Die Universitätsbibliothek Braunschweig widmet dem "Vater" der Klassiker Oliver Twist und David Copperfield anlässlich dieses Jubiläumsjahres eine eigene Ausstellung. Hier ein kurzer Überblick über seine Lebensdaten:

07. Februar 1812:
Charles John Huffam Dickens wird als zweites von acht Kindern der Eheleute John und Elizabeth Dickens (geb. Barrow) in Landport bei Portsmouth (Großbritannien) in eher bescheidene Verhältnisse hineingeboren.

1822/23:
Dickens' Familie zieht nach London; schon bald gerät sie infolge der dort sehr viel höheren Lebenshaltungskosten in ernste finanzielle Schwierigkeiten. Dickens' Vater kann die Familie nicht mehr allein ernähren, und Charles muss, erst zehnjährig, seine Schulzeit unterbrechen, um sich als Hilfsarbeiter verdingen und so zum Lebensunterhalt der Familie beitragen zu können.

1827-29:
Dickens arbeitet als Schreiber in einer Anwaltskanzlei; 1829 wird er Parlamentsstenograph.

1830:
Liebesbeziehung mit Maria Beadnell; die Eltern der jungen Frau sind jedoch gegen eine Heirat, da sie Dickens infolge seiner sozialen Herkunft als "nicht standesgemäß" erachten. In der Konsequenz sieht sich Dickens in seinem Streben nach gesellschaftlichem Aufstieg und Erfolg bestärkt; gleichzeitig schärfen diese Erfahrungen sein Bewusstsein für soziale und gesellschaftliche Missstände.

1831:
Dickens arbeitet als Journalist für verschiedene Zeitungen (u. a. die True Sun, den Morning Chronicle).

1836:
Heirat mit Catherine Hogarth (1816-1879); im Laufe der Jahre bekommt das Paar zehn Kinder. 1858 erfolgt die Trennung.

1836/37:
Durch die monatlich erscheinenden Pickwick Papers erlangt Dickens erste Bekanntheit als Schriftsteller. Seine folgenden ersten Romane entstehen ebenfalls als Fortsetzungsgeschichten in Zeitungen.

1838:
Oliver Twist schildert das Schicksal eines Waisenkindes, das in ärmlichste Verhältnisse hineingeboren wird und für dessen Leben soziale Ausgrenzung, wirtschaftliche Ausbeutung und körperliche Misshandlung prägend werden. Dickens strebt nicht nur nach schriftstellerischem Erfolg, sondern möchte auch das "Gewissen seiner Zeit" wachrütteln und den Weg für soziale Reformen ebnen. Nach Erscheinen des Romans findet zum ersten Mal eine offene Diskussion des britischen Armengesetzes statt.

1843:
Dickens' Roman A Christmas Carol schildert die Läuterung des skrupellosen Geschäftemachers Scrooge und dessen Wandlung zu einem gütigen, die Not seines Umfelds lindernden älteren Herren. Im Verlaufe der Zeit wird das Werk - ebenso wie Oliver Twist - zum Klassiker, vielfach verfilmt, vielfältig illustriert und neu aufgelegt.

1849:
David Copperfield erscheint; bis heute einer der bedeutendsten Kinder- und Jugendromane der Weltliteratur. Der Roman trägt klar autobiographische Züge; Dickens selbst erklärt ihn zu seinem "Lieblingsroman".

1860/61:
Erscheinen des Romans Great Expectations. Auch hier übt Dickens Gesellschaftskritik; er zeichnet ein sehr lebendiges Gesellschaftsgemälde der Viktorianischen Zeit, das scharfe Beobachtungsgabe, psychologisches Feingefühl und Sozialkritik vereint.

09. Juni 1870:
Charles Dickens stirbt auf seinem Landsitz an den Folgen eines Schlaganfalls. Am 14. Juni wird er im "Poets Corner" der Westminster Abbey beigesetzt.

Bis heute ist er einer der meistgelesenen Schriftsteller der englischen Literatur.


[i] zuletzt aktualisiert: 09.10.2012
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