Der Kaukasus -
Eine unbekannte Region
am Rande Europas
31. Oktober - 23. Dezember 2008
verlängert bis 15. März 2009
Hiermit
möchten wir alle Interessierten zur
Ausstellungseröffnung am
Donnerstag, den
30.10.2008, um 19:30 Uhr
in die Universitätsbibliothek herzlich einladen.
Vortrag: Prof.
Dr. Dietmar Brandes,
Direktor der Universitätsbibliothek Braunschweig
Literaturliste zur Ausstellung
Die Ausstellung ist während der allgemeinen
Öffnungszeiten der Bibliothek zu besichtigen.
Unsere Ausstellung beschäftigt sich mit Kaukasien, der
Landbrücke zwischen Schwarzem Meer und Kaspischem Meer.
Kaukasien ist ein vielgestaltiges Gebirgsland, das im Süden
vom Anatolischen bzw. Armenischen Hochland begrenzt wird.
Im Tertiär – vor ca. 40 Millionen Jahren – entstand der
Kaukasus wie auch die Alpen durch Kollision von
südwestasiatischen und eurasischer Platten. Der Kaukasus ist
ein ca. 1.100 km langes von WNW nach OSO verlaufendes
Gebirge zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer. Der Große
Kaukasus erreicht Höhen von über 5.600 m, weist nur
schroffe Quertäler auf, während Längstäler im Gegensatz zu
den Alpen gänzlich fehlen. Südlich vom Kaukasus verläuft der
Kleine Kaukasus, der jedoch kein eigenständiges Gebirge,
sondern ein Teil des nordanatolisch-nordiranischen
Kettengebirges ist.
Der Kaukasusraum besitzt große Erdöl- und Erdgasvorkommen
sowie andere Bodenschätze und ist daher geopolitisch sehr
interessant, wie man erst im August wieder schmerzlich
erfahren musste.
Der Kaukasus und das südlich angrenzende Transkaukasien
gehören zu den „Hot Spots“ der Biodiversität; es gibt allein
6.500 Gefäßpflanzenarten, von denen wiederum 1.600 Endemiten
sind, also nur dort vorkommen. Nirgends sonst auf der Erde
findet sich in den gemäßigten Breiten eine solche
Pflanzenvielfalt. So ist es nicht verwunderlich, dass auch
viele unserer Zierpflanzen aus dem Kaukasusgebiet stammen.
Die ältesten Funde von Menschen außerhalb Afrikas stammen
aus dem Kaukasus-Gebiet. Die ethnische und kulturelle
Diversität des Kaukasusraumes ist sehr hoch: Allein etwa 50
verschiedene Völker leben dort, es existieren 40 kaukasische
Sprachen aus drei Sprachfamilien mit mehr als 100
untereinander nicht verständlichen Dialekten. Bereits im
Altertum wurde der Kaukasus als „Berg der Sprachen“
bezeichnet. Von 14 auf der Welt gebräuchlichen Alphabeten
werden im Kaukasusraum nicht weniger als 5 verwendet.
Die Ausstellung
Der Kaukasus – Eine unbekannte Region am Rande Europas
soll die Diversität des Kaukasus auf den verschiedenen
Ebenen darstellen und will Verständnis für die Region
wecken. Dies geschieht – natürlich - an Hand des
Buchbestandes der UB Braunschweig. Der Schwerpunkt der
Ausstellung liegt auf Armenien und Georgien. Armenien, das
zu den ältesten Siedlungsgebieten der Menschheit gehört, ist
ein Land mit großartiger kultureller Tradition, mit einem
schweren Schicksal und Jahrhunderte langen Freiheitskämpfen.
Nicht immer gegenwärtig ist, dass Armenien das älteste
christliche Land der Welt ist und dass Georgien ebenfalls
eine der längsten christlichen Traditionen aufzuweisen hat.
[i] zuletzt aktualisiert:
07.12.2011
Email:
ub@tu-bs.de