Zur Eröffnung der Ausstellung
Maschinenbau als Wissenschaft
Anfänge im 19. Jahrhundert
und zum gleichnamigen Eröffnungsvortrag von Herrn Bibliotheksoberrat
Dipl.-Ing. Hans-Joachim Zerbst
am Donnerstag, 9. Dezember 2010,
um 19:30 Uhr, lade ich Sie,
Ihre Angehörigen und Freunde
herzlich in die
Universitätsbibliothek Braunschweig ein
Prof. Dr. Dietmar Brandes
Direktor der Universitätsbibliothek
Die Ausstellung ist bis zum 12.3.2011 während der allgemeinen Öffnungszeiten zu besichtigen
Die Universitätsbibliothek besitzt einen sehr guten Altbestand an Literatur zur Technik. In dieser Ausstellung soll daraus mit
Büchern die Entwicklung des Maschinenbaus zu einer Wissenschaft gezeigt werden.
Dabei steht Ferdinand Redtenbacher im Mittelpunkt, der Mitte des 19. Jahrhunderts Professor und Direktor am Polytechnikum
in Karlsruhe wirkte und allgemein als Wegbereiter und Begründer des wissenschaftlichen Maschinenbaus bezeichnet wird.
Anhand von Büchern, die den jeweiligen Wissens- und Bildungsstand belegen, wird zunächst die Entwicklung der Technik, der
Technologie und des Maschinenwesens vom 16. Jahrhundert bis ca. 1850 dargestellt.
Zu Redtenbacher werden dann nicht nur seine Werke gezeigt, sondern als ganz besonderes Highlight
Original-Mitschriften seiner
Vorlesungen von 1848 - 1850 und Aufzeichnungen von seinem Schüler Carl Kley.
Die Nachwirkungen und die weitere Entwicklung des Maschinenbaus werden gezeigt anhand von Werken der zahlreichen Schüler
Redtenbachers und der Veröffentlichungen der Maschinenbau-Professoren anderer Technischer Hochschulen bis zum Ende des 19.
Jahrhunderts.
Neben der TH Braunschweig (u.a. mit Adolf Scheffler) werden vor allem die Hochschulen in Wien (u.a. mit Johann Joseph Prechtl),
Berlin (u.a. mit Franz Reuleaux), Hannover (u.a. mit Karl Karmarsch), Dresden (u.a. mit Johann Andreas Schubert), Karlsruhe
(u.a. mit Franz Grashof), Stuttgart (u.a. mit Carl Bach) und Freiberg (u.a. mit Julius Weisbach) behandelt.
1899 hatten sich die Ingenieurfächer und damit auch der Maschinenbau die Anerkennung als Fachwissenschaft erkämpft, mit
gleichwertigen Abschlüssen der Technischen Hochschulen gegenüber den Universitäten und der Möglichkeit der Promotion
zum Dr.-Ing.