Nachbeben
Erinnerung und Geschichte
ab 26. November 2008
Nachbeben. Erinnerung und Geschichte
Rund
60 Jahre nach Kriegsende verändert sich die Erinnerung an
Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiten Weltkrieg grundlegend. Denn
während die Erlebnisgeneration zusehends ausstirbt, schwindet mehr und
mehr auch der direkte Einfluß persönlicher Erfahrungen und
individueller Erinnerungen auf unser Bild vom Dritten Reich.
Nationalsozialismus, Holocaust und Zweiter Weltkrieg sind heute kaum
noch erlebte Vergangenheit.
Diese Epochenschwelle macht
‚Erinnerung und Geschichte’ verstärkt zum Thema. So sind gerade in den
letzten Jahren zahlreiche Publikationen erschienen, worin Angehörige
der Nachkriegsgenerationen ihren Familiengeschichten im Dritten Reich
nachspüren, gezielt nach den individuellen Schicksalen oder der
Verantwortung der Vorfahren fragen und die tradierten
Familienerinnerungen mit den recherchierten Tatsachen konfrontieren.
Zugleich greifen mehr oder minder bekannte deutsche Schriftstellerinnen
und Schriftsteller das Thema in ihren Romanen und Erzählungen auf,
welche oft zwischen autobiographischer Recherche und fiktionaler
Erinnerungsarbeit changieren. Außerdem gehen etliche Studien
geschichtswissenschaftlicher, kulturwissenschaftlicher und
soziologischer Provenienz der Frage nach den Inhalten und Formen
kollektiven Erinnerns und der Erinnerungspolitik nach, während sich
mittlerweile ein eigenes Forschungsfeld zur Theorie der Erinnerung
etabliert hat.
Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl einschlägiger Titel aus den Beständen der Universitätsbibliothek Braunschweig.
[i] zuletzt aktualisiert:
07.12.2011
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ub@tu-bs.de