TU BRAUNSCHWEIG
Symbolfoto


Agnes Pockels

 

 


 

Die Ausstellung ist während der allgemeinen Öffnungszeiten der Bibliothek zu  besichtigen

 

 

 

 

 



Agnes Pockels - Nachwirkung

Nach dem zweiten Weltkrieg geriet Agnes Pockels zunächst (wieder) in Vergessenheit. Ab Ende der sechziger Jahre beschäftigten sich Charles H. Giles (1909-1983) und Stanley D. Forrester von der University of Strathclyde, Glasgow, mit der Geschichte der Erforschung von Oberflächenphänomenen und der Oberflächenspannung und würdigten besonders die Leistungen von Agnes Pockels. Eine 1971 von ihnen publizierte Arbeit erschien 1978 in deutscher Übersetzung in den Mitteilungen der Technischen Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig.

Später gelangte ein Teil ihres Nachlasses, nicht zuletzt durch die Initiative von Prof. Dr. Reinhard Schmutzler, Institut für Anorganische und Analytische Chemie, in das Universitätsarchiv der TU Braunschweig, heute eine Abteilung der Universitätsbibliothek. Hier war auf Anregung der damaligen Vizepräsidentin Prof. Dr. Erika Hickel vom 9. Mai bis zum 17. Juli 1990 eine Ausstellung unter der dem Titel Agnes Pockels (1862-1935). Früheste Naturwissenschaftlerin in Braunschweig zu sehen. Zu dieser Ausstellung wurde ein Pockelsscher Trog nachgebaut.

Der Senat der TU Braunschweig beschloss 1992, einen Wissenschaftspreis zu stiften: Die Agnes-Pockels-Medaille. Bislang wurden seit 1993 mit dieser Medaille sechs Personen ausgezeichnet, die sich um den Aufbau und die Entwicklung der TU Braun-schweig, um Förderung von Forschung und Lehre, insbesondere von Frauen, oder in sonstiger Weise um die TU verdient gemacht haben.

Das Agnes-Pockels-SchülerInnenlabor, das 2012 das 10jährige Jubiläum feiert, geht auf die Initiative von Prof. Dr. Petra Mischnick, Institut für Lebensmittelchemie der TU Braunschweig, zurück. Es führt Kinder und Jugendliche an die Naturwissenschaften heran und unterstützt den Chemieunterricht. Insbesondere wird dabei die Selbstwahrnehmung von Mädchen hinsichtlich ihrer naturwissenschaftlichen Fähigkeiten gestärkt.

2010 wurde auf Anregung durch Prof. Dr. Henning Hopf, Institut für Organische Chemie der TU Braunschweig, eine von der Landessparkasse gestiftete Persönlichkeitstafel am Standort ihres einstigen Wohnhauses in der Kasernenstraße 7 angebracht.

Während in Braunschweig mit der Pockelsstraße ein entfernter Verwandter geehrt wird, Wilhelm Pockels (1832 – 1904), der von 1879 bis 1904 Bürgermeister von Braunschweig war, gibt es in mindestens fünf deutschen Städten (Hilden, Neustadt am Rübenberge, München, Schleswig, Verden) Straßen, die nach Agnes Pockels benannt sind.


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[i] zuletzt aktualisiert: 07.03.2012
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