| Wissenschaft und Gewerbe |
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Die produzierenden und verarbeitenden Gewerbe in Deutschland waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts noch weitgehend handwerklich geprägt. In den folgenden Jahrzehnten bildeten sich zunehmend industrielle Strukturen heraus.
Der Einfluss der Wissenschaften bei diesen Transformationsprozessen war immens. Insbesondere die Chemie wirkte in die verschiedensten Bereiche hinein. Um ein Beispiel herauszugreifen: die Landwirtschaft, „ein Gewerbe, welches zum Zweck hat, durch Produktion vegetabilischer und tierischer Substanzen Gewinn zu erzeugen oder Geld zu erwerben“, wurde durch wissenschaftlich-technische Rationalisierung zu einer Technologie. Aus der Physik entwickelten sich anwendungsbezogen die mathematisierten technischen Wissenschaften, zunächst insbesondere der Maschinenbau.
Die Wissenschaft an den Universitäten wurde meist als reine Wissenschaft angesehen und jenseits allen praktischen Nutzens betrieben. Dagegen waren die Technischen Hochschulen, bald nach der Jahrhundertmitte z.B. aus Polytechnischen Instituten oder Höheren Gewerbeschulen entstanden, Orte der praxisorientierten angewandten Wissenschaften.
Die Technische Universität Braunschweig, hervorgegangen aus dem
1745 gegründeten Collegium Carolinum, ist seit langem den angewandten Wissenschaften verpflichtet,
was sich auch in den Beständen ihrer Bibliothek niederschlägt. Unter dem Titel Wissenschaft und Gewerbe
zeigt die Universitätsbibliothek Braunschweig anlässlich der
gemeinsamen Jahrestagung der
Deutschen Gesellschaft für Geschichte
der Medizin, Naturwissenschaft und Technik und der
Gesellschaft
für Wissenschaftsgeschichte ausgewählte pharmaziehistorische
Quellen aus dem DFG-Sondersammelgebiet Pharmazie, Archivalien aus den
Vieweg-Archiven sowie interessante Stücke aus Spezialsammlungen
wie der umfangreichen Firmenschriftensammlung der Bibliothek.
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22. 09. 2006
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