Veranstaltungskalender
Nachrichten
aus der Region
V
e r a n s t a l t u n g s k a
l e n d e r
BRAUNSCHWEIG
Universitätsbibliothek
| bis 31.8. |
"Mit der Uni unterwegs.
Exkursionsberichte und Exkursionsführer" Ausstellung
über eine hochschulspezifische Literaturgattung |
| ab 10.8. |
"Bibliophiles" -
Raritäten und Kostbarkeiten der
Universitätsbibliothek Braunschweig" |
| bis auf weiteres |
"Rosa Luxemburg zum 130.
Geburtstag - Internationaler Frauentag" (Eingangsvitrinen)
|
| bis auf weiteres |
"200 Jahre
Vieweg-Bücher in Braunschweig: Schwerpunkt: Chemie"
(Chemiebibliothek) |
Stadtbibliothek
| 16.7. bis 12.10. |
"Es gibt nicht nur Troia
... - Ausgegrabene Geschichte in Norddeutschland" |
Öffentliche Bücherei
| bis 10.7. |
"Finnische Literatur von
Frauen" |
| bis 10.7. |
"Finnland im
Wirkungsbereich der Ostsee und Deutschlands" |
Braunschweigisches Landesmuseum
| 14.7. bis 11.10. |
"Troia - Traum und
Wirklichkeit"
Mehr unter |
| 7.8. bis 4.11. |
"Geteilt - Vereint -
Gefunden. Orte deutscher Geschichte in den neuen
Bundesländern“ (Hinter Aegidien) |
| bis 2.9. |
"Die
europäische Entscheidungsschlacht zu Waterloo und die Schlacht
des Schwarzen Herzogs von Braunschweig bei Quatrebras" - Dioramen und
Modellfiguren (Hinter Aegidien) |
Das umfangreiche Vortrags- und
Führungsangebot entnehmen Sie
bitte dem
Museumsprogramm des Braunschweigischen
Landesmuseums
Städtisches Museum
Ausstellungen:
| bis 19.8. |
"Der Landschaftsmaler
Adolf Nickol" |
| bis 2.9. |
"Alter Gablonzer Schmuck
und Perlen" |
| bis 23.9. |
"Feuer und Flamme. 100
Jahre Kunst ums Zündholz" (Formsammlung)
|
| bis auf weiteres |
"Messe, Markt und Handel
im alten Braunschweig" (Altstadtrathaus)
|
SALZGITTER
Stadtbibliothek
| 8.7. bis 25.8. |
"Gartenblicke" -
Malereien von Edeltraud Hartinger
Ausstellungseröffnung: 8. Juli,
11.00 Uhr |
| 18.8. und 19.8., 14 bis
18 Uhr |
Bücherflohmarkt |
| 16.9. bis 28.10. |
"Finnland" -
Fotographien von Rainer Frommer
Ausstellungseröffnung: 16.
September, 11.00 Uhr |
WOLFENBÜTTEL
Herzog
August Bibliothek
Ausstellungen:
| bis Mitte Juli |
"Ihr
müßt alle nach meiner Pfeife tanzen" -
Totentänze vom 15. bis 20. Jahrhundert aus den
Beständen der Herzog August Bibliothek und der Bibliothek Otto
Schäfer, Schweinfurt (Augusteerhalle, Kabinett, Globensaal) |
| bis 10.7. |
"Einzelgänger
II - Silke Leverkühne. Peter Mell zu Gast in der
Sommerakademie" (Kornspeicher) |
| 28.7. bis 2.9. |
"Maß, Zahl und
Gewicht" - Mathematik als Schlüssel zu
Weltverständnis und -beherrschung (Augusteerhalle,
Schatzkammer, Kabinett)
Ausstellungseröffnung: 27. Juli,
17.00 Uhr |
| bis 31.8. |
"Kostbare und seltene
Bücher und Flugblätter in der Herzog August
Bibliothek" - Neuerwerbungen der Sammlung Deutscher Drucke
(Zeughaushalle) |
| 4.9. bis 14.10. |
"Das Evangeliar Heinrich
des Löwen" |
| bis 30.9. |
"Schöpfungen in
Papier - Künstlerbücher aus der Papier- werkstatt
John Gerard" (Malerbuchsaal) |
Vorträge:
| 10.7. um 20.00 Uhr |
"Ausstellung der
Ergebnisse der Sommerakademie: Einzelgänger II. Internationale
Sommerakademie für Bildende Kunst Wolfenbüttel
(Kornspeicher) |
| 19.7. um 14.00 Uhr |
Neugestaltung der
Dauerausstellung im Lessinghaus - Projektvorstellung von " Dr. Ulrike
Zeuch (Anna-Vorwerk-Haus) |
Galerie
Kirchencampus
| bis 5.10. |
"Speculum Vitae" -
Bronzen und Arbeiten auf Papier von Siegfried Neuenhausen |
WOLFSBURG
Stadtbibliothek
| 15.8. bis 18.8 |
"Russische Woche"
|
Nachrichten aus der
Region
Die Braunschweiger
Zeitung (BZ) berichtete am 29.6.2001 über den Ankauf des
Kasernengelände am Bienroder Weg:
'BGS-Kaserne
wird "Campus Nord"
Für
rund acht Millionen Mark hat die Bezirksregierung Braunschweig, wie
Donnerstagnachmittag [28.6.] mitgeteilt wurde, für die Technische
Universität Braunschweig von der
Bundesvermögensverwaltung die ehemalige Kaserne des
Bundesgrenzschutzes (BGS) am Bienroder
Weg erworben.
Das Areal
soll als sozial- und geisteswissenschaftliches Zentrum unter der
Bezeichnung "Campus Nord" genutzt werden. Weiter heißt es in
der Pressemitteilung, damit sei die
räumliche Zusammenführung der erziehungs- und
geisteswissenschaftlichen Institute möglich,
die bislang an neun dezentralen Standorten untergebracht sind. Mit dem
Ankauf werde zudem
eine Interimszeit beendet, in der die TU Teile des
Kasernengeländes bereits gegen Zahlung
eines monatlichen Entgelts nutzt.
Nachbar
der TU am "Campus Nord" wird als weitere Landeseinrichtung das Eichamt
Braunschweig, das bisher beengt in der Haeckelstraße im
Westlichen Ringgebiet untergebracht ist.'
Zum Tag
der Archive erschien in
der Braunschweiger Zeitung vom 21.05.2001 folgender Bericht:
'Tag der offenen Tür im Stadtarchiv
und dem Verlagsarchiv von Westermann
Am
Sonnabend [19.5.] fand erstmals ein bundesweiter "Tag der Archive"
statt. In Braunschweig beteiligte sich neben dem Stadtarchiv auch das Unternehmensarchiv
des Westermann Verlags
daran. "Es ist wirklich eine gute Gelegenheit, über unser
Arbeitsgebiet zu informieren",
erklärte Verena Kleinschmidt, Archivarin und Bibliothekarin
beim Westermann Verlag, während
einer Führung. "Ein Archiv ist kein Museum. Die Dinge sind
nicht repräsentativ ausgestellt,
sondern verbergen sich in Kartons. Man muß sie erst
entdecken."
Und zu entdecken gibt es im Unternehmensarchiv einiges. Einen
gewichtigen Teil bildet die
Sammlung von Verlagsprodukten: Karten, Fotos, Lehr- und Werbemittel,
neue Medien. Allein
der Bücher- und Zeitschriftenbestand umfaßt 1200
laufende Meter. Kleinschmidt: "Das Archiv
steht Pädagogen, Germanisten und Kartographen offen."
Für
Besucher hatte die Archivarin einen kleinen, aber feinen Querschnitt
durch das Material
vorbereitet - in einem Raum, der Archivbenutzern sonst verschlossen
bleibt: dem
gründerzeitlichen Sitzungszimmer des Firmengründers
Georg Westermann. Vertäfelte Decke und
Bücherregale aus Eichenholz. Auf dem Tisch Zeugnisse der
Verlagsgeschichte: Fotos,
Schriftwechselordner, prachtvoll geprägte
Glückwunschmappen. In einem alten Geschäftsbuch
war zu lesen, daß Wilhelm Raabes "Villa Schönow",
verlegt 1883, erst 1901 mit
23 Mark in die Gewinnzone kam. In einem Brief vom 12. November 1855
entschuldigt ein Vater
seinen bei Westermann lernenden Sohn "wegen Fehlens durch Brechkolik".
Schulbücher und
handgemalte Karten riefen Schulzeit-Erinnerungen wach.
Kurioses
und Wertvolles bot auch das
Stadtarchiv. Sein Bestand gilt als einer
der
umfangreichsten der deutschen Archivlandschaft. Den Kern bilden
Urkunden, Stadtbücher,
Akten und Rechnungen der Stadtverwaltung vom Mittelalter bis zur
Neuzeit. Daneben verwahrt
das Stadtarchiv umfangreiche Privatsammlungen, Schriftstücke
von und über Braunschweiger
Persönlichkeiten. Vier Archivare führten durch die
Magazine. Große Faszination übte die
Restaurations- und Buchbinderwerkstatt aus. Wie befreit man
Bücher von Schimmel? Diese und
andere Fragen wurden geduldig beantwortet. Die 80-minütige
Führung verging wie im Flug.'
Die Musikbibliothek
Braunschweig kann dank einer Spende der Stiftung
Nord/LB-Öffentliche ihr Angebot erweitern, berichtete die BZ
am 19.6.2001:
'Der
Förderkreis der Musikbibliothek freut sich über eine
Spende der Stiftung Nord/LB-
Öffentliche in Höhe von 9000 Mark für das
Projekt "Förderung von Kindern und Jugendlichen".
Wie Prof. Dr. Rainer Schmitt, Erster Vorsitzender des
Förderkreises, der BZ mitteilte, soll
das Geld zur musikalischen Erziehung von Kindern und Jugendlichen
verwendet werden.
Es sollen
vermehrt CDs mit Kinderliedern, klassischer Musik und Popmusik
bereitgestellt
werden. Ebenso ergänzt wird der Bestand an Büchern
über diese Musikrichtung und ihre
Interpreten. Außerdem sollen Noten für Kinder- und
Jugendchöre sowie Musikvideos angeschafft werden, die diese
Altersgruppe ansprechen.
Die
Musikbibliothek, die zur Öffentlichen
Bücherei gehört und in der Brunsviga an der
Karlstraße untergebracht ist, verfügt über
einen Bestand von 15 000 Medien wie Bücher,
Musikzeitschriften, Noten, CDs, Musikkassetten und Videos, die im
Schnitt jährlich dreimal
entliehen werden.
Für
die Bedürfnisse jüngerer Benutzer sei die Bibliothek
bislang unzureichend ausgerüstet.
Der überwiegende Teil der Leser sei älter als 20
Jahre.'
Die Diskussion
über das neue Konzept für die Brüdernkirche hat
Ihren vorläufigen Abschluß
gefunden, las man in der BZ vom 18.5.2001:
'In der
Auseinandersetzung um die künftige Nutzung der
evangelisch-lutherischen Brüdernkirche in der Braunschweiger
Innenstadt hat die Landessynode ein neues Konzept beschlossen.
Danach verzichtet die Landeskirche auf den umstrittenen Einbau einer
Empore und einer
Glaswand. Die Bibliothek des Predigerseminars soll
statt dessen in die leerstehenden
früheren Räume des landeskirchlichen Archivs
umziehen. Ein entsprechender Antrag des
Braunschweiger Synodalen Professor Eckhart Neander wurde auf der Tagung
in Goslar bei
einigen Enthaltungen ohne Gegenstimmen angenommen. Für das
Landeskirchenamt unterstützte
Oberlandeskirchenrat Peter Kollmar aus, wie er sagte, pragmatischen
Erwägungen diesen
Vorstoß.
Vorausgegangen
ist ein einjähriger Streit mit Teilen der
Brüderngemeinde und einer
Initiative "Rettet die Brüdernkirche". Der neue
Kirchenvorstand der Brüderngemeinde
zweifele mit Unterstützung von außen die
Gültigkeit des mit der Landeskirche abgeschlossenen
Nutzungsvertrages an, berichtete Kollmar. Die juristischen Chancen
für die Landeskirche
stünden zwar gut, doch es sei sinnvoll gewesen, nach
Alternativen zu suchen, wie sie nun
vorlägen.
Zu dem
neuen Konzept gehört nach den Worten Kollmars weiterhin die
übernahme des Kreuzganges durch die Landeskirche. Diese
alternative Planung halte an der Nutzung des Gebäudekomplexes
für Kirche und Kultur fest und die Option für ein
ökumenisch-geistliches Zentrum offen. Das Ganze sei auch eine
Niederlage, die ein Jahr lang trainiert worden sei, meinte der
Braunschweiger Propst Armin Kraft. Die Auseinandersetzungen
hätten jedoch auch eine intensive
und nötige Diskussion um die Zukunft der acht
evangelisch-lutherischen Innenstadtkirchen in
Braunschweig ausgelöst.'
Im Rahmen der
Städtepartnerschaft Wolfsburgs mit der russischen
Industriestadt Togliatti (Automobilwerk Lada) erfolgt nun der
Gegenbesuch der russischen Delegation. Während der
"Russischen Woche" in der Zeit vom 15.
bis 18. August sind zahlreiche Kulturveranstaltungen
in der Stadtbibliothek Wolfsburg geplant.
Über die von Stadtbibliothek
Wolfsburg gemeinsam mit der >i>International
Partnership Initiative I.P.I., initiierten Veranstaltungsreihe unter
dem Titel "www.Buch ade?"
berichtete die Braunschweiger Zeitung in ihrer Wolfsburger Ausgabe.
Der Vortrag von Hans
Kreutzfeldt: Was geschieht mit dem gedruckten Buch im
Zeitalter der
neuen Medien? wird am 7.5.2001 wie folgt
zusammengefaßt:
'Wird das
gedruckte Buch auch künftig noch das höchste
Kulturgut sein? Seit mehr als
zehn Jahren schon beschäftigt sich Hans Kreutzfeldt mit dieser
Frage. Am Freitagabend [4.5.] sprach der Experte und Pionier des
elektronischen Publizierens im Alvar-Aalto-Kulturhaus
über das Medium, dem seiner Meinung nach die Zukunft
gehört: das elektronische Buch - in
modischer Begeisterung für Anglizismen eBook genannt.
Eingeladen hatten die Stadtbibliothek
und der Verein International Partnership Initiative.
Speicher
für 40 Bücher
"In Format, Größe und Bedienungskomfort sollen
eBooks sein wie normale Bücher", erklärte
Kreutzfeldt. Er hatte sogar einige der Minicomputer mitgebracht, damit
sich die Gäste ein
Bild machen konnten von dem für viele noch unbekannten Medium.
Der Text erscheint auf einem
Bildschirm von der Größe einer Buchseite. In puncto
Gewicht unterscheiden sich ein gedrucktes und ein elektronisches Buch
kaum, wohl aber im Speichervermögen: Etwa 40 durchschnittlich
umfangreiche Bücher oder der gesamte Brockhaus in 24
Bänden passen auf ein 64
Megabyte-Kärtchen, das so klein ist, daß drei davon
in einer Streichholzschachtel Platz
finden.
Zunächst
gab Kreutzfeldt einen überblick über die Geschichte
des eBooks. Während Anfang der 90er-Jahre noch die
reinen Lesesysteme dominiert hätten, würden heute
zunehmend Zusatzfunkt
ionen integriert: "Mit der neuesten Generation der eBooks kann man
nicht nur Bücher speichern
, sondern auch Termine und Adressen verwalten, Routen planen,
Internet-Seiten abrufen,
Hörspiele und Lieder im MP3-Format hören und
gesprochene Nachrichten aufzeichnen."
Registrierung
notwendig
Immerhin eines bleibt beim Alten: Für Verlage lohnt sich das
Anbieten der Texte nur, wenn die Kunden dafür bezahlen, und
dafür müssen die Daten kopiersicher sein. Wie das
erreicht wird, beschrieb Kreutzfeldt auch: "Beim Kauf eines eBooks
meldet sich der Kunde beim Anbieter an
und bekommt eine Nummer. Möchte er sich nun aus dem Internet
ein Buch herunterladen, prüft
der Rechner des Anbieters automatisch, ob der Kunde registriert ist -
wenn nicht, dann behält er seine Inhalte eben für
sich."
Einige
Ausnahmen von diesem Verfahren gebe es indes: "Vieles im Netz ist
kostenlos." So etwa Bücher von Autoren, die seit mehr als 40
Jahren tot sind: Für die meisten Klassiker zahlt
der eBook-Besitzer also keinen Pfennig.
Kreutzfeldt
schloß seinen Vortrag mit einer langen Aufzählung
von Vorteilen, die das
elektronische gegenüber dem gedruckten Buch aufweist: "Das
eBook ist so groß und schwer
wie ein herkömmliches Buch, kann aber beinahe eine kleine
Bibliothek beinhalten. Es ist
umweltfreundlicher - kein Baum muß für seine
Herstellung abgeholzt werden. Es ist sofort
verfügbar, nie vergriffen und etwa 20 Prozent
günstiger." Folglich lauteten seine Thesen im
Resümee: "In fünf Jahren wird jede Neuerscheinung als
gedrucktes Buch und eBook erscheinen,
und elektronische Bücher werden genauso wichtig und
selbstverständlich sein wie herkömmliche."
Eine Lesung mit Computer und
Beamer stellt auch die mit der Vorbereitung
beschäftigten Bibliothekare vor neue Anforderungen, berichtet Hans-Adelbert
Karweik in der Ausgabe
Wolfsburg der BZ vom 12.04.2001:
"Das ist
für uns eine große Herausforderung", sagte
Projektleiterin Elke Fuchs, denn es
bedeute einen immensen technischen Aufwand. Der kleine Tisch, die
dezente Leselampe, das
halbvolle Wasserglas genügen nicht mehr, wenn ein Autor aus
einem elektronischen Buch, einem eBook, lesen will. Deshalb bringt Thomas
Hettche mit Harald Taglinger auch einen
Medien-Designer mit, der für die nötigen technischen
Geräte und Anschlüsse zuständig sein
wird.
Drei
Arbeiten werden an diesem Abend erstmals in Wolfsburg vorgestellt
werden:
"An
Null", eine literarische Online-Anthologie, an der sich 1999
mehr als 30
deutschsprachige Autoren beteiligten.
"Klik",
eine Installation für zwei Bildschirme und ein Versuch
über die Verflüssigung von
Typographie und Text.
"Dercercle",
ein gerade entstehendes Projekt gemeinschaftlicher Textgenese auf der
Grundlage des Internet.
Harald
Taglinger weist bereits in seiner Homepage auf diese zukunftsweisende
Lesung in
Wolfsburg hin. Allerdings, erläuterte lächelnd
Steffen Sieboth, Medienexperte der
Stadtbibliothek, Taglinger verweise darin auf die Autostadt Wolfsburg.
Wer dann Autostadt
anklicke, finde sich bloß auf den Webseiten der VW-Autostadt
wieder. So schreibt das
Internet seine eigenen Anekdoten. Dennoch, betonte Sieboth, sei dies
ein Beleg für die
ungeahnten Möglichkeiten der elektronischen Vernetzung.'
Die
Eindrücke dieser Lesung werden in der BZ, Ausgabe Wolfsburg
vom 21. Mai 2001 geschildert:
"Das
Internet bietet völlig neue Möglichkeiten
für Autoren und Leser", gab sich Thomas
Hettche zukunftsorientiert. Kein Wunder, sind doch unter
seiner Beteiligung bereits mehrere
Internet-Projekte mit jungen Autoren entstanden, die inzwischen
teilweise auch in gedruckter Form erhältlich sind.
"Null"
heißt die wichtigste Arbeit, die Thomas Hettche und Harald
Taglinger vorstellten.
Das natürlich nicht im Stil herkömmlicher
Vorträge, in denen allenfalls ein Tageslichtprojektor im
Einsatz ist, sondern unterstützt von Computern, deren
Bildschirme an Wand und Decke
projiziert wurden. Verzeichnis wie ein Sternbild Mit "Null"
wollten wir die Schnelligkeit
und das Chaos des Internets nutzen", erklärte Taglinger. Mehr
als 30 junge Autoren beteiligten sich und protokollierten 1999 "das
letzte Jahr des Jahrtausends". Ein Inhaltsverzeichnis im klassischen
Sinn gab es nicht: "Die Texte wuchsen täglich, weil die
Autoren sie ständig weit
ersponnen. Dieser Struktur wollten wir durch ein Inhaltsverzeichnis in
Form eines Sternbilds gerecht werden: Jeder Stern ein Text, viele durch
Linien verbunden, so wollten wir das
organische Wachsen des Ganzen nachempfinden."
Hettche
war noch immer sichtlich begeistert von "Null", das
die Zeitschrift Focus als
"Mammutprojekt der Netz-Literatur" bezeichnete. So gehetzt las er
einige E-Mail-Wechsel der
damals beteiligten Schriftsteller vor, daß kaum einer den
Inhalt völlig verstand. Nur so viel wurde deutlich: Es
muß eine abenteuerliche Zeit gewesen sein, damals, als die
Sternkarte
jeden Tag wuchs, aber niemand wußte, in welche Richtung.
Das
Plätschern der Kanäle
Auch ein neueres Projekt stellte Thomas Hettche vor - in Venedig spielt
die Geschichte des
mehrfachen Literaturpreisträgers. Als er daraus vorlas,
unterstützt von den Bildern, die
sein Rechner an die Wand warf, wurde schnell klar, was gemeint ist mit
dem oft gehörten Satz, die Elektronik verschaffe der Literatur
völlig neue Möglichkeiten.
"Die Wirren von Venedig, jeder Tourist verläuft sich hier
anfangs, werden durch die
Navigation der Netz-Seite simuliert", erklärte Hettche. Der
Leser klickt sich durch einen
unübersichtlichen Stadtplan, Bilder des Gelesenen entstehen
nicht mehr nur im Kopf, sondern
auch direkt auf dem Bildschirm - dazu plätschern aus
Lautsprechern die Kanäle der
Lagunenstadt.
Doch der
Netz-Literatur sind finanzielle Grenzen gesetzt. Geld verdient mit
Internet-Inhalten derzeit kaum jemand. Harald Taglinger prophezeite:
"Viele jetzt noch kostenlose Seiten
werden in anderthalb Jahren gebührenpflichtig sein."
(MC)
Fort- und Weiterbildung
Das 2.
Halbjahresheft der "Bibliothekarischen Fortbildung in
Niedersachsen" mit
vielen interessanten Fortbildungsangeboten ist erschienen.
Hinweisen
möchte ich Sie jetzt schon auf die im BiSON-Raum stattfindende
Veranstaltung:
Bestandsaufbau
für die Bibliothek mit Profil. Von Prof. Dr. Konrad
Umlauf.
Termin: 10.10.2001
Ort: Stadtbibliothek Wolfsburg
Die 11.
Gemeinsamen Bibliothekstage für Niedersachsen und
Sachsen-Anhalt finden
am 14. und 15. September 2001 in Salzwedel statt. Das Motto
heißt: "Bibliotheken als Informationsmarkt"
Stellenangebot und -gesuche
Assistentin
an Bibliotheken, 30 Jahre, 4 Jahre Berufserfahrung in
Öffentlichen
Bibliotheken, sucht ab 1.8.2001 Vollzeit- oder
Halbtagsstelle in Wissenschaftlicher oder
Öffentlicher Bibliothek im Raum "BISON".
Zur Zeit in einer befristeten Anstellung in der Stadtbücherei
Wolfenbüttel beschäftigt.
Diplombibliothekarin,
52 Jahre, Examen für ÖB 1971/Köln,
Berufserfahrung in verschiedenen
Bibliothekstypen, möchte nach Kinderpause wieder
berufstätig werden, Dreiviertel- oder
Halbtagsstelle bevorzugt.
Beide Adressen sind über die Redaktion zu erfahren
An der Fachhochschule
Braunschweig/Wolfenbüttel, ist am Standort
Salzgitter
ab ca. 15.10.2001 befristet die Stelle einer/eines
Bibliotheksassistenten/Bibliotheksssistentin
für die
Zeit einer Mutterschutzfristvertretung zu besetzen. Die
Verlängerung für eine
eventuelle Erziehungsurlaubsvertretung ist beabsichtigt.
Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 38,5 Stunden
Interessierte
richten Ihre Bewerbung bitte an folgende Adresse:
Fachhochschule Braunschweig/Wolfenbüttel
Bibliothek /z. Hd. Frau Walter
Am Exer 8, 38302 Wolfenbüttel
BiSON intern
Neu
im BiSON-Kreis ist des Kunstmuseum
Wolfsburg. Die dort
arbeitende Diplom-Bibliothekarin Frau Anja Westermann war
früher an der DLR beschäftigt.
Ihre Adresse lautet:
Anja Westermann
Kunstmuseum Wolfsburg
Porschestraße 53
38440 Wolfburg
Tel.: (05361) 2669-40
Fax: (05361) 2669-21
E-Mail: awestermann@kunstmuseum-wolfsburg.de
Frau
Jutta Garbe, die über viele Jahre die Bibliothek
der
Physikalisch-Technischen Bundesanstalt vertreten hat, ist in
Pension gegangen. Ihre
Vertreterin ist Frau Edith Wedig.
Das
30jähriges BiSON-Jubiläum wird am 25.10.2001
gefeiert. In der Universitätsbibliothek
Braunschweig wird es zu diesem Anlaß eine Ausstellung und
einen kleinen Festakt mit
Vorträgen, Podiumsdiskussion und der Möglichkeit zu
diskutieren geben.
Bitte
merken Sie sich diesen Termin vor und halten Sie sich den Nachmittag ab
15.00 Uhr frei.
Ansprechpartnerin
für Ihre Ideen und Präsentationen ist:
Frau Gabriele Canstein
Predigerseminar - Bibliothek
Schützenstraße 22
38118 Braunschweig
oder rufen Sie an: Tel.: 0531/ 16051 oder faxen Sie: 0531 / 126781
Ausstellungsgegenstände
schicken Sie der Einfachheit halber, bitte gleich an die
Universitätsbibliothek Braunschweig, z. Hd. Rita Dopheide,
Pockelsstraße 13, 38106
Braunschweig
Die
nächste BiSON-Sitzung
findet am
6.
November 2001, um 9.30 Uhr
im
Staatstheater Braunschweig
Am Staatstheater
38106 Braunschweig
statt.
Redaktionsschluß
für die BiSON-Mitteilungen
3/2001 ist der 27. Oktober 2001
Redaktion:
Rita Dopheide
Universitätsbibliothek der TU
Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
Tel.: 0531/391-5019
Fax: 0531/391-5836
E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de
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