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BiSON

Seitentitel:Mitteilungen *4: Oktober / November / Dezember 2002

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Veranstaltungskalender Nachrichten aus der Region


V e r a n s t a l t u n g s k a l e n d e r

 


BRAUNSCHWEIG
 

Universitätsbibliothek

Ausstellungen:

bis Ende Oktober "Bücher binden. Ein traditionelles Handwerk"
31.10. -18.1.2002 "Die Stadt"
Ausstellungseröffnung: 31. Oktober 2002, 19.30 Uhr
bis auf weiteres "Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina: 1652 - 2002" (Eingangsvitrinen)
bis auf weiteres "200 Jahre Vieweg-Bücher in Braunschweig: Schwerpunkt: Chemie" (Chemiebibliothek)

Vorträge:

31.10. um 19.30 Uhr "Die Stadt aus Sicht der Vegetationsökologie" - Vortrag von Prof. Dr. Dietmar Brandes zur Eröffnung der Ausstellung "Die Stadt"
14.11. um 19.30 Uhr "Verkehr als Determinante der Stadtentwicklung" - Vortrag von Prof. Dr. Manfred Wermuth, Geschäftsführender Leiter des Instituts für Verkehr und Stadtbauwesen
5.12. um 19.30 Uhr "Die postmoderne Stadt: Auflösung oder Rekonstruktion?" - Vortag von Prof. Dr. Karin Wilhelm, Leiterin des Instituts für Architektur- und Stadtbaugeschichte Donnerstag, 16. Januar 2003
16.1. um 19.30 Uhr "Befunde stadtbraunschweiger Archäologie zu bürgerlichen Verhaltensstrategien des täglichen Lebens" - Vortrag von Prof. Hartmut Rötting M.A., Archäologieoberrat i.R., Braunschweig

Braunschweigisches Landesmuseum

19.10 - 5.1. 2003 "Justus von Liebig: Alles in Chemie" - Ausstellung zum 200. Geburtstag des Chemikers

Herzog Anton Ulrich Museum

bis 8.12. "Kein Tag wie jeder andere" - Fest und Vergnügen in der niederländischen Kunst von 1520-1630

Hochschule für Bildende Künste

6.11. - 18.12. "Aktuelle Kunst aus Mexiko" - Arbeiten von Studierenden der Kunsthochschule La Esmeralda, Mexico City
Ausstellungseröffnung: 5. November 2002, 19.30 Uhr

Städtisches Museum

bis 6.10. "Druckgrafik nach 1945" - Ausgesuchte Werke aus Museumsbestand
20.10. -12-1-2003 "Gerd Winner - Braunschweig. Szenen einer Stadt - Fotos und Grafiken"
Ausstellungseröffnung: 20. Oktober 2002, 11.00 Uhr
3.11. - 31.1.2003 "Das trägt man gerade - Modegrafik des 19. Jahrhunderts"
Ausstellungseröffnung: 3. November 2002, 11.00 Uhr


GIFHORN

Stadtbücherei

25.10. um 16.00 Uhr "Ein Wunsch für Rudi" - Eine WünschDirWas-Geschichte für Kinder ab 4 Jahren. Aufgeführt vom Wolfsburger Figurentheater Compagnie
23.11. um 17.00 Uhr "Von armen Leuten, die reich wurden" - Märchenabend mit Gertrud Hempel
29.11. um 15.30 Uhr "Weihnachtsmärchen unter einer Decke" - Aufgeführt vom Kindertheater Klimperklein
30.11. ca. 19.30 Uhr "Von Geistern, Gespenstern und Untoten" Rezitation: Eckart Dux und Anja Alisch, Cello: Kathrin Brand
Weitere Informationen und Eintrittskarten erhalten Sie unter 05371/932151.


SALZGITTER

Stadtbibliothek

bis 28.10 "Potzlach" - Ausstellung von Walter Reinhardt
3.11. - 6.1.2003 "Christa Meinecke: Bilder in Acryll und Öl"
Ausstellungseröffnung: 3. November 2002, 11.00 Uhr
18.10. um 16.00 Uhr "Rainer Wolters liest für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren" - Eine Kooperationsveranstaltung mit dem NABU
6.11. um 19.30 Uhr "Henry IV" - Vortrag von R. Bembenneck. Eine Kooperations veranstaltung mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft
21.-23.11. von 10.00 -19.00 Uhr "Bücherflohmarkt"
30.11. von 9.00 - 18.00 Uhr "Bücherflohmarkt" in der Schul- und Stadtteilbibliothek Salzgitter Fredenberg
3.12. um 19.30 Uhr "Literarisches & Kulinarisches" - Vorstellung von Herbstneuerscheinungen. Das Kulinarische wird von der Bibliotheksgesellschaft Salzgitter e.V. bereitgestellt.
4.12. um 19.30 Uhr "Literarisches & Kulinarisches" - Vorstellung von Herbstneuerscheinungen in der Stadtbibliothek Salzgitter Bad. Das Kulinarische wird von der Bibliotheksgesellschaft Salzgitter e.V. bereitgestellt.


WOLFENBÜTTEL

Herzog August Bibliothek

Ausstellungen:

bis 20.10. "Neuerwerbungen von Malerbüchern" (Malerbuchsaal)
bis 24.11. "Die Handschriften des Klosters Weissenburg: Blick in eine Bibliothek des frühen und hohen Mittelalters" (Augusteerhalle und Schatzkammer)
bis 24.11. "Das Buch als Bild: Picasso illustriert" - Künstlerbücher aus der Malerbuchsammlung der Herzog August Bibliothek. Ausstellung in Verbindung mit dem Graphikmuseum Pablo Picasso, Münster und Radio Bremen (Kornspeicher)
bis 24.11. Nils Burwitz: Auf dem Hochseil. Walking the Tightrope" (Lessinghaus)
bis 1.12. "Auf den Spuren der Bücher" - Provenienz- und Widmungs- exemplare aus Erwerbungen der Sammlung Deutscher Drucke 1601-1700 (Kabinett)
bis 22.2.2003 "Andreas Horlitz: Palimpsest" (Zeughaushalle)
6.12. -2.2.2003 "Mittelalterliche Miniaturbilder zu Geburt und Kindheit Jesu" (Schatzkammer)
7.12. - 23.2.2003 "Die Welt des Kindes im 18. Jahrhundert" - Ausstellung in Verbindung mit Radio Bremen (Augusteerhalle, Kabinett)
Ausstellungseröffnung: 6. Dezember 2002, 17.00 Uhr
Dauerausstellung "Die Welt der Buchstaben von Hermann Zapf" (Malerbuchkabinett)
Dauerausstellung "Gotthold Ephraim Lessing 1729 - 1781. Leben und Werk" (Lessinghaus)
Regelmäßige Führungen finden am ersten Dienstag im Monat um 20.00 Uhr sowie sonn- und feiertags
um 11.00 Uhr in der Bibliotheca Augusta statt.
Regelmäßige Führungen durch die Ausstellung im Kornspeicher finden vom 15. September
bis 24. November um 15.00 Uhr statt.

Vorträge:

4.10. um 20.15 Uhr "Zensur im Übergang zur Moderne. Das lange 19. Jahrhundert" - Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Wolfram Siemann im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für d. Erforschung d. 18. Jahrhunderts "Zensur im Alten Reich d. 18. Jahrhunderts" (Augusteerhalle)
17.10. um 14.00 Uhr "Historia literaria. Zu Formen und Funktionen eines frühneuzeit- lichen Wissensspeichers" - Projektvorstellung im Rahmen der Werkstattgespräche von Dr. Frank Grunert (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
22.10. um 18.00 Uhr "Die Tradition der Gelehrtenrepublik" - Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Marc Fumaroli im Rahmen des 53. Wolfenbütteler Symposions "Die Gelehrtenrepublik in der Epoche von Leibniz und Lessing: Kultur und Kommunikation des Wissens" (Augusteerhalle)


WOLFSBURG

Stadtbibliothek


"Neue Romane im Herbst" - Romanvorstellungen ...
15.10. um 17.00 Uhr ... in der Stadtteilbibliothek Hansaplatz
16.10, um 17.00 Uhr ... in der Stadtteilbibliothek Vorsfelde
17.10. um 17.00 Uhr ... in der Stadtteilbibliothek Fallersleben
22.10. um 17.00 Uhr ... in der Stadtteilbibliothek Westhagen
23.10. um 17.00 Uhr ... in der Stadtteilbibliothek Detmerode
24.10 um 18.15 Uhr ... in der Erwachsenenbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus
20.11. um 15.00 Uhr "Dem Sterben ein Zuhause geben" Zweiteilige Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Verein Hospizarbeit e. V. Region Wolfsburg (Erwachsenenbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus)
21.11. um 19.00 Uhr "Dem Sterben ein Zuhause geben" Zweiteilige Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Verein Hospizarbeit e. V. Region Wolfsburg (Erwachsenenbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus)


Nachrichten aus der Region


Das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung öffnete am 8. September seine Türen und zeigte eine Ausstellung zum Thema "Braunschweig im Schulbuch vom 19. Jahrhundert bis heute".
Die Braunschweiger Zeitung vom 9. September zeichnet unter dem Titel "Wissenswertes mit Braunschweig-Bezug" ein Stimmungsbild des gelungenen Tages:

"Die Bewohner Braunschweigs gehören zu den gebildetsten Deutschlands ... In den höheren Ständen ist wissenschaftliche Bildung vorherrschend ... " Das, was so schmeichelhaft klingt und jeden "Bekenntnisbraunschweiger" erfreut, ist nachzulesen in dem alten Buch "Vaterlandskunde für Schule und Haus im Herzogtum Braunschweig", erschienen 1835 im Verlag Meyer sen. und verfaßt von A. Ludewig, Schul- und Seminardirektor in Wolfenbüttel.
Dieses sowie andere Interna zum Bild Braunschweigs in alten deutschen Schulbüchern einschließlich der doppelbödigen Anekdoten des listigen Till Eulenspiegel und weniger Erfreuliches aus der NS-Zeit konnte erfahren, wer am Sonntag beim Tag der offenen Tür im Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung (Celler Strasse) das Glück hatte, mit der freundlichen und kompetenten Leiterin der Schulbuchbibliothek, Gisela Teistler, zu sprechen.
Sie wies gern auf spezielle Themen zu Braunschweig in Welt- und Umweltkunde-Büchern (WUK) oder im "Appelhans" (Schulbücher für den Braunschweiger Raum) hin. In einem dieser WUK-Bücher wurde zum Beispiel anhand eines Stadtplanausschnittes die Etymologie Braunschweiger Straßennamen erklärt.
Gisela Teistler ist nicht nur eine engagierte Bibliothekarin, sie hat auch, wie sie sagte, den Anstoß für diesen Tag der offenen Tür gegeben. Da sie sich nun mit Recht als "Gastgeberin" fühlen durfte, hat sie bei Schulbilderbuchwetter auf der Terrasse der schönen Villa Tische und Stühle arrangiert.
So konnte man bei Kaffee und Kuchen, Tee oder Wasser, mit Blick in die sommerliche Gartenanlage allerlei Wissenswertes über die Schulbuchexponate mit Braunschweig-Bezug vertiefen. Fragen zum internationalen Schulbuchkonvolut nicht ausgeschlossen. Und wer gerne etwas Schwarz auf Weiß mit nach Hause nehmen wollte, der durfte sich im Rahmen der Bescheidenheit an Schulbuchduplikaten des 1951 gegründeten und international renommierten Schulbuchinstituts bedienen - auch das eine liebenswerte Geste (cbe)'


Der WEB-Katalog der Stadtbibliothek Salzgitter steht unter der Adresse:

http://libero.salzgitter.de/libero
täglich zwischen 6 Uhr und 20 Uhr im Internet zur Verfügung. Am Wochenende kann man von Samstag 6 Uhr bis Sonntag 20 Uhr recherchieren; ein 24-Stunden-Zugang wird angestrebt.
Neben der Katalogsuche mit verschiedenen Suchoptionen, findet man die aktuelle Neuerwerbungsliste und die Öffnungszeiten aller Bibliotheken, inklusive Telefonnummern und Adressenanzeigen - und dies alles auch in englischer Sprache.
Unter "Benutzerdienste" haben die Nutzer Zugang zum persönlichen Konto und können alle ausgeliehenen, vorbestellten und abholbereiten Medien und offene Gebühren sehen. Ausgeliehene Medien können online vorbestellen werden
Die Stadtbibliothek kommt mit diesem neuen Service den schon lange geäußerten Wünschen ihrer Kunden entgegen. An der Verbesserung des Kataloges wird weiterhin gearbeitet; so sind als nächstes geplant: Die Möglichkeit der Verlängerung des Medienkontos und die Einbeziehung von Bildern (CD-Cover, Buchumschläge usw.) in die Kataloganzeige.
Es gibt auch einen Zugang zum Katalog des Stadtarchivs Salzgitter.


Am 6. September erhielt die Stadtbibliothek Salzgitter den Niedersächsischen Bibliothekspreis, der von der VGH-Stiftung der VGH-Versicherungen Hannover jedes Jahr an eine Bibliothek in Niedersachsen vergeben wird, die sich durch besondere Leistungen ausgezeichnet hat. Im 13. Newsletter der Stadtbibliothek Salzgitter berichtet die Bibliotheksleitung stolz:

'Nachdem im vergangenen Jahr die VGH-Stiftung der Stadtbibliothek Salzgitter bereits eine Belobigung aussprach, haben wir es in diesem Jahr geschafft, den ersten Preis zu bekommen, den wir uns mit der Stadtbücherei Hameln teilen. Das Preisgeld beträgt 7 500 EURO für jede Bibliothek. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen freuen sich natürlich sehr darüber, daß ihre Leistung auf diese Weise gewürdigt wird'

Die Preisverleihung fand im Rahmen der Bibliothekstage für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in Anwesenheit des Oberbürgermeisters statt.


Die 12. Gemeinsamen Bibliothekstage für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fanden am 6. und 7. September 2002 in Salzgitter statt. Etwa 150 Bibliothekare und Bibliothekarinnen aus den beiden Bundesländern diskutierten zum Motto "Freut Euch des Lesens - PISA fordert auch die Bibliotheken".

In der Braunschweiger Zeitung vom 9. September schreibt Antonia B. Uthe in ihrem Resümee:

'Freut euch des Lesens.
Bibliothekstage in Salzgitter diskutieren über PISA.

PISA - eine Katastrophe? Die Bibliotheken sehen die Diskussion um das deutsche Bildungsdebakel als ihre Chance. Bisher wurde ihnen als zentralem Ort der Wissensvermittlung und des angewandten Lesens nur geringe Aufmerksamkeit geschenkt. Unter dem Motto "Freut euch des Lesens - PISA fordert auch die Bibliotheken", der gemeinsamen Bibliothekstage für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in Salzgitter, definieren sie ihre Rolle im Bildungsgeschehen.

Um den Verlust an Lesefähigkeit, Leselust, Phantasie und Leistungsbereitschaft zu begegnen, müssen Netzwerke zwischen Kindergärten, Schulen. Hochschulen und allen Einrichtungen der Erwachsenenbildung entstehen, heißt es in einem Thesenpapier des niedersächsischen Bibliotheksverbandes. "Lesen lernt man nur durch Lesen". Die Stadtteilbibliothek bildet die Basis, an der Lesen gelernt wird. Ihre besondere Aufgabe liegt darin, die Lesefreude bei Kindern zu wecken, etwa durch Aktionen wie Nachtlesungen, Lesewettbewerbe, Quiz. Die Kinder werden spielerisch an das Lesen herangeführt und erleben die Bibliothek nicht als dunklen Raum, sondern als Treffpunkt für Veranstaltungen.

Ein Defizit, was sich mit der Einführung von Facharbeiten vor ca. vier Jahren in der Oberstufe bereits abgezeichnet hart und durch die PISA-Studien bestätigt wird, ist die mangelnde Kompetenz der Schüler Probleme zu lösen. Facharbeiten können nur mit Literatur bewältigt werden. Dazu ist es nötig, sich in wissenschaftlichen Bibliotheken sicher zu bewegen. Diese Orte sind die Scharniere der Kulturarbeit. Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen ihnen und den Lehrerverbänden ist notwendig. Die Bibliotheken sind um kulturelle Beachtung bemüht: Sie veranstalten Ausstellungen, Vorträge, Lesungen oder bieten Arbeitsangebote an. Außerdem werden Seminare gemeinsam geplant und vorbereitet.

Die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit ist erkannt. Zur Zeit bemüht sich ein Arbeitskreis der Bezirksregierung Hannover darum, eine Schaltstelle zwischen Schulen und Bibliotheken zu schaffen. Dennoch wird die Arbeit zunehmend schwieriger. "Deutschland investiert zu wenig in Bildung" beklagen die Bibliothekare. Bildungsfragen aber "seien Schicksalsfragen, von deren richtiger Beantwortung das Wohl eines ganzen Volkes abhängt", heißt es in den "Thesen zum Lesen" des Bibliotheksverbandes. Allen Streichungen zum Trotz aber, sehen sie PISA als Chance, nicht zuletzt wohl, weil im begonnenen Dialog ihr Leistungspotential anerkannt wird.'


Der Festvortrag gehalten von Frau Prof. Dr. Christine Garbe: "Lesekompetenz als Schlüsselqualifikation in der Mediengesellschaft. Der PISA-Schock als Herausforderung für eine systematische Leseförderung in allen gesellschaftlichen Bereichen" wird im nächsten Heft von "mb" nachzulesen sein.


Über die lebhafte, von Prof. Dr. Dietmar Brandes moderierte Podiumsdiskussion zum Tagungsmotto, die aus Zeitgründen nach 3 Stunden leider abgebrochen werden mußte, berichtet die Braunschweiger Zeitung. Frau Antje Hartmann schreibt in der Ausgabe Salzgitter am 10.9.2002:

'Bibliothekare aus Niedersachsen und Sachsen-Anhalt diskutierten im Ratssaal über die PISA-Studie.
Wie kommen Jungen aus dem "Lese-Loch"?

"Die Politik kann den kleineren Büchereien nicht immer mehr aufbürden und sie auch noch Leseförderung im Kindergarten machen lassen, ohne ihnen mehr Mittel zu geben", zog Professor Dietmar Brandes ein Fazit. Der Direktor der Universitätsbibliothek Braunschweig leitete die Podiumsdiskussion "Freut euch des Lesens. PISA fordert auch die Bibliotheken".

Bei den 12. gemeinsamen Bibliothekstagen für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt diskutierten Vertreter der Stadt, des Kultusministeriums und der Bezirksregierung über die Konsequenzen aus der PISA-Studie. "Alles geht über das Erfassen von Texten. Auch um den Videorecorder programmieren oder die Anleitung fürs Handy zu verstehen, muß ich lesen können", erläuterte Brandes. Doch wie begeistert man Kinder und Jugendliche fürs Lesen?

"Ehrenamtliche Lesetanten und -onkel könnten regelmäßig in den Kindergärten und in der Bücherei Märchen vorlesen", schlug Irene Rodermund, CDU-Ratsherrin und Mitglied der Bibliotheksgesellschaft, vor. Zum Beispiel Vorruheständler könnten so Kinder, die zu Hause nicht ans Lesen herangeführt würden, dafür begeistern.

"Ich verstehe, daß Sie sich aufs Kindergartengeschäft stürzen. Aber meiner Meinung nach brauchen wir keine Lesetanten, sondern Lesetrainer", kommentierte Frank Limbach diesen Vorschlag. Der Göttinger, der nicht als Bibliotheksvertreter, sondern als interessierter Bürger in den Ratssaal gekommen war, spielte damit auf das Alter zwischen 12 und 14 Jahren an, in dem vor allem Jungen ganz mit dem Lesen aufhören.

Dieses "Lese-Loch" sieht Brandes als einen der Schwerpunkte, den sich Bibliotheken setzen sollten. Es sei wichtig, sich der Generation, "wo noch nichts verbogen ist", zu widmen und in Kindergärten an Bücher heranzuführen, noch wichtiger sei aber, sich der 12- bis 14-Jährigen anzunehmen, betonte Brandes. Als dritten Schwerpunkt wünscht er sich die Sekundarstufe II, in der Berührungspunkte zwischen Bibliotheken und Schulen entstünden.

Und wie sieht das alles in der Praxis aus? "Für Kinder und Jugendliche brauchen Sie einen neuen Bestand. Ein Person, die selbst davon begeistert ist, muß ein Buch empfehlen", sagte Charlotte Lammers. Sie fährt mit dem Lesebus des Niedersächsischen Instituts für Schulentwicklung durchs Land und macht an Schulen oder Jugendzentren Station, um dort Kinder fürs Lesen zu gewinnen.

Dieses Ziel hat auch die Stadtbücherei, und sie scheint damit großen Erfolg zu haben. "Wir haben gestern durch den Preis der VGH-Stiftung bewiesen bekommen, daß wir eine beispielhafte Bibliothek haben", freute sich Kulturdezernent Rainer Dworog. "Die Bücherei ist ein Kristallisationspunkt der Kultur in unserer Stadt." In Zeiten knapper Ressourcen sei es jedoch schwierig, den hohen Standard zu halten.


Einen Beitrag zum Leseverständnis der Jugend leistet seit langen die Herzog August Bibliothek Wolfenbütttel mit der Einrichtung ihrer Schülerseminare, an denen jährlich rund 600 Schüler teilnehmen.
Wie in der Braunschweiger Zeitung vom 11.9.2002 nachzulesen ist, nutzen Schüler nun zum ersten Mal die "Wolfenbütteler Digitalisierte Bibliothek".

'Internet-Recherche zur barocken Festkultur.

Zum ersten Mal überhaupt nutzen Schüler die "Wolfenbütteler Digitalisierte Bibliothek", ein Angebot der Herzog August Bibliothek (HAB) im Internet (www.hab.de). 1200 alte Bücher hat die HAB bereits digitalisiert, also als Faksimile ins Netz gestellt.

Die Schüler eines Deutsch-Leistungskurses der 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums im Schloß in Wolfenbüttel nehmen an einem Schülerseminar der HAB teil. Ihr Thema ist "Barocke Festkultur am Wolfenbütteler Hof". Ihr Ziel ist es, Fragmente von barocken Theaterstücken am Ende des Schuljahres im Schloßtheater auf die Bühne zu bringen.

Die Theaterstücke aus der Mitte des 17. Jahrhunderts stehen den Schülern als Originale und in der "Wolfenbütteler Digitalisierten Bibliothek" zur Verfügung. Mit dieser Einrichtung im Internet arbeiteten bislang nur Wissenschaftler.

Ihr Wissen geben die Schüler an einen Kunstkursus und einen Musikkursus weiter. Diese Kurse entwerfen mit einer speziellen Software ein zeitgenössisches Bühnenbild und vertonen Musik aus dem barocken Theaterstück neu!' (step)


Zum bundesweiten Anwendertreffen der HORIZON/DYNIX-Kunden vom 30.09. - 01.10.2002 in der Stadtbibliothek Wolfsburg werden ca. 30 Gäste aus dem deutschsprachigen Raum erwartet sowie ein Vertreter der derzeitigen Firmenleitung.


Die Stadtbibliothek Wolfsburg präsentiert auf der regionalen "3. Wolfsburger Messe" vom 17. - 20.10.2002, 10:00 - 18:00 Uhr im CongressPark Wolfsburg (Heinrich-Heine-Straße, 38440 Wolfsburg) ihren neuen WebPAC sowie einen Überblick über ihr aktuelles Medien- und Dienstleistungsangebot.
Mit diesem Messeauftritt auf dem Gemeinschaftsstand des Geschäftsbereiches Kultur und Bildung der Stadt Wolfsburg knüpft sie an ihre erfolgreiche Darstellung aus dem Vorjahr an.


Eine russische Germanistin und Linguistin aus der Partnerstadt Togliatti absolvierte in der Stadtbibliothek Wolfsburg im September 2002 eine dreiwöchige Studienhospitation zur Vertiefung ihrer deutschen Sprach-, Literatur- und landeskundlichen Kenntnisse. Bibliotheksbesichtigungen der UB Braunschweig und der HAB Wolfenbüttel, Besuche der Wolfsburger Museen und intensive Fach- und Kontaktgespräche mit "Kulturschaffenden" begleiteten diesen Studienaufenthalt.


Soeben neu erschienen ist der vierte "Konzertkalender Wolfsburg", der klassische Konzerte in und um Wolfsburg für den Zeitraum Oktober bis Dezember verzeichnet. Auch wenn geringe Mittel nur bescheidenen äußeren Glanz ermöglichen, erfreut sich das im Dezember 2001 erstmalig erschie-nene Veranstaltungsblatt zunehmender Beliebtheit.


Auch in diesem Jahr bietet die Stadtbibliothek Wolfsburg ihre beliebte telefonische Leserberatung "Jugend- und Kinderbücher als Weihnachtsgeschenk" an.
Die wertvollen Tips erteilt Frau Dipl.-Bibl. Ingeborg Pingel unter der Telefonnummer: (05361) 28-25 29 bzw. 28-25 28.


Stellenangebot und -gesuche


Die Stellenangebote der Universitätsbibliothek Braunschweig finden Sie ständig im Internet.
Bitte schauen Sie auf der Seite der UB Braunschweig
http://www.biblio.tu-bs.de
unter der Rubrik "Aktuelles"nach.


Bibliothekarin und Bibliographin (45 Jahre), Spätaussiedlerin aus Rußland, anerkannt als Dipl.-Bibl. (FH), seit 1993 in Deutschland, sucht Stelle auch als Assistentin im BiSON-Bereich. Sie hat von 1987-1993 in St. Petersburg in der Akademie der Wissenschaft gearbeitet und ist in der deutschen Sprache fit. Als Wiedereinstieg würde sie auch gern ein unentgeltliches Praktikum machen.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an: Irina Reichert, Posener Str. 7, 38440 Wolfsburg; Tel.: 05361 / 36647


BiSON intern


Die Bibliothek des Predigerseminars ist umgezogen. Die neue Anschrift lautet:


Alter Zeughof 1
38100 Braunschweig
Telefon:(0531) 12054 0 (Zentrale) oder
(0531) 12054 17 (Bibliothek)
Fax: (0531) 12054 50
E-Mail:bibliothek@predigerseminar-braunschweig.de


Die Bibliothek ist montags, dienstags und donnerstags von 10.00 - 18.00 Uhr und freitags von 10.00 - 14.00 Uhr geöffnet.


Die nächste BiSON-Sitzung findet am

 Dienstag, den 15. Oktober 2002, um 9.30 Uhr
in der
Herzog August Bibliothek
in Wolfenbüttel

statt.
 


Redaktionsschluß für die BiSON-Mitteilungen 1/2003 ist der 22. Dezember 2002



 Redaktion:
 Rita Dopheide
 Universitätsbibliothek der TU
 Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
 Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
 Tel.: 0531/391-5019
 Fax: 0531/391-5836
 E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de