Veranstaltungskalender
Nachrichten
aus der Region
V
e r a n s t a l t u n g s k a
l e n d e r
BRAUNSCHWEIG
Universitätsbibliothek
Ausstellungen:
| bis Ende Oktober |
"Bücher binden.
Ein traditionelles Handwerk"
|
| 31.10. -18.1.2002 |
"Die Stadt"
Ausstellungseröffnung: 31. Oktober
2002, 19.30 Uhr
|
| bis auf weiteres |
"Deutsche Akademie der
Naturforscher Leopoldina: 1652 - 2002" (Eingangsvitrinen)
|
| bis auf weiteres |
"200 Jahre
Vieweg-Bücher in Braunschweig: Schwerpunkt: Chemie"
(Chemiebibliothek) |
Vorträge:
| 31.10. um 19.30 Uhr |
"Die Stadt aus Sicht der
Vegetationsökologie" - Vortrag von Prof. Dr. Dietmar Brandes
zur Eröffnung der Ausstellung "Die Stadt"
|
| 14.11. um 19.30 Uhr |
"Verkehr als
Determinante der Stadtentwicklung" - Vortrag von Prof. Dr. Manfred
Wermuth, Geschäftsführender Leiter des Instituts
für Verkehr und Stadtbauwesen |
| 5.12. um 19.30 Uhr |
"Die postmoderne Stadt:
Auflösung oder Rekonstruktion?"
- Vortag von Prof. Dr. Karin Wilhelm, Leiterin des Instituts
für
Architektur- und Stadtbaugeschichte Donnerstag, 16. Januar 2003 |
| 16.1. um 19.30 Uhr |
"Befunde
stadtbraunschweiger Archäologie zu bürgerlichen
Verhaltensstrategien des täglichen Lebens" - Vortrag von Prof.
Hartmut Rötting M.A., Archäologieoberrat i.R.,
Braunschweig
|
Braunschweigisches Landesmuseum
| 19.10 - 5.1. 2003 |
"Justus von Liebig:
Alles in Chemie" - Ausstellung zum 200. Geburtstag des Chemikers
|
Herzog Anton Ulrich Museum
| bis 8.12. |
"Kein Tag wie jeder
andere" - Fest und Vergnügen in der niederländischen
Kunst von 1520-1630
|
Hochschule für Bildende
Künste
| 6.11. - 18.12. |
"Aktuelle Kunst aus
Mexiko" - Arbeiten von Studierenden der Kunsthochschule La Esmeralda,
Mexico City
Ausstellungseröffnung: 5. November
2002, 19.30 Uhr
|
Städtisches Museum
| bis 6.10. |
"Druckgrafik nach 1945"
- Ausgesuchte Werke aus Museumsbestand
|
| 20.10. -12-1-2003 |
"Gerd Winner -
Braunschweig. Szenen einer Stadt - Fotos und Grafiken"
Ausstellungseröffnung: 20. Oktober
2002, 11.00 Uhr |
| 3.11. - 31.1.2003 |
"Das trägt man
gerade - Modegrafik des 19. Jahrhunderts"
Ausstellungseröffnung: 3. November
2002, 11.00 Uhr
|
GIFHORN
Stadtbücherei
| 25.10. um 16.00 Uhr |
"Ein Wunsch für
Rudi" - Eine WünschDirWas-Geschichte für
Kinder ab 4 Jahren. Aufgeführt vom Wolfsburger Figurentheater
Compagnie
|
| 23.11. um 17.00 Uhr |
"Von armen Leuten, die
reich wurden" - Märchenabend mit Gertrud Hempel
|
| 29.11. um 15.30 Uhr |
"Weihnachtsmärchen
unter einer Decke" - Aufgeführt vom Kindertheater Klimperklein
|
| 30.11. ca. 19.30 Uhr |
"Von Geistern,
Gespenstern und Untoten" Rezitation: Eckart Dux und Anja Alisch, Cello:
Kathrin Brand
|
Weitere Informationen und
Eintrittskarten erhalten Sie unter 05371/932151.
SALZGITTER
Stadtbibliothek
| bis 28.10 |
"Potzlach" - Ausstellung
von Walter Reinhardt |
| 3.11. - 6.1.2003 |
"Christa Meinecke:
Bilder in Acryll und Öl"
Ausstellungseröffnung: 3. November
2002, 11.00 Uhr
|
| 18.10. um 16.00 Uhr |
"Rainer Wolters liest
für Kinder zwischen 4 und 7 Jahren" - Eine
Kooperationsveranstaltung mit dem NABU
|
| 6.11. um 19.30 Uhr |
"Henry IV" - Vortrag von
R. Bembenneck. Eine Kooperations
veranstaltung mit der Deutsch-Französischen Gesellschaft
|
| 21.-23.11. von 10.00
-19.00 Uhr |
"Bücherflohmarkt"
|
| 30.11. von 9.00 - 18.00
Uhr |
"Bücherflohmarkt"
in der Schul- und Stadtteilbibliothek Salzgitter Fredenberg |
| 3.12. um 19.30 Uhr |
"Literarisches &
Kulinarisches" - Vorstellung von Herbstneuerscheinungen. Das
Kulinarische wird von der Bibliotheksgesellschaft Salzgitter e.V.
bereitgestellt.
|
| 4.12. um 19.30 Uhr |
"Literarisches &
Kulinarisches" - Vorstellung von Herbstneuerscheinungen in der
Stadtbibliothek Salzgitter Bad.
Das Kulinarische wird von der Bibliotheksgesellschaft Salzgitter e.V.
bereitgestellt.
|
WOLFENBÜTTEL
Herzog August Bibliothek
Ausstellungen:
| bis 20.10. |
"Neuerwerbungen von
Malerbüchern" (Malerbuchsaal)
|
| bis 24.11. |
"Die Handschriften des
Klosters Weissenburg: Blick in eine Bibliothek des frühen und
hohen Mittelalters" (Augusteerhalle und Schatzkammer)
|
| bis 24.11. |
"Das Buch als Bild:
Picasso illustriert" - Künstlerbücher aus der
Malerbuchsammlung der Herzog August Bibliothek. Ausstellung in
Verbindung mit dem Graphikmuseum Pablo Picasso, Münster und
Radio Bremen (Kornspeicher)
|
| bis 24.11. |
Nils Burwitz: Auf dem
Hochseil. Walking the Tightrope" (Lessinghaus)
|
| bis 1.12. |
"Auf den Spuren der
Bücher" - Provenienz- und Widmungs- exemplare aus Erwerbungen
der Sammlung Deutscher Drucke 1601-1700 (Kabinett)
|
| bis 22.2.2003 |
"Andreas Horlitz:
Palimpsest" (Zeughaushalle)
|
| 6.12. -2.2.2003 |
"Mittelalterliche
Miniaturbilder zu Geburt und Kindheit Jesu" (Schatzkammer)
|
| 7.12. - 23.2.2003 |
"Die Welt des Kindes im
18. Jahrhundert" - Ausstellung in Verbindung mit Radio Bremen
(Augusteerhalle, Kabinett)
Ausstellungseröffnung: 6. Dezember
2002, 17.00 Uhr
|
| Dauerausstellung |
"Die Welt der Buchstaben
von Hermann Zapf" (Malerbuchkabinett)
|
| Dauerausstellung |
"Gotthold Ephraim
Lessing 1729 - 1781. Leben und Werk" (Lessinghaus) |
Regelmäßige Führungen finden am ersten
Dienstag im Monat um 20.00 Uhr sowie sonn- und feiertags
um 11.00 Uhr in der Bibliotheca Augusta statt.
Regelmäßige Führungen durch die Ausstellung
im Kornspeicher finden vom 15. September
bis 24. November um 15.00 Uhr statt.
Vorträge:
| 4.10. um 20.15 Uhr |
"Zensur im
Übergang zur Moderne. Das lange 19. Jahrhundert" -
Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Wolfram Siemann im Rahmen
der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für d. Erforschung
d. 18. Jahrhunderts "Zensur im Alten Reich d. 18. Jahrhunderts"
(Augusteerhalle)
|
| 17.10. um 14.00 Uhr |
"Historia literaria. Zu
Formen und Funktionen eines frühneuzeit- lichen
Wissensspeichers" - Projektvorstellung im Rahmen der
Werkstattgespräche von Dr. Frank Grunert (Saal im
Anna-Vorwerk-Haus) |
| 22.10. um 18.00 Uhr |
"Die Tradition der
Gelehrtenrepublik" - Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Marc
Fumaroli im Rahmen des 53. Wolfenbütteler Symposions "Die
Gelehrtenrepublik in der Epoche von Leibniz und Lessing: Kultur und
Kommunikation des Wissens" (Augusteerhalle)
|
WOLFSBURG
Stadtbibliothek
|
"Neue Romane im Herbst"
- Romanvorstellungen ...
|
| 15.10. um 17.00 Uhr |
... in der
Stadtteilbibliothek Hansaplatz
|
| 16.10, um 17.00 Uhr |
... in der
Stadtteilbibliothek Vorsfelde
|
| 17.10. um 17.00 Uhr |
... in der
Stadtteilbibliothek Fallersleben
|
| 22.10. um 17.00 Uhr |
... in der
Stadtteilbibliothek Westhagen
|
| 23.10. um 17.00 Uhr |
... in der
Stadtteilbibliothek Detmerode
|
| 24.10 um 18.15 Uhr |
... in der
Erwachsenenbibliothek im Alvar-Aalto-Kulturhaus
|
| 20.11. um 15.00 Uhr |
"Dem Sterben ein Zuhause
geben"
Zweiteilige Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Verein
Hospizarbeit e. V. Region Wolfsburg (Erwachsenenbibliothek im
Alvar-Aalto-Kulturhaus) |
| 21.11. um 19.00 Uhr |
"Dem Sterben ein Zuhause
geben"
Zweiteilige Veranstaltungsreihe in Zusammenarbeit mit dem Verein
Hospizarbeit e. V. Region Wolfsburg (Erwachsenenbibliothek im
Alvar-Aalto-Kulturhaus)
|
Nachrichten aus der
Region
Das Georg-Eckert-Institut
für internationale Schulbuchforschung
öffnete am 8. September seine Türen und zeigte eine
Ausstellung zum Thema "Braunschweig im Schulbuch vom 19.
Jahrhundert bis heute".
Die Braunschweiger Zeitung vom 9. September zeichnet unter dem Titel "Wissenswertes
mit Braunschweig-Bezug" ein Stimmungsbild des gelungenen
Tages:
"Die Bewohner Braunschweigs
gehören zu den gebildetsten Deutschlands ... In den
höheren Ständen ist wissenschaftliche Bildung
vorherrschend ... " Das, was so schmeichelhaft klingt und jeden
"Bekenntnisbraunschweiger" erfreut, ist nachzulesen in dem alten Buch
"Vaterlandskunde für Schule und Haus im Herzogtum
Braunschweig", erschienen 1835 im Verlag Meyer sen. und
verfaßt von A. Ludewig, Schul- und Seminardirektor in
Wolfenbüttel.
Dieses sowie andere Interna zum Bild Braunschweigs in alten deutschen
Schulbüchern einschließlich der
doppelbödigen Anekdoten des listigen Till Eulenspiegel und
weniger Erfreuliches aus der NS-Zeit konnte erfahren, wer am Sonntag
beim Tag der offenen Tür im Georg-Eckert-Institut für
internationale Schulbuchforschung (Celler Strasse) das Glück
hatte, mit der freundlichen und kompetenten Leiterin der
Schulbuchbibliothek, Gisela Teistler, zu sprechen.
Sie wies gern auf spezielle Themen zu Braunschweig in Welt- und
Umweltkunde-Büchern (WUK) oder im "Appelhans"
(Schulbücher für den Braunschweiger Raum) hin. In
einem dieser WUK-Bücher wurde zum Beispiel anhand eines
Stadtplanausschnittes die Etymologie Braunschweiger
Straßennamen erklärt.
Gisela Teistler ist nicht nur eine engagierte Bibliothekarin, sie hat
auch, wie sie sagte, den Anstoß für diesen Tag der
offenen Tür gegeben. Da sie sich nun mit Recht als
"Gastgeberin" fühlen durfte, hat sie bei Schulbilderbuchwetter
auf der Terrasse der schönen Villa Tische und Stühle
arrangiert.
So konnte man bei Kaffee und Kuchen, Tee oder Wasser, mit Blick in die
sommerliche Gartenanlage allerlei Wissenswertes über die
Schulbuchexponate mit Braunschweig-Bezug vertiefen. Fragen zum
internationalen Schulbuchkonvolut nicht ausgeschlossen. Und wer gerne
etwas Schwarz auf Weiß mit nach Hause nehmen wollte, der
durfte sich im Rahmen der Bescheidenheit an Schulbuchduplikaten des
1951 gegründeten und international renommierten
Schulbuchinstituts bedienen - auch das eine liebenswerte Geste (cbe)'

Der WEB-Katalog der Stadtbibliothek
Salzgitter steht unter der Adresse:
http://libero.salzgitter.de/libero
täglich
zwischen 6 Uhr und 20 Uhr im Internet zur Verfügung. Am
Wochenende kann man von Samstag 6 Uhr bis Sonntag 20 Uhr recherchieren;
ein 24-Stunden-Zugang wird angestrebt.
Neben der Katalogsuche mit verschiedenen Suchoptionen, findet man die
aktuelle Neuerwerbungsliste und die Öffnungszeiten aller
Bibliotheken, inklusive Telefonnummern und Adressenanzeigen - und dies
alles auch in englischer Sprache.
Unter "Benutzerdienste" haben die Nutzer Zugang zum
persönlichen Konto und können alle ausgeliehenen,
vorbestellten und abholbereiten Medien und offene Gebühren
sehen.
Ausgeliehene Medien können online vorbestellen werden
Die Stadtbibliothek kommt mit diesem neuen Service den schon lange
geäußerten Wünschen ihrer Kunden entgegen.
An der Verbesserung des Kataloges wird weiterhin gearbeitet; so sind
als nächstes geplant: Die Möglichkeit der
Verlängerung des Medienkontos und die Einbeziehung von Bildern
(CD-Cover, Buchumschläge usw.) in die Kataloganzeige.
Es gibt auch einen Zugang zum Katalog des Stadtarchivs
Salzgitter.

Am 6.
September erhielt die Stadtbibliothek Salzgitter
den Niedersächsischen Bibliothekspreis,
der von der VGH-Stiftung der VGH-Versicherungen Hannover jedes Jahr an
eine Bibliothek in Niedersachsen vergeben wird, die sich durch
besondere Leistungen ausgezeichnet hat. Im 13. Newsletter der
Stadtbibliothek Salzgitter berichtet die Bibliotheksleitung
stolz:
'Nachdem im vergangenen Jahr die
VGH-Stiftung der Stadtbibliothek Salzgitter bereits eine Belobigung
aussprach, haben wir es in diesem Jahr geschafft, den ersten Preis zu
bekommen, den wir uns mit der Stadtbücherei Hameln teilen. Das
Preisgeld beträgt 7 500 EURO für jede Bibliothek. Die
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen freuen sich natürlich sehr
darüber, daß ihre Leistung auf diese Weise
gewürdigt wird'
Die Preisverleihung fand im Rahmen der Bibliothekstage
für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in Anwesenheit
des Oberbürgermeisters statt.
Die 12.
Gemeinsamen Bibliothekstage für Niedersachsen und
Sachsen-Anhalt fanden am 6. und 7. September 2002 in
Salzgitter statt. Etwa 150 Bibliothekare und Bibliothekarinnen aus den
beiden Bundesländern diskutierten zum Motto "Freut
Euch des Lesens - PISA fordert auch die Bibliotheken".
In der Braunschweiger Zeitung vom 9. September
schreibt Antonia B. Uthe in ihrem Resümee:
'Freut euch des Lesens.
Bibliothekstage in Salzgitter diskutieren über PISA.
PISA - eine Katastrophe? Die
Bibliotheken sehen die Diskussion um das deutsche Bildungsdebakel als
ihre Chance. Bisher wurde ihnen als zentralem Ort der
Wissensvermittlung und des angewandten Lesens nur geringe
Aufmerksamkeit geschenkt. Unter dem Motto "Freut euch des Lesens - PISA
fordert auch die Bibliotheken", der gemeinsamen Bibliothekstage
für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in Salzgitter, definieren
sie ihre Rolle im Bildungsgeschehen.
Um den Verlust an
Lesefähigkeit, Leselust, Phantasie und Leistungsbereitschaft
zu begegnen, müssen Netzwerke zwischen Kindergärten,
Schulen. Hochschulen und allen Einrichtungen der Erwachsenenbildung
entstehen, heißt es in einem Thesenpapier des
niedersächsischen Bibliotheksverbandes. "Lesen lernt man nur
durch Lesen". Die Stadtteilbibliothek bildet die Basis, an der Lesen
gelernt wird. Ihre besondere Aufgabe liegt darin, die Lesefreude bei
Kindern zu wecken, etwa durch Aktionen wie Nachtlesungen,
Lesewettbewerbe, Quiz. Die Kinder werden spielerisch an das Lesen
herangeführt und erleben die Bibliothek nicht als dunklen
Raum, sondern als Treffpunkt für Veranstaltungen.
Ein Defizit, was sich mit der
Einführung von Facharbeiten vor ca. vier Jahren in der
Oberstufe
bereits abgezeichnet hart und durch die PISA-Studien bestätigt
wird,
ist die mangelnde Kompetenz der Schüler Probleme zu
lösen. Facharbeiten
können nur mit Literatur bewältigt werden. Dazu ist
es nötig, sich in
wissenschaftlichen Bibliotheken sicher zu bewegen. Diese Orte sind die
Scharniere der Kulturarbeit. Eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen
ihnen und den Lehrerverbänden ist notwendig. Die Bibliotheken
sind um
kulturelle Beachtung bemüht: Sie veranstalten Ausstellungen,
Vorträge,
Lesungen oder bieten Arbeitsangebote an. Außerdem werden
Seminare
gemeinsam geplant und vorbereitet.
Die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit
ist erkannt. Zur Zeit bemüht sich ein Arbeitskreis der
Bezirksregierung Hannover darum, eine Schaltstelle zwischen Schulen und
Bibliotheken zu schaffen. Dennoch wird die Arbeit zunehmend
schwieriger. "Deutschland investiert zu wenig in Bildung" beklagen die
Bibliothekare. Bildungsfragen aber "seien Schicksalsfragen, von deren
richtiger Beantwortung das Wohl eines ganzen Volkes abhängt",
heißt es in den "Thesen zum Lesen" des Bibliotheksverbandes.
Allen Streichungen zum Trotz aber, sehen sie PISA als Chance, nicht
zuletzt wohl, weil im begonnenen Dialog ihr Leistungspotential
anerkannt wird.'
Der Festvortrag gehalten von Frau Prof.
Dr. Christine Garbe: "Lesekompetenz als
Schlüsselqualifikation in der Mediengesellschaft. Der
PISA-Schock als Herausforderung für eine systematische
Leseförderung in allen gesellschaftlichen Bereichen" wird im
nächsten Heft von "mb" nachzulesen sein.
Über
die lebhafte, von Prof. Dr. Dietmar Brandes
moderierte Podiumsdiskussion zum Tagungsmotto, die aus
Zeitgründen nach 3 Stunden leider abgebrochen werden
mußte, berichtet die Braunschweiger Zeitung. Frau Antje
Hartmann schreibt in der Ausgabe Salzgitter am 10.9.2002:
'Bibliothekare aus
Niedersachsen und Sachsen-Anhalt diskutierten im Ratssaal über
die PISA-Studie.
Wie kommen Jungen aus dem "Lese-Loch"?
"Die Politik kann den kleineren
Büchereien nicht immer mehr aufbürden und sie auch
noch Leseförderung im Kindergarten machen lassen, ohne ihnen
mehr Mittel zu geben", zog Professor Dietmar Brandes ein Fazit. Der
Direktor der Universitätsbibliothek Braunschweig leitete die
Podiumsdiskussion "Freut euch des Lesens. PISA fordert auch die
Bibliotheken".
Bei den 12. gemeinsamen
Bibliothekstagen für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
diskutierten Vertreter der Stadt, des Kultusministeriums und der
Bezirksregierung über die Konsequenzen aus der PISA-Studie.
"Alles geht über das Erfassen von Texten. Auch um den
Videorecorder programmieren oder die Anleitung fürs Handy zu
verstehen, muß ich lesen können",
erläuterte Brandes. Doch wie begeistert man Kinder und
Jugendliche fürs Lesen?
"Ehrenamtliche Lesetanten und -onkel
könnten regelmäßig in den
Kindergärten und in der Bücherei Märchen
vorlesen", schlug Irene Rodermund, CDU-Ratsherrin und Mitglied der
Bibliotheksgesellschaft, vor. Zum Beispiel Vorruheständler
könnten so Kinder, die zu Hause nicht ans Lesen
herangeführt würden, dafür begeistern.
"Ich verstehe, daß Sie sich
aufs Kindergartengeschäft stürzen. Aber meiner
Meinung nach brauchen wir keine Lesetanten, sondern Lesetrainer",
kommentierte Frank Limbach diesen Vorschlag. Der Göttinger,
der nicht als Bibliotheksvertreter, sondern als interessierter
Bürger in den Ratssaal gekommen war, spielte damit auf das
Alter zwischen 12 und 14 Jahren an, in dem vor allem Jungen ganz mit
dem Lesen aufhören.
Dieses "Lese-Loch" sieht Brandes als
einen der Schwerpunkte, den sich Bibliotheken setzen sollten. Es sei
wichtig, sich der Generation, "wo noch nichts verbogen ist", zu widmen
und in Kindergärten an Bücher heranzuführen,
noch wichtiger sei aber, sich der 12- bis 14-Jährigen
anzunehmen, betonte Brandes. Als dritten Schwerpunkt wünscht
er sich die Sekundarstufe II, in der Berührungspunkte zwischen
Bibliotheken und Schulen entstünden.
Und wie sieht das alles in der Praxis
aus? "Für Kinder und Jugendliche brauchen Sie einen neuen
Bestand. Ein Person, die selbst davon begeistert ist, muß ein
Buch empfehlen", sagte Charlotte Lammers. Sie fährt mit dem
Lesebus des Niedersächsischen Instituts für
Schulentwicklung durchs Land und macht an Schulen oder Jugendzentren
Station, um dort Kinder fürs Lesen zu gewinnen.
Dieses Ziel hat auch die
Stadtbücherei, und sie scheint damit großen Erfolg
zu haben. "Wir haben gestern durch den Preis der VGH-Stiftung bewiesen
bekommen, daß wir eine beispielhafte Bibliothek haben",
freute sich Kulturdezernent Rainer Dworog. "Die Bücherei ist
ein Kristallisationspunkt der Kultur in unserer Stadt." In Zeiten
knapper Ressourcen sei es jedoch schwierig, den hohen Standard zu
halten.
Einen
Beitrag zum Leseverständnis der Jugend leistet seit langen die
Herzog August Bibliothek Wolfenbütttel
mit der Einrichtung ihrer Schülerseminare, an denen
jährlich rund 600 Schüler teilnehmen.
Wie in der Braunschweiger Zeitung vom 11.9.2002 nachzulesen ist, nutzen
Schüler nun zum ersten Mal die "Wolfenbütteler
Digitalisierte Bibliothek".
'Internet-Recherche zur
barocken Festkultur.
Zum ersten Mal überhaupt
nutzen Schüler die "Wolfenbütteler Digitalisierte
Bibliothek", ein Angebot der Herzog August Bibliothek (HAB) im Internet
(www.hab.de). 1200 alte Bücher hat die HAB bereits
digitalisiert, also als Faksimile ins Netz gestellt.
Die Schüler eines
Deutsch-Leistungskurses der 12. Jahrgangsstufe des Gymnasiums im
Schloß in Wolfenbüttel nehmen an einem
Schülerseminar der HAB teil. Ihr Thema ist "Barocke Festkultur
am Wolfenbütteler Hof". Ihr Ziel ist es, Fragmente von
barocken Theaterstücken am Ende des Schuljahres im
Schloßtheater auf die Bühne zu bringen.
Die Theaterstücke aus der
Mitte des 17. Jahrhunderts stehen den Schülern als Originale
und in der "Wolfenbütteler Digitalisierten Bibliothek" zur
Verfügung. Mit dieser Einrichtung im Internet arbeiteten
bislang nur Wissenschaftler.
Ihr Wissen geben die Schüler
an einen Kunstkursus und einen Musikkursus weiter.
Diese Kurse entwerfen mit einer speziellen Software ein
zeitgenössisches Bühnenbild
und vertonen Musik aus dem barocken Theaterstück neu!' (step)
Zum
bundesweiten Anwendertreffen der HORIZON/DYNIX-Kunden
vom 30.09. - 01.10.2002 in der Stadtbibliothek Wolfsburg
werden ca. 30 Gäste aus dem deutschsprachigen Raum erwartet
sowie ein Vertreter der derzeitigen Firmenleitung.
Die Stadtbibliothek Wolfsburg
präsentiert auf der regionalen "3. Wolfsburger Messe" vom 17.
- 20.10.2002, 10:00 - 18:00 Uhr im CongressPark Wolfsburg
(Heinrich-Heine-Straße, 38440 Wolfsburg) ihren neuen WebPAC
sowie einen Überblick über ihr aktuelles Medien- und
Dienstleistungsangebot.
Mit diesem Messeauftritt auf dem Gemeinschaftsstand des
Geschäftsbereiches Kultur und Bildung der Stadt Wolfsburg
knüpft sie an ihre erfolgreiche Darstellung aus dem Vorjahr
an.
Eine russische Germanistin und Linguistin aus
der Partnerstadt Togliatti absolvierte in der Stadtbibliothek
Wolfsburg im September 2002 eine dreiwöchige
Studienhospitation zur Vertiefung ihrer deutschen Sprach-, Literatur-
und landeskundlichen Kenntnisse. Bibliotheksbesichtigungen der UB
Braunschweig und der HAB Wolfenbüttel, Besuche der Wolfsburger
Museen und intensive Fach- und Kontaktgespräche mit
"Kulturschaffenden" begleiteten diesen Studienaufenthalt.
Soeben neu erschienen ist der vierte "Konzertkalender
Wolfsburg", der klassische Konzerte in und um Wolfsburg
für den Zeitraum Oktober bis Dezember verzeichnet. Auch wenn
geringe Mittel nur bescheidenen äußeren Glanz
ermöglichen, erfreut sich das im Dezember 2001 erstmalig
erschie-nene Veranstaltungsblatt zunehmender Beliebtheit.
Auch in diesem Jahr bietet die Stadtbibliothek
Wolfsburg ihre beliebte telefonische Leserberatung "Jugend-
und Kinderbücher als Weihnachtsgeschenk" an.
Die wertvollen Tips erteilt Frau Dipl.-Bibl. Ingeborg Pingel unter der
Telefonnummer:
(05361) 28-25 29 bzw. 28-25 28.
Stellenangebot und -gesuche
Die Stellenangebote der Universitätsbibliothek
Braunschweig finden Sie ständig im Internet.
Bitte schauen Sie auf der Seite der UB Braunschweig
http://www.biblio.tu-bs.de
unter der Rubrik "Aktuelles"nach.
Bibliothekarin und Bibliographin
(45 Jahre), Spätaussiedlerin aus Rußland, anerkannt
als Dipl.-Bibl. (FH), seit 1993 in Deutschland, sucht Stelle auch als
Assistentin im BiSON-Bereich. Sie hat von 1987-1993 in St. Petersburg
in der Akademie der Wissenschaft gearbeitet und ist in der deutschen
Sprache fit. Als Wiedereinstieg würde sie auch gern ein
unentgeltliches Praktikum machen.
Bei Interesse wenden Sie sich bitte direkt an: Irina Reichert, Posener
Str. 7, 38440 Wolfsburg; Tel.: 05361 / 36647
BiSON intern
Die Bibliothek
des Predigerseminars ist umgezogen. Die neue Anschrift
lautet:
Alter Zeughof 1
38100 Braunschweig
Telefon:(0531) 12054 0 (Zentrale) oder
(0531) 12054 17 (Bibliothek)
Fax: (0531) 12054 50
E-Mail:bibliothek@predigerseminar-braunschweig.de
Die Bibliothek ist montags, dienstags und donnerstags von 10.00 - 18.00
Uhr und freitags von 10.00 - 14.00 Uhr geöffnet.
Die nächste BiSON-Sitzung
findet am
Dienstag,
den 15. Oktober 2002, um 9.30 Uhr
in der
Herzog August Bibliothek
in Wolfenbüttel
statt.
Redaktionsschluß
für die BiSON-Mitteilungen
1/2003 ist der 22. Dezember 2002
Redaktion:
Rita Dopheide
Universitätsbibliothek der TU
Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
Tel.: 0531/391-5019
Fax: 0531/391-5836
E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de
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