Veranstaltungskalender
Nachrichten
aus der Region
V
e r a n s t a l t u n g s k a
l e n d e r
BRAUNSCHWEIG
Universitätsbibliothek
Ausstellungen:
| bis 25.1. |
"Die Stadt"
|
| 28.1. - 17.4. |
"Von Frauen und
Männern: Literatur zu Gender Studies in der
Universitätsbibliothek Braunschweig"
Ausstellungseröffnung: 28. Januar
2003, 19.30 Uhr.
Zur Einführung spricht Brigitte Doetsch,
Universitäts- frauenbeautragte
|
| bis auf weiteres |
"200 Jahre
Vieweg-Bücher in Braunschweig: Schwerpunkt: Chemie"
(Chemiebibliothek) |
Vorträge:
| 14.1. um 19.00 Uhr |
"Zypern, Syrien und
Libanon: Landschaften und Vegetationen der nördlichen Levante"
-
Vortrag von Prof. Dr. Dietmar Brandes, TU Braunschweig
(Hörsaal des Instituts für Pflanzenbiologie,
Humboldtstr. 1).
Veranstalter: Universitätsbibliothek der TU Braunschweig
|
| 16.1. um 19.30 Uhr |
"Befunde
stadtbraunschweiger Archäologie zu bürgerlichen
Verhaltensstrategien des täglichen Lebens" - Begleitvortrag
zur Ausstellung 'Die Stadt' von Prof. Hartmut Rötting M.A.,
Archäologieoberrat i.R., Braunschweig
|
| 23.1. um 19.30 Uhr |
"Erkenntnisse an
mittelalterlichen bis frühneuzeitlichen Tierknochenfunden aus
Braunschweig und Umgebung" - Begleitvortrag zur Ausstellung 'Die Stadt'
von Prof. Dr. Eberhard May, Leiter des Lehrgebiets Anthropologie |
| 6.2. um 19.30 Uhr |
"Il Piemonte - Land der
Kirschen, Trüffel, Weine, Burgen und Berge" - Vortrag von Dr.
Beate Nagel, TU Braunschweig
|
Braunschweigisches Landesmuseum
Ausstellungen:
| bis 16.2. |
"Der braunschweigische
Wissenschaftspionier Friedrich Oskar Giesel" (1852-1927)
|
| bis 2.2. |
"Kunstatelier
Lebenshilfe Braunschweig: Reinhard Dittrich, Winfried Kostka, Lutz
Möller, Volker Damedde, Berthold Beier, Murat Akay, Mario
Ohmes, Susanne Lauer" - Acht Künstler präsentieren
ihre Werke (Hinter Aegidien)
|
Vorträge:
| 9.1. um 19.00 Uhr |
"Stadtname Braunschweig
- Die Siedlungsanfänge in der Altewiek" - Vortrag von Prof.
Dr. Wolfgang Meibeyer
|
| 12.1. um 15.00 Uhr |
"überblick
über die Anwendung radioaktiver Stoffe im Alltag" -
Begleitvortrag zur "Giesel-Ausstellung" von Günter Schwarzl
|
| 15.1. um 15.00 Uhr |
"Friedrich Oskar Giesel
und die Radioaktivität" - Begleitvortrag
zur "Giesel-Ausstellung" von Rudolf G. A. Frick
|
| 19.1. um 15.00 Uhr |
"Strahlung, mit der wir
leben" - Begleitvortrag zur "Giesel-Ausstellung" von Dr. Frank Wissmann
|
| 26.1. um 15.00 Uhr |
"Zur Kenntnis und
radiometrischen Charakterisierung von
Spinthariskopen - Kongenialität und Kollegialität von
Friedrich
Giesel, Julius Elster & Hans Geitel und Sir William Crookes" -
Experimentalvortrag von Prof. Dr. Robert J. Schwankner und Dipl.-Ing.
Rudolf Laubinger
|
Herzog Anton Ulrich Museum
| 23.1. - 6.4. |
"Tierlandschaften -
Hartmut Neumann begegnet Alten Meistern"
Ausstellungseröffnung: 22. Januar
2003, 20.00 Uhr
|
Städtisches Museum
Ausstellungen:
| bis 12.1. |
"Gerd Winner -
Braunschweig. Szenen einer Stadt - Fotos und Grafiken"
Finissage: 12. Januar 2003, 11.30 Uhr
|
| bis 31.1. |
"Das trägt man
gerade - Modegrafik des 19. Jahrhunderts"
|
| 24.1. . 23.2. |
"Die Welt der
Kokeshi-Puppen"- Weltwanderausstellung der
Japan Foundation
Ausstellungseröffnung: 24. Januar
2003, 19.30 Uhr
|
Vorträge:
| 16.1. um 19.30 Uhr |
"Schulbuchforschung und
Internationale Konfliktforschung"- Vortrag von Prof. Dr. Wolfgang
Höpken, Georg-Eckert-
Institut Braunschweig
|
| 23.1. um 19.30 Uhr |
"Flugunfalluntersuchungen
in Braunschweig" - Vortag von
Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Steinhorst
|

SALZGITTER
Stadtbibliothek
| 12.1. - 1.3. |
"Montserrat
Bräutigam"
Ausstellungseröffnung: 12. Januar
2003, 11,00 Uhr
|
| 16.1. um 19.30 Uhr |
"Die schönsten
Hotels Englands" - Vortrag im Rahmen des Neujahrsempfang der
Deutsch-Englischen-Gesellschaft in der Stadtbibliothek in Lebenstedt
|

WOLFENBÜTTEL
Herzog
August Bibliothek
Ausstellungen:
| 18.1. - 2.3. |
"Dort, wo die Grenzen
enden" - Künstlerbücher und Farbradierungen von Helga
Schröder (Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta)
Ausstellungseröffnung: 17. Januar
2003, 17.00 Uhr.
Zur Einführung spricht Georg Oswald Cott, Braunschweig
|
| 31.1. - 30.4. |
"Rückkehr in
die Fremde? Remigranten und Rundfunk in Deutschland 1945 - 1955" -
Ausstellung des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute
e.V. (Kornspeicher)
Ausstellungseröffnung: 30. Januar
2003, 17.00 Uhr
|
| bis 23.2. |
"Andreas Horlitz:
Palimpsest" (Zeughaushalle)
Finissage: 21. Februar 2002, 17.00 Uhr
|
| bis 23.2. |
"Die Handschriften des
Klosters Weissenburg: Blick in eine Bibliothek des frühen und
hohen Mittelalters" (Augusteerhalle und Schatzkammer)
|
| bis 23.2. |
"Auf den Spuren der
Bücher" - Provenienz- und Widmungs- exemplare aus Erwerbungen
der Sammlung Deutscher Drucke 1601-1700 (Kabinett)
|
| Dauerausstellung |
"Die Welt der Buchstaben
von Hermann Zapf" (Malerbuchkabinett)
|
| Dauerausstellung |
"Gotthold Ephraim
Lessing 1729 - 1781. Leben und Werk" (Lessinghaus)
|
Vorträge:
| 9.1. um 14.00 Uhr |
"Zedlers
'Universal-Lexicon' und die Konstruktion des allgemeinen Wissens im 18.
Jahrhundert" - Projektvorstellung im Rahmen der
Werkstattgespräche von PD Dr. Ulrich Johannes Schneider,
Wolfenbüttel (Saal im Anna-Vorwerk-Haus) |
| 13.2. um 14.00 Uhr |
"Die
Universität Helmstedt als intellektuelles Zentrum im 17. und
18. Jahrhundert" - Projektvorstellung im Rahmen der
Werkstattgespräche von Dr. Volker Bauer, Ulrich Kopp und PD
Dr. Ulrich Johannes Schneider, Wolfenbüttel, (Saal im
Anna-Vorwerk-Haus)
|

WOLFSBURG
Stadtbibliothek
Ausstellungen:
| 3.3. - 29.3. |
"Große
Bilderbuchausstellung"
(Foyer des Alvar-Aalto-Kulturhauses)
|
Veranstaltungen
und Vorträge:
| 12.2. um 15.00 Uhr |
"Stadtentscheid des
Vorlesewettbewerbs des deutschen Buchhandels"
|
| 2.3. um 11.00 Uhr |
"60 Jahre
Stadtbibliothek" - Jubiläumsfeier -
Den Festvortrag hält Prof. Dr. Paul Raabe
|
| 25.3. ca. 17.00 Uhr |
"Lesung mit Salim
Alfanisch"
|
| 26.3. ca. 17.00 Uhr |
"Lesung mit Nicole
Fünfstück aus Wolfsburg"
|
Lesungen
zu den Kinderliteraturtagen von:
| 5.3. - 6.3. |
Katja Reider
|
| 10.3. - 12.3. |
Werner Färber
|
| 17.3. - 21.3. |
Bianka
Minte-König
|

Nachrichten aus der
Region
Die Katalog-CD der
Universitätsbibliothek
Braunschweig ist in der 8. Auflage erschienen.
Die CD
umfaßt sämtliche Bücher und Zeitschriften
(ca. 900.000), die als Lokalbestand der UB im PICA-System
verzeichnet sind (Stand: Oktober 2002).
Außerdem sind die Literaturdatenbank
Vegetationsökologie Mitteleuropas mit ca. 7600
Nachweisen zu diesem Thema und zwei Musikaliendatenbanken mit
klassischen Musikstücken auf dieser CD.
Die Zugriffsprogramme liegen in Versionen
für Win95/98/Me/NT/2000/XP vor.
Eine Installation
des Zugriffsprogramms für die Datenbanken auf dem eigenen
Rechner ist nicht
notwendig. Sie müssen die CD nur noch einlegen und los geht's!
Wie immer erhalten Sie die CD für eine Schutzgebühr
von 2,50 Euro an der Ortsleihe im Erdgeschoß der UB oder an
der Info der Chemiebibliothek.

Die aktuelle
Ausstellung der Universitätsbibliothek Braunschweig "Die
Stadt" wird von einem Vortragsprogramm begleitet.
Herr Harald
Duin berichtet in der Braunschweiger Zeitung am 5. November
2002 über die Ausstellung:
'Mal
sinnlich, mal von Sinnen
Ausstellung
in der TU-Bibliothek über ein unerschöpfliches Thema:
"Die Stadt"
"Die
Stadt" - ein kühner Titel, den sich Prof.
Dr. Dietmar Brandes für seine Ausstellung in der
TU-Bibliothek hat einfallen lassen. Kühn insofern, weil man
sich dem Thema von hundert Seiten nähern kann und dann immer
noch das dumme Gefühl hat, Wichtiges sei noch nicht gesagt.
Die
TU-Bibliothek kann bei dieser Ausstellung aus einem Reservoir von
über 10 000 Büchern schöpfen. Bei seinem
Eröffnungsvortrag ("Die Stadt aus der Sicht der
Vegetationsökologie") gönnte Brandes den
Besuchern per Lichtbild einen Blick vom Kasyun-Berg auf Damaskus, die
wohl älteste permanent besiedelte Stadt der Welt. Damaskus
gibt es seit mehr als 5000 Jahren.
Wir
bleiben beim Rundgang erst einmal vor jenen Büchern stehen,
die die Stadt der Städte behandeln: New York. Der
amerikanische Schriftsteller Henry James (1843 -
1916), der immer wieder über die Unterschiede zwischen der
europäischen und amerikanischen Gesellschaft n
achgedacht hat, schrieb über seine Geburtsstadt: "Wer einmal
in New York gelebt hat, dem ist kein anderer Ort mehr gut genug".
Ganz
andere Töne schlug der englische Schriftsteller und Maler Wyndham
Lewis (1882 - 1957) an. Der Avantgardekünstler, der
übrigens die literarische Vorlage für den
Hitchcock-Thriller "The man, who knew too much" lieferte, schrieb: "New
York ist schließlich dazu da, Geschäfte zu machen;
es wurde nicht erbaut, um darin zu leben."
Daß
eine Stadt wie New York auch langweilen kann, glaubt man nicht, kommt
aber vor. Arno Schmidt, einer der
größten deutschen Nachkriegsschriftsteller, schrieb:
"Was heißt schon New York? Großstadt ist
Großstadt, ich war schon oft genug in Hannover."
Wir
finden in dieser Ausstellung einige Autoren, die bei der Betrachtung
von Metropolen und Megastädten von Unwohlsein befallen werden.
Da präsentiert die Ausstellung unter anderem Jane
Jacobs’ Streitschrift aus dem Jahr 1961: "Tod und
Leben großer amerikanischer Städte". Sie prangerte
vor allem die Zerstörung gewachsener Stadtstrukturen an. Die
an die Stelle gesetzten "neuen, ordentlichen" Siedlungen nennt sie
"Muster an Langeweile und Uniformität, fest verriegelt gegen
jegliche Schwungkraft und Lebendigkeit des Großstadtlebens."
Noch ein
Buch, das uns auffiel: Hans Boeschs "Die sinnliche
Stadt" (1982). Der Mensch, schreibt Boesch, brauche die Stadt als
kleinräumigen Kosmos, "ohne das Finish der im
Städtebau sonst so häufig angestrebten
ästhetischen und technischen Perfektion". Boesch glaubt,
daß nur die nicht fertige Welt, mit Lücken und
Freiräumen, Möglichkeiten zur Mitwirkung biete.
Die
Ausstellung ist bis zum 25. Januar geöffnet.'

Das Stadtarchiv Braunschweig
hat eine neue Leiterin.
Frau Dr. Bettina Schmidt-Czaia wird in dem Artikel
der Braunschweiger Zeitung vom 29. Oktober 2002 von Ann
Claire Richter vorgestellt:
'"Ich
schlief und träumte, das Leben sei Freude, ich erwachte und
sah, das Leben war Pflicht. Ich handelte und siehe: Aus Pflicht ward
Freude." Dr. Anja Hesse, Fachbereichsleiterin Kultur in der
Stadtverwaltung, findet, daß dieses Zitat auf dem
Bildschirmschoner von Dr. Brigitte Schmidt-Czaia ein treffliches sei
für den Beginn eines Artikel über die neue Leiterin
des Stadtarchivs. Finden wir auch, denn die Wahl der Worte des
indischen Weisen Rabindranath Tagore geben ohne Zweifel einen tiefen
Einblick in die Seele der Nachfolgerin von Dr. Ulrike Höroldt,
die es bekanntlich nur vier Monate an der Spitze des Braunschweiger
Stadtarchivs hielt. "Es ist mein tiefes Vorhaben, länger zu
bleiben", beteuert Schmidt-Czaia.
Vor
wenigen Wochen erst ist die gebürtige Gütersloherin
vom Niedersächsischen Staatsarchiv in Osnabrück nach
Braunschweig umgesiedelt, doch schon schlägt ihr Herz heftig
für die neue Stadt und ihre Geschichte.
Bereits jetzt ist sie eine enthusiastische Fürsprecherin der
Schätze ihres Hauses. Stolz zeigt sie etwa die
Gründungsurkunde der St. Magni-Kirche vor - ein Ehrfurcht
gebietendes Dokument aus dem Jahr 1031. Auch der Hilfeleistungsvertrag
von 19 Hansestädten gegen die Absicht der
Territorialfürsten, die städtische
Unabhängigkeit notfalls mit militärischen Mitteln
beenden zu wollen, läßt die Archivoberrätin
nicht kalt. Sie stammt aus dem Jahr 1476 und ist versehen mit
wundervollen Wappen-Siegeln.
Diese
Kostbarkeiten und weit mehr will die 42-Jährige den
Braunschweigern zurück ins (Selbst)-
Bewußtsein rücken. Mit viel
Öffentlichkeitsarbeit und Angeboten speziell für
Lehrer möchte sie neugierig machen auf die Vergangenheit und
den Menschen vermitteln, welch große Bedeutung die Stadt
Braunschweig einst in der europäischen Geschichte spielte.
Das
Stadtarchiv am Löwenwall beschreibt sie als "kollektives
Gedächtnis der Stadtverwaltung". Ihr Job ist es nun, mit den
14 Mitarbeitern dafür zu sorgen, daß die
Bücher, Akten, Dokumente gepflegt, geordnet und nutzbar
gemacht werden.
713 000
Euro läßt sich die Stadt jährlich dieses
kollektive Gedächtnis kosten. 73 000 Euro fließen an
Einnahmen durch Benutzergebühren zurück ins
Stadtsäckel. Rund 3000 Benutzer verzeichnet die
Archiv-Statistik für das Jahr 2001. 6000 schriftliche Anfragen
hatte das Team zu bewältigen.
Auch wenn
Service-Leistung im Stadtarchiv groß geschrieben wird, das
Motto heißt: Hilfe zur Selbsthilfe. "Die Arbeitsleistung der
Archivare wäre zu hoch, wollten sie erschöpfend
Auskunft geben", betont Fachbereichsleiterin Anja Hesse. Doch allemal
gibt es hinreichend Informationen, die es dem Nutzer
ermöglichen, gezielt selbst weiter zu forschen. Hinsichtlich
der Gebühren gilt vereinfacht der Grundsatz: weitgehend
kostenfrei für Forschungen im öffentlichen Interesse;
private und geschäftliche Nutzer müssen zahlen.
Bettina
Schmidt-Czaia ist Fachfrau für spätmittelalterliche
und frühneuzeitliche Kirchengeschichte. Zahlreiche
Publikationen hat sie bereits veröffentlicht. Und auch
Braunschweig will sie künftig schreibend erkunden: "Man kann
in der Stadtgeschichte immer noch etwas Neues finden, das die
öffentlichkeit interessiert", meint sie.
Na,
hoffen wir, daß der 42-Jährigen trotz der
Herausforderungen des neuen Jobs auch Zeit
bleibt für private Mußestunden. Die
genießt sie gern wandernd und tanzend. Vielleicht treffen wir
sie auch mal im Konzert. Denn Barockmusik, die mag sie auch.'

An den früheren Direktor der Städtischen
Bibliotheken und des Stadtarchivs Braunschweig, Herrn Dr.
Richard Moderhack, erinnert anläßlich
dessen 90. Geburtstages Herr Dr. Manfred R. W. Garzmann
in der Ausgabe der Braunschweiger Zeitung vom 12. Oktober 2002:
'Bild
der Stadt in 900 Jahren dokumentiert.
Der
langjährige Braunschweiger Archivdirektor Dr. phil.
Richard Moderhack feiert am Montag, 14. Oktober 2002, seinen
95. Geburtstag.
Der
gebürtige Berliner studierte an der
Friedrich-Wilhelm-Universität die Fächer Geschichte,
Germanistik, Anglistik und Philosophie. Er wurde 1932 mit der
Untersuchung "Die ältere Geschichte der Stadt Calau in der
Niederlausitz" promoviert. Nach dem ersten Staatsexamen für
das Lehramt an Gymnasien kam er als ordentliches Mitglied des
renommierten Institutes für Archivwissenschaft (IfA) zum
Preußischen Geheimen Staatsarchiv nach Berlin-Dahlem, wo er
1941 zum Staatsarchivrat ernannt wurde.
Nach dem
Krieg zog Moderhack im November 1945 nach Braunschweig. Die
geschichtsträchtige Löwenstadt wurde ihm
verhältnismäßig schnell zur geliebten
Wahlheimat. Mit seiner Berufung an das Stadtarchiv
und die Stadtbibliothek begann für den
Jubilar ein rundes Vierteljahrhundert initiativreicher und - seit dem
1. März 1956 als Nachfolger von Professor Dr. Dr. Werner
Spieß (1891 bis 1972) im Amte des Direktors der beiden
wissenschaftlichen Institute - verantwortlicher Tätigkeit
für schließlich drei städtische kulturelle
Einrichtungen; denn im Mai 1966 wurde ihm zusätzlich die
Leitung der Öffentlichen Bücherei
übertragen.
Ungeachtet
dieser starken Belastungen entstand eine illustre Reihe von fundierten
Beiträgen zur wechselvollen Geschichte der Stadt Braunschweig.
Hierzu zählen insbesondere die Festschrift "100 Jahre
Stadtarchiv und Stadtbibliothek Braunschweig 1861 bis 1961"
(1961) und das seinerseits redigierte Gedenkbuch "Brunsvicensia
Judaica" (1966). Damit gehörte Braunschweig zu den
ersten deutschen Kommunen, die eine derartige Veröffentlichung
über das Schicksal ihrer jüdischen
Mitbürgerinnen und Mitbürger herausgegeben haben.
Bedeutsame
Ehrungen sind dem Jubilar zuteil geworden. Bereits 1947 ernannte ihn
die Historische Kommission für Niedersachsen und Bremen zu
ihrem Mitglied. Der Braunschweigische Geschichtsverein, dem er 17 Jahre
als Geschäftsführer ehrenamtlich gedient hatte,
berief ihn 1973 zu seinem Ehrenmitglied.
Anläßlich
seines Ausscheidens aus dem aktiven Dienst verlieh ihm der
Niedersächsische Ministerpräsident das Verdienstkreuz
1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens. Von der Stadt
Braunschweig erhielt er im Oktober 1988 die erstmals verliehene
Bürgermedaille "für besondere Verdienste um die
Förderung des Wohls der Bürger der Stadt". Auch in
überregionalen Organisationen war Moderhack tätig.
Schon 1946 gehörte er dem Gründungsvorstand des
Vereins deutscher Archivare an.
Im Jahre
1963 gründete er die Arbeitsgemeinschaft
niedersächsischer Kommunalarchivare (ANKA), die er bis zu
seiner Pensionierung (1970) leitete und die bisher 40 erfolgreiche
Arbeitstagungen mit aktuellen Themen zur archivarischen Fortbildung im
gesamten Bundesland Niedersachsen durchgeführt hat.
Unbestritten muß als Höhepunkt seines
wissenschaftlichen Werkes, die aus breit gefächertem Wissen
geschriebene, umfangreiche "Stadtgeschichte" gelten, die
ursprünglich 1985 als Band 1 des zweibändigen
Ausstellungskataloges "Das Bild der Stadt in 900 Jahren"
herauskam und im Frühjahr 1997 in einer
überarbeiteten und bis Ende 1996 aktualisierten Neuauflage
unter dem nunmehrigen Titel "Braunschweiger Stadtgeschichte
mit Zeittafel und Bibliographie" vorgelegt wurde.'

Die Stadtbücherei
Wolfenbüttel beteiligt sich an der Aktion "Schnapp
dir ein Buch!" der Stiftung Lesen. Herr Karl-Ernst Hueske
berichtet in der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Wolfenbüttel
am 19. November 2002:
'Tausche
Buch gegen Buch
Kinder
und Jugendliche für das Lesen zu begeistern und
Bücher in Bewegung zu bringen - das ist das Ziel der
Initiative "Schnapp dir ein Buch!", an der sich
auch die Stadtbücherei Wolfenbüttel
mit Unterstützung des Freundeskreises der
Stadtbücherei mit einer ungewöhnlichen Aktion, einem
Büchertauschtag, beteiligt.
Mehrere
hundert aus dem Bestand der Stadtbücherei aussortierte
Bücher hält Büchereileiterin Sigrid
Schaper für diese Tauschaktion in der
Stadtbücherei am Stadtmarkt bereit. "Jeder, der am Freitag,
22. November, ein eigenes Buch zur Stadtbücherei mitbringt,
kann dieses Buch gegen ein anderes Buch kostenlos eintauschen",
erläuterte die Bibliothekarin die Tauschaktion, die nur am
Freitag in der Zeit von 10 bis 17 Uhr stattfinden wird. Dazu wird in
der Stadtbücherei extra eine Tauschecke eingerichtet.
Getauscht
werden können sowohl Kinderbücher gegen
Sachbücher als auch Belletristik gegen Krimis oder Reiseromane
gegen Jugendbücher. "Und auch die eingetauschten
Bücher können wieder in die Umtauschaktion einbezogen
werden", meinte Schaper, die nur besondere "Kostbarkeiten" aus der
Umtauschaktion in den eigenen Bestand übernehmen will.
Unterstützt
wird die Stadtbücherei vom Freundeskreis der
Stadtbücherei, der für alle Tauschwilligen eine
kleine Süßigkeit bereithält, verriet die
stellvertretende Vorsitzende Gabriele Drewes.
Ausgedacht
hat sich die bundesweite Aktion "Schnapp dir ein Buch!" die Stiftung
Lesen, deren Vorstandsvorsitzender Dr. Georg Ruppelt
bekanntlich in Halchter wohnt. Ruppelt war früher der
stellvertretende Direktor der Herzog-August-Bibliothek, ehe er die
Leitung der Landesbibliothek in Hannover übernahm.
Für die Aktionen zur Initiative "Schnapp dir ein Buch!" hat
Ruppelt Coca-Cola als Partner gewinnen können.
Gemeinsam
starten diese beide Partner in diesen Tagen auch eine bundesweite
Schulkampagne, bei der Schüler ihre Lieblingsbücher
küren sollen. Dazu haben Grundschulen und
weiterführende Schulen bereits Auswahllisten und eigens
entwickelte Unterrichtsideen erhalten.
Nähere
Informationen zu dieser Schulaktion gibt es auch in der
Stadtbücherei Wolfenbüttel oder bei der Stiftung
Lesen in Mainz, (06131) 28 89 00, ebenso im Internet unter
www.StiftungLesen.
de.'

Die Stadtbibliothek Wolfsburg
feiert am 2. März 2003 ihr 60jähriges Bestehen. In
einem bunten Programm am Vormittag werden u.a. Auftritte des Peter Pan
Quartett , Buchperformance und ein kleines Büfett geboten. Den
Festvortrag hält Herr Prof. Dr. Paul Raabe am 2.3. um 11.00
Uhr.
Die Vertreter der BiSON-Bibliotheken sind dazu herzlich eingeladen.
Die Stadtbibliothek
Wolfsburg beteiligt sich an den Qualitätsversprechen
der Stadt Wolfsburg für Bürgerinnen und
Bürger, die für Dienstleistungen aus verschiedenen
Geschäftsbereichen abgegeben werden. Eine entsprechende
Broschüre wird voraussichtlich im Februar 2003 der
Öffentlichkeit vorgestellt.
Ansprechpartnerin
ist Annette Rugen, Stadtbibliothek Wolfsburg, Tel.: (05361) 28-2524,
Fax: (05361) 28-2464, E-Mail: Annette.Rugen@stadt.wolfsburg.de

Fort- und
Weiterbildung
Pünktlich
zum Jahresbeginn liegt das Verzeichnis "Bibliothekarische
Fortbildung in Niedersachsen" für das 1. Halbjahr
2003 mit zahlreichen Fortbildungsveranstaltungen vor.
Hervorheben möchte ich den im Bison Bereich stattfindenden
Workshop:
"Lizenzrecht
in Bibliotheken"
Referenten: Dr. Gabriele Beger, Zentral- und Landesbibliothek Berlin
Dr. Harald Müller, Max-Planck-Institut für
ausländisches öffentliches Recht und
Völkerrecht, Heidelberg
Termin: 20.2.2003, 9.30 Uhr - ca. 17.00 Uhr
Ort: Universitätsbibliothek Braunschweig
Anmeldungen bitte
an: Rita Dopheide (BIB), Universitätsbibliothek Braunschweig,
Tel.: (0531) 391-5019, Fax: (0531) 391-5836, E-Mail:
r.dopheide@tu-bs.de

und die Fortbildungsreise
zu den Nachbarschafts- und
Themenbibliotheken der Stadtbücherei Bochum als
Weiterführung der
Veranstaltung der Stadtbibliothek Wolfsburg vom Frühjahr 2002:
"Bibliotheksfilialen
- neue kundenorientierte Themen- und Zielgruppenbibliotheken"
"Bibliotheksfilialen" - Optimierung von Angebot und Organisation der
Bertelsmann-Stiftung.
Referentinnen: Irmgard Mämecke, Leiterin der
Stadtbücherei Bochum und
Projektkoordinatorinnen / Projektleiterinnen der Filialen
Termin: 12.3.2003, 10.00 - ca. 16.00 Uhr
Ort: Stadtbücherei Bochum
Anmeldungen bitte
an: Annette
Rugen (BIB), Stadtbibliothek Wolfsburg ,Tel.: (05361) 28-2524, Fax:
(05361) 28-2464, E-Mail: Annette.Rugen@stadt.wolfsburg.de

Die
Universitätsbibliothek Braunschweig bietet im
Januar eine interne Fortbildung - auch für alle Interessierten
aus dem
BiSON-Bereich - an:
"Online-Journals
und -Datenbanken
unter besonderer Berücksichtigung der Fächer
Elektrotechnik, Informatik und Physik"
Referenten: Christel Rowold und
Hans-Joachim Zerbst
Termin: 21. Januar 2003, 14.00 - 16.00 Uhr oder 22. Januar, 8.00 -
10.00 Uhr
Ort: Universitätsbibliothek Braunschweig, Vortragsraum EG
Anmeldungen bitte an: Rita Dopheide, Universitätsbibliothek
Braunschweig,
Tel.: (0531) 391-5019, Fax: (0531) 391-5836, E-Mail:
r.dopheide@tu-bs.de

BiSON intern
Die auf der letzten BiSON-Sitzung ins
Leben gerufene Arbeitsgemeinschaft "BiSON und PISA"
hat sich im Dezember getroffen. Mitglieder sind Herr Prof. Dr. Brandes,
Frau Behnke, Frau Korb und Herr Dushe.
Einige Bibliotheken sind schon dem Aufruf gefolgt, ihre
Aktivitäten in bezug auf Schülerarbeit und
Leseförderung aufzulisten und der AG zur Verfügung zu
stellen. Dieses Material wurde gesichtet, systematisiert und als
Grundlage für einen Faltblatt-Entwurf verwendet.
Das Faltblatt kann
nach Fertigstellung zu Werbezwecken an Schulen und Träger
verteilt werden.

Frau Angelika Koch
ist bis 2004 beurlaubt. Die Bibliothek des Landeskirchlichen
Archivs Wolfenbüttel wird in dieser Zeit von Herrn Jörn
Fresdorf betreut.
Die bibliothekarische
Leitung der Medizinischen Bibliothek des Klinikums Wolfsburg
ist in neue Hände übergegangen.
Frau Inge Pawel ist in den Ruhestand gegangen, ihre
Nachfolge hat Frau Uta Hoge-Hartmann angetreten.
Auch in der Stadtbibliothek
Salzgitter gab es zum Jahreswechsel eine personelle
Veränderung. Die langjährige Leiterin Irmgard
Behnke geht zum Jahresbeginn 2003 in den Ruhestand. Die
kommissarische Leitung übernimmt der bisherige Stellvertreter Klaus
Perlbach.
'Energisch
die Qualität verteidigt.'
So betitelt Frau Stefanie Hiller den Artikel zur
Verabschiedung von Frau Behnke in der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe
Salzgitter vom 19. Dezember 2002:
"Mir
fällt es nicht leicht, Sie in den Ruhestand zu schicken." Nur
freundliche Worte wie diese von Kultur- und Sozialdezernent Rainer
Dworog hörte Irmgard Behnke während ihrer
Verabschiedung als Leiterin der Stadtbibliothek in der Lebenstedter
Einrichtung.
Alle
Redner bescheinigten der 62-Jährigen hohe Fachkompetenz und
ein angenehmes Wesen. Irmgard Behnke, die 1994 von Wiebke Andresen die
Leitung übernommen hatte, habe maßgeblichen Anteil
daran, daß sich die Bibliothek zu einem kulturellen
Aushängeschild der Stadt in Niedersachsen entwickelt habe,
betonte Oberbürgermeister Helmut Knebel.
Durch
Irmgard Behnke und dem starken Team an ihrer Seite habe die
Stadtbibliothek durch vielfältige kulturelle Veranstaltungen
in den Häusern Lebenstedt und Salzgitter-Bad eine h
ervorragende Außendarstellung erfahren. "Das wird eine
Herausforderung für die Nachfolge", so Knebel.
Auch Rainer
Dworog vermerkte in seiner Ansprache, daß mit der
zukünftigen Ruheständlerin die Bibliothek zu einem
"Treffpunkt für Kulturinteressierte" geworden sei. Trotz ihrer
bescheidenen Art sei sie aber energisch gewesen, wenn es darum gegangen
sei, Qualität und Standard der Bibliothek zu verteidigen.
In einer
launigen Rede, gespickt mit vielen Zitaten, hob ihr Stellvertreter und
zukünftiger kommissarischer Leiter der Bibliothek, Klaus
Perlbach, hervor, daß Irmgard Behnke auch
für ein gutes Betriebsklima gesorgt habe. Sie habe stets
Selbstverantwortung gefördert und damit die
Arbeitszufriedenheit sichergestellt.
Ebenfalls
respektvolle Worte für ihre Chefin fand Gudrun Lei,
Leiterin der Stadtbibliothek Salzgitter-Bad und Mitglied im
Personalrat. Hervorstechende Eigenschaften der scheidenden Leiterin
seien ausgeprägter Sinn für Gerechtigkeit,
Pflichtbewußtsein und die Fähigkeit,
Mitgefühl zu entwickeln.
Als
"absolut verläßlich, korrekt und freundschaftlich"
bezeichnete Wiebke Andresen ihre Kollegin: "Wir
waren ein Dreamteam, eine Ära geht nun zu Ende". Auch Ratsfrau
Irene Rodermund
(Bibliotheksgesellschaft) ließ es sich nicht nehmen, Irmgard
Behnke einen gelungenen Eintritt in das "silberne Zeitalter" zu
wünschen.
"Ich
freue mich auf meinen Ruhestand", bekannte Irmgard Behnke
dann, obgleich ihr die Rührung angesichts so vieler
wohlmeinender Worte anzusehen war. Den Verwaltungs- und Ratsvertretern
gab sie mit auf den Weg, die Bibliothek "nicht totzusparen", damit
diese als "Kultur- und Bildungseinrichtung" wachse und gedeihe. Angst
vor Langeweile hat Irmgard Behnke nicht. Buchbesprechungen von ihr wird
es auch in Zukunft geben. Ferner will sie ihre vielfältigen
Interessen pflegen, angefangen bei englischer Kriminalliteratur, auf
diesem Gebiet ist sie ausgewiesene Spezialistin, über die
italienische Oper bis hin zum Kochen.'

Die
nächste BiSON-Sitzung
findet am
Dienstag,
den 28. Januar 2003, um 9.30 Uhr
in der
Universitätsbibliothek Braunschweig
Pockelsstraße 13
statt.

Redaktionsschluß
für die BiSON-Mitteilungen
2/2003 ist der 25. März 2003
Redaktion:
Rita Dopheide
Universitätsbibliothek der TU
Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
Tel.: 0531/391-5019
Fax: 0531/391-5836
E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de

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