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BiSON

Seitentitel:Mitteilungen *2: April / Mai / Juni 2003

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Veranstaltungskalender

Nachrichten aus der Region


V e r a n s t a l t u n g s k a l e n d e r

 


BRAUNSCHWEIG
 

Universitätsbibliothek

Ausstellungen:

bis 3.5. "Von Frauen und Männern: Literatur zu Gender Studies in der Universitätsbibliothek Braunschweig"
ab 12.5. "Justus von Liebig"
Ausstellungseröffnung: 12. Mai 2003, 19.30 Uhr Zur Einführung spricht Prof. Dr. Joachim Klein (Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft )
ab 5.5. "Europatag" (Eingangvitrinen)
bis auf weiteres "200 Jahre Vieweg-Bücher in Braunschweig: Schwerpunkt: Chemie" (Chemiebibliothek)

Braunschweigisches Landesmuseum

bis 21.4. "Ein Feste Burg - Die Plesse" (Hintern Aegidien)
bis 1.6. "Die neun Kreise der Hexe Antra" - Projekt des Künstlers Otmar Alt im Dialog mit den Arbeiten von Gerd Scherm und Jean-Marie Bottequin
bis 27.4. "Plakativ ist (fast) alles!" - Graphik-Design-Retrospektive. Prof. Grözinger zum Achtzigsten

Städtisches Museum

Ausstellungen:

bis 21.4. "Here is New York: Die Demokratie der Bilder" - Eine Fotoausstellung zum 11. September
ab 1.4. "Messe, Markt und Handel im alten Braunschweig" (Altstadtrathaus)
ab 1.4. "Braunschweiger Stadtgeschichte im Überblick" (Altstadtrathaus)

Vorträge:

3.4. um 19.30 Uhr "Vom Herzogtum zum Kompetenzzentrum. Stationen eines staatspolitischen Abstiegs im 20. Jahrhundert?"- Vortrag von Dr. Dieter Lent, Wolfenbüttel
10.4. um 19.30 Uhr "Zwangsarbeit in der Braunschweiger Kriegswirtschaft" - Vortrag von Dr. Gudrun Fiedler, Wolfenbüttel
24.4. um 19.30 Uhr "Luftverkehr im Braunschweiger Raum" - Vortrag von Gerhard Ackermann


GIFHORN

Stadtbücherei

27.4. von 11.00 bis 18.00 Uhr "Viel Buch und andere Medien für wenig Geld" - Großer Bücherflohmarkt im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags
9.5. um 15.00 Uhr "Alles meins" - Eine Aufführung des Worpsweder Figurentheaters "Theater aus dem Kessel" um einen kleinen, frechen und besitzgierigen Raben für Kinder ab 4 Jahren
14.5. um 19.30 Uhr "Angeklagt!" Kleinkriminalität, Jugendstraftaten, Gewaltdelikte, Schwerverbrechen: Gerhard Meuss liest aus seinen Gerichts- reportagen aus der Südheide
22.5. um 19.30 Uhr "Wo sind die Mirabellen geblieben?" Reminiszenzen und Betrachtungen hautnah: Erfahren, beobachtet, aufgeschrieben und gelesen von Klaus Herrmann
14.6. um 20.00 Uhr "Der Kontrabaß" - Der Schauspieler Gert Haucke gastiert mit Patrick Süskinds Ein-Personen-Stück, einer tragisch-komischen Auseinandersetzung über alle Lebenslagen mit einem haßgeliebten Instrument
Weitere Informationen und Eintrittskarten gibt es unter 05371/932151


SALZGITTER

Stadtbibliothek

bis 26.4. "Unsortierte Bilder" von Jürgen Diekmann" - Collagendrucke, dazwischen Keramik und Glasschmuck
30.4. um 19.30 Uhr "Literarisch-Kulinarisches" - Das "literarische Quartett" der Stadtbibliothek stellt interessante Neuerscheinungen des Bücherfrühlings vor
6.5. um 19.30 Uhr "Literarisch-Kulinarisches" - Das "literarische Quartett" der Stadtbibliothek stellt interessante Neuerscheinungen des Bücherfrühlings vor (Salzgitter-Bad)
10.5. und 11.5. "Buchflohmarkt" während des Museumsfestes in Salder
17.5. von 14.00 bis 18.00 Uhr "Informationsstand" beim Fredenberger Stadtteilfest
17.6. um 19.30 Uhr "Kinder, die den Rahmen sprengen" - Jan Uwe Rogge liest aus seinem Roman
19.6. bis 21.6. "Großer Buchflohmarkt" in der Stadtbibliothek


WOLFENBÜTTEL

Herzog August Bibliothek

Ausstellungen:

bis 30.4. "Rückkehr in die Fremde? Remigranten und Rundfunk in Deutschland 1945 - 1955" - Ausstellung des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute e.V. (Kornspeicher)
bis 11.5. Die "Litauische Postille" (1573): Dokumente der litauischen Reformation (Kabinett der Bibliotheca Augusta)
18.5. - 28.9. "Hebraica aus der Sammlung der Herzog August Bibliothek (Kabinett der Bibliotheca Augusta)
Ausstellungseröffnung: 18. Mai 2003, 11.30 Uhr
bis 1.6. "Ganze Bücher von Geschichten" - Bibeln aus Niedersachsen Teil I (Augusteerhalle, Schatzkammer, Malerbuchsaal)
6.6. - 28.9. "Ganze Bücher von Geschichten" - Bibeln aus Niedersachsen Teil II (Augusteerhalle, Schatzkammer, Malerbuchsaal)
Ausstellungseröffnung mit Podiumsdiskussion: 5. Juni, 19.00 Uhr
Dauerausstellung "Die Welt der Buchstaben von Hermann Zapf" (Malerbuchkabinett)
Dauerausstellung "Gotthold Ephraim Lessing 1729 - 1781. Leben und Werk" (Lessinghaus)

Vorträge:

2.4. um 20.00 Uhr "Starke Frauen - starke Gefühle. Zur Darstellung weiblicher Leidenschaft in der bildenden Kunst des Barock" - Öffentlicher Vortrag von Prof. Dr. Carsten-Peter Warncke, Göttingen, im Rahmen des 11. Jahrestreffens des Wolfenbütteler Arbeits- kreises für Barockforschung (Augusteerhalle)
8.4. um 20.00 Uhr "Vernunft des Glaubens" - Vortrag von Prof. Dr. Jan Rohls, München, im Rahmen der Ausstellung "Ganze Bücher von Geschichten" - Bibeln aus Niedersachsen (Augusteerhalle)
24.4. um 14.00 Uhr "Die Wolfenbütteler Digitale Bibliothek. Zielsetzungen und Probleme" - Projektvorstellung von Dr. Thomas Stäcker, Wolfenbüttel, im Rahmen der Werkstattgespräche (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
9.5. um 20.00 Uhr "Öffentlicher Abend" des "Literarischen Collegiums Wolfenbüttel" (Augusteerhalle, Lessinghaus)
15.5. um 14.00 Uhr "Gewalt im Osmanischen Reich vom 17. Jahrhundert bis zu den Balkankriegen" - Projektvorstellung von Andreas Helmedach, Braunschweig (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
5.6. um 19.00 Uhr "Bibel, Kirche und Gesellschaft" - Podiumsdiskussion aus Anlaß der Ausstellungseröffnung "Ganze Bücher von Geschichten" - Bibeln aus Niedersachsen mit Prof. Dr. Christoph Markschies, Paul-Josef Raue und Landesbischof Dr. Friedrich Weber.
Moderator: Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer (Augusteerhalle)
25.6. um 14.00 Uhr "Die neue Lessinghaus-Ausstellung. Zum Stand der Vorbereitung" - Ausstellungsprojekt vorgestellt von Ulrich Zeuch


WOLFSBURG

Stadtbibliothek

5.4. von 9.00 bis 13.00 Uhr "Großer Bücherflohmarkt" im Foyer des Alvar-Aalto-Kulturhauses
14.4. von 10.30 bis 12.00 Uhr "Bastelangebot zur Osterferienzeit" in der Kinderbibliothek
3.5. - 11.5. "Jugend fit (machen) für Europa" - Pilotprojekt an niedersächsischen Bibliotheken während der Europawoche
ab 5.5. Medienausstellung zum Thema Europa / Osterweiterung
6.5. - 8.5. "Arbeiten und leben im neuen Europa" - Begegnungen junger Europäerinnen und Europäer in der Bibliothek in enger Zusammenarbeit mit "Prag live e.V."
11.6. um 19.00 Uhr "Wer war zuerst da - die Henne oder das Ei?" - Eine Diskussion über die wechselseitige Bedingtheit von Geist und Gehirn
18.6. um 19.00 Uhr "Intuition statt Logik - sind Frauen kreativer?" - Eine Diskussion über männliches und weibliches Denken
24.6. von 10.30 bis 11.30 Uhr "Bilderbücher" für Kinder von 1-3 Jahren werden in der Kinderbilbiothek vorgestellt
25.6. um 19.00 Uhr "Was ist Kreativität? Eine persönliche Leistung?"


Nachrichten aus der Region


Die Universitätsbibliothek Braunschweig bietet seit Anfang des Jahres ihren Benutzern einen erweiterten Service an. über das Hochschulnetz der TU bekommt man nun Zugriff auf ca. 4.500 elektronische Zeitschriften. Alle elektronischen Zeitschriften findet man über die Homepage der Universitätsbibliothek Braunschweig unter Informationssystem CoOL / E-Zeitschriften. Dazu gehören lizensierte (für die TU freigeschaltete) und kostenlose Zugänge.

Die Universitätsbibliothek bemüht sich, alle im Printbezug enthaltenen elektronischen Ausgaben campusweit freischalten zu lassen. Darüber hinaus ist zur Zeit der elektronische Zeitschriftenbestand einiger Verlage teilweise oder ganz für die Angehörigen der TU Braunschweig im Campus freigeschaltet, wofür das Land Niedersachsen ebenso wie die Universitätsbibliothek erhebliche finanzielle Mittel eingesetzt haben.

Für folgende Pakete von Online-Zeitschriften hat die UB Lizenzen erworben (133 Zeitschriften): das Archival-Package online von AIP (American Institute of Physics) die E-Zeitschriften von APS (American Physical Society) die E-Zeitschriften von IEEE (Volltext ab 1998).

Im Rahmen von Konsortialverträgen wurden Lizenzen für ca. 1800 weiter Online-Zeitschriften erworben:
die E-Zeitschriften des Verlages Blackwell (bis auf wenige Ausnahmen)
die E-Zeitschriften des Verlages de Gruyter (bis auf wenige Ausnahmen)
alle E-Zeitschriften von IOP (Institute of Physics)
alle E-Zeitschriften des Verlages Kluwer
ein großer Teil der E-Zeitschriften von Springer.

Die Zeitschriften des Verlages Elsevier, die innerhalb der TU in Print-Form gehalten werden, sind online für die letzten 12 Monate verfügbar (nur über ScienceDirect Web editions!).

Speichern und Ausdrucken von Volltextdokumenten ist nur zum persönlichen Gebrauch erlaubt. Ein systematisches Downloaden durch Robots ist verboten. Außerdem sind unbedingt die Nutzungsbedingungen der Verlage zu berücksichtigen!


Das Thema Lizenzrecht in Bibliotheken beschäftigte auch die Teilnehmer der Fortbildungsveranstaltung des BIB und VDB in der Universitätsbibliothek Braunschweig am 27. März 2003.

Herr Dr. Müller, Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht Heidelberg, erläuterte die Rechtsbegriffe und gab Tips zum Abschluß bei Verträgen nach ausländischem Recht, machte auf Probleme und Vertragsfallen aufmerksam und empfahl einige Musterverträge.

Frau Dr. Beger, Zentral- und Landesbibliothek Berlin, stellte den Regierungsentwurf zur änderung des Urheberrechts in der Informationsgesellschaft vor und erläuterte seine Bedeutung für Bibliotheken. Sie bittet alle Teilnehmer die Diskussionen unter http://www.bmj.bund.de (Gesetzgebungsvorhaben) zu verfolgen. Frau Dr. Beger machte darauf aufmerksam, daß zur Zeit der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und einige Verlage über eine eigene Websites, in Anzeigen in Zeitungen und in Briefen an ihre Autoren und die Hochschullehrer, unwahre Behauptungen verbreiten, die sich keinesfalls aus dem Gesetzesentwurf herleiten lassen.

Herr Prof. Brandes hat auf der Homepage der Universitätsbibliothek den Hinweis auf die Pressemitteilung der informationswissenschaftlichen und bibliothekarischen Verbände verankert: http://www.bibliotheksverband.de/dbv/rechtsgrundlagen/urheberrecht1.html

"Mit Erstaunen und Befremden müssen wir derzeit eine Kampagne des Börsenvereins sowie einzelner Verlage zur Kenntnis nehmen, in der sowohl das geltende Recht als auch die Einzel-heiten des zur Beschlußfassung anstehenden Urheberrechtsgesetzes vereinfacht und zum Teil entstellt werden. Da hierin die Universitäten und insbesondere die Bibliotheken pauschal verunglimpft werden, sehe ich mich zu einer Richtigstellung verpflichtet, um Schaden von der gemeinsamen Aufgabe, nämlich die Literatur- und Informationsversorgung zu sichern, abzuwenden."

über diesen Link finden Sie auch die Stellungsnahmen vom Ministerium für Justiz und weitere Korrespondenz.

Hier finden Sie die Pressemitteilung des DBV vom 26.3.2003


Seit 1. März ist Dr. Martin Eberle der neue Leiter des Städtischen Museums Braunschweig. Frau Ann Claire Richter stellte Herrn Dr. Eberle bereits am 20.12.2002 in der Braunschweiger Zeitung vor:

"Blick über den musealen Tellerrand.

61 Mitbewerber hat er ausgestochen: Dr. Martin Eberle wird neuer Leiter des Städtischen Museums. Arbeitsbeginn für den 34-Jährigen wird der 1. März 2003 sein.

Kulturdezernent Wolfgang Laczny stellte den Nachfolger von Dr. Gerd Spies gestern der Öffentlichkeit vor und fand eine Reihe von Argumenten für die Personalentscheidung. Eberle habe nicht nur gute Ideen für ein neues Museumskonzept vorgelegt, sondern auch durch die Vielfalt seiner bisherigen Tätigkeiten überzeugt. Erfahrungen habe er unter anderem in Leitungsposition, Museums- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Sponsorenwerbung gesammelt. Laczny würdigte zudem "die Seriosität und den Umfang von Eberles wissenschaftlichen Arbeiten".

Eberle habe außerdem die Neigung, über den musealen Tellerrand zu schauen und auch zeitgenössische Kunst zu beachten. "Und es ist sicher auch keine Schwäche, distinguiert und eloquent zu sein."

Eberle, ein gebürtiger Bayer, der an der Universität Kassel "Zur österreichischen Interieurmalerei des 19. Jahrhunderts" promoviert hat und dabei speziell die Aquarelle des Architekturmalers Franz Heinrich beleuchtete, war zuletzt Leiter des Gohliser Schlößchens in Leipzig. "Ich weiß ebenso, was es heißt, Karten an der Museumskasse zu verkaufen, wie pubertierende Teenager durch eine Ausstellung zu führen", erklärte Eberle verschmitzt.

Laczny wiederholte seine Beurteilung zum Zustand des Museums. "Auch wenn ich harsche Kritik dafür eingesteckt habe, bin ich immer noch der Meinung, daß das Museum den Geist der 60er und 70er Jahre verströmt." Aufmerksame Besucher bemerkten erkennbare Defizite schon im Eingangsbereich.

Laczny betonte, daß der neue Museums-Chef einen Kanon bilden solle mit den anderen Museen der Stadt. "Eberle ist über die nicht gerade grandiose Haushaltslage informiert und weiß, daß nicht alle Wünsche zu erfüllen sind", betonte der Kulturdezernent und wies darauf hin, daß das Einwerben von Sponsorengeldern sicher eine wichtige Aufgabe Eberles sein werde. "Seine Bemühungen werden ganz sicher zum Erfolg führen und nicht zu zerschnittenen Tischtüchern", spielte Laczny auf den vor Jahren geplatzten Millionenvertrag der Stadt mit der Richard-Borek-Stiftung an.

Eberle hält die Sammlungsbestände des Städtischen Museums für herausragend, vor allem die Formsammlung, die Lack-Objekte und den Münzbestand. Oft hat der 34-Jährige das Haus bereits besucht - ohne zu ahnen, daß er einst hier Chef sein würde. Sein Ansatz, um das Museum zu neuen Ufern zu führen: "Die Vermittlung dessen, was hinter den Objekten steht, ist sehr wichtig geworden." Das Museum als Lernort. "Es reicht eben nicht, eine Meißner Porzellan-Tasse nur zum Anschauen in die Vitrine zu stellen, sondern es sollte auch das Besondere daran erklärt werden", meinte Eberle und lieferte gleich ein griffiges Beispiel zur Wissenserweiterung mit. So sei Kaffee im 18. Jahrhundert zunächst in die Tasse gegossen worden, wo sich die gemahlenen und aufgebrühten Bohnen absetzen konnten. Dann kam der rückstandsfreie Trank in die Untertasse - und wurde daraus getrunken. "Deshalb waren früher die Ränder der Untertassen höher." Und noch was zum Thema Tasse: "Wer weiß schon, daß eine Meißner Tasse im 18. Jahrhundert das Jahresgehalt eines Soldaten gekostet hat?"


Die neuen Räume der Bibliothek des Predigerseminars - Alter Zeughof 1 - werden im Rahmen folgender Veranstaltungen der Öffentlichkeit vorgestellt:

Zu "Teatime and Books" - zu Besuch in einer alten Bibliothek" wird am 6. und 13. April, jeweils um 15.00 Uhr, eingeladen. Am 6.4. stellt um 16.00 Uhr Pfarrerin Ingrid Drost von Bernewitz: "Trauern und Trösten mit den Liedern Paul Gerhardts" vor und am 13.4. schließt sich um 16.00 Uhr ein Vortrag von Prof. Josef Daum: "Ostern in der Volksfrömmigkeit" an.

Bis zum 17. April während der Öffnungszeiten der Bibliothek ( Mo., Di., Do. 10 - 18 Uhr, Fr. 10 - 14 Uhr) und sonntags von 15.00 bis 18.00 Uhr ist die Ausstellung "Ostern in alter Zeit - Christliche Erbauungsliteratur und geistige Tradition" zu sehen. Es werden Bücher, die den Gläubigen im Rahmen einer privaten Andacht zum Gebet und zur Erbauung dienten, aus der Sammlung Hella und Josef Daum gezeigt. Daneben sind Exponate zeitgenössischer Künstler zu christlichen Themen ausgestellt, die der Helmstedter Freundeskreis Paramentik und christliche Kunst leihweise bereit gestellt hat.

Am 1. April 2003 schreibt Herr Harald Duin in der Braunschweiger Zeitung:

"Sammlung Hella und Josef Daum in der Bibliothek des Predigerseminars.

Bilder alter Volksfrömmigkeit aus fünf Jahrhunderten, Ausdruck des tiefen Wunsches, die Nähe Gottes zu spüren.

In der Bibliothek der Landeskirche und des Predigerseminars ist zurzeit die Ausstellung "Ostern in alter Zeit - Christliche Erbauungsliteratur und geistliche Traditionen" zu sehen. über 200 Dokumente aus der Sammlung Hella und Josef Daum, deren Rang so hoch ist, daß die Staats- und Universitätsbibliothek Dresden dafür eine sechsstellige Summe bot. Das Paar hat dieser Verlockung widerstanden. Die Sammlung konnte mit Unterstützung der Stiftung NordLB-öffentliche und des Kloster- und Studienfonds von der Braunschweigischen Landes-kirche erworben werden.

Josef Daum, früherer Leiter der Universitätsbibliothek, und seine Frau Hella, die Restauratorin und Buchbindermeisterin war, haben zur Komplettierung ihrer Sammlung die entlegensten bayrischen Dörfer besucht. Manches jahrhundertealte Gebetbuch wurde ihnen gegen einen geringen Obolus überlassen, weil die Bäuerin sagte: "Meine Kinder haben eh keinen Sinn dafür."

Die ausgestellten Werke sind durchweg kostbar und kunstvoll gestaltet. Man sehe das 1541 in der Pariser Offizin des Olivio Mallardo auf feinstem Pergament gedruckte Stundenbuch. Jede Seite ist mit Blumen- und Tierbordüren versehen. Die Mineral- und Pflanzenfarben haben sich in einer erstaunlichen Frische erhalten. Die blaue Farbe wurde auf Kobaltbasis hergestellt.

Es wird u.a. ein Gesangbuch (1913) für die evangelisch-lutherischen Gemeinden des Herzogtums Braunschweig mit Jugendstil-Illustrationen gezeigt. Auf einer ist der israelitische König David mit der Harfe zu sehen. David, bekanntlich Sieger über den Philister Goliath, wird die Mehrzahl der Psalmen zugeschrieben.

Die Ausstellung begeistert ferner durch prunkvolle Samteinbände des 19. Jahrhunderts - mit Silberecken und Schließe oder auch mit Madonnenmedaillon. Besonders im süddeutschen Raum waren im 18. und 19. Jahrhundert handgeschriebene Gebetbücher üblich. Sie wurden meist von Dorfschullehrern für die bäuerliche Bevölkerung geschrieben."


Ein unerfreuliches Thema, die ganze BiSON-Region umfassend, brachte Thomas Parr in der Braunschweiger Zeitung am 21. Februar 2003 zu Papier:

"Tausende Bücher verschwinden spurlos.

Bibliotheken wehren sich gegen Diebe und nachlässige Kunden mit Sicherungssystemen und Geldforderungen.

Tausende Bücher, CDs und neuerdings auch DVDs verschwinden jedes Jahr auf Nimmerwiedersehen aus Universitäts- und öffentlichen Bibliotheken in der Region Braunschweig. Gestohlen oder nicht zurückgegeben wird, was gefällt oder im Trend liegt. Ein nicht unerheblicher Schaden für die Allgemeinheit.

Vor zehn Jahren hatte ein Göttinger Student eine beispiellose Diebstahlsserie begonnen:
5000 Bücher im Wert von mehr als 250 000 Euro stahl er sich bis 1998 zusammen, dann flog er auf. Seine Diebestouren - offenbar aus Sammelleidenschaft - hatten ihn unter anderen in die Wolfenbütteler Herzog August Bibliothek (HAB) geführt.
Dort ist er bis heute nicht vergessen, wenngleich "wir in den vergangenen Jahren keine schwerwiegenden Fälle mehr hatten", wie Dr. Werner Arnold, stellvertretender HAB-Leiter, sagt. Hin und wieder werde festgestellt, daß Bücher fehlten - der normale Schwund, für den jährlich im Schnitt 1000 Euro für Ersatzbeschaffungen ausgegeben werden. Begehrte Bücher seien Exemplare der „gut gemachten Insel-Klassiker“, sagt Arnold.

Bibliotheken und Büchereien sind kaum in der Lage, jährliche Inventuren vorzunehmen. Deshalb fallen Diebstähle erst auf, wenn ein Buch ausgeliehen werden soll, aber nicht gefunden wird. Dann wird gesucht – im schlimmsten Fall ist es tatsächlich gestohlen worden. Aber wird es dann auch ersetzt?

In den einzelnen Stadtbibliotheken wird von Fall zu Fall entschieden. "Vor zwei, drei Jahren sind uns Bücher der Reihe ,Akte X‘ gestohlen worden. Die haben wir gar nicht erst ersetzt", sagt Yvonne Bowman, Leiterin der Stadtbücherei Helmstedt. ähnlich verfuhren die Bücherei Peine mit Manga-Comics aus Japan und die Bücherei Gifhorn mit Literatur zur Selbstverteidigung. Teure Bücher - gebundene Romane und naturwissenschaftliche Literatur - sind in Goslar begehrt. "Aktuell fehlen 40 Bücher", sagt Sandra Ritter, Sprecherin der Stadt Goslar. 356 Bücher sind im Jahr 2002 der Öffentlichen Bücherei in Braunschweig verloren gegangen. In 109 Fällen wurden nachlässige Kunden zur Wiederbeschaffung herangezogen, wie Heidrun Teske, stellvertretende Bücherei-Leiterin, sagt. Einer der Gründe: "In der Badewanne wird viel gelesen. Etliche Bücher sind oft noch feucht oder haben Wasserflecken."

"Ist das Buch weg, muß Ersatz beschafft werden. Entweder der Entleiher besorgt es selbst oder er zahlt uns die entstehenden Kosten", erklärt Dr. Beate Nagel, stellvertretende Direktorin der Universitätsbibliothek der Technischen Universität Braunschweig. Gestohlen werden könne höchstens aus dem Lesesaal, und auch das sei wegen einer Buchsicherungsanlage sehr schwer. Eine Sicherungsanlage und konsequentes Mahnwesen halten auch die Verluste in der Wolfsburger Bücherei in engen Grenzen, erklärt ein Sprecher der Stadt.
Wie überhaupt alle öffentlichen Bibliotheken und Büchereien ihr eigenes, individuelles Sicherungssystem besitzen. So ist sichergestellt, „daß bei uns allenfalls mal eine Zeitschrift aus dem Lesesaal verschwindet“, wie Karin Thiem, stellvertretende Leiterin der Braunschweiger Stadtbibliothek, sagt.

Erstaunt sind die Bibliothekarinnen und Bibliothekare allerdings, wenn sich solch dreiste Szenen abspielen wie die in Gifhorn: "Einer stand im Lesesaal und warf teure Nachschlagewerke aus dem Fenster, ein anderer stand im Hof und fing die Bücher auf", erinnert sich Büchereileiterin Annabella Löwenthal-Simon. Das Treiben wurde gestoppt."


Die Stadtbibliothek Wolfsburg feierte am 2. März 2003 ihr 60-jähriges Bestehen mit einer Martinee im großen Hörsaal des Alvar-Aalto-Kulturhauses. über 250 Gäste bekundeten das lebhafte Interesse der Öffentlichkeit an der "tradionsreichsten Bildungs- und Kultureinrichtung Wolfsburgs", die am 2 März 1943 unter schwierigen Bedingungen in Betrieb genommen worden war.

Oberbürgermeister Rolf Schnellecke machte der Bibliothek in seiner Begrüßungsrede eine ganz persönlicher Liebeserklärung und bezeichnete sie als einen wesentlichen Bestandteil des öffentlichen Leben. Alle Politiker sollten sich dieser gesellschaftlichen Bedeutung bewußt sein.

Bibliotheksleiterin Susanne Korb vermittelte Einblicke in die bewegte Geschichte der Bibliothek und stellte in launiger Rede einen "Ort, der Wissen schafft" mit beeindruckender Leistungsbilanz vor, nicht unter Verzicht auf die Kernaussage: "Wenn das Angebot stimmt, steigt auch die Nutzerfrequenz."

Festredner Prof. Dr. Dr. Paul Raabe, ehemaliger Leiter der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel, danach Franckesche Stiftungen in Halle, gratulierte den Wolfsburgern zu ihrem "Juwel" und bescheinigte dem Buch als "kollektivem Gedächtnis der Menschheit" trotz neuer Technologien seinen herausragenden Stellenwert.

Die regionale Bedeutung der Veranstaltung spiegelte sich auch im Programm wider: aus Hannover, Wolfenbüttel und Wolfsburg waren die Vortragenden und Künstler eingeladen. Für ein ansprechendes musikalisches Ambiente sorgte das Wolfsburger Peter-Pan-Quartett. Im Anschluß an die Festvorträge fand in der Bibliothek eine Performance mit dem Titel "Buchtänze" statt, die von der Formation "transito" aus Hannover dargeboten wurde. Zur Stärkung wurde Geburtstagssekt und ein kaltes Büfett angeboten.

Das Jubiläum wurde von weiteren Aktivitäten und Ausstellungen begleitet: Zu den "Kinderliteraturtagen" stellten die Autoren Werner Färber, Bianka Minte-König und Katja Reider in Grundschulen ihre Bücher vor. Die große Bilderbuchausstellung im Foyer des Kulturhauses bildete eine sinnvolle Ergänzung zu den Autorenlesungen.

In Schaufensterausstellungen wurde "eine Zeitreise durch die Medienwelt" präsentiert, mehrere Vitrinen zeigten Erinnerungsstücke aus der Gründerzeit wie alte Leseausweise und originelle Schriftstücke, die von Wolfsburger Bürgern nach einem Presseaufruf zur Verfügung gestellt wurden; ferner Gesetze, Gutachten, Leitbilder und Organisationshandbücher als Grundlage der Bibliotheksarbeit im Wandel der Jahrzehnte. Eine weitere Ausstellung galt Leben und Werk des Festredners.
Eine Jubiläumsbroschüre belegt in Bildern und Dokumente die bewegte Bibliotheksgeschichte, die mit der Entwicklung der vor 65 Jahren gegründeten Stadt eng verbunden ist.


Die Stadtbibliothek Wolfsburg hält in ihrem Magazin einen beachtlichen Fundus an historischen Zeitschriften-Jahrgängen bereit, die für bestimmte Zielgruppen von großem Interesse sein könnten. Jeder Jahrgang ist qualitativ hochwertig gebunden und kann jetzt günstig abgegeben werden, damit Platz für Neues entsteht.

Die Raritätenliste reicht zurück bis ins Jahr 1955 und umfaßt längst vergessene Fachzeitschriften, die heute zum Teil nicht mehr erhältlich sind. Für fast jedes Interessengebiet ist etwas dabei: Künstler finden bibliophile Bände mit ästhetischen Inhalten, gedruckt auf qualitativ hochwertigem Papier. Techniker können sich in die Konstruktion von Wärmepumpen vertiefen, Architekten in den Wohnwelten vergangener Jahrzehnte schwelgen, Autofreaks alte Automobil-Magazine durchstöbern und dabei über den technischen Fortschritt reflektieren. Interessantes und Nostalgisches findet sich auch für Fotoclubs ("Camera" oder "Color-Foto"), Briefmarkensammler ("Michel-Rundschau"), Erzieher ("Pädagogik heute", "Der Deutschunterricht"), Naturwissenschaftler, Musiker, Handwerker, Hobbygärtner, Segelflieger, Theaterfreunde, Literaten, Yachtbesitzer und alle, die es werden wollen.
Eine detaillierte Liste liegt dem letzten BiSON-Sitzungsprotokoll bei.
Ansprechpartnerin in der Stadtbibliothek Wolfsburg ist Frau Krische, Tel.: (05361) 28-2487


BiSON intern


Das von der Arbeitsgemeinschaft "BiSON und PISA" entworfene Faltblatt kann über die Homepage der UB abgerufen werden. Es liegt dort als PDF-File vor: http://www.biblio.tu-bs.de/bison.html


Die nächste BiSON-Sitzung findet am

 Dienstag, den 20. Mai 2003, um 9.30 Uhr
in der
Stadtbibliothek Wolfsburg
Alvar-Aalto-Kuturhaus
Porschestraße 51

statt.
 


Redaktionsschluß für die BiSON-Mitteilungen 3/2003 ist der 25. Juni 2003



 Redaktion:
 Rita Dopheide
 Universitätsbibliothek der TU
 Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
 Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
 Tel.: 0531/391-5019
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