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Veranstaltungskalender
Nachrichten
aus der Region
V
e r a n s t a l t u n g s k a
l e n d e r
BRAUNSCHWEIG
Universitätsbibliothek
Ausstellungen:
| bis 3.5. |
"Von Frauen und
Männern: Literatur zu Gender Studies in der
Universitätsbibliothek Braunschweig"
|
| ab 12.5. |
"Justus von Liebig"
Ausstellungseröffnung: 12. Mai
2003, 19.30 Uhr Zur Einführung spricht Prof. Dr. Joachim Klein
(Präsident der Braunschweigischen Wissenschaftlichen
Gesellschaft )
|
| ab 5.5. |
"Europatag"
(Eingangvitrinen) |
| bis auf weiteres |
"200 Jahre
Vieweg-Bücher in Braunschweig: Schwerpunkt: Chemie"
(Chemiebibliothek) |
Braunschweigisches Landesmuseum
| bis 21.4. |
"Ein Feste Burg - Die
Plesse" (Hintern Aegidien)
|
| bis 1.6. |
"Die neun Kreise der
Hexe Antra" - Projekt des Künstlers Otmar Alt im Dialog mit
den Arbeiten von Gerd Scherm und Jean-Marie Bottequin
|
| bis 27.4. |
"Plakativ ist (fast)
alles!" - Graphik-Design-Retrospektive. Prof. Grözinger zum
Achtzigsten
|
Städtisches Museum
Ausstellungen:
| bis 21.4. |
"Here is New York: Die
Demokratie der Bilder" - Eine Fotoausstellung zum 11. September
|
| ab 1.4. |
"Messe, Markt und Handel
im alten Braunschweig" (Altstadtrathaus)
|
| ab 1.4. |
"Braunschweiger
Stadtgeschichte im Überblick"
(Altstadtrathaus)
|
Vorträge:
| 3.4. um 19.30 Uhr |
"Vom Herzogtum zum
Kompetenzzentrum. Stationen eines
staatspolitischen Abstiegs im 20. Jahrhundert?"- Vortrag von Dr.
Dieter Lent, Wolfenbüttel
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| 10.4. um 19.30 Uhr |
"Zwangsarbeit in der
Braunschweiger Kriegswirtschaft" - Vortrag von Dr. Gudrun
Fiedler, Wolfenbüttel
|
| 24.4. um 19.30 Uhr |
"Luftverkehr im
Braunschweiger Raum" - Vortrag von Gerhard Ackermann
|

GIFHORN
Stadtbücherei
| 27.4. von 11.00 bis
18.00 Uhr |
"Viel Buch und andere
Medien für wenig Geld" - Großer
Bücherflohmarkt im Rahmen des verkaufsoffenen Sonntags |
| 9.5. um 15.00 Uhr |
"Alles meins" - Eine
Aufführung des Worpsweder Figurentheaters "Theater aus dem
Kessel" um einen kleinen, frechen und besitzgierigen Raben für
Kinder ab 4 Jahren
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| 14.5. um 19.30 Uhr |
"Angeklagt!"
Kleinkriminalität, Jugendstraftaten, Gewaltdelikte,
Schwerverbrechen: Gerhard Meuss liest aus seinen
Gerichts- reportagen aus der Südheide
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| 22.5. um 19.30 Uhr |
"Wo sind die Mirabellen
geblieben?" Reminiszenzen und Betrachtungen hautnah: Erfahren,
beobachtet, aufgeschrieben und gelesen von Klaus Herrmann
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| 14.6. um 20.00 Uhr |
"Der
Kontrabaß" - Der Schauspieler Gert Haucke
gastiert mit Patrick Süskinds Ein-Personen-Stück,
einer tragisch-komischen Auseinandersetzung über alle
Lebenslagen mit einem haßgeliebten Instrument
|
Weitere
Informationen und Eintrittskarten gibt es unter 05371/932151

SALZGITTER
Stadtbibliothek
| bis 26.4. |
"Unsortierte Bilder" von
Jürgen Diekmann" -
Collagendrucke, dazwischen Keramik und Glasschmuck
|
| 30.4. um 19.30 Uhr |
"Literarisch-Kulinarisches"
- Das "literarische Quartett" der
Stadtbibliothek stellt interessante Neuerscheinungen des
Bücherfrühlings vor |
| 6.5. um 19.30 Uhr |
"Literarisch-Kulinarisches"
- Das "literarische Quartett" der Stadtbibliothek stellt interessante
Neuerscheinungen des
Bücherfrühlings vor (Salzgitter-Bad)
|
| 10.5. und 11.5. |
"Buchflohmarkt"
während des Museumsfestes in Salder
|
| 17.5. von 14.00 bis
18.00 Uhr |
"Informationsstand" beim
Fredenberger Stadtteilfest
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| 17.6. um 19.30 Uhr |
"Kinder, die den Rahmen
sprengen" - Jan Uwe Rogge
liest aus seinem Roman
|
| 19.6. bis 21.6. |
"Großer
Buchflohmarkt" in der Stadtbibliothek
|

WOLFENBÜTTEL
Herzog August Bibliothek
Ausstellungen:
| bis 30.4. |
"Rückkehr in
die Fremde? Remigranten und Rundfunk in Deutschland 1945 - 1955" -
Ausstellung des Arbeitskreises selbständiger Kultur-Institute
e.V. (Kornspeicher) |
| bis 11.5. |
Die "Litauische
Postille" (1573): Dokumente der litauischen Reformation (Kabinett der
Bibliotheca Augusta)
|
| 18.5. - 28.9. |
"Hebraica aus der
Sammlung der Herzog August Bibliothek (Kabinett der Bibliotheca
Augusta)
Ausstellungseröffnung: 18. Mai
2003, 11.30 Uhr
|
| bis 1.6. |
"Ganze Bücher
von Geschichten" - Bibeln aus Niedersachsen Teil I (Augusteerhalle,
Schatzkammer, Malerbuchsaal)
|
| 6.6. - 28.9. |
"Ganze Bücher
von Geschichten" - Bibeln aus Niedersachsen Teil II (Augusteerhalle,
Schatzkammer, Malerbuchsaal)
Ausstellungseröffnung mit
Podiumsdiskussion: 5. Juni, 19.00 Uhr |
| Dauerausstellung |
"Die Welt der Buchstaben
von Hermann Zapf" (Malerbuchkabinett)
|
| Dauerausstellung |
"Gotthold
Ephraim Lessing 1729 - 1781. Leben und Werk" (Lessinghaus)
|
Vorträge:
| 2.4. um 20.00 Uhr |
"Starke Frauen - starke
Gefühle. Zur Darstellung weiblicher Leidenschaft in der
bildenden Kunst des Barock" - Öffentlicher Vortrag von Prof.
Dr. Carsten-Peter Warncke, Göttingen, im Rahmen des
11. Jahrestreffens des Wolfenbütteler Arbeits- kreises
für Barockforschung (Augusteerhalle) |
| 8.4. um 20.00 Uhr |
"Vernunft des Glaubens"
- Vortrag von Prof. Dr. Jan Rohls,
München, im Rahmen der Ausstellung "Ganze Bücher von
Geschichten" - Bibeln aus Niedersachsen (Augusteerhalle)
|
| 24.4. um 14.00 Uhr |
"Die
Wolfenbütteler Digitale Bibliothek. Zielsetzungen und
Probleme" - Projektvorstellung von Dr. Thomas Stäcker,
Wolfenbüttel, im Rahmen der Werkstattgespräche (Saal
im Anna-Vorwerk-Haus) |
| 9.5. um 20.00 Uhr |
"Öffentlicher
Abend" des "Literarischen Collegiums Wolfenbüttel"
(Augusteerhalle, Lessinghaus)
|
| 15.5. um 14.00 Uhr |
"Gewalt im Osmanischen
Reich vom 17. Jahrhundert bis zu den Balkankriegen" -
Projektvorstellung von Andreas Helmedach,
Braunschweig (Saal im Anna-Vorwerk-Haus) |
| 5.6. um 19.00 Uhr |
"Bibel, Kirche und
Gesellschaft" - Podiumsdiskussion aus Anlaß der
Ausstellungseröffnung "Ganze Bücher von Geschichten"
- Bibeln aus Niedersachsen mit Prof. Dr. Christoph
Markschies, Paul-Josef Raue und Landesbischof Dr.
Friedrich Weber.
Moderator: Prof. Dr. Helwig Schmidt-Glintzer
(Augusteerhalle)
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| 25.6. um 14.00 Uhr |
"Die neue
Lessinghaus-Ausstellung. Zum Stand der Vorbereitung" -
Ausstellungsprojekt vorgestellt von Ulrich Zeuch
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WOLFSBURG
Stadtbibliothek
| 5.4. von 9.00 bis 13.00
Uhr |
"Großer
Bücherflohmarkt" im Foyer des Alvar-Aalto-Kulturhauses
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| 14.4. von 10.30 bis
12.00 Uhr |
"Bastelangebot zur
Osterferienzeit" in der Kinderbibliothek
|
| 3.5. - 11.5. |
"Jugend fit
(machen) für Europa" - Pilotprojekt an
niedersächsischen Bibliotheken während der
Europawoche
|
| ab 5.5. |
Medienausstellung zum
Thema Europa / Osterweiterung
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| 6.5. - 8.5. |
"Arbeiten und leben im
neuen Europa" - Begegnungen junger Europäerinnen und
Europäer in der Bibliothek in enger Zusammenarbeit mit "Prag
live e.V."
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| 11.6. um 19.00 Uhr |
"Wer war zuerst da - die
Henne oder das Ei?" - Eine Diskussion über die wechselseitige
Bedingtheit von Geist und Gehirn
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| 18.6. um 19.00 Uhr |
"Intuition statt Logik -
sind Frauen kreativer?" - Eine Diskussion über
männliches und weibliches Denken
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| 24.6. von 10.30 bis
11.30 Uhr |
"Bilderbücher"
für Kinder von 1-3 Jahren werden in der Kinderbilbiothek
vorgestellt
|
| 25.6. um 19.00 Uhr |
"Was ist
Kreativität? Eine persönliche Leistung?"
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Nachrichten aus der
Region
Die Universitätsbibliothek
Braunschweig bietet seit Anfang des Jahres ihren Benutzern
einen erweiterten Service an. über das Hochschulnetz der TU
bekommt man nun Zugriff auf ca. 4.500 elektronische Zeitschriften. Alle
elektronischen Zeitschriften findet man über die Homepage
der Universitätsbibliothek Braunschweig unter
Informationssystem CoOL / E-Zeitschriften. Dazu
gehören lizensierte (für die TU freigeschaltete) und
kostenlose Zugänge.
Die
Universitätsbibliothek bemüht
sich, alle im Printbezug enthaltenen elektronischen Ausgaben campusweit
freischalten zu lassen. Darüber hinaus ist zur Zeit der
elektronische
Zeitschriftenbestand einiger Verlage teilweise oder ganz für
die
Angehörigen der TU Braunschweig im Campus freigeschaltet,
wofür das
Land Niedersachsen ebenso wie die Universitätsbibliothek
erhebliche
finanzielle Mittel eingesetzt haben.
Für
folgende Pakete von Online-Zeitschriften hat die UB Lizenzen erworben
(133 Zeitschriften): das Archival-Package online von AIP (American
Institute of Physics) die E-Zeitschriften von APS (American Physical
Society) die E-Zeitschriften von IEEE (Volltext ab 1998).
Im
Rahmen von Konsortialverträgen wurden Lizenzen für
ca. 1800 weiter Online-Zeitschriften erworben:
die E-Zeitschriften des Verlages Blackwell (bis auf wenige Ausnahmen)
die E-Zeitschriften des Verlages de Gruyter (bis auf wenige Ausnahmen)
alle E-Zeitschriften von IOP (Institute of Physics)
alle E-Zeitschriften des Verlages Kluwer
ein großer Teil der E-Zeitschriften von Springer.
Die
Zeitschriften des Verlages
Elsevier, die innerhalb der TU in Print-Form gehalten werden, sind
online für die letzten 12 Monate verfügbar (nur
über ScienceDirect Web
editions!).
Speichern
und Ausdrucken von
Volltextdokumenten ist nur zum persönlichen Gebrauch erlaubt.
Ein
systematisches Downloaden durch Robots ist verboten. Außerdem
sind
unbedingt die Nutzungsbedingungen der Verlage zu
berücksichtigen!

Das
Thema Lizenzrecht
in Bibliotheken beschäftigte auch die Teilnehmer der
Fortbildungsveranstaltung des BIB und VDB in der Universitätsbibliothek
Braunschweig am 27. März 2003.
Herr
Dr. Müller,
Max-Planck-Institut für ausländisches
öffentliches Recht und
Völkerrecht Heidelberg, erläuterte die Rechtsbegriffe
und gab Tips zum
Abschluß bei Verträgen nach ausländischem
Recht, machte auf Probleme
und Vertragsfallen aufmerksam und empfahl einige
Musterverträge.
Frau
Dr. Beger, Zentral- und Landesbibliothek
Berlin, stellte den Regierungsentwurf zur änderung des
Urheberrechts in der Informationsgesellschaft vor und
erläuterte seine Bedeutung für Bibliotheken. Sie
bittet alle Teilnehmer die Diskussionen unter
http://www.bmj.bund.de
(Gesetzgebungsvorhaben) zu verfolgen. Frau Dr. Beger machte darauf
aufmerksam, daß zur Zeit der Börsenverein des
Deutschen Buchhandels und einige Verlage über eine eigene
Websites, in Anzeigen in Zeitungen und in Briefen an ihre Autoren und
die Hochschullehrer, unwahre Behauptungen verbreiten, die sich
keinesfalls aus dem Gesetzesentwurf herleiten lassen.
Herr
Prof. Brandes hat auf der Homepage der
Universitätsbibliothek den Hinweis auf die Pressemitteilung
der informationswissenschaftlichen und bibliothekarischen
Verbände verankert:
http://www.bibliotheksverband.de/dbv/rechtsgrundlagen/urheberrecht1.html
"Mit
Erstaunen und Befremden
müssen wir derzeit eine Kampagne des Börsenvereins
sowie einzelner
Verlage zur Kenntnis nehmen, in der sowohl das geltende Recht als auch
die Einzel-heiten des zur Beschlußfassung anstehenden
Urheberrechtsgesetzes vereinfacht und zum Teil entstellt werden. Da
hierin die Universitäten und insbesondere die Bibliotheken
pauschal
verunglimpft werden, sehe ich mich zu einer Richtigstellung
verpflichtet, um Schaden von der gemeinsamen Aufgabe, nämlich
die
Literatur- und Informationsversorgung zu sichern, abzuwenden."
über
diesen Link finden Sie auch die Stellungsnahmen vom Ministerium
für Justiz und weitere Korrespondenz.
Hier
finden Sie die Pressemitteilung des DBV vom 26.3.2003

Seit
1. März ist Dr. Martin Eberle der neue Leiter des Städtischen
Museums Braunschweig. Frau Ann Claire Richter stellte Herrn
Dr. Eberle bereits am 20.12.2002 in der Braunschweiger Zeitung vor:
"Blick über den
musealen Tellerrand.
61 Mitbewerber hat er
ausgestochen: Dr. Martin Eberle wird neuer Leiter des
Städtischen
Museums. Arbeitsbeginn für den 34-Jährigen wird der
1. März 2003 sein.
Kulturdezernent
Wolfgang Laczny stellte den Nachfolger von Dr. Gerd Spies gestern der
Öffentlichkeit vor und fand eine Reihe von Argumenten
für die Personalentscheidung. Eberle habe nicht nur gute Ideen
für ein neues Museumskonzept vorgelegt, sondern auch durch die
Vielfalt seiner bisherigen Tätigkeiten überzeugt.
Erfahrungen habe er unter anderem in Leitungsposition, Museums- und
Öffentlichkeitsarbeit sowie Sponsorenwerbung gesammelt. Laczny
würdigte zudem "die Seriosität und den Umfang von
Eberles wissenschaftlichen Arbeiten".
Eberle
habe außerdem die Neigung, über den musealen
Tellerrand zu schauen und auch zeitgenössische Kunst zu
beachten. "Und es ist sicher auch keine Schwäche, distinguiert
und eloquent zu sein."
Eberle,
ein gebürtiger Bayer, der an der Universität Kassel
"Zur österreichischen Interieurmalerei des 19. Jahrhunderts"
promoviert hat und dabei speziell die Aquarelle des Architekturmalers
Franz Heinrich beleuchtete, war zuletzt Leiter des Gohliser
Schlößchens in Leipzig. "Ich weiß ebenso,
was es heißt, Karten an der Museumskasse zu verkaufen, wie
pubertierende Teenager durch eine Ausstellung zu führen",
erklärte Eberle verschmitzt.
Laczny
wiederholte seine Beurteilung zum Zustand des Museums. "Auch wenn ich
harsche Kritik dafür eingesteckt habe, bin ich immer noch der
Meinung, daß das Museum den Geist der 60er und 70er Jahre
verströmt." Aufmerksame Besucher bemerkten erkennbare Defizite
schon im Eingangsbereich.
Laczny
betonte, daß der neue Museums-Chef einen Kanon bilden solle
mit den anderen Museen der Stadt. "Eberle ist über die nicht
gerade grandiose Haushaltslage informiert und weiß,
daß nicht alle Wünsche zu erfüllen sind",
betonte der Kulturdezernent und wies darauf hin, daß das
Einwerben von Sponsorengeldern sicher eine wichtige Aufgabe Eberles
sein werde. "Seine Bemühungen werden ganz sicher zum Erfolg
führen und nicht zu zerschnittenen Tischtüchern",
spielte Laczny auf den vor Jahren geplatzten Millionenvertrag der Stadt
mit der Richard-Borek-Stiftung an.
Eberle
hält die Sammlungsbestände des Städtischen
Museums für herausragend, vor allem die Formsammlung, die
Lack-Objekte und den Münzbestand. Oft hat der
34-Jährige das Haus bereits besucht - ohne zu ahnen,
daß er einst hier Chef sein würde. Sein Ansatz, um
das Museum zu neuen Ufern zu führen: "Die Vermittlung dessen,
was hinter den Objekten steht, ist sehr wichtig geworden." Das Museum
als Lernort. "Es reicht eben nicht, eine Meißner
Porzellan-Tasse nur zum Anschauen in die Vitrine zu stellen, sondern es
sollte auch das Besondere daran erklärt werden", meinte Eberle
und lieferte gleich ein griffiges Beispiel zur Wissenserweiterung mit.
So sei Kaffee im 18. Jahrhundert zunächst in die Tasse
gegossen worden, wo sich die gemahlenen und aufgebrühten
Bohnen absetzen konnten. Dann kam der rückstandsfreie Trank in
die Untertasse - und wurde daraus getrunken. "Deshalb waren
früher die Ränder der Untertassen höher."
Und noch was zum Thema Tasse: "Wer weiß schon, daß
eine Meißner Tasse im 18. Jahrhundert das Jahresgehalt eines
Soldaten gekostet hat?"

Die
neuen Räume der Bibliothek des Predigerseminars
- Alter Zeughof 1 - werden im Rahmen folgender Veranstaltungen der
Öffentlichkeit vorgestellt:
Zu
"Teatime and Books" - zu Besuch in einer alten
Bibliothek" wird am 6. und 13. April, jeweils um 15.00 Uhr,
eingeladen. Am 6.4. stellt um 16.00 Uhr Pfarrerin Ingrid
Drost von Bernewitz: "Trauern und Trösten mit den Liedern Paul
Gerhardts" vor und am 13.4. schließt sich um 16.00
Uhr ein Vortrag von Prof. Josef Daum: "Ostern in der
Volksfrömmigkeit" an.
Bis
zum 17. April während der Öffnungszeiten der
Bibliothek ( Mo., Di., Do. 10 - 18 Uhr, Fr. 10 - 14 Uhr) und sonntags
von 15.00 bis 18.00 Uhr ist die Ausstellung "Ostern in alter
Zeit - Christliche Erbauungsliteratur und geistige Tradition"
zu sehen. Es werden Bücher, die den Gläubigen im
Rahmen einer privaten
Andacht zum Gebet und zur Erbauung dienten, aus der Sammlung Hella und
Josef Daum gezeigt.
Daneben sind Exponate zeitgenössischer Künstler zu
christlichen Themen
ausgestellt, die der Helmstedter Freundeskreis Paramentik und
christliche Kunst leihweise bereit gestellt hat.
Am
1. April 2003 schreibt Herr Harald Duin in der Braunschweiger Zeitung:
"Sammlung
Hella und Josef Daum in der Bibliothek des Predigerseminars.
Bilder
alter Volksfrömmigkeit aus fünf Jahrhunderten,
Ausdruck des tiefen Wunsches, die Nähe Gottes zu
spüren.
In
der Bibliothek der Landeskirche und des Predigerseminars ist zurzeit
die Ausstellung "Ostern in alter Zeit - Christliche
Erbauungsliteratur und geistliche Traditionen"
zu sehen. über 200 Dokumente aus der Sammlung Hella und Josef
Daum,
deren Rang so hoch ist, daß die Staats- und
Universitätsbibliothek
Dresden dafür eine sechsstellige Summe bot. Das Paar hat
dieser
Verlockung widerstanden. Die Sammlung konnte mit Unterstützung
der
Stiftung NordLB-öffentliche und des Kloster- und Studienfonds
von der
Braunschweigischen Landes-kirche erworben werden.
Josef
Daum, früherer Leiter
der Universitätsbibliothek, und seine Frau Hella, die
Restauratorin und
Buchbindermeisterin war, haben zur Komplettierung ihrer Sammlung die
entlegensten bayrischen Dörfer besucht. Manches
jahrhundertealte
Gebetbuch wurde ihnen gegen einen geringen Obolus überlassen,
weil die
Bäuerin sagte: "Meine Kinder haben eh keinen Sinn
dafür."
Die
ausgestellten Werke sind
durchweg kostbar und kunstvoll gestaltet. Man sehe das 1541 in der
Pariser Offizin des Olivio Mallardo auf feinstem Pergament gedruckte
Stundenbuch. Jede Seite ist mit Blumen- und Tierbordüren
versehen. Die
Mineral- und Pflanzenfarben haben sich in einer erstaunlichen Frische
erhalten. Die blaue Farbe wurde auf Kobaltbasis hergestellt.
Es
wird u.a. ein Gesangbuch
(1913) für die evangelisch-lutherischen Gemeinden des
Herzogtums
Braunschweig mit Jugendstil-Illustrationen gezeigt. Auf einer ist der
israelitische König David mit der Harfe zu sehen. David,
bekanntlich
Sieger über den Philister Goliath, wird die Mehrzahl der
Psalmen
zugeschrieben.
Die
Ausstellung begeistert ferner durch prunkvolle Samteinbände
des 19. Jahrhunderts - mit Silberecken und Schließe oder auch
mit Madonnenmedaillon. Besonders im süddeutschen Raum waren im
18. und 19. Jahrhundert handgeschriebene Gebetbücher
üblich. Sie wurden meist von Dorfschullehrern für die
bäuerliche Bevölkerung geschrieben."

Ein
unerfreuliches Thema, die ganze BiSON-Region umfassend, brachte Thomas
Parr in der Braunschweiger Zeitung am 21. Februar 2003 zu Papier:
"Tausende
Bücher verschwinden spurlos.
Bibliotheken
wehren sich gegen Diebe und nachlässige Kunden mit
Sicherungssystemen und
Geldforderungen.
Tausende
Bücher, CDs und neuerdings auch DVDs verschwinden jedes Jahr
auf Nimmerwiedersehen aus Universitäts- und
öffentlichen Bibliotheken in der Region Braunschweig.
Gestohlen oder nicht zurückgegeben wird, was gefällt
oder im Trend liegt. Ein nicht unerheblicher Schaden für die
Allgemeinheit.
Vor
zehn Jahren hatte ein Göttinger Student eine beispiellose
Diebstahlsserie begonnen:
5000 Bücher im Wert von mehr als 250 000 Euro stahl er sich
bis 1998 zusammen, dann flog er auf. Seine Diebestouren - offenbar aus
Sammelleidenschaft - hatten ihn unter anderen in die
Wolfenbütteler Herzog August Bibliothek
(HAB) geführt.
Dort ist er bis heute nicht vergessen, wenngleich "wir in den
vergangenen Jahren keine schwerwiegenden Fälle mehr hatten",
wie Dr.
Werner Arnold, stellvertretender HAB-Leiter, sagt. Hin und wieder werde
festgestellt, daß Bücher fehlten - der normale
Schwund, für den
jährlich im Schnitt 1000 Euro für Ersatzbeschaffungen
ausgegeben
werden. Begehrte Bücher seien Exemplare der „gut
gemachten
Insel-Klassiker“, sagt Arnold.
Bibliotheken und Büchereien
sind kaum in der Lage, jährliche Inventuren vorzunehmen.
Deshalb fallen
Diebstähle erst auf, wenn ein Buch ausgeliehen werden soll,
aber nicht
gefunden wird. Dann wird gesucht – im schlimmsten Fall ist es
tatsächlich gestohlen worden. Aber wird es dann auch ersetzt?
In den einzelnen Stadtbibliotheken
wird von Fall zu Fall entschieden. "Vor zwei, drei Jahren sind uns
Bücher der Reihe ,Akte X‘ gestohlen worden. Die
haben wir gar nicht erst ersetzt", sagt Yvonne Bowman, Leiterin der Stadtbücherei
Helmstedt. ähnlich verfuhren die Bücherei
Peine mit Manga-Comics aus Japan und die Bücherei
Gifhorn mit Literatur zur Selbstverteidigung. Teure
Bücher - gebundene Romane und naturwissenschaftliche Literatur
- sind in Goslar begehrt. "Aktuell fehlen 40
Bücher", sagt Sandra Ritter, Sprecherin der Stadt Goslar. 356
Bücher sind im Jahr 2002 der Öffentlichen
Bücherei in Braunschweig verloren gegangen. In 109
Fällen wurden nachlässige Kunden zur
Wiederbeschaffung herangezogen, wie Heidrun Teske, stellvertretende
Bücherei-Leiterin, sagt. Einer der Gründe: "In der
Badewanne wird viel gelesen. Etliche Bücher sind oft noch
feucht oder haben Wasserflecken."
"Ist das Buch weg, muß
Ersatz beschafft werden. Entweder der Entleiher besorgt es selbst oder
er zahlt uns die entstehenden Kosten", erklärt Dr. Beate
Nagel, stellvertretende Direktorin der Universitätsbibliothek
der Technischen Universität Braunschweig. Gestohlen
werden könne höchstens aus dem Lesesaal, und auch das
sei wegen einer Buchsicherungsanlage sehr schwer. Eine Sicherungsanlage
und konsequentes Mahnwesen halten auch die Verluste in der Wolfsburger
Bücherei in engen Grenzen, erklärt ein
Sprecher der Stadt.
Wie überhaupt alle öffentlichen Bibliotheken und
Büchereien ihr eigenes, individuelles Sicherungssystem
besitzen. So ist sichergestellt, „daß bei uns
allenfalls mal eine Zeitschrift aus dem Lesesaal
verschwindet“, wie Karin Thiem, stellvertretende Leiterin der
Braunschweiger Stadtbibliothek, sagt.
Erstaunt sind die Bibliothekarinnen
und Bibliothekare allerdings, wenn sich solch dreiste Szenen abspielen
wie die in Gifhorn: "Einer stand im Lesesaal und warf teure
Nachschlagewerke aus dem Fenster, ein anderer stand im Hof und fing die
Bücher auf", erinnert sich
Büchereileiterin Annabella Löwenthal-Simon. Das
Treiben wurde gestoppt."

Die Stadtbibliothek
Wolfsburg feierte am 2. März 2003 ihr
60-jähriges Bestehen mit einer Martinee im großen
Hörsaal des Alvar-Aalto-Kulturhauses. über 250
Gäste bekundeten das lebhafte Interesse der
Öffentlichkeit an der "tradionsreichsten Bildungs- und
Kultureinrichtung Wolfsburgs", die am 2 März 1943 unter
schwierigen Bedingungen in Betrieb genommen worden war.
Oberbürgermeister
Rolf Schnellecke machte der Bibliothek
in seiner Begrüßungsrede eine ganz
persönlicher Liebeserklärung und bezeichnete sie als
einen wesentlichen Bestandteil des öffentlichen Leben. Alle
Politiker sollten sich dieser gesellschaftlichen Bedeutung
bewußt sein.
Bibliotheksleiterin
Susanne Korb vermittelte Einblicke in
die bewegte Geschichte der Bibliothek und stellte in launiger Rede
einen "Ort, der Wissen schafft" mit beeindruckender Leistungsbilanz
vor, nicht unter Verzicht auf die Kernaussage: "Wenn das Angebot
stimmt, steigt auch die Nutzerfrequenz."
Festredner
Prof. Dr. Dr. Paul Raabe, ehemaliger
Leiter der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel, danach
Franckesche Stiftungen in Halle, gratulierte den Wolfsburgern zu ihrem
"Juwel" und bescheinigte dem Buch als "kollektivem Gedächtnis
der Menschheit" trotz neuer Technologien seinen herausragenden
Stellenwert.
Die
regionale Bedeutung der
Veranstaltung spiegelte sich auch im Programm wider: aus Hannover,
Wolfenbüttel und Wolfsburg waren die Vortragenden und
Künstler
eingeladen. Für ein ansprechendes musikalisches Ambiente
sorgte das
Wolfsburger Peter-Pan-Quartett. Im Anschluß an die
Festvorträge fand in
der Bibliothek eine Performance mit dem Titel "Buchtänze"
statt, die
von der Formation "transito" aus Hannover dargeboten wurde. Zur
Stärkung wurde Geburtstagssekt und ein kaltes Büfett
angeboten.
Das
Jubiläum wurde von weiteren Aktivitäten und
Ausstellungen begleitet: Zu den "Kinderliteraturtagen" stellten die
Autoren Werner Färber, Bianka Minte-König und Katja
Reider in Grundschulen ihre Bücher vor. Die große
Bilderbuchausstellung im Foyer des Kulturhauses bildete eine sinnvolle
Ergänzung zu den Autorenlesungen.
In
Schaufensterausstellungen wurde "eine Zeitreise durch die Medienwelt"
präsentiert, mehrere Vitrinen zeigten
Erinnerungsstücke aus der Gründerzeit wie alte
Leseausweise und originelle Schriftstücke, die von Wolfsburger
Bürgern nach einem Presseaufruf zur Verfügung
gestellt wurden; ferner Gesetze, Gutachten, Leitbilder und
Organisationshandbücher als Grundlage der Bibliotheksarbeit im
Wandel der Jahrzehnte. Eine weitere Ausstellung galt Leben und Werk des
Festredners.
Eine Jubiläumsbroschüre belegt in Bildern und
Dokumente die bewegte Bibliotheksgeschichte, die mit der Entwicklung
der vor 65 Jahren gegründeten Stadt eng verbunden ist.

Die
Stadtbibliothek Wolfsburg
hält in ihrem Magazin einen beachtlichen Fundus an
historischen
Zeitschriften-Jahrgängen bereit, die für bestimmte
Zielgruppen von
großem Interesse sein könnten. Jeder Jahrgang ist
qualitativ hochwertig
gebunden und kann jetzt günstig abgegeben werden, damit Platz
für Neues
entsteht.
Die
Raritätenliste reicht zurück bis ins Jahr 1955 und
umfaßt längst vergessene Fachzeitschriften, die
heute zum Teil nicht mehr erhältlich sind. Für fast
jedes Interessengebiet ist etwas dabei: Künstler finden
bibliophile Bände mit ästhetischen Inhalten, gedruckt
auf qualitativ hochwertigem Papier. Techniker können sich in
die Konstruktion von Wärmepumpen vertiefen, Architekten in den
Wohnwelten vergangener Jahrzehnte schwelgen, Autofreaks alte
Automobil-Magazine durchstöbern und dabei über den
technischen Fortschritt reflektieren. Interessantes und Nostalgisches
findet sich auch für Fotoclubs ("Camera" oder "Color-Foto"),
Briefmarkensammler ("Michel-Rundschau"), Erzieher ("Pädagogik
heute", "Der Deutschunterricht"), Naturwissenschaftler, Musiker,
Handwerker, Hobbygärtner, Segelflieger, Theaterfreunde,
Literaten, Yachtbesitzer und alle, die es werden wollen.
Eine detaillierte Liste liegt dem letzten BiSON-Sitzungsprotokoll bei.
Ansprechpartnerin in der Stadtbibliothek Wolfsburg ist Frau Krische,
Tel.: (05361) 28-2487

BiSON intern
Das von der Arbeitsgemeinschaft "BiSON und PISA"
entworfene Faltblatt
kann über die Homepage der UB abgerufen werden. Es liegt dort
als PDF-File vor: http://www.biblio.tu-bs.de/bison.html
Die nächste BiSON-Sitzung
findet am
Dienstag,
den 20. Mai 2003, um 9.30 Uhr
in der
Stadtbibliothek Wolfsburg
Alvar-Aalto-Kuturhaus
Porschestraße 51
statt.

Redaktionsschluß
für die BiSON-Mitteilungen
3/2003 ist der 25. Juni 2003
Redaktion:
Rita Dopheide
Universitätsbibliothek der TU
Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
Tel.: 0531/391-5019
Fax: 0531/391-5836
E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de

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