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BiSON

Seitentitel:Mitteilungen *1: Januar / Februar / März 2004

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2004-4
2004-3
2004-2
2004-1
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Veranstaltungskalender Nachrichten aus der Region
  • Fort- und Weiterbildung
  • BiSON-intern



  • V e r a n s t a l t u n g s k a l e n d e r

     


    BRAUNSCHWEIG
     

    Universitätsbibliothek

    Austellungen:

    bis Ende Januar EU plus 10: Die neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
    ab 5.1. Faust. - Ausstellung zur Uraufführung von Goethes Faust in Braunschweig vor 175 Jahren. Mit Leihgaben des Staatstheaters Braunschweig. (Eingangsvitrinen)
    ab 26.2. Das Bild der Natur. - Der historische Buchbestand des Naturhistorischen Museums Braunschweig in der Universitätsbibliothek. Ausstellung der besonders wertvollen und schönen Abbildungs- werke vom 16. bis 18. Jahrhundert, anläßlich des 250jährigen Jubiläums des Staatlichen Naturhistorischen Museums.
    Ausstellungseröffnung: 25. Februar 2004, 19.30 Uhr.
    bis auf weiteres Mineralreich: Schöne Formen der Anorganischen Chemie. - Ausstellung in der Chemiebibliothek.

    Vorträge:

    13.1. um 19.30 Uhr EU plus 10: Malta. - Doppelvortrag von Prof. Dr. Dietmar Brandes und Dr. Beate Nagel.

    Braunschweigisches Landesmuseum

    Ausstellungen:

    bis 18.1. Zeichne, was Du siehst. Zeichnungen eines Kindes aus Theresienstadt/Terezin. (Hinter Aegidien)
    bis 18.1. verehrt - verfolgt - vergessen. Schauspieler als Naziopfer. (Hinter Aegidien)
    bis 25.1. hier geblieben. Zuwanderung und Integration in Niedersachsen von 1945 bis heute. (Vieweg-Haus)
    bis 1.2. Braunschweigische Presse von den Anfängen bis 1815. Ausstellung der Deutschen Presseforschung Bremen und der Stadtbibliothek Braunschweig in Verbindung mit dem Braunschweigischen Landesmuseum. (Vieweg-Haus)
    bis 29.2. Stadt im Sinn. Braunschweig! FOTO SINN THESEN. (Vieweg-Haus)

    Vorträge:

    14.1. um 19.00 Uhr Die Kultur des Stadtbildes. - Neue Ansichten zur Alten Stadt. Vortag von Prof. Walter Ackers, Institut für Städtebau und Landschaftsplanung Technische Universität Braunschweig.
    20.1. um 19.00 Uhr The Capacity of architecture to acknowledge the past in its contribution to the future of the European City. Vortrag von Louisa Hutton, Architektin, Berlin.
    30.1. um 19.00 Uhr Stadt.Raum.Kultur. Gespräche über die Zukunft Braunschweigs und der Europäischen Stadt. Festvortrag von Prof. em. Dr. Oskar Negt, Institut für Soziologie, Universität Hannover.
    31.1. 15.00-18.00 Uhr Die Zukunft der Stadt. - Kolloquium. Kurzvorträge und Öffentliche Diskussion moderiert von Dr. Ralf Rummel, Kulturinstitut der Stadt Braunschweig.

    Städtisches Museum

    Ausstellungen:

    bis 18.1. Tastentaumel. Klavierbau in Braunschweig.
    bis.1.2. Schätze japanischer Lackkunst aus dem Schloss Friedenstein, Gotha.
    Dauerausstellung Geschichte der Stadt Braunschweig im Überblick. (Altstadtrathaus)

    Vorträge:

    11.1. um 15.00 Uhrr Der Regenwald weicht. - Film in japanischer Sprache mit deutschen Untertiteln. Japan 2000. Regie: Takashi Koizumi.
    15.1. um 19.30 Uhr Der Wurmberg bei Braunlage. Einem archäologischen Mythos auf der Spur. - Vortrag von Dr. Michael Geschwinde und Martin Oppermann, Institut für Denkmalpflege Braunschweig.
    17.1., 18.00-20.00 Uhr
    18.1., 11.00-13.00 Uhr
    18.1., 14.00-17.00 Uhr
    Teezeremonie durchgeführt von Prof. Suiko Shimon, Saga Kunstakademie, Berlin.
    Anmeldung unter Tel. 0531/470 4505 (15 Euro)
    31.1. um 11.30 Uhr Kalligraphie vorgestellt von Prof. Suiko Shimon.


    GIFHORN

    Stadtbücherei

    Veranstaltungen:

    30.1. um 18.30 Uhr Das Verschwinden der Väter. - Podiumsdiskussion und Buchvorstellung mit Luigi Zoja.
    16.2. um 15.00 Uhr Kreisentscheid im Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels.


    SALZGITTER

    Stadtbibliothek

    Ausstellung:

    11.1.- 28.2. Im-Ex-Kubismus. - Malerei in Öl von Paul-Werner Heinrichs.
    Ausstellungseröffnung: 11. Februar 2004, 11.00 Uhr

    Veranstaltungen:

    14.1. um 19.30 Uhr Yorkshire. Moors, Coast & Dales. Vortrag von Anton Suel anlässlich des Neujahrsempfangs der Deutsch-Englischen Gesellschaft Salzgitter.e.V.
    25.2. um 19.30 Uhr Paris insolite: Paris abseits der Touristenpfade. Nicht alltäg- liche Tipps und Vorschläge für den nächsten Paris-Besuch, dazu einige Restaurant-Empfehlungen. Multimedial aufbereitet und präsentiert von Irmgard und Rolf-Ingo Behnke. Eine Veranstaltung der Deutsch-Französischen Gesellschaft Salzgitter e.V.

    Weitere bzw. detailliertere Infos stehen auf der Homepage.


    WOLFENBÜTTEL

    Herzog August Bibliothek

    Ausstellungen:

    20.1. - 16.5. Fundstücke - kostbare und seltene Erwerbungen der Sammlung Deutscher Drucke. (Kabinett der Bibliotheca Augusta)
    20.1. - 16.5. Günter Grass: Zeichnungen und Skulpturen. (Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta)
    22.1. -13.6. Bücher als Argumente. Lessing zwischen Bibliothek und Öffentlichkeit. (Augusteerhalle der Bibliotheca Augusta)
    Ausstellungseröffnung: 25. Januar 2004, 11.30 Uhr
    Dauerausstellung Die Welt der Buchstaben von Hermann Zapf. (Malerbuchkabinett)

    Vorträge:

    15.1. um 20.00 Uhr "Ich grolle nicht". Volker Link (Klavier), Grit Sommer (Sopran), Werner Deutsch (Tenor). - Veranstaltung aus Anlass des ersten Treffens von Johannes Brahms mit Clara und Robert Schumann vor 150 Jahren in Düsseldorf.
    22.1. um 11.00 Uhr Festakt anlässlich des 275. Geburtstages von Gotthold Ephraim Lessing in Anwesenheit von Bundespräsident Johannes Rau. Grußwort: Christian Wulff, Niedersächsischer Ministerpräsident. (geschlossene Veranstaltung) - Übertragung in d. Zeughaushalle
    22.1. um 16.00 Uhr Gedichte des jungen Lessing. Lesestunde mit Prof. Dr. Jürgen Stenzel, Hamburg. (Lessinghaus)
    29.1. um 19.00 Uhr "Meine Liebe!" Lessing und Eva König. - Lesung im Rahmen des Lessing-Jahres mit Jan Philipp Reemtsma und Daniela Ziegler, Hamburg.
    31.1. um 20.00 Uhr Autorenlesung: Günter Grass. - Veranstaltung in Verbindung mit Radio Bremen.
    5.2. um 19.30 Uhr Verstehen wir die Sprache des "Aufklärers" Lessing noch? Vortrag in der Reihe "Aufklärung im 21. Jahrhundert" von Prof. Dr. Dr. h.c. Wilfried Barner, Göttingen.
    12.2. um 19.30 Uhr Das Problem einer aufgeklärten Moral. Vortrag in der Reihe "Aufklärung im 21. Jahrhundert" von Prof. Dr. Ernst Tugendhat, Tübingen.
    19.2. um 19.30 Uhr Die Erziehung des Menschengeschlechts. Ein Rückblick auf die Zukunft der Vergangenheit. - Vortrag in der Reihe "Aufklärung im 21. Jahrhundert" von Prof. Dr. Jörn Rüsen, Essen.
    26.2. um 14.00 Uhr Beiträge zur Musik in Zeitschriften des 18. Jahrhunderts: eine Datenbank . Projektvorstellung von Gundula Schütz und Viola Driehorst im Rahmen der Werkstattgespräche. (Anna-Vorwerk-Haus)
    4.3. um 19.30 Uhr Das Gebot der Toleranz. - Vortrag in der Reihe "Aufklärung im 21. Jahrhundert" von Jutta Limbach.
    18.3. um 19.30 Uhr Der Hauptpastor Goeze und die aufgeklärten Theologen. Vortrag in der Reine " Aufklärung im 21. Jahrhundert" von Ernst-Peter Wieckenberg.
    25.3. um 19.30 Uhr Metamorphose der Aufklärung. - Vortrag in der Reihe "Aufklärung im 21. Jh." von Ernst Gottfried Mahrenholz.
    28.3. um 11.30 Uhr Menschenleben in Menschenhand? Möglichkeiten und Grenzen der Biotechnologie. Erstes Wolfenbütteler Streitgespräch mit Jens Reich und Hans-Jochen Vogel.


    WOLFSBURG

    Stadtbibliothek

    Ausstellungen:

    ab 12.2. Immanuel Kant zum 200. Todestag. (mit Texttafeln)
    ab 8.3. Frau in der Geschichte: Ausstellung zum Frauentag. Theodor W. Adorno" - Ausstellung zum 100. Geburtstag

    Vorträge:

    21.1. um 10.30 Uhr Eine Stunde Minitreffen (Kinder von 2 und 3 Jahren)
    11.2. Stadtentscheid für Schulsieger der 6. Klassen OS Vorlesewettbewerb des Börsenverein des deutschen Buchhandels.


    Nachrichten aus der Region


    Seit Ende 2003 stehen in der Universitätsbibliothek Braunschweig speziell ausgestattete Arbeitsplätze für Sehbehinderte zur Verfügung. Die Ausstattung wurde aus Mitteln des AstA, des Präsidenten und der Bibliothek, unter Beteiligung des Schwerbehindertenbeauftragten der TU Braunschweig beschafft. Den sehbehinderten Benutzern stehen eine elektronische Lesehilfe für Bücher und Zeitschriften und ein PC für den Zugang in den Katalog der UB zur Verfügung. Der Computerarbeitsplatz besteht aus Pentium PC, 19-Zoll Flachbildschirm mit Sprachausgabemöglichkeit und der Software ZoomText.


    Uni-Bibliothek macht Schüler fit. Projekt besitzt Modellcharakter für Niedersachsen. So betitelt Rosemarie Garbe ihren Artikel in der Braunschweiger Zeitung vom 13.12.2003.

    'Ganz neu ist das Projekt "Fit für die Informationsbeschaffung der Universitätsbibliothek" (UB) der Technischen Universität Braunschweig nicht. Es befähigt Schüler, sich in der UB die Literatur zu beschaffen, die sie für ihre Leistungskurse benötigen. Doch das Projekt läuft so erfolgreich, dass es vom kommenden Jahr an auf andere Universitätsbibliotheken in Niedersachsen ausgedehnt werden soll. Die Initiatoren zogen jetzt Bilanz und stellten ihre Pläne vor.

    "Ziel ist das Erlangen einer Informationskompetenz, um mit der Wissenslawine fertig zu werden", sagte UB-Direktor Professor Dietmar Brandes. Die Befähigung der Lernenden, die Informationen zu finden und zu verwerten, die in der Schule oder im Studium benötigt werden, sei von zentraler Bedeutung.

    Besonders im Blickpunkt dabei: Schüler mit den Fächern Mathematik und Naturwissenschaften. Nach der Auskunft von Roland Willems, Leiter der Schulabteilung der Bezirksregierung, soll mit Hilfe des Projekts das Potenzial an naturwissenschaftlichem Nachwuchs erhöht werden. Das entspricht auch den Interessen von Volkswagen AG und Stiftung NiedersachsenMetall, die das Vorhaben finanziell unterstützen.

    Unter Schirmherrschaft des niedersächsischen Kultusministers soll das Braunschweiger Projekt unter dem Namen "Fit für die Informationsbeschaffung in Niedersachsen" auf alle Universitätsbibliotheken des Landes ausgeweitet werden. Die Koordination übernimmt die UB Braunschweig. In den Bibliotheken soll es besondere Schulungsveranstaltungen geben. Außerdem bekommen die Schulen Lizenzen, damit die Schüler Datenbanken nutzen können.

    Seit 1999 haben sich jährlich mehr als 1800 Gymnasiasten in das System der UB mit ihren 1,3 Millionen Büchern und 20 000 Zeitschriften einweisen lassen. Sie lernten Literatur und Informationsmittel kennen, den Zugang zu Datenbanken auf der Basis des Internets. Einen b esonders großen Bedarf an Fachinformationen hatten Schüler mit naturwissenschaftlichen Leistungskursen, erläuterte Brandes. Aber auch Schüler mit den Fächern Englisch, Deutsch, Geschichte und Erdkunde waren in der UB auf der Suche. Insgesamt haben sich 27 Schulen von Hankesbüttel im Norden bis Goslar im Süden beteiligt.'


    Weniger positiv sind die Berichte über das Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung in der Braunschweiger Zeitung. Petra Sandhagen schreibt am 11.12.2003:

    'Georg-Eckert-Institut vor dem Aus?

    Land Nordrhein-Westfalen streicht seinen Beitrag in Höhe von 350.000 Euro.

    Erneut bekommt das Georg-Eckert-Institut den Rotstift zu spüren. Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) will 2005 die Förderung in Höhe von 350.000 Euro streichen. Bisher war es nach Niedersachsen der zweitstärkste Träger des Instituts für internationale Schulbuchforschung mit Sitz in Braunschweig. Instituts-Sprecherin Verena Radkau befürchtet, dass nun "die Existenz des Hauses endgültig zur Disposition" steht.

    Das Land Berlin stieg vor eineinhalb Jahren aus dem länderfinanzierten Institut aus, stellte seinen Jahresbeitrag von 83.000 Euro ein. "Es ist nicht das erste Mal, dass wir uns einschränken müssen", erinnert sich Verena Radkau nun an diesen Einschnitt. Bayern, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern gehörten von Anfang an nicht zu den Finanziers.

    Der Ausstieg aus der Förderung sei während der Haushaltsberatungen beschlossen worden, bestätigte Christiane Vielhaber, Pressesprecherin des Schul- und Jugendministeriums in Nordrhein-Westfalen, auf Anfrage unserer Zeitung. "Alle Ministerien mussten ihre Mitgliedschaften auf den Prüfstand stellen."

    Dass das Ergebnis das Georg-Eckert-Institut trifft, prangern die Schulbuchforscher aus Braunschweig in einem offenen Brief an NRW-Schulministerin Ute Schäfer an. Darin zitieren sie aus einer Rede, die Bundespräsident Johannes Rau als NRW-Ministerpräsident gehalten hat. Rau wird mit den Worten wiedergegeben: "Unsere Kultur kann dieses Institut für internationale Schulbuchforschung nicht entbehren, weder heute, noch morgen, denn die Aufgabe hat kein Ende."

    Das Georg-Eckert-Institut leiste wichtige Arbeit, betont auch Pressesprecherin Christiane Vielhaber. Aus Ländersicht habe sich der Schwerpunkt allerdings eindeutig von der

    Ländertätigkeit auf Wirkungsbereiche im Ausland verschoben. Dem Beispiel Nordrhein-Westfalens könnten in einem Domino-Effekt weitere Länder folgen, fürchtet Verena Radkau. Schleswig-Holstein habe in der Vergangenheit bereits Bedenken gegenüber einer weiteren Förderung gehabt, sei dann aber im Boot geblieben, so die Instituts-Sprecherin. Doch auch ohne Domino-Effekt, sei das finanzielle Loch nur schwierig zu stopfen. 350.000 Euro entsprechen laut Radkau 20% des Etats. "Niedersachsen ist mit 700.000 Euro der stärkste Geldgeber und kann nicht mehr leisten."

    Neue Finanzierungsmodelle durch eine Stiftung, Bundesgelder oder internationale Beteiligung üssten gesucht werden, so die Sprecherin. Landtagsabgeordnete Heidemarie Mundlos (CDU) fordert eine sensible Diskussion über die Zukunft des 1975 gegründeten Georg-Eckert-Instituts mit rund 35 Mitarbeitern. Für Verena Radkau ist bereits jetzt klar: "Es geht an die Substanz.'


    Die Betroffenen haben sich mit einem Offenen Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen gewendet. Der Text ist original abgedruckt.
    Wenn Sie diesen Brief mittragen wollen, schicken Sie eine Mail an: protest@gei.de

    Offener Brief
    an den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Peer Steinbrück,
    und die Ministerin für Schule, Jugend und Kinder, Ute Schäfer

    Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
    Sehr geehrte Frau Ministerin,
    wir, die Unterzeichnenden, protestieren in aller Deutlichkeit gegen die Entscheidung Ihrer Regierung, aus der Trägerschaft des Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung (GEI) zum 31. 12. 2004 auszusteigen. Nordrhein-Westfalen war neben Niedersachsen aktives Gründungsland des Instituts und hat die Arbeit des Instituts seit 1975 mit vielen anderen Bundesländern aktiv unterstützt.
    Die wissenschaftliche Tätigkeit des Instituts an einer Schnittstelle von Fachwissenschaft, Pädagogik und politischer Praxis ist national und vor allem international hoch anerkannt.
    Die Verleihung des UNESCO Friedenspreises und die Funktion des Instituts mit seinen einzigartigen Beständen als Schulbuchzentrum des Europarates symbolisieren diese Anerkennung.
    Mit der Kündigung von Nordrhein-Westfalen, das etwa 20% des Haushalts des Instituts finanziert, ist auch die Bibliothek in hohem Maße gefährdet. Diese ist mit ihren 200 000 Schulbüchern der Fächer Geschichte, Geographie, Sozialkunde und Lesebüchern aus etwa 150 Ländern der Erde sowie pädagogischer Literatur einmalig auf der Welt, da nirgendwo sonst in einer Bibliothek systematisch Schulbücher gesammelt werden. Sie ist Sondersammelgebietsbibliothek der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Fernleihe angeschlossen. Die Unterrichtsmaterialien aus Deutschland, einschließlich der ehemaligen DDR, sind für den Zeitraum nach 1945 nahezu komplett vorhanden. Die Bibliothek besitzt mit ca. 25 000 Bänden außerdem die größte geschlossene deutsche Schulbuchsammlung aus der Zeit vor 1945 bis zurück in das 18. Jahrhundert. Innerhalb dieser Spezialsammlung ist die historische Fibelsammlung (1500 Titel) ein weiteres Kleinod und einmalig in Deutschland. Die Benutzung hat seit den letzten Jahren stetig zugenommen und verzeichnete seit 1995 allein 230 Stipendiaten aus dem nahen und fernen Ausland. Die Bibliothek macht durch Publikationen ihre Bestände für die Unterrichtspraxis sowie für die wissenschaftliche Öffentlichkeit bekannt. Dazu gehört auch eine Bibliographie zur Schulbuchforschung, die einmal jährlich veröffentlicht wird.
    Die Sammelschwerpunkte der Bibliothek stellen für das Genre Schulbuch eine einzigartige Forschungsgrundlage im Bereich der Bildungswissenschaften dar und sind unentbehrlich für die Schule und ihre Geschichte.

    Es ist völlig unverständlich, dass gerade in einer Zeit, in der sich im Deutschland nach Pisa allmählich die Einsicht durchsetzt, dass Bildung - auch im internationalen Wettbewerb - unser wichtigstes Kapital darstellt, einer Einrichtung wie dem Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung und seiner Bibliothek die finanzielle Grundlage entzogen wird. Dies steht zudem nicht im Einklang mit den offiziellen Verlautbarungen von Regierungsseite, den Bereich Wissenschaft und Bildung nicht anzutasten br>Angesichts dieser - nicht nur für das Institut und seine Bibliothek, sondern auch für seine internationalen Partner, für die auswärtige Kulturpolitik und nicht zuletzt für Nordrhein-Westfalen selbst - folgenschweren Situation fordern die Unterzeichnenden die Regierung in Düsseldorf nachdrücklich auf, die Entscheidung, aus der Trägerschaft auszutreten, zu überdenken und damit diese einzigartige Einrichtung samt ihrer weltweit einmaligen Forschungsbibliothek zu erhalten.


    Professor Höpken, Direktor des Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, konkretisiert in einem Interview mit Harald Likus dann nochmals die Zusammenhänge in der Braunschweiger Zeitung vom 20.12.2003:

    'Die Nachricht kam aus südwestlicher Richtung. Ohne Vorwarnung kam sie - und hätte niederschmetternder kaum sein können. Das Georg-Eckert-Institut, also das von den Bundesländern gemeinsam getragene Institut für internationale Schulbuchforschung mit Sitz in Braunschweig, hatte Folgendes zur Kenntnis zu nehmen: Nordrhein-Westfalen wird 2005 seinen Beitrag in Höhe von 350.000 Euro nicht verringern - sondern einfach streichen. Womit ein Fünftel des Etats wegfällt, womit die Zukunft von 35 Mitarbeitern, womit der bloße Fortbestand des 1975 gegründeten Instituts in Frage gestellt sind.

    Harald Likus fragte den Instituts-Direktor Professor Wolfgang Höpken nach der Stimmung und den Aussichten.

    Wie arbeitet man weiter nach solch einem Nackenschlag?

    Nun, der Spaßfaktor sinkt schon erheblich, wenn das Schicksal des Instituts und damit so vieler Kolleginnen und Kollegen akut gefährdet ist. Für die meisten ist das nicht irgendein Arbeitsplatz. Sondern Lebensinhalt, Lebensleistung. Dieser Existenzkampf zehrt an uns allen, kostet unglaublich viel Energie. Und der Elan für die inhaltliche Arbeit, derentwegen man ja mal angetreten ist, geht dabei verloren.

    Wie sieht Ihr Existenzkampf aus?

    Wir versuchen jetzt natürlich, auf nationalem wie auf internationalem Sektor, für uns zu werben. Und damit für die internationale Schulbuchforschung, denn solch ein Institut gibt’s nur einmal auf der Welt. Bislang haben wir schon 300 Unterschriften aus der Wissenschaft. Von sehr hochrangigen Leuten, erwähnt seien aus der Historiker-Zunft nur die Professoren Koselleck, Kocka und Hildermeier.

    Und was sagen Sie denjenigen, die meinen, Schulbuchforschung sei ein Luxus, den man sich bei guter Kassenlage durchaus leisten könne, jetzt aber eben nicht mehr?

    Denen sage ich, dass Luxus eine Frage der politischen Einordnung ist. Es hat sich zwar eingebürgert, dass Politiker und Verwaltungsleute ihrer Neigung nachgeben, sich antiakademisch und vor allem: antigeisteswissenschaftlich zu profilieren. Unsere Arbeit aber hat sich keineswegs überlebt. Verzerrungen, Stereotypien finden sich immer noch zuhauf in Unterrichtsmedien. Und es gibt ständig neue Probleme: Wie werden wir mit den Folgen der Migration fertig? Das gehört doch in die Schulbücher! Oder wie soll der Jugoslawien-Krieg im Unterricht thematisiert werden? Wie gelingt es, in Nachkriegs-Gesellschaften Bildung in den Dienst des Friedens zu stellen? Mein Stellvertreter Dr. Falk Pingel war jetzt ein Jahr in Sarajewo, um sich darum zu kümmern.

    Genau das ist doch wohl gemeint, wenn aus Nordrhein-Westfalen moniert wird, die Wirkungsbereiche hätten sich ins Ausland verschoben?

    Es ist der Gipfel an Absurdität, einem Institut für internationale Schulbuchforschung die internationale Arbeit vorzuwerfen. Und dabei haben wir, etwa in Form einer CD-Rom zum Nationalsozialismus, derzeit besonders große Vorhaben zur deutschen Geschichte. Nein, es geht nur, wirklich nur um finanzielle Argumente. Es ist nicht zu fassen: Nordrhein-Westfalen leistet sich eine grandiose Subventionskultur und gefährdet den Bestand des Instituts. Denn weitere Länder könnten sich fragen: Warum sollen wir das weiterbezahlen, wenn die aussteigen?

    Gibt es denn noch Hoffnung? Signale womöglich von der Opposition? Immerhin ist in Nordrhein- Westfalen 2005 Landtagswahl.

    Dazu möchte ich mich noch nicht äußern. Aber klar, Hoffnung habe ich noch, dass der Wert dieser Einrichtung wieder anerkannt wird. Als Mosaiksteinchen in dem Versuch, Frieden und Stabilität zu sichern, als eine Art Friedens-Dividende.'


    Die Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt hat im Oktober hat eine Kundenbefragung durchgeführt mit dem Ziel, einen Überblick über die Zufriedenheit mit dem Serviceangebot und der Kundenfreundlichkeit zu gewinnen. Das Ergebnis war außerordentlich erfreulich. Über 80% aller Befragten beurteilten die Kundenfreundlichkeit mit "Sehr gut" und "Gut". Das Medienangebot beurteilten 69% mit "Sehr gut" bzw. "Gut". Kritische Stimmen äußerten sich über die mangelnde Aktualität des Angebotes. Da die Nachfrage nach aktuellen Titeln z.B. der Bestsellerlisten, nach neuen CDs und DVDs natürlich sehr stark ist, sind diese Medien ständig ausgeliehen und selten in den Regalen zu finden. Die Stadtbibliothek bietet aber im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten wirklich sehr viel Aktuelles an; sollte jemand etwas vermissen, kann er gern auch Anschaffungsvorschläge machen, entweder direkt am Informationsplatz, über E-Mail, Fax oder Telefon. Vorbestellungen können direkt über den Webkatalog vorgenommen werden: http.//www.salzgitter.de/frames/sp_auto_1245.html
    (Quelle: Newsletter der Stadtbibliothek Salzgitter, Nr. 18)


    'Im Banne des Bibliothekars.

    Wolfenbüttel feiert 2004 den 275. Geburtstag von Gotthold Ephraim Lessing.

    Am 22. Januar 2004 wäre Gotthold Ephraim Lessing 275 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum nehmen Vereine und Institutionen Wolfenbüttels zum Anlass, den großen deutschen Aufklärer das ganze Jahr über zu feiern. Lessing war von 1770 bis 1781 Bibliothekar in der Herzog August Bibliothek. In dieser Zeit schrieb er wichtige Werke wie "Nathan der Weise", "Emilia Galotti" und "Die Erziehung des Menschengeschlechts".

    Unter Federführung der Lessing-Akademie sowie des Vereins Kulturstadt Wolfenbüttel ist ein Programm mit über 100 Veranstaltungen entstanden. Höhepunkte sind der Besuch von Bundespräsident Johannes Rau am 22. Januar und die Verleihung des Lessing-Preises für Kritik an die Autorin Elfriede Jelinek am 2. Mai.

    In aktuellen Theater-Inszenierungen, Diskussionen und Streitgesprächen soll Lessing auf seine Aktualität hin befragt werden. Unter anderem streiten Jens Reich und Hans-Jochen Vogel über Biotechnologie. Zu Lesungen werden u. a. Rolf Hoppe, Daniela Ziegler und Jan Philipp Reemtsma erwartet. In Symposien geht es um Themen wie "Lessings Grenzen" und "Lessings Skandale".

    Vorträge behandeln die Sprache des Aufklärers, das Gebot der Toleranz oder das Problem einer aufgeklärten Moral. Dazu kommen Ausstellungen, Konzerte, Veranstaltungen für Schüler. Professor Jürgen Stenzel, Präsident der Lessing-Akademie, stellt eine Kassette mit fünf Heften zusammen, die Auszüge der wichtigsten Texte Lessings enthalten. Außerdem soll die Ringparabel, in über 20 Sprachen übersetzt, als Geschenk für ausländische Gäste im Lessinghaus bereitliegen.' (maja)
    Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Wolfenbüttel vom 17.12.2003

    Weitere Information finden Sie im Internet unter http: www.lessingjahr2004.de


    Fort- und Weiterbildung


    Die gedruckte Ausgabe der Bibliothekarische Fortbildung in Niedersachsen für das erste Halbjahr 2004 liegt vor.

    Erstmals sind die Angebote auch im Internet zu finden. Unter der Adresse: http://www.bibfin.de finden Sie die aktuellen Angebote und weitere nützliche Hinweise zu Fort- und Weiterbildungsfragen.

    Ziel von bibfin.de ist es, möglichst alle relevanten Fortbildungsangebote in Niedersachsen an einer Stelle online zugänglich zu machen. Dies gilt für alle Bereiche des Bibliothekswesens, gleichgültig ob die Zielgruppe primär in wissenschaftlichen oder in öffentlichen Bibliotheken angesiedelt ist. Die Fortbildungsangebote werden durch das Niedersächsische Fortbildungs-gremium koordiniert. Konzipiert, realisiert und aktualisiert wird bibfin.de durch das Zentrum für Aus- und Fortbildung an der Landesbibliothek Hannover.


    Der BIB Niedersachsen / Bremen lädt am 10. März 2004 zu einer Gemeinschaftsveranstaltung mit dem VDB ein.

    "Krise als Chance - Veränderungsmanagement in Bibliotheken" - Workshop

    Zielgruppe: Alle Interessierten aus Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken

    Inhalt: Die Rahmenbedingungen für Bibliotheken verschlechtern sich weiter. Kürzungen, Überlegungen zur Zusammenlegung, zur Umwandlung in “Ehrenamtlichkeit” bis hin zur Schließung einzelner Einrichtungen geistern durch Politikerköpfe. Wo ist da die Chance?

    In solchen Krisen haben Bibliotheken nur eine Chance, wenn sie nachweisen können, dass sie an wichtigen Problemlösungen mitarbeiten. Ob in Forschungseinrichtungen, Hochschulen oder im Stadtteil. Wie müssen sich Bibliotheken konzeptionell ausrichten und wie müssen sich die Belegschaften verändern, um aus dieser Krise als “Gewinner” hervorzugehen? Und wie lassen sich Belegschaften für einen solchen Weg gewinnen? Neben praktischen Methoden zum Veränderungsmanagement sollen auch Beispiele aus der öffentlichen wie aus der wissenschaftlichen Bibliothekswelt belegen, dass diese Chance wirklich besteht.

    Programmpunkte:
    - Bestandsaufnahme,
    - Image und Kundenzufriedenheit,
    - Bibliothekskonzepte,
    - Qualitätsmanagement und Qualitätszirkel als Aktivierungsmethode.

    Referent: Meinhard Motzko, Praxisinstitut Bremen
    Teilnahmegebühr: 10,00 für BIB/VDB-Mitglieder; 30,00 für Nichtmitglieder
    Termin: Mi., 10. März 2004, 10.00 - 17.00 Uhr
    Ort: Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie, Seminarraum, Celsiusstr. 1, 28359 Bremen
    Anmeldung bitte bis zum 1. März 2004 an: Bernd Stickfort (BIB), MPI Bremen, Bibliothek, Celsiusstr. 1, 28359 Bremen, Tel. 0421-2028-540, Fax 0421-2028-580, E-Mail: bstickfo@mpi-bremen.de


    BiSON intern


    Die nächste BiSON-Sitzung findet am

     Dienstag, den 27. Januar 2004, um 9.30 Uhr
    in der
    Öffentlichen Bücherei Braunschweig
    Hintern Brüdern 23
    38110 Braunschweig

    statt.
     


    Redaktionsschluß für die BiSON-Mitteilungen 2/2004 ist der 25. März 2004



     Redaktion:
     Rita Dopheide
     Universitätsbibliothek der TU
     Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
     Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
     Tel.: 0531/391-5019
     Fax: 0531/391-5836
     E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de