Veranstaltungskalender
Nachrichten
aus der Region
Fort- und
Weiterbildung
BiSON-intern
V
e r a n s t a l t u n g s k a
l e n d e r
BRAUNSCHWEIG
Universitätsbibliothek
Austellungen:
| bis Ende Januar |
EU plus 10:
Die neuen Mitgliedstaaten der Europäischen Union.
|
| ab 5.1. |
Faust.
- Ausstellung zur Uraufführung von Goethes Faust in
Braunschweig vor 175 Jahren. Mit Leihgaben des Staatstheaters
Braunschweig. (Eingangsvitrinen)
|
| ab 26.2. |
Das Bild der
Natur. - Der historische Buchbestand des Naturhistorischen
Museums Braunschweig in der Universitätsbibliothek.
Ausstellung der besonders wertvollen und schönen Abbildungs-
werke vom 16. bis 18. Jahrhundert, anläßlich des
250jährigen Jubiläums des Staatlichen
Naturhistorischen Museums.
Ausstellungseröffnung: 25. Februar
2004, 19.30 Uhr.
|
| bis auf weiteres |
Mineralreich:
Schöne Formen der Anorganischen Chemie. -
Ausstellung in der Chemiebibliothek. |
Vorträge:
| 13.1. um 19.30 Uhr |
EU plus 10: Malta.
- Doppelvortrag von Prof. Dr. Dietmar Brandes und Dr.
Beate Nagel.
|
Braunschweigisches Landesmuseum
Ausstellungen:
| bis 18.1. |
Zeichne, was Du
siehst. Zeichnungen eines Kindes aus Theresienstadt/Terezin.
(Hinter Aegidien)
|
| bis 18.1. |
verehrt -
verfolgt - vergessen. Schauspieler als Naziopfer. (Hinter
Aegidien)
|
| bis 25.1. |
hier geblieben.
Zuwanderung und Integration in Niedersachsen von 1945 bis heute.
(Vieweg-Haus)
|
| bis 1.2. |
Braunschweigische
Presse von den Anfängen bis 1815. Ausstellung der
Deutschen Presseforschung Bremen und der Stadtbibliothek Braunschweig
in Verbindung mit dem Braunschweigischen Landesmuseum. (Vieweg-Haus)
|
| bis 29.2. |
Stadt im Sinn.
Braunschweig! FOTO SINN THESEN. (Vieweg-Haus)
|
Vorträge:
| 14.1. um 19.00 Uhr |
Die Kultur des
Stadtbildes. - Neue Ansichten zur Alten Stadt. Vortag von Prof.
Walter Ackers, Institut für Städtebau und
Landschaftsplanung Technische Universität Braunschweig. |
| 20.1. um 19.00 Uhr |
The Capacity of
architecture to acknowledge the past in its contribution to the future
of the European City. Vortrag von Louisa Hutton,
Architektin, Berlin. |
| 30.1. um 19.00 Uhr |
Stadt.Raum.Kultur.
Gespräche über die Zukunft Braunschweigs und der
Europäischen Stadt. Festvortrag von Prof. em. Dr.
Oskar Negt, Institut für Soziologie,
Universität Hannover. |
| 31.1. 15.00-18.00 Uhr |
Die Zukunft der
Stadt. - Kolloquium. Kurzvorträge und
Öffentliche Diskussion moderiert von Dr. Ralf Rummel,
Kulturinstitut der Stadt Braunschweig. |
Städtisches Museum
Ausstellungen:
| bis 18.1. |
Tastentaumel.
Klavierbau in Braunschweig.
|
| bis.1.2. |
Schätze
japanischer Lackkunst aus dem Schloss Friedenstein, Gotha. |
| Dauerausstellung |
Geschichte der Stadt
Braunschweig im Überblick.
(Altstadtrathaus)
|
Vorträge:
| 11.1. um 15.00 Uhrr |
Der Regenwald
weicht. - Film in japanischer Sprache mit deutschen
Untertiteln. Japan 2000. Regie: Takashi Koizumi.
|
| 15.1. um 19.30 Uhr |
Der Wurmberg
bei Braunlage. Einem archäologischen Mythos auf der
Spur. - Vortrag von Dr. Michael Geschwinde und Martin
Oppermann, Institut für Denkmalpflege Braunschweig.
|
17.1., 18.00-20.00 Uhr
18.1., 11.00-13.00 Uhr
18.1., 14.00-17.00 Uhr |
Teezeremonie
durchgeführt von Prof. Suiko Shimon, Saga
Kunstakademie, Berlin.
Anmeldung unter Tel. 0531/470 4505 (15 Euro)
|
| 31.1. um 11.30 Uhr |
Kalligraphie
vorgestellt von Prof. Suiko Shimon. |

GIFHORN
Stadtbücherei
Veranstaltungen:
| 30.1. um 18.30 Uhr |
Das
Verschwinden der Väter. - Podiumsdiskussion und
Buchvorstellung mit Luigi Zoja.
|
| 16.2. um 15.00 Uhr |
Kreisentscheid im
Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels.
|

SALZGITTER
Stadtbibliothek
Ausstellung:
| 11.1.- 28.2. |
Im-Ex-Kubismus.
- Malerei in Öl von Paul-Werner Heinrichs.
Ausstellungseröffnung: 11. Februar
2004, 11.00 Uhr
|
Veranstaltungen:
| 14.1. um 19.30 Uhr |
Yorkshire.
Moors, Coast & Dales.
Vortrag von Anton Suel anlässlich des
Neujahrsempfangs der Deutsch-Englischen Gesellschaft Salzgitter.e.V.
|
| 25.2. um 19.30 Uhr |
Paris insolite:
Paris abseits der Touristenpfade. Nicht alltäg-
liche Tipps und Vorschläge für den nächsten
Paris-Besuch,
dazu einige Restaurant-Empfehlungen. Multimedial aufbereitet und
präsentiert von Irmgard und Rolf-Ingo Behnke.
Eine Veranstaltung der Deutsch-Französischen Gesellschaft
Salzgitter e.V.
|
Weitere bzw. detailliertere Infos stehen auf der
Homepage.

WOLFENBÜTTEL
Herzog August Bibliothek
Ausstellungen:
| 20.1. - 16.5. |
Fundstücke
- kostbare und seltene Erwerbungen der Sammlung Deutscher Drucke.
(Kabinett der Bibliotheca Augusta)
|
| 20.1. - 16.5. |
Günter
Grass: Zeichnungen und Skulpturen. (Malerbuchsaal der
Bibliotheca Augusta) |
| 22.1. -13.6. |
Bücher
als Argumente. Lessing zwischen Bibliothek und
Öffentlichkeit. (Augusteerhalle der Bibliotheca Augusta)
Ausstellungseröffnung: 25. Januar
2004, 11.30 Uhr
|
| Dauerausstellung |
Die Welt der Buchstaben
von Hermann Zapf. (Malerbuchkabinett)
|
Vorträge:
| 15.1. um 20.00 Uhr |
"Ich grolle
nicht". Volker Link (Klavier), Grit Sommer (Sopran), Werner
Deutsch (Tenor). - Veranstaltung aus Anlass des ersten Treffens von
Johannes Brahms mit Clara und Robert Schumann vor 150 Jahren in
Düsseldorf.
|
| 22.1. um 11.00 Uhr |
Festakt
anlässlich des 275. Geburtstages von Gotthold
Ephraim Lessing in Anwesenheit von Bundespräsident
Johannes Rau. Grußwort: Christian Wulff,
Niedersächsischer Ministerpräsident. (geschlossene
Veranstaltung) - Übertragung in d. Zeughaushalle
|
| 22.1. um 16.00 Uhr |
Gedichte des
jungen Lessing. Lesestunde mit Prof. Dr.
Jürgen Stenzel, Hamburg. (Lessinghaus)
|
| 29.1. um 19.00 Uhr |
"Meine Liebe!"
Lessing und Eva König. - Lesung im Rahmen des Lessing-Jahres
mit Jan Philipp Reemtsma und Daniela
Ziegler, Hamburg.
|
| 31.1. um 20.00 Uhr |
Autorenlesung: Günter
Grass. - Veranstaltung in Verbindung mit Radio Bremen.
|
| 5.2. um 19.30 Uhr |
Verstehen wir
die Sprache des "Aufklärers" Lessing noch? Vortrag
in der Reihe "Aufklärung im 21. Jahrhundert" von Prof.
Dr. Dr. h.c. Wilfried Barner, Göttingen.
|
| 12.2. um 19.30 Uhr |
Das Problem
einer aufgeklärten Moral. Vortrag in der Reihe
"Aufklärung im 21. Jahrhundert" von Prof. Dr. Ernst
Tugendhat, Tübingen.
|
| 19.2. um 19.30 Uhr |
Die Erziehung
des Menschengeschlechts. Ein Rückblick auf die
Zukunft der Vergangenheit. - Vortrag in der Reihe "Aufklärung
im 21. Jahrhundert" von Prof. Dr. Jörn Rüsen,
Essen.
|
| 26.2. um 14.00 Uhr |
Beiträge
zur Musik in Zeitschriften des 18. Jahrhunderts: eine
Datenbank . Projektvorstellung von Gundula Schütz
und Viola Driehorst im Rahmen der
Werkstattgespräche. (Anna-Vorwerk-Haus)
|
| 4.3. um 19.30 Uhr |
Das Gebot der
Toleranz. - Vortrag in der Reihe "Aufklärung im 21.
Jahrhundert" von Jutta Limbach.
|
| 18.3. um 19.30 Uhr |
Der Hauptpastor
Goeze und die aufgeklärten Theologen. Vortrag in der
Reine " Aufklärung im 21. Jahrhundert" von Ernst-Peter
Wieckenberg.
|
| 25.3. um 19.30 Uhr |
Metamorphose
der Aufklärung. - Vortrag in der Reihe
"Aufklärung im 21. Jh." von Ernst Gottfried
Mahrenholz.
|
| 28.3. um 11.30 Uhr |
Menschenleben
in Menschenhand? Möglichkeiten und Grenzen der
Biotechnologie. Erstes Wolfenbütteler Streitgespräch
mit Jens Reich und Hans-Jochen Vogel.
|

WOLFSBURG
Stadtbibliothek
Ausstellungen:
| ab 12.2. |
Immanuel Kant
zum 200. Todestag. (mit Texttafeln)
|
| ab 8.3. |
Frau in der
Geschichte: Ausstellung zum Frauentag.
Theodor W. Adorno" - Ausstellung
zum 100. Geburtstag
|
Vorträge:
| 21.1. um 10.30 Uhr |
Eine Stunde
Minitreffen (Kinder von 2 und 3 Jahren)
|
| 11.2. |
Stadtentscheid
für Schulsieger der 6. Klassen OS
Vorlesewettbewerb des Börsenverein des deutschen
Buchhandels.
|

Nachrichten aus der
Region
Seit
Ende 2003 stehen in der Universitätsbibliothek
Braunschweig speziell ausgestattete Arbeitsplätze
für Sehbehinderte zur Verfügung. Die Ausstattung
wurde aus Mitteln des AstA, des Präsidenten und der
Bibliothek, unter Beteiligung des Schwerbehindertenbeauftragten der TU
Braunschweig beschafft. Den sehbehinderten Benutzern stehen eine
elektronische Lesehilfe für Bücher und Zeitschriften
und ein PC für den Zugang in den Katalog der UB zur
Verfügung. Der Computerarbeitsplatz besteht aus Pentium PC,
19-Zoll Flachbildschirm mit Sprachausgabemöglichkeit und der
Software ZoomText.

Uni-Bibliothek
macht Schüler fit. Projekt besitzt Modellcharakter
für Niedersachsen.
So betitelt Rosemarie Garbe ihren Artikel in der
Braunschweiger Zeitung vom 13.12.2003.
'Ganz neu ist das Projekt "Fit
für die Informationsbeschaffung der
Universitätsbibliothek"
(UB) der Technischen Universität
Braunschweig nicht. Es befähigt Schüler, sich in der
UB die Literatur zu beschaffen, die sie für ihre
Leistungskurse benötigen. Doch das Projekt läuft so
erfolgreich, dass es vom kommenden Jahr an auf andere
Universitätsbibliotheken in Niedersachsen ausgedehnt werden
soll. Die Initiatoren zogen jetzt Bilanz und stellten ihre
Pläne vor.
"Ziel ist das Erlangen einer
Informationskompetenz, um mit der Wissenslawine fertig zu werden",
sagte UB-Direktor Professor Dietmar Brandes. Die Befähigung
der Lernenden, die Informationen zu finden und zu verwerten, die in der
Schule oder im Studium benötigt werden, sei von zentraler
Bedeutung.
Besonders im Blickpunkt dabei:
Schüler mit den Fächern Mathematik und
Naturwissenschaften. Nach der Auskunft von Roland Willems, Leiter der
Schulabteilung der Bezirksregierung, soll mit Hilfe des Projekts das
Potenzial an naturwissenschaftlichem Nachwuchs erhöht werden.
Das entspricht auch den Interessen von Volkswagen AG und Stiftung
NiedersachsenMetall, die das Vorhaben finanziell unterstützen.
Unter Schirmherrschaft des
niedersächsischen Kultusministers soll das Braunschweiger
Projekt unter dem Namen "Fit für die Informationsbeschaffung
in Niedersachsen" auf alle Universitätsbibliotheken des Landes
ausgeweitet werden. Die Koordination übernimmt die UB
Braunschweig. In den Bibliotheken soll es besondere
Schulungsveranstaltungen geben. Außerdem bekommen die Schulen
Lizenzen, damit die Schüler Datenbanken nutzen
können.
Seit 1999 haben sich jährlich
mehr als 1800 Gymnasiasten in das System der UB mit ihren 1,3 Millionen
Büchern und 20 000 Zeitschriften einweisen lassen. Sie lernten
Literatur und Informationsmittel kennen, den Zugang zu Datenbanken auf
der Basis des Internets. Einen b
esonders großen Bedarf an Fachinformationen hatten
Schüler mit naturwissenschaftlichen Leistungskursen,
erläuterte Brandes. Aber auch Schüler mit den
Fächern Englisch, Deutsch, Geschichte und Erdkunde waren in
der UB auf der Suche. Insgesamt haben sich 27 Schulen von
Hankesbüttel im Norden bis Goslar im Süden beteiligt.'

Weniger
positiv sind die Berichte über das Georg-Eckert-Institut
für internationale Schulbuchforschung in der
Braunschweiger Zeitung. Petra Sandhagen schreibt am
11.12.2003:
'Georg-Eckert-Institut vor dem
Aus?
Land Nordrhein-Westfalen streicht seinen
Beitrag in Höhe von 350.000 Euro.
Erneut bekommt das Georg-Eckert-Institut
den Rotstift zu spüren. Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW)
will 2005 die Förderung in Höhe von 350.000 Euro
streichen. Bisher war es nach Niedersachsen der zweitstärkste
Träger des Instituts für internationale
Schulbuchforschung mit Sitz in Braunschweig. Instituts-Sprecherin
Verena Radkau befürchtet, dass nun "die Existenz des Hauses
endgültig zur Disposition" steht.
Das Land Berlin stieg vor eineinhalb
Jahren aus dem länderfinanzierten Institut aus, stellte seinen
Jahresbeitrag von 83.000 Euro ein. "Es ist nicht das erste Mal, dass
wir uns einschränken müssen", erinnert sich Verena
Radkau nun an diesen Einschnitt. Bayern, Baden-Württemberg und
Mecklenburg-Vorpommern gehörten von Anfang an nicht zu den
Finanziers.
Der Ausstieg aus der Förderung
sei während der Haushaltsberatungen beschlossen worden,
bestätigte Christiane Vielhaber, Pressesprecherin des Schul-
und Jugendministeriums in Nordrhein-Westfalen, auf Anfrage unserer
Zeitung. "Alle Ministerien mussten ihre Mitgliedschaften auf den
Prüfstand stellen."
Dass das Ergebnis das
Georg-Eckert-Institut trifft, prangern die Schulbuchforscher aus
Braunschweig in einem offenen Brief an NRW-Schulministerin Ute
Schäfer an. Darin zitieren sie aus einer Rede, die
Bundespräsident Johannes Rau als
NRW-Ministerpräsident gehalten hat. Rau wird mit den Worten
wiedergegeben: "Unsere Kultur kann dieses Institut für
internationale Schulbuchforschung nicht entbehren, weder heute, noch
morgen, denn die Aufgabe hat kein Ende."
Das Georg-Eckert-Institut leiste wichtige
Arbeit, betont auch Pressesprecherin Christiane Vielhaber. Aus
Ländersicht habe sich der Schwerpunkt allerdings eindeutig von
der
Ländertätigkeit auf
Wirkungsbereiche im Ausland verschoben.
Dem Beispiel Nordrhein-Westfalens könnten in einem
Domino-Effekt weitere Länder folgen, fürchtet Verena
Radkau. Schleswig-Holstein habe in der Vergangenheit bereits Bedenken
gegenüber einer weiteren Förderung gehabt, sei dann
aber im Boot geblieben, so die Instituts-Sprecherin. Doch auch ohne
Domino-Effekt, sei das finanzielle Loch nur schwierig zu stopfen.
350.000 Euro entsprechen laut Radkau 20% des Etats. "Niedersachsen ist
mit 700.000 Euro der stärkste Geldgeber und kann nicht mehr
leisten."
Neue Finanzierungsmodelle durch eine
Stiftung, Bundesgelder oder internationale Beteiligung üssten
gesucht werden, so die Sprecherin. Landtagsabgeordnete Heidemarie
Mundlos (CDU) fordert eine sensible Diskussion über die
Zukunft des 1975 gegründeten Georg-Eckert-Instituts mit rund
35 Mitarbeitern. Für Verena Radkau ist bereits jetzt klar: "Es
geht an die Substanz.'

Die Betroffenen haben sich mit einem Offenen Brief
an den
Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen gewendet.
Der Text
ist original abgedruckt.
Wenn Sie diesen Brief mittragen wollen, schicken
Sie eine Mail an: protest@gei.de
Offener
Brief
an den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen,
Peer Steinbrück,
und die Ministerin für Schule, Jugend und Kinder, Ute
Schäfer
Sehr geehrter Herr
Ministerpräsident,
Sehr geehrte Frau Ministerin,
wir, die Unterzeichnenden, protestieren in aller Deutlichkeit gegen die
Entscheidung Ihrer Regierung, aus der Trägerschaft des
Georg-Eckert-Instituts für internationale Schulbuchforschung
(GEI) zum 31. 12. 2004 auszusteigen. Nordrhein-Westfalen war neben
Niedersachsen aktives Gründungsland des Instituts und hat die
Arbeit des Instituts seit 1975 mit vielen anderen
Bundesländern aktiv unterstützt.
Die wissenschaftliche Tätigkeit des Instituts an einer
Schnittstelle von Fachwissenschaft, Pädagogik und politischer
Praxis ist national und vor allem international hoch anerkannt.
Die Verleihung des UNESCO Friedenspreises und die Funktion des
Instituts mit seinen einzigartigen Beständen als
Schulbuchzentrum des Europarates symbolisieren diese Anerkennung.
Mit der Kündigung von Nordrhein-Westfalen, das etwa 20% des
Haushalts des Instituts finanziert, ist auch die Bibliothek in hohem
Maße gefährdet. Diese ist mit ihren 200 000
Schulbüchern der Fächer Geschichte, Geographie,
Sozialkunde und Lesebüchern aus etwa 150 Ländern der
Erde sowie pädagogischer Literatur einmalig auf der Welt, da
nirgendwo sonst in einer Bibliothek systematisch Schulbücher
gesammelt werden. Sie ist Sondersammelgebietsbibliothek der Deutschen
Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Fernleihe angeschlossen. Die
Unterrichtsmaterialien aus Deutschland, einschließlich der
ehemaligen DDR, sind für den Zeitraum nach 1945 nahezu
komplett vorhanden. Die Bibliothek besitzt mit ca. 25 000
Bänden außerdem die größte
geschlossene deutsche Schulbuchsammlung aus der Zeit vor 1945 bis
zurück in das 18. Jahrhundert. Innerhalb dieser
Spezialsammlung ist die historische Fibelsammlung (1500 Titel) ein
weiteres Kleinod und einmalig in Deutschland. Die Benutzung hat seit
den letzten Jahren stetig zugenommen und verzeichnete seit 1995 allein
230 Stipendiaten aus dem nahen und fernen Ausland. Die Bibliothek macht
durch Publikationen ihre Bestände für die
Unterrichtspraxis sowie für die wissenschaftliche
Öffentlichkeit bekannt. Dazu gehört auch eine
Bibliographie zur Schulbuchforschung, die einmal jährlich
veröffentlicht wird.
Die Sammelschwerpunkte der Bibliothek stellen für das Genre
Schulbuch eine einzigartige Forschungsgrundlage im Bereich der
Bildungswissenschaften dar und sind unentbehrlich für die
Schule und ihre Geschichte.
Es ist völlig
unverständlich, dass gerade in einer Zeit, in der sich im
Deutschland nach Pisa allmählich die Einsicht durchsetzt, dass
Bildung - auch im internationalen Wettbewerb - unser wichtigstes
Kapital darstellt, einer Einrichtung wie dem Georg-Eckert-Institut
für internationale Schulbuchforschung und seiner Bibliothek
die finanzielle Grundlage entzogen wird. Dies steht zudem nicht im
Einklang mit den offiziellen Verlautbarungen von Regierungsseite, den
Bereich Wissenschaft und Bildung nicht anzutasten
br>Angesichts dieser - nicht nur für das Institut und
seine Bibliothek, sondern auch für seine internationalen
Partner, für die auswärtige Kulturpolitik und nicht
zuletzt für Nordrhein-Westfalen selbst - folgenschweren
Situation fordern die Unterzeichnenden die Regierung in
Düsseldorf nachdrücklich auf, die Entscheidung, aus
der Trägerschaft auszutreten, zu überdenken und damit
diese einzigartige Einrichtung samt ihrer weltweit einmaligen
Forschungsbibliothek zu erhalten.
|

Professor Höpken,
Direktor des Georg-Eckert-Institut für internationale
Schulbuchforschung, konkretisiert in einem Interview mit Harald
Likus dann nochmals die Zusammenhänge in der
Braunschweiger Zeitung vom 20.12.2003:
'Die Nachricht kam aus südwestlicher
Richtung. Ohne Vorwarnung kam sie - und hätte
niederschmetternder kaum sein können. Das
Georg-Eckert-Institut, also das von den Bundesländern
gemeinsam getragene Institut für internationale
Schulbuchforschung mit Sitz in Braunschweig, hatte Folgendes zur
Kenntnis zu nehmen: Nordrhein-Westfalen wird 2005 seinen Beitrag in
Höhe von 350.000 Euro nicht verringern - sondern einfach
streichen. Womit ein Fünftel des Etats wegfällt,
womit die Zukunft von 35 Mitarbeitern, womit der bloße
Fortbestand des 1975 gegründeten Instituts in Frage gestellt
sind.
Harald Likus fragte den Instituts-Direktor
Professor Wolfgang Höpken nach der Stimmung und den
Aussichten.
Wie arbeitet man weiter nach solch einem
Nackenschlag?
Nun, der Spaßfaktor sinkt schon
erheblich, wenn das Schicksal des Instituts und damit so vieler
Kolleginnen und Kollegen akut gefährdet ist. Für die
meisten ist das nicht irgendein Arbeitsplatz. Sondern Lebensinhalt,
Lebensleistung. Dieser Existenzkampf zehrt an uns allen, kostet
unglaublich viel Energie. Und der Elan für die inhaltliche
Arbeit, derentwegen man ja mal angetreten ist, geht dabei verloren.
Wie sieht Ihr Existenzkampf aus?
Wir versuchen jetzt natürlich, auf
nationalem wie auf internationalem Sektor, für uns zu werben.
Und damit für die internationale Schulbuchforschung, denn
solch ein Institut gibt’s nur einmal auf der Welt. Bislang
haben wir schon 300 Unterschriften aus der Wissenschaft. Von sehr
hochrangigen Leuten, erwähnt seien aus der Historiker-Zunft
nur die Professoren
Koselleck, Kocka und Hildermeier.
Und was sagen Sie denjenigen, die meinen,
Schulbuchforschung sei ein Luxus, den man sich bei guter Kassenlage
durchaus leisten könne, jetzt aber eben nicht mehr?
Denen sage ich, dass Luxus eine Frage der
politischen Einordnung ist. Es hat sich zwar eingebürgert,
dass Politiker und Verwaltungsleute ihrer Neigung nachgeben, sich
antiakademisch und vor allem: antigeisteswissenschaftlich zu
profilieren. Unsere Arbeit aber hat sich keineswegs überlebt.
Verzerrungen, Stereotypien finden sich immer noch zuhauf in
Unterrichtsmedien. Und es gibt ständig neue Probleme: Wie
werden wir mit den Folgen der Migration fertig? Das gehört
doch in die Schulbücher! Oder wie soll der Jugoslawien-Krieg
im Unterricht thematisiert werden? Wie gelingt es, in
Nachkriegs-Gesellschaften Bildung in den Dienst des Friedens zu
stellen? Mein Stellvertreter Dr. Falk Pingel war jetzt ein Jahr in
Sarajewo, um sich darum zu kümmern.
Genau das ist doch wohl gemeint, wenn aus
Nordrhein-Westfalen moniert wird, die Wirkungsbereiche hätten
sich ins Ausland verschoben?
Es ist der Gipfel an Absurdität, einem
Institut für internationale Schulbuchforschung die
internationale Arbeit vorzuwerfen. Und dabei haben wir, etwa in Form
einer CD-Rom zum
Nationalsozialismus, derzeit besonders große Vorhaben zur
deutschen Geschichte. Nein, es geht nur, wirklich nur um finanzielle
Argumente. Es ist nicht zu fassen: Nordrhein-Westfalen leistet sich
eine grandiose Subventionskultur und gefährdet den Bestand des
Instituts. Denn weitere Länder könnten sich fragen:
Warum sollen wir das weiterbezahlen, wenn die aussteigen?
Gibt es denn noch Hoffnung? Signale
womöglich von der Opposition? Immerhin ist in Nordrhein-
Westfalen 2005 Landtagswahl.
Dazu möchte ich mich noch nicht
äußern. Aber klar, Hoffnung habe ich noch, dass der
Wert dieser Einrichtung wieder anerkannt wird. Als Mosaiksteinchen in
dem Versuch, Frieden und Stabilität zu sichern, als eine Art
Friedens-Dividende.'

Die Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt hat im Oktober hat
eine Kundenbefragung durchgeführt mit dem Ziel, einen
Überblick über die Zufriedenheit mit dem
Serviceangebot und der Kundenfreundlichkeit zu gewinnen. Das Ergebnis
war außerordentlich erfreulich. Über 80% aller
Befragten beurteilten die Kundenfreundlichkeit mit "Sehr gut" und
"Gut". Das Medienangebot beurteilten 69% mit "Sehr gut" bzw. "Gut".
Kritische Stimmen äußerten sich über die
mangelnde Aktualität des Angebotes. Da die Nachfrage nach
aktuellen Titeln z.B. der Bestsellerlisten, nach neuen CDs und DVDs
natürlich sehr stark ist, sind diese Medien ständig
ausgeliehen und selten in den Regalen zu finden. Die Stadtbibliothek
bietet aber im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten
wirklich sehr viel Aktuelles an; sollte jemand etwas vermissen, kann er
gern auch Anschaffungsvorschläge machen, entweder direkt am
Informationsplatz, über E-Mail, Fax oder Telefon.
Vorbestellungen können direkt über den Webkatalog
vorgenommen werden:
http.//www.salzgitter.de/frames/sp_auto_1245.html
(Quelle: Newsletter der Stadtbibliothek Salzgitter, Nr. 18)

'Im
Banne des Bibliothekars.
Wolfenbüttel
feiert 2004 den 275. Geburtstag von Gotthold Ephraim Lessing.
Am 22. Januar 2004 wäre Gotthold
Ephraim Lessing 275 Jahre alt geworden. Dieses Jubiläum nehmen
Vereine und Institutionen Wolfenbüttels zum Anlass, den
großen deutschen Aufklärer das ganze Jahr
über zu feiern. Lessing war von 1770 bis 1781 Bibliothekar in
der Herzog August Bibliothek. In dieser Zeit
schrieb er wichtige Werke wie "Nathan der Weise", "Emilia Galotti" und
"Die Erziehung des Menschengeschlechts".
Unter Federführung der
Lessing-Akademie sowie des Vereins Kulturstadt Wolfenbüttel
ist ein Programm mit über 100 Veranstaltungen entstanden.
Höhepunkte sind der Besuch von Bundespräsident
Johannes Rau am 22. Januar und die Verleihung des Lessing-Preises
für Kritik an die Autorin Elfriede Jelinek am 2. Mai.
In aktuellen Theater-Inszenierungen,
Diskussionen und Streitgesprächen soll Lessing auf seine
Aktualität hin befragt werden. Unter anderem streiten Jens
Reich und Hans-Jochen Vogel über Biotechnologie. Zu Lesungen
werden u. a. Rolf Hoppe, Daniela Ziegler und Jan Philipp Reemtsma
erwartet. In Symposien geht es um Themen wie "Lessings Grenzen" und
"Lessings Skandale".
Vorträge behandeln die Sprache
des Aufklärers, das Gebot der Toleranz oder das Problem einer
aufgeklärten Moral. Dazu kommen Ausstellungen, Konzerte,
Veranstaltungen für Schüler. Professor
Jürgen Stenzel, Präsident der Lessing-Akademie,
stellt eine Kassette mit fünf Heften zusammen, die
Auszüge der wichtigsten Texte Lessings enthalten.
Außerdem soll die
Ringparabel, in über 20 Sprachen übersetzt, als
Geschenk für ausländische Gäste im
Lessinghaus bereitliegen.'
(maja)
Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Wolfenbüttel vom 17.12.2003
Weitere Information finden Sie im Internet unter
http:
www.lessingjahr2004.de

Fort- und Weiterbildung
Die
gedruckte Ausgabe der Bibliothekarische Fortbildung in
Niedersachsen für das erste Halbjahr 2004 liegt vor.
Erstmals
sind die Angebote auch im Internet zu finden. Unter der Adresse:
http://www.bibfin.de finden Sie die aktuellen
Angebote und weitere nützliche Hinweise zu Fort- und
Weiterbildungsfragen.
Ziel von bibfin.de ist es,
möglichst alle relevanten Fortbildungsangebote in
Niedersachsen an einer Stelle online zugänglich zu machen.
Dies gilt für alle Bereiche des Bibliothekswesens,
gleichgültig ob die Zielgruppe primär in
wissenschaftlichen oder in öffentlichen Bibliotheken
angesiedelt ist. Die Fortbildungsangebote werden durch das
Niedersächsische Fortbildungs-gremium koordiniert. Konzipiert,
realisiert und aktualisiert wird bibfin.de durch
das Zentrum für Aus- und Fortbildung an der Landesbibliothek
Hannover.

Der BIB
Niedersachsen / Bremen lädt am 10. März
2004 zu einer Gemeinschaftsveranstaltung mit dem VDB
ein.
"Krise als Chance -
Veränderungsmanagement in Bibliotheken" - Workshop
Zielgruppe: Alle Interessierten
aus Öffentlichen und Wissenschaftlichen Bibliotheken
Inhalt: Die Rahmenbedingungen
für Bibliotheken verschlechtern
sich weiter. Kürzungen, Überlegungen zur
Zusammenlegung, zur Umwandlung
in “Ehrenamtlichkeit” bis hin zur
Schließung einzelner Einrichtungen
geistern durch Politikerköpfe. Wo ist da die Chance?
In solchen Krisen haben Bibliotheken nur eine
Chance, wenn sie
nachweisen können, dass sie an wichtigen
Problemlösungen mitarbeiten.
Ob in Forschungseinrichtungen, Hochschulen oder im Stadtteil. Wie
müssen sich Bibliotheken konzeptionell ausrichten und wie
müssen sich
die Belegschaften verändern, um aus dieser Krise als
“Gewinner”
hervorzugehen? Und wie lassen sich Belegschaften für einen
solchen Weg
gewinnen? Neben praktischen Methoden zum
Veränderungsmanagement sollen
auch Beispiele aus der öffentlichen wie aus der
wissenschaftlichen
Bibliothekswelt belegen, dass diese Chance wirklich besteht.
Programmpunkte:
- Bestandsaufnahme,
- Image und Kundenzufriedenheit,
- Bibliothekskonzepte,
- Qualitätsmanagement und Qualitätszirkel als
Aktivierungsmethode.
Referent: Meinhard Motzko,
Praxisinstitut Bremen
Teilnahmegebühr: 10,00
für BIB/VDB-Mitglieder; 30,00 für Nichtmitglieder
Termin: Mi., 10. März 2004, 10.00 - 17.00 Uhr
Ort: Max-Planck-Institut für
marine Mikrobiologie, Seminarraum, Celsiusstr. 1,
28359 Bremen
Anmeldung bitte bis zum 1. März 2004 an: Bernd Stickfort
(BIB), MPI
Bremen, Bibliothek, Celsiusstr. 1, 28359 Bremen, Tel. 0421-2028-540,
Fax 0421-2028-580, E-Mail: bstickfo@mpi-bremen.de

BiSON intern
Die nächste BiSON-Sitzung
findet am
Dienstag, den 27.
Januar 2004, um 9.30 Uhr
in der
Öffentlichen Bücherei
Braunschweig
Hintern Brüdern 23
38110 Braunschweig
statt.

Redaktionsschluß
für die BiSON-Mitteilungen
2/2004 ist der 25. März 2004
Redaktion:
Rita Dopheide
Universitätsbibliothek der TU
Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
Tel.: 0531/391-5019
Fax: 0531/391-5836
E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de

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