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BiSON

Seitentitel:Mitteilungen *3: Juli / August /September 2004

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Veranstaltungskalender Nachrichten aus der Region BiSON-intern


V e r a n s t a l t u n g s k al e n d e r

 


BRAUNSCHWEIG
 

Universitätsbibliothek

3.Juli "TUDAY" - das Campus-Fest der Technischen Universität Braunschweig.
Veranstaltungen in der Universitätsbibliothek:
11 - 16 Uhr Rallye mit Quiz quer durch die UB.
11.15 Uhr Das Bild der Natur. Kostbare Abbildungswerke von Pflanzen und Tieren. - Führung durch die Ausstellung der Universitätsbibliothek von Stefan Wulle.
12.00 Uhr Geschichten von und mit Margret und Rolf Rettich. Die Kinderbuchautorin Margret Rettich liest aus ihren Werken, der Kinderbuchillustrator Rolf Rettich zeichnet dazu.
13.00 Uhr Das Portal zum globalen Wissen. Innenansichten der UB. - Prof. Dr. Dietmar Brandes führt durch Bereiche der UB, die man als Benutzer sonst nicht zu sehen bekommt.
13.00 Uhr Die Buchbinderei. Kästen bauen aus Pappe und Karton mit Horst Kretschmer und Sabine Weinreich.
14.00 Uhr Das digitale Buch. Elektronisches Publizieren und Digitalisierung von Büchern zum Mitmachen mit Stefan Wulle und Martin Butkus.
14.00 Uhr Die Buchbinderei. Kästen bauen aus Pappe und Karton mit Horst Kretschmer und Sabine Weinreich.
15.00 Uhr Im Herzen der UB. - Führung durch die Universitätsbibliothek mit den wichtigsten Einrichtungen für Benutzer und einem kurzen Blick hinter die Kulissen von Dr. Beate Nagel.
17.00 Uhr Preisverleihung an die Gewinner des Bibliotheksquiz.

Austellungen:

bis auf weiteres Das Bild der Natur. - Der historische Buchbestand des Staatlichen Naturhistorischen Museums Braunschweig in der Universitätsbibliothek. Ausstellung der besonders wertvollen und schönen Abbildungswerke vom 16. bis 18. Jahrhundert, anlässlich des 250jährigen Jubiläums des Museums.
bis auf weiteres Faust - Ausstellung zur Uraufführung von Goethes Faust in Braunschweig vor 175 Jahren. Mit Leihgaben des Staatstheaters Braunschweig. (Eingangsvitrinen)
bis auf weiteres Mineralreich: Schöne Formen der anorganischen Chemie. - Ausstellung in der Chemiebibliothek.

Braunschweigisches Landesmuseum

Ausstellungen:

bis 1.8. Dynamische Rotation. Installationen von Monika Ortmann. - 47 Hexenprozesse in der Stadt. Objekte von Ulla Brockfeld und Dagmar Müller. (Hinter Aegidien)
bis 25.7. Schlesisches Silber - Schätze der Silberwarenfabrik Julius Lemor, Breslau 1818-1945. (Vieweg-Haus)
bis 31.12. ROSETTA - Aufbruch zu den Ursprüngen des Sonnensystems. - Ausstellung des von der DLR Braunschweig entwickelten Strukturmodells des ROSETTA-Landers im Maßstab 1:1.

Herzog Anton Ulrich-Museum

Ausstellungen:

2.7. von 8 - 24 Uhr
3.7. von 14 -23 Uhr
"BA-ROCK AROUND ANTON ULRICH" Fürstliches für Augen, Ohren und Gaumen mit Livemusik und vielfältigen Aktionen, Führungen hinter den Kulissen und mehr. Den Abschluß bildet ein barockes Feuerwerk.
bis 22.8. 250 Jahre Herzog Anton Ulrich-Museum. Von den fürstlichen Sammlungen zum Museum der Aufklärung.
8.8. - 31.10. Peter Paul Rubens. Barocke Leidenschaften.

Städtisches Museum

Ausstellungen:

bis 5.9. ...und 400.000 Jahre okerlandKultur. - Fotoinstallationen des Braunschweiger Fotografen aginmar. (Altstadtrathaus)
Dauerausstellung Geschichte der Stadt Braunschweig im Überblick. (Altstadtrathaus)


GIFHORN

Stadtbücherei

Veranstaltungen:

21.8. von 10 - 19 Uhr
22.8. von 11 -17 Uhr
Großer Medienflohmarkt anlässlich des Altstadtfestes vor den Türen der Stadtbücherei.


SALZGITTER

Stadtbibliothek

Ausstellung:

bis 3.7. Regine Korth - Dieter Keller - Elisabeth van Steegen. - Ausstellung der Gruppe 03 Niedersachsen.
11.7. -28.8. "Nur so..." Ich male, wie ich atme. - Ausstellung von Elena Wurps.
Ausstellungseröffnung: 11.Juli 2004, 11.00 Uhr

Veranstaltungen:

3. + 4.7. von 14 - 18 Uhr Bücherflohmarkt anlässlich des Altstadtfestes in Salzgitter-Bad in den Räumen der dortigen Stadtbibliothek.

Weitere bzw. detailliertere Infos stehen auf der Homepage.


WOLFENBÜTTEL

Herzog August Bibliothek

Ausstellungen:

bis 8.8. Erhart Kästner zum 100. Geburtstag:
Das Zeichen / Zeichnungen von Julius Bissier. Die Wüste / Fotoarbeiten von Ursula Schulz-Dornburg. (Lessinghaus)
bis 19.9. Erhart Kästner zum 100. Geburtstag:
Ein Lesezimmer - Annäherung an Erhart Kästner. Installation von Jürgen Brodwolf. (Kabinett der Bibliotheca Augusta)
bis 19.9. Erhart Kästner "Es war das Jahrhundert Picassos" - die Begegnung von Künstler und Dichter im Malerbuch des 20. Jahrhunderts. - Malerbuchausstellung (Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta)
bis 21.11. Kiste 143 - die herzogliche Bibliothek entsteht. (Augusteerhalle und Schatzkammer der Bibliotheca Augusta)
Dauerausstellung Die Welt der Buchstaben von Hermann Zapf. (Malerbuchkabinett)
Dauerausstellung Lessing in Wolfenbüttel (1770 - 1781). (Lessinghaus)

Regelmäßige Führungen finden am ersten Dienstag im Monat um 20.00 Uhr,
sowie sonn- und feiertags um 11.00 Uhr in der Bibliotheca Augusta statt.

Vorträge:

15.7. um 14.00 Uhr Nicholson Baker in der Diskussion: Über die Schattenseiten der virtuellen Bibliothek. - Projektvorstellung im Rahmen der Werkstattgespräche von Dr. Thomas Stäcker und Prof. Dr. Ulrich Johannes Schneider, Wolfenbüttel. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
18.7. um 20.00 Uhr Europäische Identitat als historisches und als aktuelles Problem.- Öffentlicher Vortrag im Rahmen des Europakollegs für Schüler von Prof. Dr. Alfred Grosser, Paris. (Augusteerhalle)
19.7. um 18.00 Uhr Baupolitik als Gesellschaftspolitik. Zur Entwicklung des öffentlichen Raums im fürstbischöflichen Städtebau des 18. Jahrhunderts - das Beispiel Würzburg. - Vortrag im Rahmen des Stipendiatenkolloquium von Dr. Johannes Süßmann, Frankfurt am Main. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
12.8. um 14.00 Uhr Authentizitat und Restaurierung. Das Objekt "danach". - Werkstattgespräch mit Dag-Ernst Petersen. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
23.9. um 14.00 Uhr Die Verteilte Digitale Inkunabelbibliothek. - Werkstattgespräch mit Dr. Thomas Stäcker. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
23.9. um 20.00 Uhr Lessings hinterlassene Bücher. - Vortrag von Prof. Dr. Dr.h.c.Paul Raabe. (Lessinghaus)


WOLFSBURG

Stadtbibliothek

Ausstellungen:

ab 10.7. Frühlingsgärten und -landschaften. Fotoausstellung des Wettbewerbs für Hobbyfotografen anlässlich der Landesgartenschau in Wolfsburg.
August 2004 Island. Medienausstellung anlässlich der Internationalen Deutschen Islandpferdemeisterschaft.

Veranstaltungen:

6.7. um 19.30 Uhr Das unsichtbare Kreuz. - Buchvorstellung des Wolfsburger Kriminalbeamten Christian Bauch.
Juli/August Rewind Forward. - Präsentation des preisgekrönten Kunst- kataloges. Hrsg. Dr. Susanne Pfleger (Städtische Galerie Wolfsburg) und Olaf Nicolai (Das schönste Buch!).


Nachrichten aus der Region


Herr Prof. Dr. Dietmar Brandes berichtet in den Newsletter der Universitätsbibliothek Braunschweig:

"Nachdem die Verhandlungen zwischen dem Niedersachsenkonsortium und dem Verlag Wiley erfolgreich abgeschlossen werden konnten, stehen den Nutzern der Universitätsbibliothek ab sofort die meisten der elektronischen Wiley-Zeitschriften im Volltext zur Verfügung. Nicht [im Hochschulnetz] zugänglich sind lediglich einige wenige E-Journals von Wiley, die in Niedersachsen nirgends abonniert wurden, sowie [natürlich] diejenigen Wiley-Zeitschriften, von denen es noch gar keine elektronische Ausgabe gibt.

Den Zugang finden Sie wie bei allen elektronischen Zeitschriften über "E-Zeitschriften" auf unserer Homepage sowie über unser Fachportal CoOL."


Der Medienbestand der Universitätsbibliothek Braunschweig ist inzwischen auf über 1,4 Millionen Titel angewachsen.

Über den OPAC sind zusätzlich circa 20.000 elektronische Volldokumente zugänglich, nachdem es gelungen ist, den direkten Zugriff zu allen elektronischen Hochschulschriften der Reihe H der Deutschen Bibliothek zu erhalten. Dies ist zur Zeit nur noch in Göttingen und Hamburg realisiert.

Die Anschaffung eines neuen Datenbankservers für das Lokalsystem steht unmittelbar bevor.


Das Faltblatt zum Projekt "Fit für die Informationsbeschaffung in Niedersachsen" ist fertig und wird an die Schulen im Lande verteilt. Die Internetseite zum Projekt finden Sie unter: http://www.biblio.tu-bs.de/schulprojekt/

Von dieser Seite führt ein Link zu den Angeboten der Universitätsbibliothek Braunschweig für Schulen, die Sie auch über die Homepage unter "UB von A-Z", "Angebote für Schulen" erreichen.

Das Projekt "Fit für die Informationsbeschaffung in Niedersachsen. Schüler entdecken die wissenschaftlichen Bibliotheken" wird unter der Federführung der UB Braunschweig gemeinsam mit den anderen niedersächsischen Universitätsbibliotheken, der SUB Bremen sowie der UB der TU Hamburg-Harburg in Zusammenarbeit mit der Schulabteilung der Bezirksregierung Braunschweig durchgeführt.


Landesbischof Dr. Friedrich Weber stellte am Donnerstag, den 24. Juni 2004 in der Universitätsbibliothek Braunschweig sein neues Buch "Kirche - zwischen Himmel und Erde" vor. Dr. Friedrich Weber ist Landesbischof der evangelisch-lutherischen Landeskirche Braunschweig und der Vorsitzende des Hochschulrates der Technischen Universität Braunschweig.

Die Braunschweiger Zeitung berichtet am 26.Juni 2004:

"Die Gesellschaft der Bundesrepublik steckt nach Auffassung des braunschweigischen Landesbischofs Friedrich Weber in einem gravierenden Veränderungsprozess, in dem sie ihren inneren Zusammenhalt neu finden muss.
Die Kirche werde dabei als wichtige Gesprächspartnerin geschätzt, schreibt der evangelische Bischof in seinem neuen Buch "Kirche - zwischen Himmel und Erde". Der Vortragsband wurde am Donnerstagabend in der Universitätsbibliothek Braunschweig vorgestellt. Weber ist Vorsitzender des Hochschulrates der Technischen Universität.
Sein Buch enthält unter anderem eine Vorlesung, die er über die Rolle der Forschung aus ethischer Sicht gehalten hat. Der Bischof plädiert darin für die ethische Gewissensschärfung und eine besonders umsichtige Risikoabschätzung, bei der künftige Generationen berücksichtigt werden. Weber berichtet, er habe seit seinem Amtsantritt vor gut zwei Jahren in Braunschweig ein waches Interesse an religiösen Themen, ethischen Diskussionen, zivilgesellschaftlichen Fragen und vor allem an der Bibel gefunden.

Das mehr als 300 Seiten umfassende Buch aus dem Wuppertaler Foedus-Verlag enthält 34 Predigten und Vorträge. Sein Themenspektrum reicht von den Terroranschlägen des 11. Septembers bis zum Wertewandel in Europa und zur Situation der Pfarrer. Das Buch ist ab sofort im Braunschweiger Dom zu haben." (epd)


"Kein anderer bietet diesen Service" lobt Karla Götz den glanzvollen Internetauftritt der Stadtbibliothek Salzgitter in der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Salzgitter am 25.5.2004.

"Der Internetauftritt der Stadtbibliothek Salzgitter kann sich sehen lassen. Kaum sind Medien - Bücher, CDs, DVDs - katalogisiert, finden sie sofort Aufnahme in den Katalog. Leser können bequem am häuslichen Bildschirm in den Beständen wühlen.

"Standard", nennt Rolf-Ingo Behnke, stellvertretender Bibliotheksleiter und verantwortlich für den glanzvollen Internetauftritt diesen Service. Dass man Bücher bestellen oder den Rückgabetermin erfragen kann, das erwarte man als virtueller Besucher. Die Bibliothek Salzgitter macht mehr. "Wir nutzen unsere Software Libero aus und stellen Links zu interessanten Internetseiten her", berichtet Behnke von einer selbst auferlegten Aufgabe, die er gemeinsam mit anderen Lektoren (Bibliothekare, die für Sachgebiete zuständig sind) erfüllt.

Links sind Verbindungen zu anderen Internetangeboten. Eindrucksvolles Beispiel: Im Zeitschriftenverzeichnis sind 127 Zeitungen und Zeitschriften, die die Bibliothek bereithält, aufgelistet. Klickt der Interessierte mit dem Cursor drauf, kommt er zum Online-Angebot des jeweiligen Titels, kann nachschauen, ob das aktuelle Heft interessante Artikel enthält. Behnke: "Wir wollen den Einstieg in die virtuelle Welt fördern." 95 Prozent der Zeitschriften verfügten über ein Online-Angebot.

Am Beispiel Reiseliteratur wird deutlich, dass es den beteiligten Bibliothekaren nicht um eine technische Spielerei, sondern um größtmöglichen Service geht. "Wenn wir ein neues Buch beispielsweise über Madeira anschaffen, wählen wir den Link zu der aussagekräftigsten Internetseite", unterstreicht der stellvertretende Bibliotheksleiter, wohl wissend, dass auch allerhand unautorisierter Schrott im Netz gespeichert ist.

Die SZ machte einen Test. Unter Belletristik riefen wir den Namen des amerikanischen Bestsellerautors Jonathan Franzen auf und erhielten eine Verbindung zu qualitätvollen Rezensionen seines Buches "Die Korrekturen". Sie werden vom Internetdienst "Perlentaucher" aus überregionalen Feuilletons herausgefischt. Darüber hinaus bietet die Internetseite der Stadtbibliothek jede Menge Service.

Leser können Anschaffungsvorschläge machen, Fragen stellen (Behnke: "Werden innerhalb eines Arbeitstages beantwortet"), aktuelle Bestsellerlisten aufrufen, sich über Literatursendungen informieren, die Charts der Pop-CDs anschauen oder Veranstaltungen der Bibliothek abfragen. Kleiner Gag: Zum Schluss kann man sich in der Public Library, der Öffentlichen Bibliothek der englischen Partnerstadt Swindon, einloggen.


Die umgestaltete Stadtteilbibliothek am Fredenberg ist ab 28.Juni 2004 wieder geöffnet. Ein umfangreiches Programm mit Musik, Tanz, Gesang, Lesungen und Theateraufführung umrahmte die feierliche Eröffnung durch Herrn Oberbürgermeister Helmut Knebel.


Mit mehreren Ausstellungen würdigt die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel Erhart Kästner, der am 13. März vor 100 Jahren geboren wurde. Prof. Paul Raabe erinnert in der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Wolfenbüttel vom 13.3.2004 an seinen Amtsvorgänger.

"Der Erneuerer der Herzog August Bibliothek.

Erhart Kästner ist in Wolfenbüttel unvergessen, denn die Herzog August Bibliothek, die er 18 Jahre von 1950 bis 1968 leitete, ist mit seinem Namen für immer verknüpft.

Zwar fand er die Kleinstadt "ein starkes Stück" - "Sie ist ja wohl nur erträglich, wenn man sie überhaupt als nicht existent betrachtet" -, doch er hat die berühmte Bibliothek des größten Bücherfürsten des 17. Jahrhunderts, an der die beiden bedeutendsten Vertreter der Aufklärung, Leibniz und Lessing, gewirkt haben, von dem Staub der Jahrhunderte befreit, in den sie versunken war. Dass Kästner ihre Erneuerung eingeleitet hat, ist sein großes und bleibendes Verdienst.

Zum 1. März 1950 wurde er zum Direktor der Wolfenbütteler Bibliothek berufen. Der aus Augsburg gebürtige Schriftsteller war durch sein "Zeltbuch in Tumilad", Aufzeichnungen aus der ägyptischen Wüste, über Nacht bekannt geworden, und einen Autor in Wolfenbüttel zu wissen, zeugte durchaus von einem politischen Weitblick, denn man wusste, dass Kästner als Bibliotheksrat an der Sächsischen Landesbibliothek Dresden ein Buchmuseum aufgebaut hatte und einige Jahre Privatsekretär von Gerhart Hauptmann gewesen war.

Doch die einstige Bedeutung der verschlossenen Wolfenbütteler Bibliothek war den Behörden in Braunschweig und Hannover nicht bewusst. So hatte Kästner dürre Jahre zu bestehen. Immer wieder nahm er längeren Studienurlaub und reiste in den Süden, vor allem nach Griechenland, wo er im Kriege zwei Bücher über das Land und über die Insel Kreta geschrieben hatte. Sie wurden die Grundlage seiner bekanntesten Bücher, die viele Griechenlandreisende im Gepäck haben.

Mitte der 1950er-Jahre setzte Erhart Kästner alles auf eine Karte. Mit dem wagemutigen Tausch der riesigen Dublettenbestände der Bibliothek gegen die teuren modernen französischen Künstlerbücher von Picasso, Braque, Matisse, Miro und anderen durchbrach er den Stillstand und begründete ein ungewöhnliches, höchst aktuelles Sammelgebiet: die Malerbücher des 20. Jahrhunderts. Zu Beginn meiner Amtszeit habe ich sie nach seiner Idee in dem Malerbuchkabinett präsentiert.

Neben der Gründung der Restaurierungswerkstatt war Erhart Kästners andere Pioniertat 1966 die Umgestaltung der leeren und düsteren zentralen Halle der Bibliothek in die uns allen vertraute Augusteerhalle mit dem eingezogenen Fußboden, den Vitrinen und den Galerien mit der Aufstellung der Bibliothek Herzog Augusts an den Wänden.

In der Zusammenarbeit mit dem Architekten Friedrich Wilhelm Kraemer wurde die Bibliotheca Augusta in eine festliche "Bibliotheca illustris" umgewandelt. Damit ging Kästners bibliothekarischer Traum in Erfüllung. Die Vollendung der Baumaßnahmen, die erst 1973 abgeschlossen wurde, hat er nicht mehr leisten können. Er ging im Herbst 1968 vorzeitig in Pension. Er übergab seinem Nachfolger, um dessen Berufung er gekämpft hatte, die Geschäfte. Dann verließ er Wolfenbüttel ohne Abschied. Doch er kehrte bis zu seinem Tod am 3. Februar 1974 mehrfach aus Staufen zurück und war beglückt über die Fortführung seines Werkes. ... "


"Der hundertste Geburtstag Kästners bietet nun die Chance, diesen universell gebildeten, regen Mann, dessen Leben die Bücher ein Wasserzeichen aufdrückten, wieder zu entdecken",

ergänzt Eckhard Schimpf in der Braunschweiger Zeitung vom 24.3.2004.

"Prof. Helwig Schmidt-Glintzer, der heutige Chef der Herzog August Bibliothek, hat im Insel-Verlag eine Auswahl von Berichten, Briefen, Schriften seines Vor-Vorgängers Kästner zu einem Buch geformt, das dicht, tiefschürfend und lesenswert ist. Der Germanist Kästner, der zunächst bis 1940 als Bibliothekar an der Sächsischen Landesbibliothek in Dresden und 1936/37 als Sekretär von Gerhart Hauptmann wirkte, reiste sein Leben lang intensiv, doch suchte er stets das karge Ursprüngliche, die Welt abseits vom Fortschrittsstrom. Beides fand er in Griechenland, das ihm bis zum Tod ein geliebtes Divertimento und ständiges Reiseziel zwischen all seinen rastlos-emsigen Engagements blieb.

Schmidt-Glintzer nannte die Kästner-Hommage "Man reist, um die Welt bewohnbar zu finden". Der Titel stammt aus Kästners Alterswerk "Aufstand der Dinge", wo - ebenso wie im 1949 erschienenen "Zeltbuch von Tumilat" - besonders deutlich wird, dass Kästner jemand war, der sein Leben lang zu staunen verstand und dieses Staunen - ob über den Sternenhimmel, die Stille der Wüste bei Suez oder die thymianduftenden griechischen Berge - auch plastisch zur Sprache bringen konnte.

Kästner korrespondierte intensiv mit Martin Heidegger, er empfing Literaturpreise, hielt Lobreden bei deren Vergabe (an Celan oder Johnson), und er wob von Wolfenbüttel aus ein inspirierendes Netz zu Männern wie Max Ernst, Golo Mann, Huchel, Benn, Bissier, Chillida oder Arp, den er zum Beispiel überredete, die Reliefs an der TU Braunschweig zu installieren. ..."


Die Stadtbibliothek Wolfsburg bildet ab August bis auf Weiteres im Rahmen "Profis der Nation" zur Reduzierung der Arbeitslosigkeit pro Ausbildungsjahr drei Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste, Fachrichtung Bibliothek aus.


Ab 1. Mai 2004 wurden die Öffnungszeiten der Filialen der Stadtbibliothek Wolfsburg halbiert.


Frau Birgit Sonnek schrieb den folgenden Artikel über die erfolgreiche Veranstaltungsreihe der Stadtbibliothek und der International Partnership Initiative (IPI) zum Thema: Realität und Wahrnehmung. Er wird auch auf der Homepage der Stadtbibliothek Wolfsburg (www.stadtbibliothek.wolfsburg.de) zu lesen sein.

Schon zum vierten Mal kooperierte die Stadtbibliothek Wolfsburg mit der International Partnership Initiative I.P.I, einer Tochtergesellschaft von Volkswagen, Mitglied des Club of Rome, die es sich zum Ziel gesetzt hat, weltweit zwischen Wissenschaft, Kultur und Politik zu vermitteln. Die Kooperationen sind so geartet, dass I.P.I die Kosten für Honorare, Prospekte und Getränke übernimmt, während die Stadtbibliothek die Ideen liefert, Referenten engagiert und die Öffentlichkeitsarbeit macht. Nach "www.Buch ade?", "Mythos Märchen" und "Geist und Gehirn" hieß das Thema in diesem Jahr "Realität und Wahrnehmung". Wegen des großen Erfolges der Veranstaltungsreihe (der große Hörsaal im Aalto-Kulturhaus mit 230 Plätzen reichte oft nicht aus) hatte sich jetzt auch die AutoUni Wolfsburg der Kooperation angeschlossen. Die Podiumsdiskussionen fanden wieder an drei Mittwochabenden im Juni statt.

Unter dem Titel "Verloren im Cyberspace?" stellte am 2. Juni die Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Yvonne Spielmannn von der HBK Braunschweig die 'Virtuelle Realität in Kunst und Kommunikation' vor. Sehr kompetent und überzeugend zeigte sie, dass viele der ehemaligen "Science-Fiktionen" längst Wirklichkeit geworden sind, wie z.B. intelligente Bomben im Irak-Krieg oder Gen-Manipulationen in der medizinischen Technik. Auf lebhaftes Interesse stießen auch die Möglichkeiten virtueller Autokonstruktion, die Dr. Karin Spors präsentierte, Bauingenieurin in der technischen Entwicklung bei VAG.

Zuvor war noch die Ausstellung "Realität und Wahrnehmung" im Foyer des Aalto-Kulturhauses von Dipl.-Designer Matthias Trott von der TU Magdeburg eröffnet worden, der virtuelle Studentenarbeiten der Gruppe "Industriedesign" ausstellte. Die bekannte Wolfsburger Künstlerin Ingrid Cremer installierte eine tiefgründige Spiegel-Installation, die den Betrachter zur Transzendenz der Wirklichkeit animieren sollte. Für "Action in allen Räumen" sorgte nicht zuletzt auch die DVD-Show des Computer-Grafikers Prof. Dr. D.W. Fellner von der TU Braunschweig, der dazu einlud, mit Hilfe von 3-D-Brillen in die dreidimensionale Welt monumentaler Kathedralen einzutauchen. Zudem hatte sich Prof. Dr. Birgit Hein von der HBK Braunschweig mit ihrem Forschungsprojekt "Well...come 21" angeboten, die Veranstaltungen für eine Fernsehdokumentation aufzuzeichnen.

Am 9. Juni begab sich der Psychologe und Musikwissenschaftler Prof. Dr. Jochen Hinz von der TU Braunschweig auf die Suche nach der Schnittstelle zwischen Geist und Materie auf Quantenebene. Dabei stellte er unser gegenwärtiges Verständnis der Welt infrage und machte darauf aufmerksam, dass die von uns wahrgenommene Realität eine Illusion unseres Denkens sein könnte. Prof. Hinz betreibt interdisziplinare Grundlagenforschung und untersucht die naturwissenschaftlichen Bedingungen des Bewusstseins z.B. in der Quantenphysik, Evolutionsbiologie oder Tiefenpsychologie nach C.G. Jung. Durch seine Versuche, uraltes Menschheitswissen auf der Basis neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse empirisch zu untermauern, besitzt er inzwischen seine ganz spezielle Anhängerschaft in Wolfsburg.

Der eigentliche "Star" trat am 16. Juni auf: Der populäre Gehirnforscher Prof. Dr. Dr. Gerhard Roth, Direktor am Institut für Hirnforschung der Universität Bremen und bekannt aus seinen Fernsehauftritten und zahlreichen Publikationen. Die Veranstalter schätzen sich glücklich, auch ihn für ein nur "symbolisches Honorar" gewonnen zu haben. Er konfrontierte das Auditorium mit seinen Thesen: Die erlebte Welt ist nur eine Konstruktion unseres Gehirns. Der Konstrukteur dieser Welt, das Gehirn, kommt in dieser Welt nicht vor und ist ebenso unerfahrbar wie die bewusstseins-unabhängige Realität selbst. Der Evolutionäre Erkenntnistheoretiker Prof. Dr. Dr. Gerhard Vollmer von der TU Braunschweig besänftigte die Zuhörer mit dem Hinweis, dass wir gute Gründe hätten, anzunehmen, dass die Welt zumindest annäherungsweise so ist, wie wir sie sehen. Beweisen könne es allerdings niemand, musste auch er einräumen.
Der argentinische Metaphysiker Prof. Dr. Urban Pèrez-Paoli, ebenfalls von der TU Braunschweig, wies darauf hin, dass Kant nicht nur die "Dinge an sich" als völlig unerkennbar, sondern auch die Phänomene Raum und Zeit nur als "sinnliche Anschauungsformen" bezeichnet hätte, von denen wir nicht wüssten, ob sie unabhängig von unserem Denken existierten. Prof. Dr. Dr. h.c. Walther Ch. Zimmerli, Geschäftsführer der AutoUni Wolfsburg, nahm ebenfalls vom Podium aus an der Diskussion teil und stellte seine These zur Diskussion: Wir können nur das erklären, was wir machen können. Damit erinnerte er an die Funktionsfähigkeit unserer Artefakte als hinlängliches Erkenntniskriterium, denn wenn etwas funktioniert, müssen die Bedingungen auch realistisch erkannt worden sein.

Während die Wolfsburger Presse über die gesamte Aktion ausführlich Bericht erstattet hatte, kam diese letzte Podiumsdiskussion besonders gut beim Wolfsburger Publikum an. Schon am Tag zuvor mussten weitere telefonische Anmeldungen zurückgewiesen werden, weil bereits viel mehr Zusagen eingegangen waren, als Sitzplätze vorhanden waren. Deshalb stellte Prof. Dr. Dr. h.c. Peter Meyer-Dohm, Geschäftsführer von I.P.I, eine Fortsetzung der philosophischen Debatte im nächsten Jahr in Aussicht. Das Thema könnte dann "Freiheit oder Determination" heißen, und es müsste die Rolle von Instinktprogrammen und Unterbewusstsein, aber auch die Möglichkeit von Verantwortung, Selbstbestimmung und freiem Willen untersucht werden. Viele der diesjährigen Akteure haben spontan den Wunsch geäußert, bei der nächsten Kooperation wieder dabei zu sein."


... und über die Grenzen hinaus


Bundesverdienstkreuz für Gerhard Hopf

Bundesverdienstkreuz für Gerhard Hopf Für seine langjährigen Verdienste um das Bibliothekswesen ist am 12. Mai der frühere Leiter der Ratsbücherei Lüneburg Gerhard Hopf mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet worden. Herr Hopf war über viele Jahre Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen/Bremen des damaligen Vereins der Bibliothekare an Öffentlichen Bibliotheken (VBB) und Geschäftsführender Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen im Deutschen Bibliotheksverband (DBV).


... und als Ferientipp


Falls Ihre Bücherregale überquellen und Sie massive Platzprobleme haben, bietet die "Buch-Auswilder-Aktion" vielleicht eine Lösung.

Hendrik Rasehorn berichtete in der Braunschweiger Zeitung vom 14.5.2004 über diese Buchtauschaktion.

"Die ganze Welt ist eine Bibliothek. - Am Nußberg: Neue Leser für alte Bücher.

Ein neues Buch kennt viele schöne Plätze: Vielleicht den Tisch im Wohn- oder den im Schlafzimmer. Doch ist die Lektüre einmal durchgelesen, dann verstaubt sie meist im Regal oder endet gar als Altpapier. "Book Crossers", "Buchauswilderer", verstecken Hochliteratur oder Triviales an ungewöhnlichen Orten, damit andere diese finden können. Jetzt auch immer mehr in Braunschweig.

Nachdem der Bookcrossing-Erfinder Ron Hornbaker im März 2001 sein Konzept startete, sind inzwischen schon 250.000 Nutzer weltweit bei ihm registriert. Bereits mehr als eine Million Bücher haben sie liegen lassen. Zwei sind es in Afghanistan, 54 in Malaysia und 16.000 in den USA. In Deutschland, der zweitgrößten "Book-Crossing"-Nation, sind derzeit 3831 Bücher auf Lesereisen, und 24 davon in Braunschweig.

Die Bücher sollen nicht bloß den Besitzer wechseln, sondern sich auf eine Reise machen. Wer ein Buch findet, der soll es nicht behalten oder im Fundbüro abgeben, sondern es lesen, und danach wieder "auswildern". Die Idee: "Befreit Eure Bücher - Die ganze Welt ist eine Bibliothek!"

Zuvor sollen der Fund und eine Kurzkritik auf der offiziellen englischen Homepage www.bookcrossing.com eingetragen werden. So können Urbesitzer und alle Nachfolger verfolgen, welche Route das Buch auf seiner Wanderschaft nimmt. Ein schöner Gedanke: Wer hat nicht schon oft etwas Altes weggegeben und möchte mal wissen, wo es denn gelandet ist. Noch schöner ist aber die Idee, Literatur zu teilen, unter Umständen sogar global.

Manches einsame Buch wird zufällig gefunden, vielleicht so wie jenes, das unlängst im Blumenkasten vor der Kneipe "Eusebia" lag, oder das am Dienstag hinter der Skulptur vorm Kloster St. Albertus Magnus versteckt wurde. Echte "Book Crosser" machen sich selbst auf die Schnitzeljagd nach alten Schinken. Die Vorbesitzer hinterlassen Hinweise zum Versteck auf der offiziellen Homepage.

"Prinzenpark: Fünfter Akazienbaum von oben, wenn man vom Nussberg (parallel zur Hundewiese) in Richtung Spielplatz/Kirche geht (ich hoffe, es ist eine Akazie)" - so lautet der Lageplan des Buchs "Baby, wann heiratest Du mich". Und tatsächlich: In das Astloch ist es hineingeklemmt - in Folie verpackt vor Wind und Wetter geschützt.

Versteckt hat es dort "Doriane Gray". Sicherlich ein Pseudonym, denn ganz ähnlich heißt auch ein Werk von Oscar Wilde. In jedem Fall ist Doriane eine Leseratte. 14 Bücher hat sie schon in der ganzen Stadt versteckt."

Deutsche Seite mit Einsteigertipps: www.bookcrossers.de, Links: http://www.bookcrossing.com


... und nun noch der Tipp für schönes Sommerwetter:


Es finden wieder Krimilesungen auf der Oker statt. "An jeder Biegung des Flusses kann das Grauen lauern ..."
Es lesen: Detlef Ehrike, Dr. Gerhard Meuss, Dirk Rühmann, Armin Rütters, Dr. Lutz Tantow und Dr. Karin Tantow-Jung.
Termine unter: http://www.bs-krimi.de/oker/lesung2004.htm
Kartenvorverkauf: Tourist-Information Burgplatz, Tel. (0531)273 55 3, Fax: (0531)273 55 39
Abfahrt des Floßes: Bootsanleger Kaffeegarten "Leonhard", Leonhardstraße 2


Die 5. Braunschweiger Kulturnacht findet am 24. August 2004 statt.


Fort- und Weiterbildung


Das 2. Halbjahresheft der "Bibliothekarischen Fortbildung in Niedersachsen" mit vielen interessanten Fortbildungsangeboten ist erschienen. Insgesamt werden circa 40 Veranstaltungen angeboten. Die Angebote des Heftes und evt. Änderungen finden Sie immer aktuell unter: http://www.bibfin.de
Im Bison-Bereich finden statt:

Alte Drucke, moderne Technik. Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

Referent: Dr. Thomas Stäcker, HAB Wolfenbüttel
Termin: 6. Oktober 2004, 10.30 - 17.00 Uhr
Ort: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Zeughaus
Anmeldeadresse: Rita Dopheide, Tel.: 0531/391-5019, Fax: 0531/391-5836, E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de


Einführung in die Provenienzenverzeichnung unter PICA.

Referenten: Dr. Jürgen Weber, Brigitte Becker-Eberau und Gabi Schwitalla, Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar
Termin: 27. Januar 2005, 10-17.00 und 28. Januar 9.00-13.00 Uhr.
Ort: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Anmeldeadresse: Zentrum für Aus- und Fortbildung der Niedersächsischen Landesbibliothek,
Ansprechpartner: Christiane Könneker, Tel. 0511/1267-381, E-mail: Christiane.Koenneker@mail.nlb-hannover.de


Unter dem Motto "Bibliotheken der Zukunft - Zukunft der Bibliotheken" werden die
14. Gemeinsamen Bibliothekstage für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt am 10. und 11. September 2004 in Halberstadt veranstaltet.


BiSON intern


Die nächste BiSON-Sitzung findet am

Dienstag, den 2. November 2004, um 9.30 Uhr
im
Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung
Celler Straße 3,
38114 Braunschweig

statt.
 


Redaktionsschluß für die BiSON-Mitteilungen 4/2004 ist der 25. September 2004



 Redaktion:
 Rita Dopheide
 Universitätsbibliothek der TU
 Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
 Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
 Tel.: 0531/391-5019
 Fax: 0531/391-5836
 E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de