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BiSON

Seitentitel:Mitteilungen *4: Oktober / November /Dezember 2004

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Veranstaltungskalender Nachrichten aus der Region BiSON-intern

V e r a n s t a l t u n g s k al e n d e r


BRAUNSCHWEIG

Universitätsbibliothek

Austellungen:

bis 23.10. Das Bild der Natur. - Der historische Buchbestand des Staatlichen Naturhistorischen Museums Braunschweig in der Universitätsbibliothek. Ausstellung der besonders wertvollen und schönen Abbildungswerke vom 16. bis 18. Jahrhundert, anlässlich des 250jährigen Jubiläums des Museums.
ab 10.11. Faszination Dampflokomotive.
Ausstellungseröffnung: 10. November 2004, 19.30 Uhr.
Den Festvortrag hält Prof. Dr. Dietmar Brandes.
bis Ende Dezember Braunschweig für Einsteiger. Eine Literaturauswahl der Universitätsbibliothek Braunschweig.
(Vitrinen im Eingangsbereich der Bibliothek)
Dauerausstellung Mineralreich: Schöne Formen der anorganischen Chemie. - Ausstellung in der Chemiebibliothek.

Vorträge:

3.11. um 19.30 Uhr Johannes Meinhardt, Hildesheim: Le Marche.
Veranstaltung der Universitätsbibliothek und der Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft Braunschweig e.V.
10.11. um 19.30 Uhr Prof. Dr. Dietmar Brandes, Braunschweig:
Faszination Dampflokomotive.
Ausstellungseröffnung der Universitätsbibliothek.
2.12. um 19.30 Uhr Prof. Dr. Dietmar Brandes, Braunschweig:
Exkursionsziel Bahnbrache? Der unerwartete Artenreichtum von innerstädtischen Eisenbahnflächen. - Vortrag begleitend zur Ausstellung »Faszination Dampflokomotive«.
Veranstaltung der Universitätsbibliothek, des Instituts für Pflanzenbiologie, Arbeitsgruppe Vegetationsökologie, des Freundeskreises des Braunschweiger Botanischen Gartens e.V. und der Deutsch- Italienischen Kulturgesellschaft Braunschweig e.V.
19.1. um 19.30 Uhr Prof. Dr. Dietmar Brandes, Braunschweig:
Von den Alpen bis zum Ätna. Vegetationsbilder aus Italien. -
Veranstaltung der Universitätsbibliothek, des Instituts für Pflanzenbiologie, Arbeitsgruppe Vegetationsökologie, des Freundeskreises des Braunschweiger Botanischen Gartens e.V. u. d. Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft Braunschweig e.V.

Braunschweigisches Landesmuseum

Ausstellungen:

bis 31.12. ROSETTA - Aufbruch zu den Ursprüngen des Sonnensystems. - Ausstellung des von der DLR Braunschweig entwickelten Strukturmodells des ROSETTA-Landers im Maßstab 1:1.
bis 6.1. Amerika ins Gesicht geschaut: Henry Maitek - USA 1967.
14.10. - 6.1. Ausstellung zur Erinnerung über 60 Jahre. - 60 Jahre Erinnerung an die Zerstörung Braunschweigs 1944.

Herzog Anton Ulrich-Museum

Ausstellungen:

bis 31.10. Peter Paul Rubens. Barocke Leidenschaften.

Städtisches Museum

Ausstellungen:

bis 7.11. Auf der Straße - Fotografien aus den 1950er/1960er-Jahren von Lutz Dille.
13.10. - 16.1. Über-Lebensorte. Bunker in Braunschweig 1940-2004. (Altstadtrathaus)
Ausstellungseröffnung: 13.10.2004, 19.00 Uhr.
Dauerausstellung Geschichte der Stadt Braunschweig im Überblick. (Altstadtrathaus)


GIFHORN

Stadtbücherei

Veranstaltungen:

29.10. um 16.00 Uhr Zilly, die Zauberin. - Das Wolfsburger Figurentheater spielt für Kinder von 4-11 Jahren ein zauberhaftes, phantasievolles Theaterstück.
6.11. um 19.00 Uhr L wie Lessing - ein literarisch-musikalisches Projekt mit Eckart Dux, Anja Alisch (Rezitation) und Kathrin Brand (Cello).
20.11. um 17.00 Uhr Märchen für Erwachsene erzählt von Gertrud Hempel und Gisela Ott.


SALZGITTER

Stadtbibliothek

bis 31.10. STROMLAND - FEUERLAND. -Acrylbilder von Anja Pauseback.


WOLFENBÜTTEL

Herzog August Bibliothek

Ausstellungen:

bis 31.10. Gotthold Ephraim Lessing kam bis Wolfenbüttel. (Lessinghaus)
bis 21.11. Kiste 143 - die herzogliche Bibliothek entsteht. (Augusteerhalle und Schatzkammer der Bibliotheca Augusta)
1.10. - 21.11. Barbara Beisinghoff: "Getauchte Zeit". (Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta)
Ausstellungseröffnung: 1. Oktober 2004, 17.00 Uhr
28.11. - 29.5. Divina officia. Liturgie und Frömmigkeit im Mittelalter. (Augusteerhalle, Schatzkammer, Kabinett)
Ausstellungseröffnung: 28. November 2004, 11.30 Uhr
Dauerausstellung Die Welt der Buchstaben von Hermann Zapf. (Malerbuchkabinett)
Dauerausstellung Lessing in Wolfenbüttel (1770 - 1781). (Lessinghaus)

Regelmäßige Führungen finden am ersten Dienstag im Monat um 20.00 Uhr,
sowie sonn- und feiertags um 11.00 Uhr in der Bibliotheca Augusta statt.

Veranstaltungen:

1.10. um 20.00 Uhr Prof. Dr. Karl S. Guthke, Harvard:
Schiller, Shakespeare und das Theater der Grausamkeit. - Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts "Shakespeare im 18. Jahrhundert". (Augusteerhalle)
11.10. um 18.00 Uhr Stipendiatenkolloquium Prof. Dr. Stephen G. Burnett, Lincoln. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
21.10. um 14.00 Uhr Zur Erschließung der Helmstedter Handschriften. - Projektvorstellung im Rahmen der Werkstattgespräche von Dr. Dieter Merzbacher und Dr. Helmar Härtel, Wolfenbüttel. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
25.10. um 18.00 Uhr Stipendiatenkolloquium Dr. Andrej W. Doronin, Moskau. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
30.10. um 19.00 Uhr Michael-Praetorius-Festkonzert. Zum 400. Jubiläum der Bestallung zum Hofkapellmeister Cappella Michael Altenburg, Hamburg/Erfurt. - Leitung: Steffen Voss. Werke von Michael Praetorius und anderen Hofkapellmeistern seiner Zeit. Festvortrag: Prof. Arno Forchert.
8.11. um 18.00 Uhr Stipendiatenkolloquium Dr. Reinhard Flogaus, Berlin. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
11.11. um 14.00 Uhr Lessings Handschriften. - Sammlungen, Entdeckungen, Fälschungen. - Projektvorstellung im Rahmen der Werkstatt- gespräche von Wolfgang Milde, Wolfenbüttel. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
9.12. um 14.00 Uhr Die Rekonstruktion der Bibliothek von Johannes Caselius. Projektvorstellung im Rahmen der Werkstattgespräche von Werner Arnold, Wolfenbüttel. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)


WOLFSBURG

Stadtbibliothek

Vorstellung von belletristischen Neuerscheinungen:
4.10 um 17.00 Uhr in der Stadtteilbibliothek Fallersleben
5.10. um 17.00 Uhr in der Stadtteilbibliothek Hansaplatz
6.10. um 17.00 Uhr in der Zentralen Erwachsenenbibliothek
7.10. um 17.00 Uhr in der Stadtteilbibliothek Vorsfelde
Herbstaktivitäten in der Kinderbibliothek:
12.10. von 10.00-11.00 Uhr Interneteinführung für Kinder von 11 - 12 Jahren.
12.10 von 12.00-14.00 Uhr Interneteinführung für Kinder von 8 - 10 Jahren.
18.10. von 10.00-11.00 Uhr Vorlesestunde
19.10 von 16.00-17.00 Uhr Vorlesestunde für Kinder von 5 - 7 Jahren.
26.10. von 18.30-20.30 Vorlese- und Schmökerzeit für Mädchen von 12 - 14 Jahren.
10.11. um 15.00 Uhr Bilderbuchkino. Veranstaltet vom Literaturkreis für Kinder und Jugendliche e.V. Lesung mit Susanne Laschütza.
24.11. um 15.00 Uhr Adventsbastelei für Kinder von 5 -7 Jahren.
Im Foyer des Alvar-Aalto-Kulturhauses:
22.11. von 16.30-18.00 Uhr Ausstellung aktueller Kinder- und Jugendbücher
23.11. von 16.30-18.00 Uhr Ausstellung aktueller Kinder- und Jugendbücher
25.11. von 16.30-18.00 Uhr Ausstellung aktueller Kinder- und Jugendbücher
26.11. von 16.30-18.00 Uhr Ausstellung aktueller Kinder- und Jugendbücher
8.12. um 19.30 Uhr Märchen. Ibrahima Ndjaye. Interaktives Erzählen mit Spiel, Tanz, Trommeln und Pantomime. - Eine Veranstaltung für Jugendliche und Erwachsene. Veranstalter: Literaturkreis für Kinder und Jugendliche e.V.


Nachrichten aus der Region


Herr Prof. Dr. Dietmar Brandes berichtete im Newsletter der Universitätsbibliothek Braunschweig am 23. August 2004 über weitere Serviceverbesserungen der UB:

Auf der Einstiegsseite zum Online-Katalog findet man nun auch den direkten Zugang zu folgenden Punkten:

  • Lesesaal: Für jedes Fach ist die komplette Aufstellung im Freihandbestand ersichtlich, mit der Möglichkeit bis zum einzelnen Buch "durchzuklicken", um z.B. den Ausleihstatus zu ermitteln.
  • Neuerwerbungen: Die nunmehr monatlich aktualisierte Neuerwerbungsliste ist per Mausklick zu erreichen - sie ist fachlich untergliedert. Aus Gründen der Kosteneinsparung verzichtet die Bibliothek daher auf den Druck der bisherigen Neuerwerbungsliste.
  • Elektronische Zeitschriften: Man gelangt sofort auf unsere Startseite für die elektronischen Zeitschriften, von der aus etwa 10.000 Zeitschriften im Volltext erreichbar sind.
  • Online-Fernleihe: Für Literatur, die nicht in der UB vorhanden ist, kann man sofort die Seite der Online-Fernleihe erreichen und ggf. eine Fernleihe bestellen.
  • Benutzerausweis beantragen: Hier führt der Klick zum Online-Anmelde-Formular, das jetzt Standard in der Universitätsbibliothek ist.


Der Zentralkatalog der Institute der TU Braunschweig ist nun vollständig im Online-Katalog der Universitätsbibliothek enthalten. Damit ist ein Retrokatalogisierungsprojekt abgeschlossen und ein wichtiger Baustein für die UB II gelegt worden.


Die Universitätsbibliothek Braunschweig zeigt zum Semesterbeginn in ihren Eingangsvitrinen wieder die Literatur über "Braunschweig für Einsteiger". Unter: http://www.biblio.tu-bs.de/ausstellungen/bseinsteiger.html findet man weitere Bücher zum Thema.


Herzog Augusts Stundenbuch wieder in Wolfenbüttel berichtet die Braunschweiger Zeitung in ihrer Wolfenbütteler Ausgabe am 13. August 2004:

"Das Stundenbuch Herzog Augusts des Jüngeren kehrte in die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel zurück. Bibliothek, Land und Stiftung Niedersachsen sowie die Kulturstiftung der Länder haben das seit mehr als 300 Jahren verschollene Stundenbuch aus dem frühen 16. Jahrhundert von einem Hamburger Antiquar wiedererworben. Das gab die Herzog August Bibliothek bekannt.

Das Fürstengebetbuch ist mit vielen kostbaren Miniaturen ausgestattet, erläutert Sprecher Oswald Schönberg. Nachdem Herzog Anton Ulrich das Stundenbuch 1697 als Gastgeschenk dem Fürstbischof von Corvey übergeben hatte, wechselte es mehrfach den Besitzer, bis sich um 1750 seine Spur verlor.

Am 19. August wurde das Stundenbuch in einer öffentlichen Präsentation in der Augusteerhalle in den Handschriftenbestand der Bibliothek zurückgeführt. Dazu erscheint ein reich bebildertes Heft zum Stundenbuch und seiner Geschichte, das in der Herzog August Bibliothek zu kaufen ist."


Frank Wöstmann ergänzt in der Braunschweiger Zeitung vom 20. August 2004:

".... Vor allem die zahlreichen Miniaturen hatten an Ausstrahlung und Farbkraft offenbar kaum etwas verloren - dieses Resultat verdankt die Nachwelt der profanen Tatsache, dass ein Vorbesitzer das Büchlein mit einer metallenen Schließe versehen ließ. Auch von außen präsentiert sich das Buch noch so, wie es Herzog August um 1540 eigenhändig in seinen Bibliotheksschatz eingereiht hat: Mit grünsamtigem Einband und der herzoglichen Signatur "cod.guelf. 84.2.1.". Hinter dieser Kennzeichnung verbergen sich die codicis guelferbytani, so heißen in lateinischer Sprache die Wolfenbütteler Handschriften."


Die Ausbildungsberufe der Stadt Wolfsburg wurden anlässlich der Wolfsburg Messe im CongressPark Wolfsburg vom 23. - 26. September 2004 präsentiert. Die Stadtbibliothek Wolfsburg stellte die Ausbildung des Fachangestellten für Medien- und Informationsdienste vor.


Das schönste Buch der Welt kommt aus Wolfsburg.

Schon am 18. März 2004 berichtete Hans Adelbert Karweik in der Braunschweiger Zeitung über den mit der "Goldene Letter" preisgekrönten Nicolai-Katalog der Städtischen Galerie.

"Die Kunst, ein Buch zu gestalten, beginnt mit dem Papier, umfasst die Illustrationen, geht über Schriftarten und Schrifttypen über Gliederung und Bindung bis zur Umschlaggestaltung. Für leicht verzogene, in den Farben Grau und Weiß wechselnde Rauten haben sich die Herausgeber Dr. Susanne Pfleger und Olaf Nicolai im Einband entschieden. Diese Erinnerung an die Op-Art Victor Vasarélys wird auf dem Buchrücken gebrochen: In einer Schrift, die an die längst vergessenen Fernschreiber erinnert, sind Werke, Ausstellungen und Publikationen des Wolfsburger Kunstpreisträgers 2002 verzeichnet.

Den frechen Griff auf alle verfügbaren Gestaltungsmittel sowie deren ästhetisch gelungene Anordnung hat dem im Verlag Hatje/Cantz edierten Katalog "Olaf Nicolai: Rewind Forward" der Städtischen Galerie Wolfsburg die "Goldene Letter" eingebracht. Es ist die weltweit höchste Auszeichnung für Buchgestaltung.
Sie wird am 26. März auf der Leipziger Buchmesse verliehen, teilte die Stiftung Buchkunst mit. " In unserer Bescheidenheit hatten wir gar nicht mit hohem Interesse gerechnet. Doch nun melden sich dpa, 3Sat und viele andere", freute sich Galerie-Leiterin Susanne Pfleger über das enorme Medienecho.

Die Jury lobte das Wolfsburger Buch für seine kompromisslose, klare Typografie, die im echselspiel zur Vielfalt der Sonderdrucke stehe und schrieb: "Ein Kunstkatalog, der höchstes Vergnügen bereitet. Ein gut gelungenes Experiment, innovativ, fantasievoll und voller Überraschungen." In der Tat besticht der Nicolai-Katalog durch seinen ungezwungenen Wechsel zwischen den Formaten der Seiten, zwischen Hochglanz und Paperback, Skizze und Farbbild, hauchdünnem Papier und festem Karton, Englisch und Deutsch. Wobei die verbindende Linie Seitenindices sind, die an gestanzte, herausnehmbare Kärtchen erinnern."


Frau Birgit Sonnek ergänzt in ihrem Artikel über das im Schaufenster der Stadtbibliothek Wolfsburg ausgestellte "schönste Buch der Welt":

"Die "Goldene Letter" der Stiftung Buchkunst, die für den Wolfsburger Kunstkatalog vergeben wurde, ist die weltweit höchste Auszeichnung für Buchgestaltung. Am 14. Februar 2004 wählte eine international besetzte, siebenköpfige Jury die 14 Preisträger des internationalen Wettbewerbs "Schönste Bücher aus aller Welt" aus. Der Jury lagen 608 Bücher aus 33 Ländern vor. Die eingesandten Bücher waren bereits in ihren Ursprungsländern durch Wettbewerbe oder Fachgremien als "Schönste" ausgewählt und ausgezeichnet worden. Vergeben wurden neben der "Goldenen Letter" eine Goldmedaille, zwei Silbermedaillen, fünf Bronzemedaillen und fünf Ehrendiplome. Die Preisvergabe fand auf der Leipziger Buchmesse am 26. März 2004 statt. Die Jury begründete ihre Entscheidung mit der "kompromisslosen, klaren Typografie, die im Wechselspiel zur Vielfalt der Sonderdrucke" stehe."

Doch war das nicht die einzige Auszeichnung, die das Buch erlangte: Bereits im Jahr 2003 war das aufwändig produzierte Werkverzeichnis des Künstlers Olaf Nicolai der Jahre 1994 bis 2002 mit dem 2. Preis der Stiftung Buchkunst bedacht worden. Damals hatte die Jury das Künstlerbuch folgendermaßen beurteilt: "Ein Kunstkatalog, der höchstes Vergnügen bereitet. Ein gut gelungenes Experiment, innovativ, fantasievoll und voller Überraschungen. Einband und Verarbeitung bilden den Rahmen für die große Vielfalt der Gestaltung in Typografie, Druck und Material." Das Kunstmagazin "art" bezeichnete den Katalog als "Trophäe für Sammler".


...und etwas kurios...


Das Wortmuseum als Salon der Liebhaber. Aufgedeckt von Harald Duin in der Braunschweiger Zeitung am 17. September 2004:

"Im März dieses Jahres eröffnete der Braunschweiger Designer Kay-Uwe Rohn sein Wortmuseum. Ein Museum ohne Raum - im Internet. Für Wörter, die aus unserem Leben verschwinden. Rohn hebt sie auf, haucht sie an, präsentiert sie als Kostbarkeiten in einem weit gezogenen Linienrahmen. Woche für Woche ein neues altes Wort: karessieren, wohlfeil, sintemal, hienieden, kommod, Parapluie, spornstreichs, lobesam, anheischig und mehr.

Anheischig? Da fragen wir uns natürlich sofort, ob wir dieses Wort bei Begegnungen mit anderen Menschen überhaupt noch unterbringen können, ohne seltsam zu scheinen. Aber, indem wir es andächtig murmeln, entfaltet es augenblicklich seinen Zauber - anders als der Krempel von einst in der Glasvitrine, etwa der bäuerliche Hausrat des Biedermeiers.

Das Wort von Gestern hat, wie Honoré de Balzac fand, nichts Absolutes: "Wir wirken mehr auf das Wort, als es auf uns wirkt; seine Kraft kommt aus den Vorstellungen, die wir erworben haben und nun hineinlegen." Also hat, wenn wir gut drauf sind, "anheischig" eine neue Chance, uns einzufallen, wenn wir nach Worten ringen.

Nur muss man aufpassen. Wir können das Wort nur in der Verbindung "sich anheischig machen" (sich erbieten, verpflichten) verwenden. Das Wort hat etwas Liebedienerisches. Man sehe Beethovens Brief vom Dezember 1806 an die Theaterdirektion in Wien. Ein Brief, in dem Beethoven von sich in der dritten Person spricht: "Macht sich derselbe anheischig und verbindlich, jährlich wenigstens eine große Oper, die gemeinschaftlich durch die löbliche Direktion und durch den Unterzeichneten gewählt würde, zu komponieren . . ."

Interessant auch "karessieren", das Goethe im "Faust" flott aus der Feder floss, das außerdem im Gassenhauer "Es steht ein Wirtshaus an der Lahn" drastisch beim Wort genommen wird: "Frau Wirtin hat auch einen Knecht, und was er tut, das ist ihr Recht; er tut sie karessieren - liebkosen halt. Karessieren changiert auch zu den Bedeutungen schmeicheln, eine (geheime) Liebschaft haben.

In "Karessieren" zeigt sich der mächtige französische Spracheinfluss des 17. Jahrhunderts. Man trieb in Kreisen, die sich für etwas Besseres hielten, Coquetterie oder Conversation, man sagte parlieren, maskieren, logieren und übte sich mit Karessieren im Salon - eine Lieblingsbeschäftigung der Cavaliere und Maitressen.

Über 3500 Besucher haben Rohns Wortmuseum angeklickt. Täglich erreichen ihn unter http://www.wortmuseum.com neue Vorschlägen, mit lauter fast entwischten Wörtern. Die Schrulle (Laune, Eigenwilligkeit) wurde ihm ebenso zugetragen wie greinen, grämen und plietsch (im Plattdeutschen listig, schlau, gewitzt).

Rohns Projekt ist auf 52 Wochen angelegt. Gerade ist Halbzeit. Beflügelt von der Resonanz, plant er eine Ausstellung, will mit Schülern des Martino-Katharineums tief in den Schatz der deutschen Sprache greifen. Und er plant ein Buch. 52 Autoren, Texter, Journalisten, Kabarettisten, Liebhaber der deutschen Sprache sollen jeweils einen Text zu einem Wort aus dem Wortmuseum schreiben."


Stellengesuche und -angebote


Diplom-Bibliothekar (FH), 33 Jahre , Examen 04/2004, sucht dringend Stelle in Wissenschaftlicher oder Öffentlicher Bibliothek.
Mehrjährige Berufserfahrung in beiden Bibliothekstypen vorhanden, ortsunabhängig, flexibel und teamfähig.


Bibliothekar ÖB, 48 Jahre, langjährige Erfahrung in der Leitung einer ÖB, sucht eine Vollzeitstelle oder mindestens 30-Stunden-Stelle mit Aussicht auf eine Vollzeitstelle (gern Leitung oder andere Position)

Bietet unternehmerische Arbeitshaltung mit hohem Verantwortungsbewusstsein; IT-Kenntnisse: Bibliotheca 2000, Powerpoint, Excel, Word;
umfangreiche Erfahrung in Öffentlichkeitsarbeit für Kinder und Erwachsene; Bestandsaufbau und Lektorat. Ein kurzfristiger Arbeitsanfang ist möglich.

Näheres über beide Bewerber erhalten Sie über die Redaktion:
R. Dopheide, Tel.: 0531/391-5019, Fax: 0531/391-5836, E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de


Die UB Braunschweig weist auf ihre Homepage hin, auf der unter UB von A-Z : Stellenangebote (oder Aktuell: Stellenangebote) bald Näheres über zwei neu zu besetzende Stellen zu lesen ist.
Es handelt sich voraussichtlich um eine BAT IVb-Stelle ab 1.12.2004 und um eine 1/2 Vb zum 1.1.2005.
Nähere Auskünfte erteilt der Direktor der UB (Tel.: 0531-391-5011).


Fort- und Weiterbildung


Unter dem Motto "Bibliotheken der Zukunft - Zukunft der Bibliotheken" trafen sich am 10. und 11. September rund 120 Experten in Halberstadt zu den 14. Gemeinsamen Bibliothekstagen für Niedersachsen und Sachsen Anhalt.

Neben den Mitgliederversammlungen der Vereine und Verbände standen Fragen zur künftigen Bibliotheksentwicklung, der neugeordneten Bibliotheksstatistik, zu Bibliotheksportalen und Verbundsystemen und zu neuen Initiativen der Leseförderung als Folge von PISA auf dem Tagungsprogramm.

Auch die derzeitig dramatische Situation der öffentlichen Bibliotheken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt spielte eine große Rolle. In beiden Bundesländern wirken sich mehr und mehr die aktuellen Sparmaßnahmen auf dem Bildungssektor aus, die beispielsweise zu Bibliotheksschließungen, Einsparungen in den Buchetats, Personalabbau, fehlende Bibliotheksausstattung sowie die Reduzierung von Fahrbibliotheken führen wird.

Die Eröffnungsveranstaltung mit Grußworten des Kultusministers des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Jan-Hendrik Olbertz, des stellvertretenden Oberbürgermeisters der Stadt Halberstadt, Dr. Michael Haase, der DBV Landesvorsitzenden Hartmut Glöckner und Winfried Hartmann und dem Festvortrag von Frau Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/ Die Grünen, Undine Kurth, fand im neuen Rathaus statt. Auch hier kam immer wieder der Zwiespalt zwischen Einsparungszwang der Politik, der zu Kürzungen für Bibliotheken führt und der dringend nötigen Verbesserung der Aus- und Bildungssituation der Bürger zur Sprache.

Die Stadtbibliothek "Heinrich Heine", die im Jahr 2000 die Auszeichnung "Bibliothek des Jahres" von der Zeit-Stiftung und dem Deutschen Bibliotheksverband erhielt, präsentierte sich als Tagungsort.

Die Vorträge und Grußworte sind in einer der nächsten Ausgaben vom "Mitteilungsblatt der Bibliotheken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt" (mb) nachzulesen.


Es sind noch ein paar Plätze für die im Bison Bereich stattfindenden Fortbildungen frei: Im Bison-Bereich finden statt:

Alte Drucke, moderne Technik. Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel.

Referent: Dr. Thomas Stäcker, HAB Wolfenbüttel
Termin: 6. Oktober 2004, 10.30 - 17.00 Uhr
Ort: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel, Zeughaus
Anmeldeadresse: Rita Dopheide, Tel.: 0531/391-5019, Fax: 0531/391-5836, E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de


Einführung in die Provenienzenverzeichnung unter PICA.

Referenten: Dr. Jürgen Weber, Brigitte Becker-Eberau und Gabi Schwitalla, Herzogin Anna Amalia Bibliothek, Weimar
Termin: 27. Januar 2005, 10-17.00 und 28. Januar 9.00-13.00 Uhr.
Ort: Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel
Anmeldeadresse: Zentrum für Aus- und Fortbildung der Niedersächsischen Landesbibliothek,
Ansprechpartner: Christiane Könneker, Tel. 0511/1267-381, E-mail: Christiane.Koenneker@mail.nlb-hannover.de


BiSON intern


Am 18. August 2004 verstarb der langjährige Leitende Bibliotheksdirektor

Hon. Prof. Dr. Josef Daum

1924 in Merzig geboren und aufgewachsen, nahm Josef Daum 1949 nach 6 Jahren Wehrdienst und Gefangenschaft sein Studium der Naturwissenschaften (Geologie, Botanik, Zoologie, Chemie) an der Universität Saarbrücken auf, wo er 1954 mit einer zoologischen Arbeit zum Dr. rer. nat. promoviert wurde ("Summa cum laude"). Es folgten mehrere Assistentenjahre am Biologischen Institut in Saarbrücken, wo ihm nicht nur die Praktika, sondern auch die Vorlesungen anvertraut waren. Der wissenschaftliche Schwerpunkt seiner Arbeiten lag auf der Höhlenforschung und war mit zahlreichen Exkursionen nach Frankreich verbunden.

Nach der Ausbildung für den höheren Bibliotheksdienst begann seine berufliche Laufbahn an der Bibliothek der Technischen Hochschule (TH) Aachen. Dort plante er den Neubau der Bibliothek und wurde schon bald mit der Vertretung des Direktors betraut. 1967 Übernahm Josef Daum die Leitung der Bibliothek der damaligen TH Braunschweig. Diese älteste der TH-Bibliotheken Deutschlands existierte unter räumlich, finanziell und personell völlig unzureichenden Bedingungen. Bei der Planung des Neubaus (1972 eingeweiht) sowie bei der Realisierung seines Konzeptes einer zeitgemäßen Universitätsbibliothek (UB) konnte er schon bald Ideenreichtum und Organisationstalent unter Beweis stellen.

Großes Engagement zeigte Daum in vielen Bereichen des Bibliothekswesens, so war er von 1977 bis 1979 Vorsitzender des Vereins Deutscher Bibliothekare (VDB), 1979 - 1983 Stellvertretender Vorsitzender. Die Zusammenarbeit mit den Bibliotheken aller Sparten war ihm stets ein wichtiges Anliegen, wovon die Arbeitsgemeinschaft BiSON (Bibliotheken in Südostniedersachsen) ein beredtes Zeugnis ablegt. Immerhin war und ist BiSON die erste intensive spartenübergreifende Zusammenarbeit von Bibliotheken in Deutschland. Mit seiner Verabschiedung aus dem aktiven Dienst 1987 verlor die niedersächsische Bibliothekslandschaft eine ihrer markantesten Persönlichkeiten; verbanden sich in ihm doch Begeisterungsfähigkeit für neue Ideen, Temperament, Organisationstalent und Abneigung gegen alles Bürokratische in beeindruckender Weise. Dass sein Rat auch nach der Pensionierung noch gefragt war, zeigte die ehrenvolle Berufung in die "Grupo Especial de Acompamento" des Brasilianischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Technologie, die ihn zu mehreren Beratungsreisen nach Brasilien veranlasste.

Seit 1971 war Josef Daum Honorarprofessor für Bibliothekswesen an der TU Braunschweig. Sein Herz hing am alten Buch, um das er sich stets mit besonderem Interesse gekümmert hat. So hat er sich ganz selbstverständlich für die Rückkehr des Evangeliars Heinrichs des Löwen in unsere Region engagiert. Lange Zeit war er Präsident der Wilhelm-Raabe-Gesellschaft und Vorsitzender des Braunschweigischen Landesvereins für Heimatschutz; er stellte sein Wissen gern auch der Stadt Braunschweig im Kulturausschuss, sowie für die Formensammlung zur Verfügung.

Josef Daum hat sich bleibende Verdienste um den Ausbau unserer Universitätsbibliothek sowie um das Bibliothekswesen überhaupt erworben. Wir werden uns stets gern an ihn erinnern und sein Andenken in Ehren halten.

Herr Prof. Brandes verfasste den Nachruf auf Professor Daum, den Gründungsvater der Arbeitsgemeinschaft BiSON. Sein Einsatz und Engagement für die Arbeitsgemeinschaft BiSON hat ihre Existenz bedeutend gefestigt und sie über viele Jahre erhalten.


Die nächste BiSON-Sitzung findet am

Dienstag, den 2. November 2004, um 9.30 Uhr
im
Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung
Celler Straße 3,
38114 Braunschweig

statt.
 


Redaktionsschluß für die BiSON-Mitteilungen 1/2005 ist der 20. Dezember 2004



 Redaktion:
 Rita Dopheide
 Universitätsbibliothek der TU
 Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
 Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
 Tel.: 0531/391-5019
 Fax: 0531/391-5836
 E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de