Veranstaltungskalender
Nachrichten
aus der Region
BiSON-intern
V
e r a n s t a l t u n g s k al e n d e r
BRAUNSCHWEIG
Universitätsbibliothek
Austellungen:
| bis 23.10. |
Das Bild der
Natur. - Der historische Buchbestand des Staatlichen
Naturhistorischen Museums Braunschweig in der
Universitätsbibliothek. Ausstellung der besonders wertvollen
und schönen Abbildungswerke vom 16. bis 18. Jahrhundert,
anlässlich des 250jährigen Jubiläums des
Museums.
|
| ab 10.11. |
Faszination
Dampflokomotive.
Ausstellungseröffnung: 10. November
2004, 19.30 Uhr.
Den Festvortrag hält Prof. Dr. Dietmar Brandes.
|
| bis Ende Dezember |
Braunschweig
für Einsteiger. Eine Literaturauswahl der
Universitätsbibliothek Braunschweig.
(Vitrinen im Eingangsbereich der Bibliothek)
|
| Dauerausstellung |
Mineralreich:
Schöne Formen der anorganischen Chemie. -
Ausstellung in der Chemiebibliothek. |
Vorträge:
| 3.11. um 19.30 Uhr |
Johannes
Meinhardt, Hildesheim: Le Marche.
Veranstaltung der Universitätsbibliothek und der
Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft Braunschweig e.V.
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| 10.11. um 19.30 Uhr |
Prof. Dr.
Dietmar Brandes, Braunschweig:
Faszination Dampflokomotive.
Ausstellungseröffnung der Universitätsbibliothek. |
| 2.12. um 19.30 Uhr |
Prof. Dr.
Dietmar Brandes, Braunschweig:
Exkursionsziel Bahnbrache? Der unerwartete Artenreichtum von
innerstädtischen Eisenbahnflächen. - Vortrag
begleitend zur Ausstellung »Faszination
Dampflokomotive«.
Veranstaltung der Universitätsbibliothek, des Instituts
für Pflanzenbiologie, Arbeitsgruppe
Vegetationsökologie, des Freundeskreises des Braunschweiger
Botanischen Gartens e.V. und der Deutsch- Italienischen
Kulturgesellschaft Braunschweig e.V.
|
| 19.1. um 19.30 Uhr |
Prof. Dr.
Dietmar Brandes, Braunschweig:
Von den Alpen bis zum Ätna. Vegetationsbilder aus Italien. -
Veranstaltung der Universitätsbibliothek, des Instituts
für Pflanzenbiologie, Arbeitsgruppe
Vegetationsökologie, des Freundeskreises des Braunschweiger
Botanischen Gartens e.V. u. d. Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft
Braunschweig e.V.
|
Braunschweigisches Landesmuseum
Ausstellungen:
| bis 31.12. |
ROSETTA
- Aufbruch zu den Ursprüngen des Sonnensystems. - Ausstellung
des von der DLR Braunschweig entwickelten Strukturmodells des
ROSETTA-Landers im Maßstab 1:1.
|
| bis 6.1. |
Amerika ins Gesicht
geschaut: Henry Maitek - USA 1967. |
| 14.10. - 6.1. |
Ausstellung zur
Erinnerung über 60 Jahre. - 60 Jahre Erinnerung an
die Zerstörung Braunschweigs 1944.
|
Herzog Anton Ulrich-Museum
Ausstellungen:
| bis 31.10. |
Peter Paul
Rubens. Barocke Leidenschaften. |
Städtisches Museum
Ausstellungen:
| bis 7.11. |
Auf der Straße
- Fotografien aus den 1950er/1960er-Jahren von Lutz Dille.
|
| 13.10. - 16.1. |
Über-Lebensorte.
Bunker in Braunschweig 1940-2004. (Altstadtrathaus)
Ausstellungseröffnung: 13.10.2004,
19.00 Uhr.
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| Dauerausstellung |
Geschichte der Stadt
Braunschweig im Überblick.
(Altstadtrathaus)
|

GIFHORN
Stadtbücherei
Veranstaltungen:
| 29.10. um 16.00 Uhr |
Zilly, die Zauberin. -
Das Wolfsburger Figurentheater
spielt für Kinder von 4-11 Jahren ein zauberhaftes,
phantasievolles Theaterstück.
|
| 6.11. um 19.00 Uhr |
L wie Lessing - ein
literarisch-musikalisches Projekt mit Eckart Dux, Anja Alisch
(Rezitation) und Kathrin Brand (Cello).
|
| 20.11. um 17.00 Uhr |
Märchen
für Erwachsene erzählt von Gertrud Hempel
und Gisela Ott.
|

SALZGITTER
Stadtbibliothek
| bis 31.10. |
STROMLAND - FEUERLAND.
-Acrylbilder von Anja Pauseback.
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WOLFENBÜTTEL
Herzog August Bibliothek
Ausstellungen:
| bis 31.10. |
Gotthold
Ephraim Lessing kam bis Wolfenbüttel. (Lessinghaus)
|
| bis 21.11. |
Kiste 143
- die herzogliche Bibliothek entsteht. (Augusteerhalle und Schatzkammer
der Bibliotheca Augusta)
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| 1.10. - 21.11. |
Barbara
Beisinghoff: "Getauchte Zeit". (Malerbuchsaal der Bibliotheca
Augusta)
Ausstellungseröffnung: 1. Oktober
2004, 17.00 Uhr
|
| 28.11. - 29.5. |
Divina officia.
Liturgie und Frömmigkeit im Mittelalter. (Augusteerhalle,
Schatzkammer, Kabinett)
Ausstellungseröffnung: 28.
November 2004, 11.30 Uhr
|
| Dauerausstellung |
Die Welt der Buchstaben
von Hermann Zapf. (Malerbuchkabinett)
|
| Dauerausstellung |
Lessing
in Wolfenbüttel (1770 - 1781). (Lessinghaus) |
Regelmäßige Führungen
finden am ersten Dienstag im Monat um 20.00 Uhr,
sowie sonn- und feiertags um 11.00 Uhr in der Bibliotheca Augusta
statt.
Veranstaltungen:
| 1.10. um 20.00 Uhr |
Prof. Dr. Karl
S. Guthke, Harvard:
Schiller, Shakespeare und das Theater der Grausamkeit. -
Öffentlicher Vortrag im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen
Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts
"Shakespeare im 18. Jahrhundert". (Augusteerhalle)
|
| 11.10. um 18.00 Uhr |
Stipendiatenkolloquium Prof.
Dr. Stephen G. Burnett, Lincoln. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
|
| 21.10. um 14.00 Uhr |
Zur
Erschließung der Helmstedter Handschriften. -
Projektvorstellung im Rahmen der Werkstattgespräche von Dr.
Dieter Merzbacher und Dr. Helmar Härtel,
Wolfenbüttel. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
|
| 25.10. um 18.00 Uhr |
Stipendiatenkolloquium Dr.
Andrej W. Doronin, Moskau. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
|
| 30.10. um 19.00 Uhr |
Michael-Praetorius-Festkonzert.
Zum 400. Jubiläum der Bestallung zum Hofkapellmeister Cappella
Michael Altenburg, Hamburg/Erfurt. - Leitung: Steffen Voss. Werke von
Michael Praetorius und anderen Hofkapellmeistern seiner Zeit. Festvortrag:
Prof. Arno Forchert.
|
| 8.11. um 18.00 Uhr |
Stipendiatenkolloquium Dr.
Reinhard Flogaus, Berlin. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
|
| 11.11. um 14.00 Uhr |
Lessings Handschriften.
- Sammlungen, Entdeckungen, Fälschungen. - Projektvorstellung
im Rahmen der Werkstatt- gespräche von Wolfgang Milde,
Wolfenbüttel. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus) |
| 9.12. um 14.00 Uhr |
Die Rekonstruktion der
Bibliothek von Johannes Caselius. Projektvorstellung im Rahmen der
Werkstattgespräche von Werner Arnold,
Wolfenbüttel. (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
|

WOLFSBURG
Stadtbibliothek
|
Vorstellung von
belletristischen Neuerscheinungen: |
| 4.10 um 17.00 Uhr |
in der
Stadtteilbibliothek Fallersleben |
| 5.10. um 17.00 Uhr |
in der
Stadtteilbibliothek Hansaplatz |
| 6.10. um 17.00 Uhr |
in der Zentralen
Erwachsenenbibliothek |
| 7.10. um 17.00 Uhr |
in der
Stadtteilbibliothek Vorsfelde
|
|
Herbstaktivitäten
in der Kinderbibliothek:
|
| 12.10. von 10.00-11.00
Uhr |
Interneteinführung
für Kinder von 11 - 12 Jahren. |
| 12.10 von 12.00-14.00 Uhr |
Interneteinführung
für Kinder von 8 - 10 Jahren.
|
| 18.10. von 10.00-11.00
Uhr |
Vorlesestunde
|
| 19.10 von 16.00-17.00 Uhr |
Vorlesestunde
für Kinder von 5 - 7 Jahren.
|
| 26.10. von 18.30-20.30 |
Vorlese- und
Schmökerzeit für Mädchen von 12 - 14 Jahren.
|
| 10.11. um 15.00 Uhr |
Bilderbuchkino.
Veranstaltet vom Literaturkreis für
Kinder und Jugendliche e.V. Lesung mit Susanne Laschütza.
|
| 24.11. um 15.00 Uhr |
Adventsbastelei
für Kinder von 5 -7 Jahren.
|
|
Im Foyer des
Alvar-Aalto-Kulturhauses:
|
| 22.11. von 16.30-18.00
Uhr |
Ausstellung aktueller
Kinder- und Jugendbücher
|
| 23.11. von 16.30-18.00
Uhr |
Ausstellung aktueller
Kinder- und Jugendbücher |
| 25.11. von 16.30-18.00
Uhr |
Ausstellung aktueller
Kinder- und Jugendbücher
|
| 26.11. von 16.30-18.00
Uhr |
Ausstellung aktueller
Kinder- und Jugendbücher |
| 8.12. um 19.30 Uhr |
Märchen.
Ibrahima Ndjaye. Interaktives Erzählen mit Spiel,
Tanz, Trommeln und Pantomime. - Eine Veranstaltung für
Jugendliche und Erwachsene. Veranstalter: Literaturkreis für
Kinder und Jugendliche e.V.
|

Nachrichten aus der
Region
Herr Prof.
Dr. Dietmar Brandes berichtete im Newsletter der Universitätsbibliothek
Braunschweig am 23. August 2004 über weitere
Serviceverbesserungen der UB:
Auf der Einstiegsseite zum Online-Katalog findet
man nun auch den direkten Zugang zu folgenden Punkten:
- Lesesaal: Für jedes
Fach ist die komplette Aufstellung im Freihandbestand ersichtlich, mit
der Möglichkeit bis zum einzelnen Buch "durchzuklicken", um
z.B. den Ausleihstatus zu ermitteln.
- Neuerwerbungen: Die nunmehr
monatlich aktualisierte Neuerwerbungsliste ist per Mausklick zu
erreichen - sie ist fachlich untergliedert. Aus Gründen der
Kosteneinsparung verzichtet die Bibliothek daher auf den Druck der
bisherigen Neuerwerbungsliste.
- Elektronische Zeitschriften:
Man gelangt sofort auf unsere Startseite für die
elektronischen Zeitschriften, von der aus etwa 10.000 Zeitschriften im
Volltext erreichbar sind.
- Online-Fernleihe:
Für Literatur, die nicht in der UB vorhanden ist, kann man
sofort die Seite der Online-Fernleihe erreichen und ggf. eine Fernleihe
bestellen.
- Benutzerausweis beantragen:
Hier führt der Klick zum Online-Anmelde-Formular, das jetzt
Standard in der Universitätsbibliothek ist.
Der Zentralkatalog der Institute der TU
Braunschweig ist nun vollständig im Online-Katalog
der Universitätsbibliothek enthalten.
Damit ist ein Retrokatalogisierungsprojekt abgeschlossen und ein
wichtiger Baustein für die UB II gelegt worden.
Die Universitätsbibliothek Braunschweig
zeigt zum Semesterbeginn in ihren Eingangsvitrinen wieder die Literatur
über "Braunschweig für Einsteiger".
Unter: http://www.biblio.tu-bs.de/ausstellungen/bseinsteiger.html
findet man weitere Bücher zum Thema.

Herzog Augusts Stundenbuch wieder in Wolfenbüttel
berichtet die Braunschweiger Zeitung in ihrer Wolfenbütteler
Ausgabe am 13. August 2004:
"Das Stundenbuch Herzog Augusts des
Jüngeren kehrte in die Herzog August Bibliothek
Wolfenbüttel zurück. Bibliothek, Land und
Stiftung Niedersachsen sowie die Kulturstiftung der Länder
haben das seit mehr als 300 Jahren verschollene Stundenbuch aus dem
frühen 16. Jahrhundert von einem Hamburger Antiquar
wiedererworben. Das gab die Herzog August Bibliothek bekannt.
Das Fürstengebetbuch ist mit
vielen kostbaren Miniaturen ausgestattet, erläutert Sprecher
Oswald Schönberg. Nachdem Herzog Anton Ulrich das Stundenbuch
1697 als Gastgeschenk dem Fürstbischof von Corvey
übergeben hatte, wechselte es mehrfach den Besitzer, bis sich
um 1750 seine Spur verlor.
Am 19. August wurde das Stundenbuch in
einer öffentlichen Präsentation in der Augusteerhalle
in den Handschriftenbestand der Bibliothek
zurückgeführt. Dazu erscheint ein reich bebildertes
Heft zum Stundenbuch und seiner Geschichte, das in der Herzog August
Bibliothek zu kaufen ist."
Frank Wöstmann
ergänzt in der Braunschweiger Zeitung vom 20. August 2004:
".... Vor allem die zahlreichen
Miniaturen hatten an Ausstrahlung und Farbkraft offenbar kaum etwas
verloren - dieses Resultat verdankt die Nachwelt der profanen Tatsache,
dass ein Vorbesitzer das Büchlein mit einer metallenen
Schließe versehen ließ. Auch von außen
präsentiert sich das Buch noch so, wie es Herzog August um
1540 eigenhändig in seinen Bibliotheksschatz eingereiht hat:
Mit grünsamtigem Einband und der herzoglichen Signatur
"cod.guelf. 84.2.1.". Hinter dieser Kennzeichnung verbergen sich die
codicis guelferbytani, so heißen in lateinischer Sprache die
Wolfenbütteler Handschriften."

Die Ausbildungsberufe der Stadt Wolfsburg wurden
anlässlich der Wolfsburg Messe im CongressPark Wolfsburg vom
23. - 26. September 2004 präsentiert. Die Stadtbibliothek
Wolfsburg stellte die Ausbildung des Fachangestellten
für Medien- und Informationsdienste vor.
Das schönste Buch der Welt kommt aus Wolfsburg.
Schon am 18. März 2004 berichtete Hans
Adelbert Karweik in der Braunschweiger Zeitung über
den mit der "Goldene Letter" preisgekrönten Nicolai-Katalog
der Städtischen Galerie.
"Die Kunst, ein Buch zu gestalten,
beginnt mit dem Papier, umfasst die Illustrationen, geht über
Schriftarten und Schrifttypen über Gliederung und Bindung bis
zur Umschlaggestaltung. Für leicht verzogene, in den Farben
Grau und Weiß wechselnde Rauten haben sich die Herausgeber
Dr. Susanne Pfleger und Olaf Nicolai im Einband entschieden. Diese
Erinnerung an die Op-Art Victor Vasarélys wird auf dem
Buchrücken gebrochen: In einer Schrift, die an die
längst vergessenen Fernschreiber erinnert, sind Werke,
Ausstellungen und Publikationen des Wolfsburger
Kunstpreisträgers 2002 verzeichnet.
Den frechen Griff auf alle
verfügbaren Gestaltungsmittel sowie deren ästhetisch
gelungene Anordnung hat dem im Verlag Hatje/Cantz edierten Katalog "Olaf
Nicolai: Rewind Forward" der Städtischen Galerie
Wolfsburg die "Goldene Letter" eingebracht. Es ist die weltweit
höchste Auszeichnung für Buchgestaltung.
Sie wird am 26. März auf der Leipziger Buchmesse verliehen,
teilte die Stiftung Buchkunst mit. "
In unserer Bescheidenheit hatten wir gar nicht mit hohem Interesse
gerechnet. Doch nun melden sich dpa, 3Sat und viele andere", freute
sich Galerie-Leiterin Susanne Pfleger über das enorme
Medienecho.
Die Jury lobte das Wolfsburger Buch
für seine kompromisslose, klare Typografie, die im echselspiel
zur Vielfalt der Sonderdrucke stehe und schrieb: "Ein Kunstkatalog, der
höchstes Vergnügen bereitet. Ein gut gelungenes
Experiment, innovativ, fantasievoll und voller
Überraschungen." In der Tat besticht der Nicolai-Katalog durch
seinen ungezwungenen Wechsel zwischen den Formaten der Seiten, zwischen
Hochglanz und Paperback, Skizze und Farbbild, hauchdünnem
Papier und festem Karton, Englisch und Deutsch. Wobei die verbindende
Linie Seitenindices sind, die an gestanzte, herausnehmbare
Kärtchen erinnern."

Frau Birgit Sonnek
ergänzt in ihrem Artikel über das im Schaufenster der
Stadtbibliothek Wolfsburg ausgestellte
"schönste Buch der Welt":
"Die "Goldene Letter"
der Stiftung Buchkunst, die für den Wolfsburger Kunstkatalog
vergeben wurde, ist die weltweit höchste Auszeichnung
für Buchgestaltung. Am 14. Februar 2004 wählte eine
international besetzte, siebenköpfige Jury die 14
Preisträger des internationalen Wettbewerbs "Schönste
Bücher aus aller Welt" aus. Der Jury lagen 608
Bücher aus 33 Ländern vor.
Die eingesandten Bücher waren bereits in ihren
Ursprungsländern durch Wettbewerbe oder Fachgremien als
"Schönste" ausgewählt und ausgezeichnet worden.
Vergeben wurden neben der "Goldenen Letter" eine Goldmedaille, zwei
Silbermedaillen, fünf Bronzemedaillen und fünf
Ehrendiplome. Die Preisvergabe fand auf der Leipziger Buchmesse am 26.
März 2004 statt. Die Jury begründete ihre
Entscheidung mit der "kompromisslosen, klaren Typografie, die im
Wechselspiel zur Vielfalt der Sonderdrucke" stehe."
Doch war das nicht die einzige
Auszeichnung, die das Buch erlangte: Bereits im Jahr 2003 war das
aufwändig produzierte Werkverzeichnis des Künstlers
Olaf Nicolai der Jahre 1994 bis 2002 mit dem 2. Preis der Stiftung
Buchkunst bedacht worden. Damals hatte die Jury das
Künstlerbuch folgendermaßen beurteilt: "Ein
Kunstkatalog, der höchstes Vergnügen bereitet. Ein
gut gelungenes Experiment, innovativ, fantasievoll und voller
Überraschungen. Einband und Verarbeitung bilden den Rahmen
für die große Vielfalt der Gestaltung in Typografie,
Druck und Material." Das Kunstmagazin "art" bezeichnete den Katalog als
"Trophäe für Sammler".

...und etwas kurios...
Das
Wortmuseum als Salon der Liebhaber. Aufgedeckt von Harald
Duin in der Braunschweiger Zeitung am 17. September 2004:
"Im März dieses Jahres
eröffnete der Braunschweiger Designer Kay-Uwe Rohn
sein Wortmuseum. Ein Museum ohne Raum - im Internet. Für
Wörter, die aus unserem Leben verschwinden. Rohn hebt sie auf,
haucht sie an, präsentiert sie als Kostbarkeiten in einem weit
gezogenen Linienrahmen. Woche für Woche ein neues altes Wort:
karessieren, wohlfeil, sintemal, hienieden, kommod, Parapluie,
spornstreichs, lobesam, anheischig und mehr.
Anheischig? Da fragen wir uns
natürlich sofort, ob wir dieses Wort bei Begegnungen mit
anderen Menschen überhaupt noch unterbringen können,
ohne seltsam zu scheinen. Aber, indem wir es andächtig
murmeln, entfaltet es augenblicklich seinen Zauber - anders als der
Krempel von einst in der Glasvitrine, etwa der bäuerliche
Hausrat des Biedermeiers.
Das Wort von Gestern hat, wie
Honoré de Balzac fand, nichts Absolutes: "Wir wirken mehr
auf das Wort, als es auf uns wirkt; seine Kraft kommt aus den
Vorstellungen, die wir erworben haben und nun hineinlegen." Also hat,
wenn wir gut drauf sind, "anheischig" eine neue Chance, uns
einzufallen, wenn wir nach Worten ringen.
Nur muss man aufpassen. Wir
können das Wort nur in der Verbindung "sich anheischig machen"
(sich erbieten, verpflichten) verwenden. Das Wort hat etwas
Liebedienerisches. Man sehe Beethovens Brief vom Dezember 1806 an die
Theaterdirektion in Wien. Ein Brief, in dem Beethoven von sich in der
dritten Person spricht: "Macht sich derselbe anheischig und
verbindlich, jährlich wenigstens eine große Oper,
die gemeinschaftlich durch die löbliche Direktion und durch
den Unterzeichneten gewählt würde, zu komponieren . .
."
Interessant auch "karessieren", das
Goethe im "Faust" flott aus der Feder floss, das außerdem im
Gassenhauer "Es steht ein Wirtshaus an der Lahn" drastisch beim Wort
genommen wird: "Frau Wirtin hat auch einen Knecht, und was er tut, das
ist ihr Recht; er tut sie karessieren - liebkosen halt. Karessieren
changiert auch zu den Bedeutungen schmeicheln, eine (geheime)
Liebschaft haben.
In "Karessieren" zeigt sich der
mächtige französische Spracheinfluss des 17.
Jahrhunderts. Man trieb in Kreisen, die sich für etwas
Besseres hielten, Coquetterie oder Conversation, man sagte parlieren,
maskieren, logieren und übte sich mit Karessieren im Salon -
eine Lieblingsbeschäftigung der Cavaliere und Maitressen.
Über 3500 Besucher haben Rohns
Wortmuseum angeklickt. Täglich erreichen ihn unter http://www.wortmuseum.com
neue Vorschlägen, mit lauter fast entwischten
Wörtern. Die Schrulle (Laune, Eigenwilligkeit) wurde ihm
ebenso zugetragen wie greinen, grämen und plietsch (im
Plattdeutschen listig, schlau, gewitzt).
Rohns Projekt ist auf 52 Wochen angelegt.
Gerade ist Halbzeit. Beflügelt von der Resonanz, plant er eine
Ausstellung, will mit Schülern des Martino-Katharineums tief
in den Schatz der deutschen Sprache greifen. Und er plant ein Buch. 52
Autoren, Texter, Journalisten, Kabarettisten, Liebhaber der deutschen
Sprache sollen jeweils einen Text zu einem Wort aus dem Wortmuseum
schreiben."

Stellengesuche und -angebote
Diplom-Bibliothekar (FH), 33
Jahre , Examen 04/2004, sucht dringend Stelle in Wissenschaftlicher
oder Öffentlicher Bibliothek.
Mehrjährige Berufserfahrung in beiden Bibliothekstypen
vorhanden, ortsunabhängig, flexibel und teamfähig.
Bibliothekar ÖB, 48
Jahre, langjährige Erfahrung in der Leitung einer ÖB,
sucht eine Vollzeitstelle oder mindestens 30-Stunden-Stelle mit
Aussicht auf eine Vollzeitstelle
(gern Leitung oder andere Position)
Bietet unternehmerische
Arbeitshaltung mit hohem Verantwortungsbewusstsein;
IT-Kenntnisse: Bibliotheca 2000, Powerpoint, Excel, Word;
umfangreiche Erfahrung in Öffentlichkeitsarbeit für
Kinder und Erwachsene; Bestandsaufbau und Lektorat. Ein kurzfristiger
Arbeitsanfang ist möglich.
Näheres über beide Bewerber
erhalten Sie über die Redaktion:
R. Dopheide, Tel.: 0531/391-5019, Fax: 0531/391-5836, E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de

Die UB Braunschweig weist auf
ihre Homepage hin, auf der unter UB von
A-Z : Stellenangebote (oder Aktuell: Stellenangebote) bald
Näheres über zwei neu zu besetzende Stellen zu lesen
ist.
Es handelt sich voraussichtlich um eine BAT IVb-Stelle ab
1.12.2004 und um eine 1/2 Vb zum 1.1.2005.
Nähere Auskünfte erteilt der Direktor der UB (Tel.:
0531-391-5011).

Fort- und Weiterbildung
Unter dem Motto "Bibliotheken der
Zukunft - Zukunft der Bibliotheken" trafen sich am 10. und
11. September rund 120 Experten in Halberstadt zu den 14.
Gemeinsamen Bibliothekstagen für Niedersachsen und Sachsen
Anhalt.
Neben den Mitgliederversammlungen der Vereine und
Verbände standen Fragen zur künftigen
Bibliotheksentwicklung, der neugeordneten Bibliotheksstatistik, zu
Bibliotheksportalen und Verbundsystemen und zu neuen Initiativen der
Leseförderung als Folge von PISA auf dem Tagungsprogramm.
Auch die derzeitig dramatische Situation der
öffentlichen Bibliotheken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt
spielte eine große Rolle. In beiden Bundesländern
wirken sich mehr und mehr die aktuellen Sparmaßnahmen auf dem
Bildungssektor aus, die beispielsweise zu
Bibliotheksschließungen, Einsparungen in den Buchetats,
Personalabbau, fehlende Bibliotheksausstattung sowie die Reduzierung
von Fahrbibliotheken führen wird.
Die Eröffnungsveranstaltung mit
Grußworten des Kultusministers des Landes Sachsen-Anhalt,
Prof. Jan-Hendrik Olbertz, des stellvertretenden
Oberbürgermeisters der Stadt Halberstadt, Dr. Michael Haase,
der DBV Landesvorsitzenden Hartmut Glöckner und Winfried
Hartmann und dem Festvortrag von Frau Bundestagsabgeordnete von
Bündnis 90/ Die Grünen, Undine Kurth, fand im neuen
Rathaus statt. Auch hier kam immer wieder der Zwiespalt zwischen
Einsparungszwang der Politik, der zu Kürzungen für
Bibliotheken führt und der dringend nötigen
Verbesserung der Aus- und Bildungssituation der Bürger zur
Sprache.
Die Stadtbibliothek "Heinrich Heine", die im Jahr
2000 die Auszeichnung "Bibliothek des Jahres" von der Zeit-Stiftung und
dem Deutschen Bibliotheksverband erhielt, präsentierte sich
als Tagungsort.
Die Vorträge und Grußworte sind
in einer der nächsten Ausgaben vom "Mitteilungsblatt der
Bibliotheken in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt" (mb) nachzulesen.

Es sind noch ein paar Plätze für
die im Bison Bereich stattfindenden Fortbildungen frei:
Im Bison-Bereich finden statt:
Alte Drucke, moderne Technik. Die Herzog
August Bibliothek Wolfenbüttel.
Referent: Dr. Thomas
Stäcker, HAB Wolfenbüttel
Termin: 6. Oktober 2004, 10.30 - 17.00
Uhr
Ort: Herzog August Bibliothek
Wolfenbüttel, Zeughaus
Anmeldeadresse: Rita Dopheide, Tel.:
0531/391-5019, Fax: 0531/391-5836, E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de

Einführung in die
Provenienzenverzeichnung unter PICA.
Referenten: Dr. Jürgen
Weber, Brigitte Becker-Eberau und Gabi Schwitalla, Herzogin Anna Amalia
Bibliothek, Weimar
Termin: 27. Januar 2005, 10-17.00 und
28. Januar 9.00-13.00 Uhr.
Ort: Herzog August Bibliothek
Wolfenbüttel
Anmeldeadresse: Zentrum für
Aus- und Fortbildung der Niedersächsischen Landesbibliothek,
Ansprechpartner: Christiane
Könneker, Tel. 0511/1267-381, E-mail: Christiane.Koenneker@mail.nlb-hannover.de

BiSON intern
|
Am 18. August 2004 verstarb der
langjährige Leitende Bibliotheksdirektor
Hon.
Prof. Dr. Josef Daum
1924 in Merzig geboren und aufgewachsen, nahm Josef Daum 1949 nach 6
Jahren Wehrdienst und Gefangenschaft sein Studium der
Naturwissenschaften (Geologie, Botanik, Zoologie, Chemie) an der
Universität Saarbrücken auf, wo er 1954 mit einer
zoologischen Arbeit zum Dr. rer. nat. promoviert wurde ("Summa cum
laude"). Es folgten mehrere Assistentenjahre am Biologischen Institut
in Saarbrücken, wo ihm nicht nur die Praktika, sondern auch
die Vorlesungen anvertraut waren. Der wissenschaftliche Schwerpunkt
seiner Arbeiten lag auf der Höhlenforschung und war mit
zahlreichen Exkursionen nach Frankreich verbunden.
Nach der Ausbildung für den
höheren Bibliotheksdienst begann seine berufliche Laufbahn an
der Bibliothek der Technischen Hochschule (TH) Aachen. Dort plante er
den Neubau der Bibliothek und wurde schon bald mit der Vertretung des
Direktors betraut. 1967 Übernahm Josef Daum die Leitung der
Bibliothek der damaligen TH Braunschweig. Diese älteste der
TH-Bibliotheken Deutschlands existierte unter räumlich,
finanziell und personell völlig unzureichenden Bedingungen.
Bei der Planung des Neubaus (1972 eingeweiht) sowie bei der
Realisierung seines Konzeptes einer zeitgemäßen
Universitätsbibliothek (UB) konnte er schon bald Ideenreichtum
und Organisationstalent unter Beweis stellen.
Großes Engagement zeigte Daum in
vielen Bereichen des Bibliothekswesens, so war er von 1977 bis 1979
Vorsitzender des Vereins Deutscher Bibliothekare (VDB), 1979 - 1983
Stellvertretender Vorsitzender. Die Zusammenarbeit mit den Bibliotheken
aller Sparten war ihm stets ein wichtiges Anliegen, wovon die
Arbeitsgemeinschaft BiSON (Bibliotheken in
Südostniedersachsen) ein beredtes Zeugnis ablegt. Immerhin war
und ist BiSON die erste intensive spartenübergreifende
Zusammenarbeit von Bibliotheken in Deutschland. Mit seiner
Verabschiedung aus dem aktiven Dienst 1987 verlor die
niedersächsische Bibliothekslandschaft eine ihrer markantesten
Persönlichkeiten; verbanden sich in ihm doch
Begeisterungsfähigkeit für neue Ideen, Temperament,
Organisationstalent und Abneigung gegen alles Bürokratische in
beeindruckender Weise. Dass sein Rat auch nach der Pensionierung noch
gefragt war, zeigte die ehrenvolle Berufung in die "Grupo Especial de
Acompamento" des Brasilianischen Staatsministeriums für
Wissenschaft und Technologie, die ihn zu mehreren Beratungsreisen nach
Brasilien veranlasste.
Seit 1971 war Josef Daum Honorarprofessor
für Bibliothekswesen an der TU Braunschweig. Sein Herz hing am
alten Buch, um das er sich stets mit besonderem Interesse
gekümmert hat. So hat er sich ganz selbstverständlich
für die Rückkehr des Evangeliars Heinrichs des
Löwen in unsere Region engagiert. Lange Zeit war er
Präsident der Wilhelm-Raabe-Gesellschaft und Vorsitzender des
Braunschweigischen Landesvereins für Heimatschutz; er stellte
sein Wissen gern auch der Stadt Braunschweig im Kulturausschuss, sowie
für die Formensammlung zur Verfügung.
Josef Daum hat sich bleibende Verdienste um
den Ausbau unserer Universitätsbibliothek sowie um das
Bibliothekswesen überhaupt erworben. Wir werden uns stets gern
an ihn erinnern und sein Andenken in Ehren halten.
|
Herr Prof. Brandes verfasste den Nachruf auf
Professor Daum, den Gründungsvater der Arbeitsgemeinschaft
BiSON. Sein Einsatz und Engagement für die Arbeitsgemeinschaft
BiSON hat ihre Existenz bedeutend gefestigt und sie über viele
Jahre erhalten.

Die nächste BiSON-Sitzung
findet am
Dienstag, den 2. November 2004, um 9.30
Uhr
im
Georg-Eckert-Institut für internationale
Schulbuchforschung
Celler Straße 3,
38114 Braunschweig
statt.

Redaktionsschluß
für die BiSON-Mitteilungen
1/2005 ist der 20. Dezember 2004
Redaktion:
Rita Dopheide
Universitätsbibliothek der TU
Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
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