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BiSON

Seitentitel: Mitteilungen *1: Januar / Februar / März 2006

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Veranstaltungskalender Nachrichten aus der Region

Fort- und Weiterbildung

BiSON-intern


V e r a n s t a l t u n g s k al e n d e r


BRAUNSCHWEIG

Universitätsbibliothek

Ausstellungen:

bis 13.4. Firmen machen Reklame.
Herr Dipl.-Ing. Hans-Joachim Zerbst führt am 3.2. und 3.3., jeweils um 15.00 Uhr, durch die Ausstellung.
bis 4.2. Gustav Gassner (1881 - 1955). - Die UB widmet dem Biologen und Rektor der TH Braunschweig eine kleine Ausstellung zur Wiederkehr seines 50. Todestages.
(Vitrinen im Eingangsbereich)
ab 6.2. Prof. Dr. Konrad Koch und der Fußball in Deutschland.
(Vitrinen im Eingangsbereich)
bis auf weiteres Heinrich Beckurts. (23.8.1855 - 15.9.1929). - Ausstellung über den bedeutenden Braunschweiger Pharmazeuten und Lebensmittelchemiker. (Chemiebibliothek)
Veranstaltungen:
31.1. um 19.00 Uhr. Gustav-Gassner-Gedächtnis-Vorlesung gehalten von Prof. Dr. Dietmar Brandes, TU Braunschweig. – Veranstaltung des Instituts für Pflanzenbiologie, AG Vegetationsökologie und experimentelle Pflanzensoziologie, und des Vereins der Freunde des Braunschweiger Botanischen Gartens e.V.
(Hörsaal Instituts für Pflanzenbiologie, Humboldtstr. 1)

Braunschweigisches Landesmuseum

Ausstellungen:

bis 15.1.2006 ArchäologieLandNiedersachsen. - 25 Jahre Denkmalschutzgesetz - 400.000 Jahre Geschichte. (Ausstellungszentrum Hinter Aegidien)
bis 26.2.. Sinnesflut - Fotografien von Thomas Ammerpohl.
7.3. - 23.4.. Aufbruch – Menschen mit Behinderungen zeigen ihr kreatives Potential.
bis 31.12. ROSETTA - Aufbruch zu den Ursprüngen des Sonnensystems. - Ausstellung des von der DLR Braunschweig entwickelten Strukturmodells des ROSETTA-Landers im Maßstab 1:1.
bis 31.12. Rezept für eine Atomuhr. Eine PTB-Atomuhr im Braunschweigischen Landesmuseum.

Auswahl aus dem Veranstalungsprogram des BLM:

12.1. um 20.15 Uhr Wissenschaft und Phantasie - phantastische Wissenschaft? Leonardo da Vinci und Jules Verne. – Vortrag von Dr. h.c. Gerd Biegel.
19.1. um 19.00 Uhr. Ricarda Huch und der 1. Deutsche Schriftstellerkongress 1947 in Berlin. - Vortrag von Dr. h.c. Gerd Biegel.
26.1. um 20.15 Uhr Der Film und die Pioniere der Raumfahrt. – Vortrag von Dr. Marie-Luise Heuser, TU Braunschweig.
29.1. um 15.00 Uhr Hofmohre. – Bedienstete am Fürstenhof des 18. Jahrhunderts. Vortrag von Dr. Angela Klein.
1.2. um 19.00 Uhr Die Heinrich-Sage. – Filmvorführung (Filmteam „hundert13“, TU Braunschweig) und Vortrag von Dr. Hans-Jürgen Derda.
2.2. um 19.oo Uhr. Wissenschaftsgeschichte im Braunschweiger Land: William Gilbert (1544 – 1603) und der Magnetismus der Erde. Vortrag von Prof. Dr. Thomas Sonar, TU Braunschweig.
9.2. um 20.15 Uhr Vielheit der Welten - extraterrestrische Existenz: Literaten, Philosophen und Wissenschaftler zu einem aktuellen Thema. – Vortrag von Prof. Dr. Eberhard Knobloch, TU Berlin.
16.2. um 19.00 Uhr Albert Einstein - Was ist relativ?: Wie zwei Menschen die Welt erfahren, die sich relativ zueinander bewegen. - Vortrag von Dr. Horst Zuse, FH Lausitz.
1.3. um 19.00 Uhr Zur Geschichte des Schuhs. Aus den Sammlungen des BLM. - Vortrag von Christiane Gaidies, Dr. Angelika Klein und Ines Zimmermann.
2.3. um 19.00 Uhr Wissenschaftsgeschichte im Braunschweiger Land: Julie Dedekind (1823-1914) als Schriftstellerin und ein Leben für den Bruder Richard Dedekind (1831-1916). – Vortrag von Dr. h.c. Gerd Biegel.
10.3. um 15.00 Uhr Eröffnungsveranstaltung: "Tastentaumel 2006".
19.3. um 15.00 Uhr. Mittelalterliche Geschichte im Braunschweigischen Landesmuseum: Jenseits des Herrschaftsdünkels – die freiwillige Armut der Elisabeth von Thüringen. – Vortrag von Dr. Hans-Jürgen Derda.

Weitere Vorträge und Führungstermine entnehmen Sie bitte dem Museumsprogramm des
Landesmuseums, das jetzt auch unter http://www.landesmuseum-bs.de zu finden ist.

Städtisches Museum

Ausstellungen:

bis 15.1. Die gute Form - einst und jetzt. Metalgerät der Formsammlung Walter und Thomas Dexel, Braunschweig.
ab 12.3. Clara Wieck-Schumann. - Tastentaumel 2006.
Ausstellungseröffnung: 12. März 2006, 19.00 Uhr mit einem Klavier-Rezital von Prof. Jozef De Beenhouwer.
Dauerausstellung Geschichte der Stadt Braunschweig im Überblick. (Altstadtrathaus)

Vorträge:

19.3. um 11.00 Uhr Tastentaumel 2006. – Vortrag von Prof. Janina Klasse, Freiburg, im Rahmen der Ausstellung zu Clara Wieck-Schumann.
24.3. um 19.00 Uhr Rekonstruktion des historischen Konzertes von Clara Wieck-Schumann am 26. Januar 1860 mit Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hannover. (Ltg.: Prof. Gerrit Zitterbart)


SALZGITTER

Stadtbibliothek

15.1. - 25.2. Hans-Ulrich Buchwald. Vieleckbilder, Holz- und Linolschnitte, Aquarelle. Ein Querschnitt aus dem umfangreichen Schaffen des Hannoveraner Künstlers.
Ausstellungseröffnung: 15.1.2006, um 17.00 Uhr.


WOLFENBÜTTEL

Herzog August Bibliothek

Ausstellungen:

bis 5.2. Annegret Dahlmann. Hinterland - mythologische Bilder. (Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta)
bis 15.2. Dürers Marienleben. Übernahme einer Ausstellung der Bibliothek Otto Schäfer, Schweinfurt. (Augusteerhalle, Schatzkammer, Kabinett)
19.2. - 4.6. Europas Weltbild in alten Karten - Globalisierung im Zeitalter der Entdeckungen. (Augusteerhalle, Schatzkammer, Kabinett, Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta)
Ausstellungseröffnung: 19. Februar 2006, 11.30 Uhr.
Dauerausstellung Die Welt der Buchstaben von Hermann Zapf.
(Malerbuchkabinett)
Dauerausstellung Lessing in Wolfenbüttel (1770 - 1781). (Lessinghaus)

Veranstaltungen:

12.1. um 19.00 Uhr Das Wolfenbütteler Barockjahr. Eröffnungsveranstaltung des Kulturstadt-Vereins Wolfenbüttel mit Lesungen, musikalischen Einlagen, Erläuterungen, Tanzschritten.
(Telefonische Anmeldung: 05331/808-214)
19.1. um 14.00 Uhr Neue Entwicklungen im Internet. - Bericht im Rahmen der Werkstattgespräche von Dietrich Parlitz.
(Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
16.2. um 14.00 Uhr Festkultur online. - Abschlussbericht im Rahmen der Werkstattgespräche von Dr. Thomas Stäcker und Andrea Opitz.
(Saal im Anna-Vorwerk-Haus)


WOLFSBURG

Stadtbibliothek

Ausstellungen:

bis Mitte Januar Das Buch im Buch. Lesen, Buch und Bibliothek in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur. – Schaufensterausstellung im Aaltohaus.
bis Mitte Januar Experimentierbücher für neugierige Kids – Schaufensterausstellung im Aaltohaus.
im Februar Medienausstellung zum 100. Todestag Heinrich Heines.
6.3. - 10.3. Starke Mädchen stellen sich vor. - Buchausstellung in der Kinderbibliothek. Kinderbibliothek.

Veranstaltungen:

12.10. um 15.00 Uhr „Politisches Marketing“ - Lesung und Diskussion mit Prof. Dr. Markus Karp über seine Publikation. (Den genauen Termin erfragen Sie bitte unter 05361-282522.)
17.1. um 15.00 Uhr Vorlesestunde für 4-6 jährige Kinder. (Kinderbibliothek)
15.2. um 15.00 Uhr Vorlesewettbewerb: Schulsieger und Schulsiegerinnen der 6. Klassen treten beim Wolfsburger Stadtentscheid an. (Kinderbibliothek)
1.3. um 15.00 Uhr Janosch für Kinder ab 6 Jahren. - Vorlesestunde im Hallenbad Junge Kultur.
7.3. von 18.00 - 19.00 Uhr Starke Mädchen. Buchbesprechungen mit Lesung zum Thema für 9-11 jährige Mädchen. (Kinderbibliothek)


Nachrichten aus der Region


Die Universitätsbibliothek Braunschwei hat am 17. November in einer festlichen Stunde die „Digitale Bibliothek Braunschweig“ eröffnet und damit einen einheitlichen Zugang zu den digitalen Dokumenten der TU geschaffen.

Die Digitale Bibliothek Braunschweig (http://www.biblio.tu-bs.de/digibib.htm) ist ein Angebot der /b>Universitätsbibliothek in Kooperation mit dem Rechenzentrum. Sie bietet eine Plattform für digitale Inhalte und besteht aus:

• dem TU BS Publikations Server (http://bib1lp1.rz.tu-bs.de/docportal/content/below/index.xml) und
• den Elektronischen Semesterapparaten (http://www.biblio.tu-bs.de/semapp/)

Der Publikationsserver ermöglicht zurzeit den Zugang zu mehr als 1.500 Dokumenten im Volltext, unter anderem:

• Artikel, Preprints und andere wissenschaftliche Publikationen
• mehr als 500 Dissertationen und
• mehr als 800 digitalisierte Bücher aus den wertvollen Spezialsammlungen: Kinderbuchsammlung Pharmazeutische Bücher Botanische und zoologische Bücher.

Probieren Sie es doch einfach aus! Auf der Homepage der UB (http://www.biblio.tu-bs.de/) finden Sie den direkten Zugang zur Digitalen Bibliothek Braunschweig.


Die Ausstellung „Firmen machen Reklame“ in der Universitätsbibliothek wird bis Anfang April verlängert. Herr Dipl.-Ing. Hans-Joachim Zerbst führt am 3.2. und 3.3., jeweils um 15.00 Uhr, durch die Ausstellung.

Im Juli 1855 wurden von Ernst Litfaß die ersten Plakatsäulen, die bis heute seinen Namen tragen, in Berlin aufgestellt. Mit Plakaten wurde geworben für Veranstaltungen, politische Programme und Produkte von Firmen.

Die Ausstellung in der UB befasst sich ausschließlich mit der Firmen- und Produktwerbung und zeigt anhand von Büchern verschiedene Formen der Werbung, wie Plakate, Annoncen, Ausstellungen, Prospekte, Verpackungen u.a. Vor allem mit Büchern aus der Firmenschriftensammlung, in der ca. 7.000 Firmengeschichten, Firmenprospekte und Werkszeitschriften erschlossen sind, werden bekannte Firmen und deren Produkte und Marken gezeigt. Besonders schöne Werbebilder gab es bei den Herstellern von Schokolade, etwa mit den Firmen Sprengel, Suchard (Milka), Stollwerck und Ritter. Die Werbung für Sekt begann schon sehr früh, z.B. in der Zeitschrift ’Die Jugend’. Zahlreiche Veröffentlichungen gibt es auch von Brauereien und der Zigarettenindustrie. Und wer kennt nicht die bekannten Produkte der Lebensmittelbranche wie Bahlsen-Kekse, Brandt-Zwieback, Maggi, Kaffee-Hag u.a.? Gezeigt werden alte Prospekte von Haushaltsgeräten, z.B. ’Entstaubungspumpen’, Kühlschränke, Lampen von Firmen wie Siemens, Bosch oder Junkers.
Zu bekannten Produkten mit einer langen Reklametradition gehört Persil von der Firma /b>Henkel oder Odol, Chlorodont und Nivea.

In der Bibliothek einer Technischen Universität sind natürlich auch viele Firmenschriften aus dem Maschinenbau und der Elektroindustrie vorhanden. Besonders umfangreich und schön sind auch die Firmenschriften der Automobilindustrie von A wie Auto Union bzw. Audi bis W wie Wanderer. Natürlich wird auch Literatur von Firmen am Ort und der Region gezeigt.

Zu der Ausstellung ist die 3. Ausgabe des Katalogs der Firmenschriftensammlung als CD erschienen, auf der auch viele schöne Abbildungen enthalten sind. Die CD kostet 3,00 Euro (+Versand) (Homepage der Universitätsbibliothek Braunschweig)


Im Eingangsbereich derUniversitätsbibliothek ist bis Anfang Februar 2006 eine kleine Ausstellung über Gustav Gassner zu besichtigen.

Zum Gedenken an Gustav Gassner, der auch zu den Gründern der FAL gehörte und Präsident der BBA war, findet im Hörsaal des Instituts für Pflanzenbiologie der TU Braunschweig, Humboldtstraße 1 am Dienstag, 31. Januar 2006, ab 19:00 Uhr die Gustav-Gassner-Gedächtnisvorlesung unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Dietmar Brandes statt.

Nach dem Krieg wurde Gassner an die Hochschule nach Braunschweig zurückberufen. Er trat 1945 wieder in das Rektorenamt ein und organisierte den Wiederaufbau der in Trümmern liegenden Carolo-Wilhelmina. 1946 bis 1948 war Gassner einer der Vorsitzenden der Hochschulrektorenkonferenz. 1949 wurde er in den Deutschen Forschungsrat berufen, ein wissenschaftspolitisch tätiges Gremium, das 1951 im Senat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufging.

Maßgeblich war sein Anteil beim Aufbau Braunschweiger Forschungsanstalten: So wirkte Gassner von 1947-1951 als Präsident der Biologischen Zentralanstalt für Land- und Forstwirtschaft, aus der die heutige Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) hervorging. Er war an der Gründung der FAL, der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft, beteiligt, die als Landwirtschaftliche Forschungsanstalt Braunschweig Völkenrode ins Leben gerufen wurde und deren kommissarischer Präsident er von 1948 bis 1949 war.

1951 verlieh ihm die Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Göttingen die Ehrendoktorwürde. Anlässlich seines 70. Geburtstages ernannten ihn Rektor und Senat der Technischen Hochschule zum Ehrensenator „in Anerkennung seiner unvergänglichen Verdienste um die Technische Hochschule Carolo-Wilhelmina, deren Bestand und Freiheit er in schwerer Zeit wahrte und die er nach dem Zusammenbruch zu Wiederaufbau und kraftvoller Entwicklung führte“. Im selben Jahr wurde er emeritiert, er vertrat aber sein Fach weiterhin kommissarisch. 1952 verlieh ihm Bundespräsident Theodor Heuss das Große Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik für seine besonderen Leistungen auf dem Gebiete des Pflanzenschutzes und zum Wohle der Landwirtschaft.

Gassners besondere wissenschaftliche Verdienste liegen im Gebiet der Phytopathologie und der angewandten Biologie. Er untersuchte die Brandpilze und die Brandkrankheiten der Getreide, so dass mit geeigneten Maßnahmen der Befall etwa von Weizen und Gerste bekämpft werden konnte. Daneben waren die Physiologie und Ökologie der Rostpilze sowie die Keimungsphysiologie weitere Schwerpunkte seiner Arbeit. Sein wissenschaftliches Werk umfasst ca. 200 Veröffentlichungen.


Der Freundeskreis der Stadtbücherei Wolfenbüttel blickt auf 10 Jahre erfolgreiche Lobbyarbeit zurück, berichtet Karl-Ernst Hueske in der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Wolfenbüttel vom 4. November 2005:

„Eng verknüpft mit der Entwicklung der Stadtbücherei Wolfenbüttel, da teilweise auch mit beeinflusst, ist die Geschichte des Freundeskreises der Stadtbücherei Wolfenbüttel. Dieser Verein wurde vor zehn Jahren gegründet. Auslöser war damals eine von der FDP angestossene Diskussion über die Zusammenlegung von Stadt- und Kreisbücherei in den viel zu engen Räumen der Kreisbücherei.

Die insbesondere von der damaligen Kulturausschussvorsitzenden Sighild Salzmann angeregte Vereinsgründung erfolgte am 14. November 1995. 27 Gründungsmitglieder hatte damals der Verein. Heute gehören nach Angaben der stellvertretenden Vorsitzenden Gabriele Drewes 85 Mitglieder dem Verein an.

Nachdem der Verein jahrelang Lobby- und finanzielle Unterstützungsarbeit für die Stadtbücherei betrieben hat und dabei das kulturelle Leben der Stadt mit zahlreichen neuen Veranstaltungsreihen (Literaturverfilmungen, Bücherrunden, Schreibwerkstätten, Führungen zu bedeutenden Frauen) bereichert hat, begann vor drei Jahren eine Entwicklung, die nun im kommenden Jahr ein sehr positives Ende findet.

Im Vorstand des Freundeskreises wurde Anfang 2002 die Idee geboren, im Bahnhof die Stadtbücherei unterzubringen. Von Anfang an versuchte der Freundeskreis auch den Kreis dazu zu bewegen, seine Kreisbücherei ebenfalls im Kulturbahnhof unterzubringen. Dieses Anliegen misslang jedoch.

Der Kreistag entschied sich gegen eine Zusammenlegung der beiden Büchereien im Kulturbahnhof. Und darüber hinaus schließt er sogar seine Präsenzbücherei. Der Kreis wird künftig nur noch seine Fahrbücherei betreiben. ...“


„Die Kreisbücherei Wolfenbüttel bleibt, wo sie ist. Stephan Hespos berichte von der Kreistagssitzung in der Braunschweiger Zeitung vom 12. Oktober 2005.:

„Organisatorisch sollen die Kreis- und die Stadtbücherei zukünftig stärker zusammenarbeiten – räumlich aber bleiben sie getrennt. Diesen Beschluss hat der Wolfenbütteler Kreistag mit einer Mehrheit quer durch die Fraktionen gefasst.

Bis zuletzt hatte Bündnis 90/Die Grünen dafür gekämpft, beide Bibliotheken im neuen Kulturbahnhof zu vereinen. Wie berichtet, wird die Stadtbücherei dort voraussichtlich im Frühsommer 2006 einziehen. Gleich vier Anträge legten die Grünen vor – allerdings ohne Erfolg.

Mit 29 Ja-Stimmen gegen 16 Nein-Stimmen bei einigen Enthaltungen wurde schließlich eine Vorlage der Kreisverwaltung angenommen. Diese sieht folgendes vor:

Die Kreisbücherei wird künftig als reine Fahrbücherei betrieben. Das bedeutet: Die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung gewährleistet allein der Bücherbus, der Medien in die Städte und Dörfer bringt. Landrat Burkhard Drake sieht darin die Kernaufgabe der Kreisbücherei. Folge: Bislang konnten Bücherfreunde zusätzlich an neun Stunden in der Woche Literatur am Bücherei-Standort Harzstraße ausleihen. Ab dem 1.Januar 2006 wird dies nicht mehr möglich sein.

Die Kreisbücherei und dieKreisbildstelle verbleiben an der Harzstraße, "da ein Umzug in den Kulturbahnhof aus wirtschaftlichen Gründen nicht zu vertreten ist", wie es in der beschlossenen Vorlage heißt. Dabei geht es um die von der Kultur und Immobilien GmbH angebotenen Mietkonditionen und die "nicht unerheblichen Aufwände für die Anpassung von Inventar und Ausstattung an die neuen Räumlichkeiten und für den Umzug". Zudem müssten die Räume an der Harzstraße im Fall einer Vermietung für Nachmieter renoviert werden.

Auch ohne gemeinsamen Standort sollen die Kreis- und die Stadtbücherei stärker zusammenarbeiten. Ein Grundstein wurde bereits gelegt: mit der Anschaffung einer gemeinsamen Bibliotheks-Software und gemeinsamer Leseausweise. ...“


Die Stadtbibliothek Wolfsburg bietet ab Januar 2006 die Aktion „Der 13. Monat“ an: Neukunden dürfen für 15 € Jahresgebühr einmalig 13 Monate statt 12 Monate lang lesen und den kompletten Service der Stadtbibliothek nutzen.

Wegen des guten Erfolges geht das „Wolfsburger Kochbuch“ noch bis Ende Januar 2006 auf Reisen. Stadtbibliothek und Verbraucherzentrale verlängern das Kooperationsprojekt.


.. und etwas darüber hinaus


In einer Feierstunde in der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek händigte Ministerpräsident Christian Wulff am 24. November 2005 Herrn Dr. Georg Ruppelt das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus. In seiner Laudatio betonte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff den Einsatz des Direktors der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek für die herausragenden Dienste um das Deutsche Bibliothekswesen.

Karl-Ernst Hueske berichtet in der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Wolfenbüttel vom 24. November 2005:

„Dr. Georg Ruppelt liest, sammelt, schreibt und verleiht Bücher. Ministerpräsident Wulff überreicht ihm heute das Bundesverdienstkreuz

„Er ist ein absoluter Bücherfreund: Dr. Georg Ruppelt aus Halchter liest, sammelt, schreibt und verleiht Bücher. Heute verleiht ihm Ministerpräsident Christian Wulff persönlich für seine Verdienste um das Bibliothekswesen und die Leseförderung das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

"Mir wurde viel vorgelesen, wir haben in unserer Familie viel gesungen und viel erzählt. Dr. Georg Ruppelt (58) kann sich sogar noch an sein erstes Buch erinnern: "Irgendetwas mit einem kleinen Maulwurf." Heute weiß er: "Lesekarrieren werden vor der Schule entschieden." Bei ihm selbst wurden von seiner Mutter, seiner Großmutter und seiner Cousine in Salzgitter die allerbesten Grundlagen für eine spätere Karriere im Büchereiwesen gelegt.

Sein Wohnhaus im Wolfenbütteler Ortsteil Halchter wird von Büchern auf allen drei Etagen dominiert. Der ehemalige stellvertretende Leiter der Herzog August Bibliothek (1987 bis 2002) und seit Juli 2002 Direktor der Niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover, die seit 2005 Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek heißt, widmet sich sowohl beruflich als auch in seiner knapp bemessenen Freizeit dem Buch.

Ministerpräsident Christian Wulff beschreibt in seiner Laudatio Ruppelts Wirken wie folgt: "Dr. Georg Ruppelt ist eine Institution. Er engagiert sich nicht nur für einzelne Bibliotheken. Vielmehr ist es für ihn selbstverständlich, sich ehrenamtlich für das gesamte deutsche Bibliothekswesen einzusetzen. So wirkt er seit Beginn seiner Berufstätigkeit in verschiedenen bibliothekarischen Verbänden mit, als Vorstandsmitglied im Verein Deutscher Bibliothekare oder Sprecher der Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände. Zudem war er Präsident des Nationalen Organisationskomitees für den Weltkongress der Bibliothekare und Informationsfachleute."

Seit 1996 engagiert er sich zudem im Vorstand der Stiftung Lesen. Dabei arbeitet er eng mit der Akademie für Leseförderung der Stiftung Lesen an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek zusammen, für deren Gründung er sich intensiv eingesetzt hat. Zuletzt las er beim bundesweiten Vorlesetag in der Jugendstrafanstalt Hameln vor 100 Jugendlichen aus den Science-Fiction-Klassikern "Schöne neue Welt" und " Fahrenheit 451" vor.

Sciene-Fiction-Romanen gilt seine Leidenschaft. Dazu hat er schon zahlreiche Aufsätze und Bücher veröffentlicht. Seine Publikationsliste umfasst insgesamt 480 Titel. Sein in Wolfenbüttel bekanntestes Werk stellt die Chronik der Volksbank dar.

"Ohne die Unterstützung meiner Familie hätte ich mich ehrenamtlich nicht so für die Leseförderung und das Bibliothekswesen einsetzen können", stellt Ruppelt fest. Er ist sich sicher, dass eine vollkommene Ablösung des Buches durch elektronische Mittel nicht mehr zu befürchten sei. Alles, was gelesen wird, das verbleibe auf Papier, alles, was nachgeschlagen wird, kommt im elektronischen Format, prophezeit der neue Bundesverdienstkreuzträger, der sich, so Wulff, auch bleibende Verdienste um die Aufklärung des Verbleibs von jüdischem und anderem, während der NS-Zeit konfiszierten Bibliotheksgut erworben habe.“


.. und etwas Vergnügliches


"Wir Affen quatschen alles nach.

Die schönsten Wörter fallen dem modischen Jargon zum Opfer – Zwei Wort-Sammler wehren sich.“ Bericht von Harald Likus aus der Braunschweiger Zeitung vom 20. Dezember 2005.

„Potztausend!, ruft der Hagestolz und karessiert sein Wänstchen, das Gabelfrühstück war wieder knorke!

Der wer? Und was? War wie?
Genau darum geht’s, um aussterbende, aus der Mode geratene oder hinfällig gewordene, jedenfalls kaum noch verstandene Wörter.

Noch ein paar Beispiele? Gern, sintemal wir hier keine saumseligen Muhmen sind, machen wir uns anheischig, dieses Thema auszubaldowern, welches nämlich weidlich Konjunktur hat. Spornstreichs fragen wir zwei Männer zu diesem Behuf, auf dass der verbose Beitrag urst solide recherchiert sei.

Diese zwei Männer sind der 48-jährige Braunschweiger Unternehmensberater Kay-Uwe Rohn und der 37-jährige Berliner AutorBodo Mrozek. Die kennen sich nicht, aber sie pflegen und bedienen, jeder auf seine Weise, das gleiche Faible: das Faible für die als veraltet empfundenen Begriffe, für die sprachlichen Modernisierungsverlierer.

Kay-Uwe Rohn sind diese Wörter vor allem als ästhetisches Vergnügen reizvoll. Vor anderthalb Jahren begann er, aufgeschnappte Ausdrücke wie "flattieren" (schmeicheln) oder "selbdritt" (zu dritt) ins Tagebuch zu schreiben. "Das machte mir Vergnügen", sagt er, "später nannte ich das dann Wortmuseum und stellte es ins Internet." [http://www.wortmuseum.com]

Der Erfolg gab Rohn Recht. Zehntausende klickten sich durch seine eher knappe Liste. Bald machte er, indem er die bewussten Wörter auf Baustellen-Baken drucken ließ, eine Ausstellung daraus, die große Buchhandlungen gerne zeigen.

Bodo Mrozeks Ansatz ist anspruchsvoller, ertragreicher auch. Der ehemalige FAZ-Journalist, der sich nach dem Ende der Berliner FAZ-Seiten etwas Neues suchte, spürt weniger dem Reiz der verflossenen Vokabel an sich nach. Sein Buch behandelt auch und gerade hässliche Wörter wie "Kreiswehrersatzamt" oder "Karteileiche". Ihm geht es stets darum, je ein Schlaglicht auf die kulturelle, technische oder sonstwie motivierte Entwicklung zu werfen, die sich im Niedergang eines Begriffs ausdrückt.

Da lugt der Zeitgeist, da wabert Politik durch die erklärenden Kommentare. Zur "Vollbeschäftigung" schreibt Mrozek: "Geschichtsbüchern entnehmen wir, dass es die V. einst wirklich gegeben hat."

Süffisant kulturkritisch ist der Eintrag zum Wort "Ober": ",Herr Ober, ein Bier, bitte!’ So kennt man es aus dem 20. Jahrhundert. Die Herrschaft über Tresen und Zapfhähne haben heute studentische Billiglöhner und übellaunige Szene-Gestalten an sich gerissen. Eine korrekte Anrede wird mit Nichtachtung gestraft und zeitigt bestenfalls ein verächtliches Achselzucken. ,Du Zoe, machste mir noch ’n Caipi?’ Wer sich derart kumpelhaft mit dem Personal verbrüdert, wird vielleicht erhört."

Als Autor wird Mrozek massenhaft erhört. "Mein Buch ist richtig erfolgreich, die erste Auflage war fast sofort vergriffen. Ständig schicken mir Leser neue Beispiele", sagt er. Und weist uns auch gleich auf die verschiedenen Altersstadien bedrohter Wörter hin.

Da gibt es fast ausgestorbene Wörter wie "Hagestolz", die nur noch älteren oder belesenen Menschen geläufig sind, weil alle eben "Single" sagen. Da gibt es ferner Begriffe wie "Pfennigfuchser" oder "Wählscheibe", denen erst vor kurzem der Realitätsbezug abhanden gekommen ist. Dafür treten neben vielen, halb begriffenen Anglizismen à la "Charity Event" (für Wohltätigkeitsveranstaltung) auch ein paar nette neue Wörter wie "Elchtest" oder "Schwampel" auf, haben hinwiederum nur kurze Zeit Konjunktur.

Was aber lehrt uns die Konjunktur, die Sammler wie Rohn und Mrozek haben? Es ist wohl so: Wir lieben unsere Sprache. Gehen aber schlecht mir ihr um. Das wiederum wissen wir und lassen uns gern zu klügerer Wortwahl anleiten. Nicht so gern von Herrn und Frau Beckmesser, sondern auf die nette Art. Etwa durch lobesam stupende Lektüre beim..., beim..., beim Brunch? Nein, beim Gabelfrühstück“


Fort- und Weiterbildung


Die gedruckte Ausgabe der „Bibliothekarische Fortbildung in Niedersachsen“ für das erste Halbjahr 2006 liegt vor. Alle Angebote nebst Ergänzungen und änderungen finden Sie auch unter der Adresse: http://www.bibfin.de

Die 16. Gemeinsamen Bibliothekstage für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt finden am 15. und 16. September 2006 in Hannover statt. Es werden im Landesverband Niedersachsen des DBV Vorstandswahlen durchgeführt.

Der Bibliothekartag vom 21. bis 24. März in Dresden bietet ein interessantes Programm. Infos gibt es unter http://bibtag.slub-dresden.de.


BiSON-intern


Zum BiSON-Vorsitzenden 2006 wurde Herr Friedrich Dushe aus der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel einstimmig gewählt.


Die nächste BiSON-Sitzung findet am

Dienstag, den 7. Februar 2006, um 9.30 Uhr
in der
Universitätsbibliothek Braunschweig
Pockelsstraße 13
38106 Braunschweig

statt.
 


Redaktionsschluß für die BiSON-Mitteilungen 2/2006 ist der 25 März 2006



 Redaktion:
 Rita Dopheide
 Universitätsbibliothek der TU
 Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
 Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
 Tel.: 0531/391-5019
 Fax: 0531/391-5836
 E-Mail: r.dopheide@tu-bs.de