| Veranstaltungskalender
Nachrichten
aus der Region
Fort-
und Weiterbildung
BiSON-intern
V
e r a n s t a l t u n g s k al e n d e r
BRAUNSCHWEIG
Universitätsbibliothek
Ausstellungen:
| bis 13.4. |
Firmen machen
Reklame.
Herr Dipl.-Ing. Hans-Joachim Zerbst
führt am 3.2. und 3.3., jeweils um 15.00 Uhr, durch die
Ausstellung. |
| bis 4.2. |
Gustav Gassner
(1881 - 1955). - Die UB widmet dem Biologen und Rektor der TH
Braunschweig eine kleine Ausstellung zur Wiederkehr seines 50.
Todestages.
(Vitrinen im Eingangsbereich)
|
| ab 6.2. |
Prof. Dr.
Konrad Koch und der Fußball in Deutschland.
(Vitrinen im Eingangsbereich) |
| bis auf weiteres |
Heinrich
Beckurts. (23.8.1855 - 15.9.1929). - Ausstellung
über den bedeutenden Braunschweiger Pharmazeuten und
Lebensmittelchemiker. (Chemiebibliothek)
|
Veranstaltungen:
| 31.1. um 19.00 Uhr. |
Gustav-Gassner-Gedächtnis-Vorlesung
gehalten von Prof. Dr. Dietmar Brandes, TU
Braunschweig. – Veranstaltung des Instituts für
Pflanzenbiologie, AG Vegetationsökologie und experimentelle
Pflanzensoziologie, und des Vereins der Freunde des Braunschweiger
Botanischen Gartens e.V.
(Hörsaal Instituts für
Pflanzenbiologie, Humboldtstr. 1)
|
Braunschweigisches Landesmuseum
Ausstellungen:
| bis 15.1.2006 |
ArchäologieLandNiedersachsen.
- 25 Jahre Denkmalschutzgesetz - 400.000 Jahre Geschichte. (Ausstellungszentrum
Hinter Aegidien)
|
| bis 26.2.. |
Sinnesflut
- Fotografien von Thomas Ammerpohl.
|
| 7.3. - 23.4.. |
Aufbruch
– Menschen mit Behinderungen zeigen ihr kreatives Potential. |
| bis 31.12. |
ROSETTA
- Aufbruch zu den Ursprüngen des Sonnensystems. - Ausstellung
des von der DLR Braunschweig entwickelten Strukturmodells des
ROSETTA-Landers im Maßstab 1:1.
|
| bis 31.12. |
Rezept
für eine Atomuhr. Eine PTB-Atomuhr im
Braunschweigischen Landesmuseum.
|
Auswahl aus dem Veranstalungsprogram des
BLM:
| 12.1. um 20.15 Uhr |
Wissenschaft und
Phantasie - phantastische Wissenschaft? Leonardo da Vinci und Jules
Verne. – Vortrag von Dr. h.c. Gerd Biegel.
|
| 19.1. um 19.00 Uhr. |
Ricarda Huch und der 1.
Deutsche Schriftstellerkongress 1947 in Berlin. - Vortrag von Dr.
h.c. Gerd Biegel.
|
| 26.1. um 20.15 Uhr |
Der Film und die
Pioniere der Raumfahrt. – Vortrag von Dr.
Marie-Luise Heuser, TU Braunschweig.
|
| 29.1. um 15.00 Uhr |
Hofmohre. –
Bedienstete am Fürstenhof des 18. Jahrhunderts. Vortrag von Dr.
Angela Klein. |
| 1.2. um 19.00 Uhr |
Die Heinrich-Sage.
– Filmvorführung (Filmteam „hundert13“,
TU Braunschweig) und Vortrag von Dr. Hans-Jürgen
Derda. |
| 2.2. um 19.oo Uhr. |
Wissenschaftsgeschichte
im Braunschweiger Land: William Gilbert (1544 – 1603) und der
Magnetismus der Erde. Vortrag von Prof. Dr. Thomas Sonar,
TU Braunschweig. |
| 9.2. um 20.15 Uhr |
Vielheit der Welten -
extraterrestrische Existenz: Literaten,
Philosophen und Wissenschaftler zu einem aktuellen Thema. –
Vortrag von Prof. Dr. Eberhard Knobloch, TU Berlin.
|
| 16.2. um 19.00 Uhr |
Albert Einstein - Was
ist relativ?: Wie zwei Menschen die Welt erfahren, die sich relativ
zueinander bewegen. - Vortrag von Dr. Horst Zuse,
FH Lausitz. |
| 1.3. um 19.00 Uhr |
Zur Geschichte des
Schuhs. Aus den Sammlungen des BLM. - Vortrag von Christiane
Gaidies, Dr. Angelika Klein und Ines Zimmermann.
|
| 2.3. um 19.00 Uhr |
Wissenschaftsgeschichte
im Braunschweiger Land: Julie Dedekind (1823-1914) als Schriftstellerin
und ein Leben für den Bruder Richard Dedekind (1831-1916).
– Vortrag von Dr. h.c. Gerd Biegel.
|
| 10.3. um 15.00 Uhr |
Eröffnungsveranstaltung:
"Tastentaumel 2006".
|
| 19.3. um 15.00 Uhr. |
Mittelalterliche
Geschichte im Braunschweigischen Landesmuseum: Jenseits des
Herrschaftsdünkels – die freiwillige Armut der
Elisabeth von Thüringen. – Vortrag von Dr.
Hans-Jürgen Derda.
|
Weitere Vorträge und
Führungstermine entnehmen Sie bitte dem Museumsprogramm des
Landesmuseums, das jetzt auch unter http://www.landesmuseum-bs.de
zu finden ist.
Städtisches Museum
Ausstellungen:
| bis 15.1. |
Die gute Form -
einst und jetzt. Metalgerät der Formsammlung Walter
und Thomas Dexel, Braunschweig. |
| ab 12.3. |
Clara
Wieck-Schumann. - Tastentaumel 2006.
Ausstellungseröffnung: 12.
März 2006, 19.00 Uhr mit einem Klavier-Rezital von Prof. Jozef
De Beenhouwer.
|
| Dauerausstellung |
Geschichte der Stadt
Braunschweig im Überblick.
(Altstadtrathaus)
|
Vorträge:
| 19.3. um 11.00 Uhr |
Tastentaumel 2006.
– Vortrag von Prof. Janina Klasse,
Freiburg, im Rahmen der Ausstellung zu Clara Wieck-Schumann.
|
| 24.3. um 19.00 Uhr |
Rekonstruktion des
historischen Konzertes von Clara Wieck-Schumann am 26. Januar 1860 mit
Studierenden der Hochschule für Musik und Theater Hannover.
(Ltg.: Prof. Gerrit Zitterbart)
|

SALZGITTER
Stadtbibliothek
| 15.1. - 25.2. |
Hans-Ulrich
Buchwald. Vieleckbilder, Holz- und Linolschnitte, Aquarelle.
Ein Querschnitt aus dem umfangreichen Schaffen des Hannoveraner
Künstlers.
Ausstellungseröffnung: 15.1.2006,
um 17.00 Uhr.
|

WOLFENBÜTTEL
Herzog August Bibliothek
Ausstellungen:
| bis 5.2. |
Annegret
Dahlmann. Hinterland - mythologische Bilder.
(Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta)
|
| bis 15.2. |
Dürers
Marienleben. Übernahme einer Ausstellung der
Bibliothek Otto Schäfer, Schweinfurt.
(Augusteerhalle, Schatzkammer, Kabinett)
|
| 19.2. - 4.6. |
Europas
Weltbild in alten Karten - Globalisierung im Zeitalter der Entdeckungen.
(Augusteerhalle, Schatzkammer, Kabinett, Malerbuchsaal der Bibliotheca
Augusta)
Ausstellungseröffnung: 19. Februar 2006, 11.30 Uhr. |
| Dauerausstellung |
Die Welt der Buchstaben
von Hermann Zapf.
(Malerbuchkabinett)
|
| Dauerausstellung |
Lessing
in Wolfenbüttel (1770 - 1781). (Lessinghaus)
|
Veranstaltungen:
| 12.1. um 19.00 Uhr |
Das
Wolfenbütteler Barockjahr. Eröffnungsveranstaltung
des Kulturstadt-Vereins Wolfenbüttel mit Lesungen,
musikalischen Einlagen, Erläuterungen, Tanzschritten.
(Telefonische Anmeldung: 05331/808-214)
|
| 19.1. um 14.00 Uhr |
Neue Entwicklungen im
Internet. - Bericht im Rahmen der Werkstattgespräche von Dietrich
Parlitz.
(Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
|
| 16.2. um 14.00 Uhr |
Festkultur online. -
Abschlussbericht im Rahmen der Werkstattgespräche von Dr.
Thomas Stäcker und Andrea Opitz.
(Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
|

WOLFSBURG
Stadtbibliothek
Ausstellungen:
| bis Mitte Januar |
Das Buch im
Buch. Lesen, Buch und Bibliothek in der Kinder-, Jugend- und
Erwachsenenliteratur. – Schaufensterausstellung im Aaltohaus.
|
| bis Mitte Januar |
Experimentierbücher
für neugierige Kids –
Schaufensterausstellung im Aaltohaus. |
| im Februar |
Medienausstellung zum
100. Todestag Heinrich Heines.
|
| 6.3. - 10.3. |
Starke
Mädchen stellen sich vor. - Buchausstellung in der
Kinderbibliothek. Kinderbibliothek.
|
Veranstaltungen:
| 12.10. um 15.00 Uhr |
„Politisches
Marketing“ - Lesung und Diskussion mit Prof. Dr.
Markus Karp über seine Publikation. (Den
genauen Termin erfragen Sie bitte unter 05361-282522.)
|
| 17.1. um 15.00 Uhr |
Vorlesestunde
für 4-6 jährige Kinder. (Kinderbibliothek)
|
| 15.2. um 15.00 Uhr |
Vorlesewettbewerb:
Schulsieger und Schulsiegerinnen der 6. Klassen treten beim Wolfsburger
Stadtentscheid an. (Kinderbibliothek)
|
| 1.3. um 15.00 Uhr |
Janosch
für Kinder ab 6 Jahren. - Vorlesestunde im Hallenbad Junge
Kultur.
|
| 7.3. von 18.00 - 19.00
Uhr |
Starke
Mädchen. Buchbesprechungen mit Lesung zum Thema
für 9-11 jährige Mädchen. (Kinderbibliothek)
|

Nachrichten aus der
Region
Die Universitätsbibliothek
Braunschwei hat am 17. November in einer festlichen Stunde
die „Digitale Bibliothek Braunschweig“
eröffnet und damit einen einheitlichen Zugang zu den digitalen
Dokumenten der TU geschaffen.
Die Digitale Bibliothek Braunschweig (http://www.biblio.tu-bs.de/digibib.htm)
ist ein Angebot der /b>Universitätsbibliothek in
Kooperation mit dem Rechenzentrum. Sie bietet eine
Plattform für digitale Inhalte und besteht aus:
• dem TU BS Publikations Server
(http://bib1lp1.rz.tu-bs.de/docportal/content/below/index.xml)
und
• den Elektronischen Semesterapparaten (http://www.biblio.tu-bs.de/semapp/)
Der Publikationsserver ermöglicht zurzeit
den Zugang zu mehr als 1.500 Dokumenten im Volltext, unter anderem:
• Artikel, Preprints und andere
wissenschaftliche Publikationen
• mehr als 500 Dissertationen und
• mehr als 800 digitalisierte Bücher aus den
wertvollen Spezialsammlungen: Kinderbuchsammlung Pharmazeutische
Bücher Botanische und zoologische Bücher.
Probieren Sie es doch einfach aus! Auf der
Homepage der UB (http://www.biblio.tu-bs.de/)
finden Sie den direkten Zugang zur Digitalen Bibliothek Braunschweig.

Die
Ausstellung „Firmen machen Reklame“
in der Universitätsbibliothek wird bis Anfang April
verlängert. Herr Dipl.-Ing. Hans-Joachim Zerbst
führt am 3.2. und 3.3., jeweils um 15.00 Uhr, durch die
Ausstellung.
Im Juli 1855 wurden von Ernst
Litfaß die ersten Plakatsäulen, die bis
heute seinen Namen tragen, in Berlin aufgestellt. Mit Plakaten wurde
geworben für Veranstaltungen, politische Programme und
Produkte von Firmen.
Die Ausstellung in der UB befasst sich
ausschließlich mit der Firmen-
und Produktwerbung und zeigt anhand von Büchern verschiedene
Formen der
Werbung, wie Plakate, Annoncen, Ausstellungen, Prospekte, Verpackungen
u.a.
Vor allem mit Büchern aus der Firmenschriftensammlung, in der
ca. 7.000
Firmengeschichten, Firmenprospekte und Werkszeitschriften erschlossen
sind, werden bekannte Firmen und deren Produkte und Marken gezeigt.
Besonders schöne Werbebilder gab es bei den Herstellern von
Schokolade,
etwa mit den Firmen Sprengel, Suchard (Milka), Stollwerck
und Ritter. Die Werbung für Sekt begann
schon sehr früh, z.B. in der Zeitschrift ’Die
Jugend’. Zahlreiche Veröffentlichungen gibt es auch
von Brauereien und der Zigarettenindustrie. Und wer kennt nicht die
bekannten Produkte der Lebensmittelbranche wie Bahlsen-Kekse,
Brandt-Zwieback, Maggi, Kaffee-Hag u.a.?
Gezeigt werden alte Prospekte von Haushaltsgeräten, z.B.
’Entstaubungspumpen’,
Kühlschränke, Lampen von Firmen wie Siemens,
Bosch oder Junkers.
Zu bekannten Produkten mit einer langen Reklametradition
gehört Persil von der Firma
/b>Henkel oder Odol, Chlorodont und Nivea.
In der Bibliothek einer Technischen
Universität sind natürlich auch viele
Firmenschriften aus dem Maschinenbau und der Elektroindustrie
vorhanden.
Besonders umfangreich und schön sind auch die Firmenschriften
der Automobilindustrie von A wie Auto Union bzw. Audi
bis W wie Wanderer.
Natürlich wird auch Literatur von Firmen am Ort und der Region
gezeigt.
Zu der Ausstellung ist die 3. Ausgabe des Katalogs
der Firmenschriftensammlung als CD erschienen, auf der auch viele
schöne Abbildungen enthalten sind. Die CD kostet 3,00 Euro
(+Versand)
(Homepage der Universitätsbibliothek Braunschweig)

Im
Eingangsbereich derUniversitätsbibliothek
ist bis Anfang Februar 2006 eine kleine Ausstellung über
Gustav Gassner zu besichtigen.
Zum Gedenken an Gustav Gassner, der auch zu den Gründern
der FAL gehörte und Präsident der
BBA war, findet im Hörsaal des Instituts
für Pflanzenbiologie der TU Braunschweig,
Humboldtstraße 1 am Dienstag, 31. Januar 2006, ab 19:00 Uhr
die Gustav-Gassner-Gedächtnisvorlesung
unter Leitung von Herrn Prof. Dr. Dietmar Brandes
statt.
Nach dem Krieg wurde Gassner an die Hochschule
nach Braunschweig zurückberufen. Er trat 1945 wieder in das
Rektorenamt ein und organisierte den Wiederaufbau der in
Trümmern liegenden Carolo-Wilhelmina. 1946 bis 1948 war
Gassner einer der Vorsitzenden der Hochschulrektorenkonferenz. 1949
wurde er in den Deutschen Forschungsrat berufen, ein
wissenschaftspolitisch tätiges Gremium, das 1951 im Senat der
Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufging.
Maßgeblich war sein Anteil beim Aufbau Braunschweiger
Forschungsanstalten: So wirkte Gassner von 1947-1951 als Präsident
der Biologischen Zentralanstalt für Land- und Forstwirtschaft,
aus der die heutige Biologische Bundesanstalt für Land- und
Forstwirtschaft (BBA) hervorging. Er war an der Gründung der
FAL, der Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft,
beteiligt, die als Landwirtschaftliche Forschungsanstalt Braunschweig
Völkenrode ins Leben gerufen wurde und deren kommissarischer
Präsident
er von 1948 bis 1949 war.
1951 verlieh ihm die Naturwissenschaftliche
Fakultät der Universität
Göttingen die Ehrendoktorwürde. Anlässlich
seines 70. Geburtstages
ernannten ihn Rektor und Senat der Technischen Hochschule zum
Ehrensenator „in Anerkennung seiner unvergänglichen
Verdienste um die
Technische Hochschule Carolo-Wilhelmina, deren Bestand und Freiheit er
in schwerer Zeit wahrte und die er nach dem Zusammenbruch zu
Wiederaufbau und kraftvoller Entwicklung führte“. Im
selben Jahr wurde
er emeritiert, er vertrat aber sein Fach weiterhin kommissarisch. 1952
verlieh ihm Bundespräsident Theodor Heuss das Große
Verdienstkreuz des
Verdienstordens der Bundesrepublik für seine besonderen
Leistungen auf
dem Gebiete des Pflanzenschutzes und zum Wohle der Landwirtschaft.
Gassners besondere wissenschaftliche Verdienste
liegen im Gebiet der
Phytopathologie und der angewandten Biologie. Er untersuchte die
Brandpilze und die Brandkrankheiten der Getreide, so dass mit
geeigneten Maßnahmen der Befall etwa von Weizen und Gerste
bekämpft
werden konnte. Daneben waren die Physiologie und Ökologie der
Rostpilze
sowie die Keimungsphysiologie weitere Schwerpunkte seiner Arbeit. Sein
wissenschaftliches Werk umfasst ca. 200 Veröffentlichungen.

Der
Freundeskreis der Stadtbücherei
Wolfenbüttel blickt auf 10 Jahre erfolgreiche
Lobbyarbeit zurück, berichtet Karl-Ernst Hueske
in der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Wolfenbüttel vom 4.
November 2005:
„Eng verknüpft mit der
Entwicklung der Stadtbücherei Wolfenbüttel,
da teilweise auch mit beeinflusst, ist die Geschichte des
Freundeskreises der Stadtbücherei Wolfenbüttel.
Dieser Verein wurde vor zehn Jahren gegründet.
Auslöser war damals eine von der FDP angestossene Diskussion
über die Zusammenlegung von Stadt- und Kreisbücherei
in den viel zu engen Räumen der Kreisbücherei.
Die insbesondere von der damaligen
Kulturausschussvorsitzenden Sighild Salzmann
angeregte Vereinsgründung erfolgte am 14. November 1995. 27
Gründungsmitglieder hatte damals der Verein. Heute
gehören nach Angaben
der stellvertretenden Vorsitzenden Gabriele Drewes 85 Mitglieder dem
Verein an.
Nachdem der Verein jahrelang Lobby- und
finanzielle
Unterstützungsarbeit für die Stadtbücherei
betrieben hat und dabei das
kulturelle Leben der Stadt mit zahlreichen neuen Veranstaltungsreihen
(Literaturverfilmungen, Bücherrunden,
Schreibwerkstätten, Führungen zu
bedeutenden Frauen) bereichert hat, begann vor drei Jahren eine
Entwicklung, die nun im kommenden Jahr ein sehr positives Ende findet.
Im Vorstand des Freundeskreises wurde
Anfang 2002 die Idee geboren,
im Bahnhof die Stadtbücherei unterzubringen. Von Anfang an
versuchte
der Freundeskreis auch den Kreis dazu zu bewegen, seine
Kreisbücherei
ebenfalls im Kulturbahnhof unterzubringen. Dieses Anliegen misslang
jedoch.
Der Kreistag entschied sich gegen eine
Zusammenlegung der beiden Büchereien im Kulturbahnhof. Und
darüber hinaus schließt er sogar seine
Präsenzbücherei. Der Kreis wird künftig nur
noch seine Fahrbücherei betreiben. ...“

„Die
Kreisbücherei
Wolfenbüttel bleibt, wo sie ist. Stephan Hespos
berichte von der Kreistagssitzung in der Braunschweiger Zeitung vom 12.
Oktober 2005.:
„Organisatorisch sollen die Kreis-
und die Stadtbücherei zukünftig
stärker zusammenarbeiten – räumlich aber
bleiben sie getrennt. Diesen Beschluss hat der Wolfenbütteler
Kreistag mit einer Mehrheit quer durch die Fraktionen gefasst.
Bis zuletzt hatte Bündnis 90/Die
Grünen dafür gekämpft, beide
Bibliotheken im neuen Kulturbahnhof zu vereinen. Wie berichtet, wird
die Stadtbücherei dort voraussichtlich im Frühsommer
2006 einziehen.
Gleich vier Anträge legten die Grünen vor –
allerdings ohne Erfolg.
Mit 29 Ja-Stimmen gegen 16 Nein-Stimmen
bei einigen Enthaltungen wurde schließlich eine Vorlage der
Kreisverwaltung angenommen. Diese sieht folgendes vor:
Die Kreisbücherei
wird künftig als reine Fahrbücherei
betrieben. Das bedeutet: Die flächendeckende Versorgung der
Bevölkerung gewährleistet allein der
Bücherbus, der Medien in die Städte und
Dörfer bringt. Landrat Burkhard Drake
sieht darin die Kernaufgabe der Kreisbücherei. Folge: Bislang
konnten
Bücherfreunde zusätzlich an neun Stunden in der Woche
Literatur am
Bücherei-Standort Harzstraße ausleihen. Ab dem
1.Januar 2006 wird dies
nicht mehr möglich sein.
Die Kreisbücherei
und dieKreisbildstelle verbleiben an der Harzstraße,
"da ein Umzug in den Kulturbahnhof aus wirtschaftlichen
Gründen nicht zu vertreten ist", wie es in der beschlossenen
Vorlage heißt. Dabei geht es um die von der Kultur und
Immobilien GmbH angebotenen Mietkonditionen und die "nicht
unerheblichen Aufwände für die Anpassung von Inventar
und Ausstattung an die neuen Räumlichkeiten und für
den Umzug". Zudem müssten die Räume an der
Harzstraße im Fall einer Vermietung für Nachmieter
renoviert werden.
Auch ohne gemeinsamen Standort sollen die
Kreis- und die Stadtbücherei stärker
zusammenarbeiten. Ein Grundstein wurde bereits gelegt: mit der
Anschaffung einer gemeinsamen Bibliotheks-Software und gemeinsamer
Leseausweise. ...“

Die Stadtbibliothek
Wolfsburg bietet ab Januar 2006
die Aktion „Der 13. Monat“ an:
Neukunden dürfen für 15 €
Jahresgebühr einmalig 13 Monate statt 12 Monate lang lesen und
den kompletten Service der Stadtbibliothek nutzen.
Wegen des guten Erfolges geht das „Wolfsburger
Kochbuch“ noch bis Ende Januar 2006 auf Reisen.
Stadtbibliothek und Verbraucherzentrale verlängern das
Kooperationsprojekt.

.. und etwas darüber
hinaus
In einer Feierstunde in der Gottfried Wilhelm
Leibniz Bibliothek
händigte Ministerpräsident Christian Wulff am 24.
November 2005 Herrn Dr. Georg Ruppelt das Verdienstkreuz
am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
aus. In seiner Laudatio betonte Niedersachsens
Ministerpräsident Christian Wulff den
Einsatz des Direktors der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek
für die herausragenden Dienste um das Deutsche
Bibliothekswesen.
Karl-Ernst Hueske berichtet in
der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Wolfenbüttel vom 24.
November 2005:
„Dr. Georg Ruppelt
liest, sammelt, schreibt und verleiht Bücher. Ministerpräsident
Wulff überreicht ihm heute das Bundesverdienstkreuz
„Er ist ein absoluter
Bücherfreund: Dr. Georg Ruppelt aus
Halchter liest, sammelt, schreibt und verleiht Bücher. Heute
verleiht ihm Ministerpräsident Christian Wulff
persönlich für seine Verdienste um das
Bibliothekswesen und die Leseförderung das Verdienstkreuz am
Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
"Mir wurde viel vorgelesen, wir haben in
unserer Familie viel
gesungen und viel erzählt.
Dr. Georg Ruppelt (58) kann sich sogar noch an sein erstes Buch
erinnern: "Irgendetwas mit einem kleinen Maulwurf." Heute
weiß er:
"Lesekarrieren werden vor der Schule entschieden." Bei ihm selbst
wurden von seiner Mutter, seiner Großmutter und seiner
Cousine in
Salzgitter die allerbesten Grundlagen für eine
spätere Karriere im
Büchereiwesen gelegt.
Sein Wohnhaus im Wolfenbütteler
Ortsteil Halchter wird von Büchern
auf allen drei Etagen dominiert. Der ehemalige stellvertretende Leiter
der Herzog August Bibliothek (1987 bis 2002) und seit Juli 2002
Direktor der Niedersächsischen Landesbibliothek in Hannover,
die seit
2005 Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek heißt, widmet sich
sowohl
beruflich als auch in seiner knapp bemessenen Freizeit dem Buch.
Ministerpräsident Christian
Wulff beschreibt in seiner Laudatio
Ruppelts Wirken wie folgt: "Dr. Georg Ruppelt ist eine Institution. Er
engagiert sich nicht nur für einzelne Bibliotheken. Vielmehr
ist es für
ihn selbstverständlich, sich ehrenamtlich für das
gesamte deutsche
Bibliothekswesen einzusetzen. So wirkt er seit Beginn seiner
Berufstätigkeit in verschiedenen bibliothekarischen
Verbänden mit, als
Vorstandsmitglied im Verein Deutscher Bibliothekare oder Sprecher der
Bundesvereinigung Deutscher Bibliotheksverbände. Zudem war er
Präsident
des Nationalen Organisationskomitees für den Weltkongress der
Bibliothekare und Informationsfachleute."
Seit 1996 engagiert er sich zudem im
Vorstand der Stiftung Lesen.
Dabei arbeitet er eng mit der Akademie für
Leseförderung der Stiftung
Lesen an der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek zusammen,
für deren
Gründung er sich intensiv eingesetzt hat. Zuletzt las er beim
bundesweiten Vorlesetag in der Jugendstrafanstalt Hameln vor 100
Jugendlichen aus den Science-Fiction-Klassikern "Schöne neue
Welt" und
"
Fahrenheit 451" vor.
Sciene-Fiction-Romanen gilt seine
Leidenschaft. Dazu hat er schon
zahlreiche Aufsätze und Bücher
veröffentlicht. Seine Publikationsliste
umfasst insgesamt 480 Titel. Sein in Wolfenbüttel bekanntestes
Werk
stellt die Chronik der Volksbank dar.
"Ohne die Unterstützung meiner
Familie hätte ich mich ehrenamtlich
nicht so für die Leseförderung und das
Bibliothekswesen einsetzen
können", stellt Ruppelt fest. Er ist sich sicher, dass eine
vollkommene
Ablösung des Buches durch elektronische Mittel nicht mehr zu
befürchten
sei. Alles, was gelesen wird, das verbleibe auf Papier, alles, was
nachgeschlagen wird, kommt im elektronischen Format, prophezeit der
neue Bundesverdienstkreuzträger, der sich, so Wulff, auch
bleibende
Verdienste um die Aufklärung des Verbleibs von
jüdischem und anderem,
während der NS-Zeit konfiszierten Bibliotheksgut erworben
habe.“

.. und etwas
Vergnügliches
"Wir Affen quatschen alles nach.
Die schönsten Wörter
fallen dem modischen Jargon zum Opfer – Zwei Wort-Sammler
wehren sich.“ Bericht von Harald Likus
aus der Braunschweiger Zeitung vom 20. Dezember 2005.
„Potztausend!, ruft der Hagestolz und
karessiert sein Wänstchen, das
Gabelfrühstück war wieder knorke!
Der wer? Und was? War wie?
Genau darum geht’s, um aussterbende, aus der Mode geratene
oder hinfällig gewordene, jedenfalls kaum noch verstandene
Wörter.
Noch ein paar Beispiele? Gern, sintemal wir hier
keine saumseligen
Muhmen sind, machen wir uns anheischig, dieses Thema auszubaldowern,
welches nämlich weidlich Konjunktur hat. Spornstreichs fragen
wir zwei
Männer zu diesem Behuf, auf dass der verbose Beitrag urst
solide
recherchiert sei.
Diese zwei Männer sind der
48-jährige Braunschweiger Unternehmensberater Kay-Uwe
Rohn und der 37-jährige Berliner AutorBodo
Mrozek.
Die kennen sich nicht, aber sie pflegen und bedienen, jeder auf seine
Weise, das gleiche Faible: das Faible für die als veraltet
empfundenen
Begriffe, für die sprachlichen Modernisierungsverlierer.
Kay-Uwe Rohn sind diese
Wörter vor allem als ästhetisches
Vergnügen reizvoll. Vor anderthalb Jahren begann er,
aufgeschnappte
Ausdrücke wie "flattieren" (schmeicheln) oder "selbdritt" (zu
dritt)
ins Tagebuch zu schreiben. "Das machte mir Vergnügen", sagt
er, "später
nannte ich das dann Wortmuseum und stellte es ins Internet." [http://www.wortmuseum.com]
Der Erfolg gab Rohn Recht. Zehntausende klickten
sich durch seine eher
knappe Liste. Bald machte er, indem er die bewussten Wörter
auf
Baustellen-Baken drucken ließ, eine Ausstellung daraus, die
große
Buchhandlungen gerne zeigen.
Bodo Mrozeks Ansatz ist
anspruchsvoller, ertragreicher auch. Der
ehemalige FAZ-Journalist, der sich nach dem Ende der Berliner
FAZ-Seiten etwas Neues suchte, spürt weniger dem Reiz der
verflossenen
Vokabel an sich nach. Sein Buch behandelt auch und gerade
hässliche
Wörter wie "Kreiswehrersatzamt" oder "Karteileiche". Ihm geht
es stets
darum, je ein Schlaglicht auf die kulturelle, technische oder sonstwie
motivierte Entwicklung zu werfen, die sich im Niedergang eines Begriffs
ausdrückt.
Da lugt der Zeitgeist, da wabert Politik durch die
erklärenden
Kommentare. Zur "Vollbeschäftigung" schreibt Mrozek:
"Geschichtsbüchern
entnehmen wir, dass es die V. einst wirklich gegeben hat."
Süffisant kulturkritisch ist der Eintrag
zum Wort "Ober":
",Herr Ober, ein Bier, bitte!’ So kennt man es aus dem 20.
Jahrhundert.
Die Herrschaft über Tresen und Zapfhähne haben heute
studentische
Billiglöhner und übellaunige Szene-Gestalten an sich
gerissen. Eine
korrekte Anrede wird mit Nichtachtung gestraft und zeitigt bestenfalls
ein verächtliches Achselzucken. ,Du Zoe, machste mir noch
’n Caipi?’
Wer sich derart kumpelhaft mit dem Personal verbrüdert, wird
vielleicht
erhört."
Als Autor wird Mrozek massenhaft erhört.
"Mein Buch ist richtig
erfolgreich, die erste Auflage war fast sofort vergriffen.
Ständig
schicken mir Leser neue Beispiele", sagt er. Und weist uns auch gleich
auf die verschiedenen Altersstadien bedrohter Wörter hin.
Da gibt es fast ausgestorbene Wörter wie
"Hagestolz", die nur
noch älteren oder belesenen Menschen geläufig sind,
weil alle eben
"Single" sagen. Da gibt es ferner Begriffe wie "Pfennigfuchser" oder
"Wählscheibe", denen erst vor kurzem der
Realitätsbezug abhanden
gekommen ist. Dafür treten neben vielen, halb begriffenen
Anglizismen à
la "Charity Event" (für Wohltätigkeitsveranstaltung)
auch ein paar
nette neue Wörter wie "Elchtest" oder "Schwampel" auf, haben
hinwiederum nur kurze Zeit Konjunktur.
Was aber lehrt uns die Konjunktur, die Sammler wie
Rohn und
Mrozek haben? Es ist wohl so: Wir lieben unsere Sprache. Gehen aber
schlecht mir ihr um. Das wiederum wissen wir und lassen uns gern zu
klügerer Wortwahl anleiten. Nicht so gern von Herrn und Frau
Beckmesser, sondern auf die nette Art. Etwa durch lobesam stupende
Lektüre beim..., beim..., beim Brunch? Nein, beim
Gabelfrühstück“

Fort- und Weiterbildung
Die gedruckte Ausgabe der „Bibliothekarische
Fortbildung in Niedersachsen“ für das
erste Halbjahr 2006 liegt vor. Alle Angebote nebst Ergänzungen
und änderungen finden Sie auch unter der Adresse: http://www.bibfin.de
Die 16. Gemeinsamen Bibliothekstage
für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt finden am 15.
und 16. September 2006 in Hannover statt. Es werden im Landesverband
Niedersachsen des DBV Vorstandswahlen durchgeführt.
Der Bibliothekartag vom 21.
bis 24. März in Dresden bietet ein interessantes Programm.
Infos gibt es unter http://bibtag.slub-dresden.de.

BiSON-intern
Zum BiSON-Vorsitzenden 2006 wurde Herr Friedrich
Dushe aus der Herzog August Bibliothek
Wolfenbüttel einstimmig gewählt.
Die nächste BiSON-Sitzung
findet am
Dienstag, den 7. Februar 2006, um 9.30 Uhr
in der
Universitätsbibliothek Braunschweig
Pockelsstraße 13
38106 Braunschweig
statt.

Redaktionsschluß
für die BiSON-Mitteilungen
2/2006 ist der 25 März 2006
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Rita Dopheide
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