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BiSON

Seitentitel: Mitteilungen *1: Januar / Februar / März 2007

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Veranstaltungskalender Nachrichten aus der Region

Fort- und Weiterbildung

BiSON-intern


V e r a n s t a l t u n g s k al e n d e r


BRAUNSCHWEIG

Universitätsbibliothek

Ausstellungen:

bis 13.1. Wissenschaft und Gewerbe. Quellen aus der Universitätsbibliothek Braunschweig. - Ausstellung anlässlich der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik und der Gesellschaft für Wissenschaftsgeschichte.
17.1. - 14.4. Biologische Invasionen.
Ausstellungseröffnung: 16. Januar 2007, 19,00 Uhr mit Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Dietmar Brandes: Wie viel Angst müssen wir vor biologischen Invasionen haben?
bis Ende März Der Förderverein Universitätsbibliothek Braunschweig e.V. (Vitrinen im Eingangsbereich)
ab 6.12. Kennen Sie Beilstein? (Chemiebibliothek)

Vorträge:

11.1., um 19.30 Uhr Kavaliersreisen oder Studienfahrten? Herzog Carl Eugen von Württemberg in Italien (1753 und 1774/75) - Vortrag von Prof. Dr. phil. habil. Johannes Zahlten (i.R.), HBK Braunschweig. Veranstaltung der Universitätsbibliothek und der Deutsch-Italienischen Kulturgesellschaft Braunschweig e.V.
16.1., um 19.00 Uhr Wie viel Angst müssen wir vor biologischen Invasionen haben? - Vortrag von Prof. Dr. Dietmar Brandes, TU Braunschweig. Veranstaltung des Instituts für Pflanzenbiologie der TU Braunschweig, Arbeitsgruppe für Vegetationsökologie und der Freunde des Braunschweiger Botanischen Gartens.

Braunschweigisches Landesmuseum

bis 6.1. Von Advent bis Heilige Drei Könige - Festtagsgrüße aus der Sammlung Klaus Grözinger.
bis 7.1. PHOTON 1: Wie Bilder entstehen - von Höhle bis Handy. - Aus der Sammlung Okerland in Zusammenarbeit mit dem Braunschweigischen Landesmuseum.
bis 7.1. 100 Bilder aus 100 Jahren Landesmuseum. - 100 Jahre Braunschweigisches Landesmuseum Hinter Aegidien. (Ausstellungszentrum Hinter Aegidien)
bis 28.1. Stadt - Land – Mensch. Panoramafotografien von Uwe Brodmann.
bis 25.2. Roland Dörfler- das malerische Werk.

Vorträge und Führungstermine entnehmen Sie bitte dem Museumsprogramm des
Landesmuseums, das jetzt auch unter http://www.landesmuseum-bs.de zu finden ist.

Städtisches Museum

Ausstellungen:

bis 14.1. In 64 Tagen um die Welt. Die ethnographische Sammlung von Carlos Götting.
15.1. – 15.4. „Ich bitte dringend um größte Bewundrung“. - Max Klinger zum 150. Geburtstag.
Ausstellungseröffnung: 14. Januar 2007, 15.00 Uhr
bis 28.1. Die Striche sind Wesen und haben eigene Schicksale. – Zeichnungen aus der Graphischen Sammlung des Städtischen Museums Braunschweig.
Dauerausstellung Geschichte der Stadt Braunschweig im Überblick. (Altstadtrathaus)

Veranstaltungen:

18.1., um 19.30 Uhr Aus der Werkstatt des Denkmalpflegers. – Vortrag von
Dr. Günter Jung.


GIFHORN

Stadtbücherei

26.2., um 15.00 Uhr Kreisentscheid im Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels.
22.3., um 19.00 Uhr Vaterbilder. - Vortrag von Steffen Kröhnert (Berlin, Institut für Bevölkerung und Entwicklung) über Väter als (Vor-)bilder.


SALZGITTER

Stadtbibliothek

Ausstellungen:

16.1. - 3.3. Rolf Großjohann: Heimat - Bilder aus Salzgitter und Wolfsburg (Fotoausstellung)
Ausstellungseröffnung: 14. Januar 2007, 17.00 Uhr
ab 13.3. Sigrid Klaiber: Sezierte Poesie (Experimentelle Fotografie)
Ausstellungseröffnung: 11. März 2007, 17.00 Uhr

Veranstaltungen:

11.1., um 19.30 Uhr Der englische und der schottische Macbeth. Ein König zwischen Drama und Historie. – Vortrag von Irmgard Behnke im Rahmen des Neujahrsempfanges der Deutsch-Englischen-Gesellschaft in Salzgitter-Lebenstedt.
15.3. - 17.3. Großer Bücherflohmarkt (während der Öffnungszeiten) in Salzgitter-Lebenstedt


WOLFENBÜTTEL

Herzog August Bibliothek

Ausstellungen:

bis 11.2. Geschrieben und gemalt: Gelehrte Bücher aus Frauenhand. Eine Klosterbibliothek sächsischer Benediktinerinnen des 12. Jahrhunderts.
(Augusteerhalle, Schatzkammer, Kabinett)
bis 13.2. Rainer G. Mordmüller. Gerd Winner. Manfred Zimmermann: Venezia - Venice - Venedig – Venise.
(Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta)
4.2. - 18.3. Das Evangeliar Heinrichs des Löwen
(Schatzkammer der Bibliotheca Augusta)
25.2. - 21.10. Tradition als Herausforderung: Paul Raabe und die Herzog August Bibliothek 1968-1992: Die Zimelien.
(Augusteerhalle, Schatzkammer der Bibliotheca Augusta)
Ausstellungseröffnung: 25. Februar 2006, 11.30 Uhr
(Anmeldungen erbeten: 05331/808214)
25.2. - 26.8. Tradition als Herausforderung: Paul Raabe und die Herzog August Bibliothek 1968-1992: Dokumente zur Forschungsbibliothek und kostbare Neuerwerbungen.
(Kabinett der Bibliotheca Augusta)
25.2. -22.5. Tradition als Herausforderung: Paul Raabe und die Herzog August Bibliothek 1968-1992: Malerbuch-Erwerbungen der 70er und 80er Jahre.
(Malerbuchsaal der Bibliotheca Augusta)
Dauerausstellung Die Welt der Buchstaben von Hermann Zapf.
(Malerbuchkabinett)
Dauerausstellung Lessing in Wolfenbüttel (1770 - 1781). (Lessinghaus)

Veranstaltungen:

18.1., um 14.00 Uhr Zur Herausgabe der Briefe, Eintragungen und Lebenszeugnisse von Martin Opitz. - Werkstattgespräch mit Dr. Harald Bollbuck und Dr. Klaus Conermann
(Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
22.1., um 19.30 Uhr Lesestunde der Lessing-Akademie e.V.
(Gartensaal im Lessinghaus)
22.1. Stipendiatenkolloquium (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
25.1., um 19.00 Uhr Die gelehrten Bräute Christi. Geistesleben und Kultur der Nonnen im Hochmittelalter. – Begleitvortrag zur Ausstellung „Geschrieben und gemalt ..." von PD Dr. Eva Schlotheuber, Universität München.
5.2. Stipendiatenkolloquium (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
8.2., um 19.00 Uhr Handschriften von Frauen für Frauen. Buchkultur aus norddeutschen Frauenklöstern im 13. Jahrhundert. - Begleitvortrag zur Ausstellung „Geschrieben und gemalt ...“ von Prof. Dr. Christa Bertelsmeier-Kierst, Universität Marburg.
15.2., um 14.00 Uhr Wirklichkeit in der Literatur. Was leistet literarische Repräsentation? - Werkstattgespräch mit PD Dr. Ulrike Zeuch (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)
19.2. Stipendiatenkolloquium (Saal im Anna-Vorwerk-Haus)

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie
unter info@hab.de oder Tel. 05331/808-214


WOLFSBURG

Stadtbibliothek

Ausstellungen:

bis Ende Januar Kaffeedurst und Lesehunger. - Große Medienausstellung. (Schaufenster Erwerbung)
ab Februar Lange Winterabende - langes Lesevergnügen. Klassiker der Weltliteratur neu erleben – Medienausstellung.(Schaufenster Erwerbung)

Veranstaltungen:

März Großer Frühlings-Bücherflohmarkt. (Alvar-Aalto-Kultuhaus, Foyer)
Den genauen Termin erfahren Sie unter Tel. 05361-28-2530
26. + 27.3., 11.00-12.00 Uhr Einführung in die Internetnutzung während der Osterferien für Kinder von 8-12 Jahren mit Dipl. Bibl. Synnöve Schwieger. (Kinderbibliothek)


Nachrichten aus der Region


Herr Prof. Brandes berichtet in den letzten Bibliotheksnews der Universitätsbibliothek Braunschweig über Verbesserungen in der Nutzung elektronischer Medien.

’Auch wenn wir aus Kostengründen noch nicht alle gewünschten Titel im Campusnetz zugänglich machen können, so hat sich die Situation im laufenden Jahr doch kontinuierlich verbessert.

Durch Förderung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind zusammen mit Sondersammelgebietsbibliotheken bundesweite Lizenzen (sog. Nationallizenzen) für elektronische Publikationen verschiedener Fachrichtungen erworben worden. ...

2006 wurde das Angebot ganz erheblich ausgeweitet. Nun stehen auch Zeitschriftenarchive großer Wissenschaftsverlage zur Verfügung. Damit wird der umfangreiche Bestand elektronischer Zeitschriften ergänzt, der bereits vor Ort zugänglich ist und für den das Land Niedersachsen ebenso wie die Universitätsbibliothek erhebliche finanzielle Mittel Jahr für Jahr einsetzen.

Im Rahmen der Nationallizenzen sind jetzt zum einen komplette Verlagsarchive erworben worden, z.B. das Oxford Journals Digital Archive mit 120 Zeitschriftentiteln für den Zeitraum von 1849 bis 1995. Bei anderen Anbietern sind es Teile der Archive, so etwa bei Wiley-VCH (92 Zeitschriftentitel, 1832-2000) und bei Elsevier (ca. 650 Zeitschriftentitel, 1934-1994).

Alle hierdurch hinzugekommenen Zeitschriften sind in den Online-Katalog der UB integriert und dort auffindbar. Zusätzlich finden Sie diese über unsere Homepage (http://www.biblio.tu-bs.de) unter E-Zeitschriften, dem meistgenutzten Einstieg in das elektronische Zeitschriftenangebot der Universitätsbibliothek, mit derzeit immerhin 17.300 Titeln! Die Volltexte der Aufsätze sind im TU-Netz ohne weiteres zugänglich (automatische IP-Prüfung). .

Neben den Zeitschriften hat die DFG den Kauf von Datenbanken und von E-Books gefördert. Das Angebot ist fachübergreifend, wobei besonders die Geistes- und Sozialwissenschaftler von diesem Angebot profitieren werden. Darunter finden sich bibliographische Datenbanken, z.B. die sozialwissenschaftlichen Datenbanken von Cambridge Scientific Abstracts (CSA) oder der Periodicals Index Online. Bei anderen Datenbanken handelt es sich um sehr umfangreiche Volltextsammlungen: die 'Eighteenth Century Collections Online', die 'English Language Women's Literature of the 18. and 19. Centuries' oder auch 'The Making of the Modern World: economics, politics and industry'.

Bei den E-Books sind 1.000 Titel (in englischer Sprache) aus den Bereichen Wirtschaftswissenschaften, Geistes- und Sozialwissenschaften, Geographie, Naturwissenschaft und Technik erworben worden.

Alle Titel der E-Books sind über den Katalog zu finden, ebenso die Titel der Volltextsammlungen. Auch hier können Sie über das Hochschulnetz zugreifen, eine zusätzliche Registrierung ist nicht erforderlich. Da das Angebot sehr vielfältig ist, hilft für den Überblick gewiss die Übersicht in unserem Datenbank-Infosystem. Dieses finden Sie auf der UB-Homepage unter dem Punkt 'Datenbanken und Kataloge'.

Zusammen mit der SUB Göttingen und der SUB Hamburg gehören wir zu den wenigen Bibliotheken, bei denen alle 42.700 elektronischen Dissertationen Deutschlands über den Online-Katalog der UB im Volltext zugänglich sind.’


Vom 6.11. bis 8.11. veranstaltete die Universitätsbibliothek Braunschweig unter dem Motto „Alt für Neu" einen großen Büchermarkt. Gegen Spenden ab 1 Euro zu Gunsten des Fördervereins der UB konnten ausgesonderte Exemplare der Lehrbuchsammlung erstanden werden. Entsprechend dem Motto „Alt für Neu" fließt der Erlös in die UB zurück und erweitert so die Möglichkeiten der Bibliothek bei der Erwerbung neuer wissenschaftlicher Literatur.

Die Aktion erbrachte 2700 Euro.


Die Braunschweiger Zeitung vom 8. November 2006 berichtet über die geplante Erweiterung des Campus Nord. Harald Duin überschreibt seinen Artikel:

’Prozess der Aufwertung auf dem Universitätsgelände am Bienroder Weg geht weiter.

Auf dem Campus Nord der TU am Bienroder Weg entsteht zurzeit ein Hörsaalzentrum. Gestern wurde das Richtfest gefeiert.

Damit geht der Prozess der Aufwertung auf dem Gelände der ehemaligen Bundesgrenzschutzkaserne weiter. Hier entsteht ein geistes-, erziehungs- und sozialwissenschaftliches Zentrum für 3000 Studierende. 10 Institute sind hier im Moment untergebracht. Es werden noch mehr werden. Lehrerausbildung wird hier stattfinden und nicht mehr im Gebäude Pockelsstraße 11, der ehemaligen Pädagogischen Hochschule. Für diesen Standort gibt es andere Pläne.

TU-Präsident Jürgen Hesselbach nannte gestern das Richtfest „einen erfreulichen Termin". Das Hörsaalzentrum sei auch notwendig, um die zeitraubende Pendelei zum Zentralcampus zu beenden. Hesselbach kündigte auch den Bau einer Bibliothek mit rund 330.000 Bänden an – die Zusammenlegung der im Campus Nord versammelten Institutsbibliotheken. Das künftige Hörsaalzentrum, vom Staatlichen Baumanagement Braunschweig geplant, wird voraussichtlich zum Wintersemester 2007 fertig gestellt. Es erhält zwei Hörsäle mit 348 und 138 Plätzen. Auch Tagungen und Konferenzen sollen hier möglich sein. Allein die Technische Universität ist Gastgeber von 50 Tagungen, Konferenzen und Symposien im Jahr.

Zur Baumaßnahme gehört auch die Sanierung eines vorhandenen Seminargebäudes. Gesamtkosten: 4,7 Millionen Euro. Die beiden Gebäude erhalten einen Verbindungsgang.

Campus Nord", sagte Hesselbach beim Richtfest, werde kein Torso bleiben, sondern ein voll funktionsfähiger Teil der Universität.’


Auf das reichhaltige Angebot der Stadtbibliothek Salzgitter-Lebenstedt macht der Artikel von Peter Gamauf in der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Salzgitter, vom 9. November 2006 aufmerksam:

’Noten aus der Bibliothek: Rock und Pop führen.

Vor 20 Jahren, so heißt es in der ersten Zeile des Beatles-Hits "Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band", vor 20 Jahren habe jener Sergeant, der der Kult-LP der Pilzköpfe aus Liverpool den Namen gab, seiner Band das Musizieren beigebracht. Mit oder ohne Noten – das erschließt sich aus dem weiteren Text nicht. Aber dass sich der Oldie aus den 60er-Jahren bei aktiven Musikern immer noch großer Beliebtheit erfreut, das beweist die Ausleih-Statistik der Stadtbibliothek.

Klaus Perlbach wirft den Computer an und weiß es nach zwei Mausklicks: "Die Noten für das Sergeant-Pepper-Album haben wir vor zehn Jahren angeschafft. Seither wurden sie 89 mal ausgeliehen", sagt der Diplom-Bibliothekar und Leiter der Salzgitteraner Bücherei.

Die Noten-Ecke im ersten Stock der Lebenstedter Bibliothek, sie nimmt sich eher bescheiden aus. Auch nach nunmehr 20 Jahren ihrer Existenz sind es nur zwei Regale, die zum Stöbern einladen. Und doch: Für den Kenner bergen sie einige Schätze. "Noten sind nicht der Renner", gibt Perlbach zu, "es geht eben nichts so gut wie CDs oder Bilderbücher." Aber Waisenkinder der Bibliothek, nein, zu dieser Kategorie mag er die niedergeschriebenen Klänge nun auch nicht gerade zählen.

Von der bescheidenen Blockflöte bis zur brausenden Orgel, von Rock und Pop über Musical bis hin zur Klassik: Für jeden Geschmack und jede Art von Fingerfertigkeit ist etwas dabei. In den Borden drängen sich rund 1000 Hefte und Songbücher, fast 1900 mal wurden sie in diesem Jahr schon verliehen.

"Doch, das Ganze hat System", sagt Perlbach. Nun, die Frage nach Äußerlichkeiten muss dort erlaubt sein, wo Kurt Weills Aufstieg und Fall der Stadt Mahagoni neben der Lustigen Witwe von Lehar und einem evangelischen Gesangbuch stehen. Wer das nicht einleuchtend findet, dem wird gerne geholfen – die Bücherei verfügt über genügend fachkundiges Personal.

Ob Bob Marley, Pink Floyd oder Santana: Rock und Pop gehen immer noch am besten, Klavier und Gitarre vorneweg. "Noten sind nicht so einfach aus dem Internet zu haben wie Songtexte", weiß Perlbach, warum erstere konstant ausgeliehen werden, sogar mit leichtem Trend nach oben. Die Klassik hinkt gleichwohl etwas hinterher: "Unvergängliches wird eben eher gekauft", vermutet Perlbach.

Für insgesamt 135.000 Euro dürfen die Verantwortlichen der Bibliothek in diesem Jahr einkaufen gehen. Der aktuelle Noten-Etat: vergleichsweise bescheidene 900 Euro. Der Nachfrage entsprechend kommt beim Noten-Shopping mehr Elton John als Beethoven in den Warenkorb. Beispiele belegen, warum: Elton John’s Greatest Hits gingen seit 1993 immerhin 117 mal über den Tisch des Hauses, Beethovens Neunte vermochte seit 1991 nur 24 Kunden zu begeistern. Nur 900 Euro: Das muss nicht so bleiben. "Die Noten sind ein kleines, aber festes Standbein der Bibliothek", sagt Perlbach. Steigt die Nachfrage, könnten aus den zwei Regalen eines Tages vielleicht auch drei werden.’


Die Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel zeigt kostbare Bücher aus der Bibliothek des ehemaligen Frauenklosters Lamspringe. In der Braunschweiger Zeitung, Ausgabe Wolfenbüttel, berichtet am 21. November 2006 Marion Kanther:

’Kostbare Bibliothek des ehemaligen Frauenklosters Lamspringe wird erstmals ausgestellt.

„Aus konservatorischen Gründen hätte die Herzog-August-Bibliothek (HAB) in Wolfenbüttel die Schätze "am liebsten im Tresor gelassen", meinte Helmar Härtel, der Leiter der Handschriftenabteilung. Damit die kostbare Bibliothek des ehemaligen Frauenklosters Lamspringe auch „die Wertschätzung der Öffentlichkeit erfährt", sind die rund 1500 Schriften in 23 Bänden jetzt erstmals ausgestellt. Die Exponate in der Augusteerhalle, der Schatzkammer und im Kabinett stammen aus dem 12. Jahrhundert und können noch bis zum 11. Februar besichtigt werden. „Geschrieben und gemalt. Gelehrte Bücher aus Frauenhand" ist die Ausstellung betitelt, die von Härtel erarbeitet wurde.

Er bezeichnete die Klosterbibliothek sächsischer Benediktinerinnen als unvergleichlich für die damalige Zeit und bescheinigte den 28 Schreiberinnen, die zum überwiegenden Teil anonym blieben, nicht nur künstlerische Fertigkeiten.

„Die Arbeiten setzten einen hohen Bildungsstand voraus", betonte Härtel bei der Eröffnung der Ausstellung. Zu den prachtvollsten Stücken, die im Skriptorium des Klosters Lamspringe entstanden sein sollen, zählen die vier Evangelien mit farbigen Schmuckseiten.

Fantasievolle Initialen und Miniaturen finden sich aber auch in anderen Schriften, die nahezu ausnahmslos auf Kalbspergament festgehalten wurden. Auf die Geschichte des Klosters ging die Göttinger Universitätsprofessorin Hedwig Röckelein in ihrem Festvortrag ein.

Sie datierte die Gründung durch eine sächsische Adelsfamilie in das Jahr 847 und verwies auf Parallelen zum Stift in Bad Gandersheim, das auch in dieser Zeit entstand. In beiden Klöstern übernahmen die jeweiligen Töchter der Familien das Amt der ersten Äbtissin.

Eine Urkunde aus dem Jahr 1138 soll die Bindung des Frauenklosters Lamspringe an den päpstlichen Stuhl aufgehoben und es der Aufsicht des Bischofs unterstellt haben, führte die Professorin aus. Auf Initiative des Lamspringer Propstes Gerhard seien die Bestände der Bibliothek durch Tausch und Schenkungen erweitert worden.

Er habe auch den Anstoß gegeben, ein Skriptorium einzurichten und mit der Kopiertätigkeit zu beginnen. Nur drei Schreiberinnen hätten sich zu erkennen gegeben.

Die kulturhistorisch bedeutsame, mittelalterliche Sammlung kunstvoll gestalteter Psalter, Breviere, Liturgien und aktueller Abhandlungen über theologische Grundsatzfragen holte sich Herzog Julius 1572 nach Wolfenbüttel. Die damaligen Bewohnerinnen des evangelischen Frauenstifts Lamspringe protestierten vergeblich dagegen.

Nach einem Zwischenaufenthalt in Helmstedt kam der „geschlossene Fundus" 1810 wieder zur Herzog-August-Bibliothek’.


Die Stadtbibliothek Wolfsburg meldet:

Am Samstag, den 4. November 2006, besuchte die Bibliotheksgesellschaft Wolfsburg die Magdeburger Bibliotheken. Die modernen Bibliotheksgebäude und die innovativen Nutzungskonzepte der Stadtbibliothek und der Universitätsbibliothek beeindruckten die mitgereisten Bibliotheksförderer und Bibliothekare sehr.
Von den sehr persönlichen (H)ausführungen durch Peter Petsch und Annemarie Liedtke nahmen die Wolfsburger Bibliotheksfreunde viele gute Anregungen für ihre Arbeit mit.


Vom 15. November bis 15. Dezember 2006 führte die Wolfsburger Stadtbibliothek eine Benutzerbefragung durch. Der Fragebogen der Umfrage konnte sowohl konventionell während des Bibliotheksbesuches als auch online über die Website der Bibliothek bearbeitet werden. Anne-Kathrin Schrader, Studentin an der Fachhochschule Köln, konzipierte den Fragebogen während ihres Praxissemesters, das sie bis Februar 2007 in Wolfsburg verbringt. Unterstützung während der Umfragephase erhielt Frau Schrader von zwei städtischen Angestellten und vom SAP-Komptenzzentrum der Stadt Wolfsburg, das für die virtuelle Umsetzung sorgte.

Mehr als 95 Prozent der Fragebögen wurden in den Zentralbibliotheken im Alvar-Aalto-Kulturhaus ausgefüllt. über 800 Fragebögen müssen nun bis Februar von Frau Schrader ausgewertet werden. Von den Ergebnissen der Umfrage verspricht sich die Bibliothek Anregungen für Bestandsmanagement und Zielgruppenarbeit.


Fort- und Weiterbildung


Vom 19. bis 22. März 2007 findet in Leipzig der 3. Bibliothekskongress statt, dieses Mal unter dem Motto „Information und Ethik“. Das Programm finden Sie unter http://www.bid-kongress2007.de.


Die 17. Gemeinsamen Bibliothekstage für Niedersachsen und Sachsen-Anhalt werden voraussichtlich am 7. und 8. September 2007 in Halle / Saale stattfinden.


BiSON-intern


BiSON-Vorsitzende für das Jahr 2007 ist Frau Beate Siegmann aus der Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Die nächste BiSON-Sitzung findet am

Dienstag, den 27. Februar 2007, um 9.30 Uhr

in der

Bibliothek der Hochschule für Bildende Künste
Johannes-Selenka-Platz 1
38118 Braunschweig


statt.


Redaktionsschluss für die BiSON-Mitteilungen 2/2007 ist der 25. März 2007.


Redaktion:
 Rita Dopheide
 Universitätsbibliothek der TU
 Pockelsstraße 13, 38106 Braunschweig
 Postfach 33 29, 38023 Braunschweig
 Tel.: 0531/391-5019
 Fax: 0531/391-5836
 E-Mail:
r.dopheide@tu-bs.de