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Informationen zu den Vertragshandlungen mit Elsevier

Was wurde gekündigt?

Die Technische Universität Braunschweig hat in Abstimmung mit rund 65 weiteren deutschen Wissenschaftseinrichtungen alle Verträge über den Bezug von Online-Zeitschriften des Elsevier-Verlags zum 31. Dezember 2016 gekündigt.

Warum wurde der Vertrag mit Elsevier gekündigt?

Die Kündigung wurde im Rahmen der Verhandlungen ausgesprochen, die von der DEAL-Projektgruppe mit Elsevier geführt werden. Die „Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen“ hat unter Federführung der Hochschulrektorenkonferenz das DEAL-Projekt ins Leben gerufen. Ziel ist die bundesweite Lizenzierung von Angeboten großer Wissenschaftsverlage wie Elsevier, SpringerNature und Wiley.

Die TU Braunschweig hat der Projektgruppe im Frühjahr 2016 das Mandat zu Vertragsverhandlungen erteilt und ihren eigenen Elsevier-Vertrag zum Ende des Jahres gekündigt. Dieses Vorgehen wurde vom Senat und dem UB-Lenkungsausschuss unterstützt und vom Präsidium beschlossen.

Nach mehreren Verhandlungsrunden der DEAL-Projektgruppe mit Elsevier wurden die Gespräche im Dezember unterbrochen, da das von Elsevier vorgelegte Vertragsangebot aus Sicht der DEAL-Verhandlungsführer nicht akzeptabel war.

Was sind die Forderungen der DEAL-Projektgruppe?

Die DEAL-Projektgruppe möchte mit dem Elsevier-Verlag einen bundesweiten Lizenzvertrag abschließen, der ein dauerhaftes Zugriffsrecht auf alle Elsevier-Zeitschriften für alle teilnehmenden Einrichtungen beinhaltet und den Prinzipien von Open Access und einer fairen Preisgestaltung verpflichtet ist.

Wie wurde die Universität bisher mit Elsevier-Zeitschriften versorgt?

In den vergangenen Jahren wurden an der TU Braunschweig ca. 90 Online-Zeitschriften des Elsevier-Verlags lizenziert. Diese Lizenz schloss den dauerhaften Online-Zugriff auf die lizenzierten Jahrgänge im Falle der Kündigung der Abonnements ein. Darüber hinaus hatte die TU Braunschweig seit 2008 die so genannte „Freedom Collection“ lizenziert, die Zugriff auf ca. 2.400 nicht abonnierte Online-Zeitschriften des Verlags gewährte, allerdings ohne Archivrechte.

Wer ist von der Kündigung des Elsevier-Vertrags betroffen?

Von der Kündigung sind alle Mitarbeiter/innen und Student/innen der TU Braunschweig und rund 65 andere wissenschaftliche Einrichtungen in Deutschland betroffen. Allerdings konnten nicht alle ca. 600 potentielle deutsche Teilnehmer einer Bundeslizenz ihre Verträge mit Elsevier zum 31.12.2016 kündigen. Daher ist es möglich, benötigte Artikel per Fernleihe oder Dokumentenlieferung von anderen Institutionen zu beziehen.

Gilt die Kündigung auch für die Datenbank SCOPUS von Elsevier?

Nein, die Kündigung gilt ausschließlich für die Elsevier-Online-Zeitschriften. Der Zugriff auf die Datenbank SCOPUS ist weiterhin uneingeschränkt möglich.

Existiert weiterhin Zugriff auf erworbene E-Books, elektronische Nachschlagewerke und Online-Buchserien des Verlags Elsevier?

Ja, es besteht uneingeschränkter Zugriff auf lizenzierte Ressourcen dieser Art.

Wurden auch Verträge anderer Großverlage seitens der TU Braunschweig gekündigt?

Nein, 2016 hat die DEAL-Projektgruppe nur mit Elsevier verhandelt. Im Laufe des Jahres 2017 sind Verhandlungen mit den Verlagen SpringerNature und Wiley mit dem Ziel bundesweiter Lizenzabschlüsse ab dem 1.1.2018 geplant.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich weitere Fragen habe?

Für allgemeine Fragen zum Projekt und zur Kündigung der Elsevier-Verträge stehen Ihnen verschiedene Mitarbeiter/innen der Universitätsbibliothek unter deal@tu-braunschweig.de zur Verfügung.
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[i] zuletzt aktualisiert: 23.12.2016                                                                         Email: ub@tu-bs.de