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Semesterapparate Urheberrecht

Hinweis auf rechtliche Rahmenbedingungen

Welche Materialien können in den elektronischen Semesterapparat eingestellt werden?

Das geltende deutsche Urheberrechtsgesetz (UrhG) regelt in §52a die "Öffentliche Zugänglichmachung für Unterricht und Forschung". Unter den dort festgelegten Bedingungen können aus publizierten Medien (Büchern, Zeitschriften etc.) Inhalte in den digitalen Semesterapparat eingestellt werden, ohne im Vorfeld die Zustimmung des Rechteinhabers (Verlag, Autor etc.) einzuholen.

Das Recht zur Netzwiedergabe ist hierbei auf "kleine Teile eines Werkes" (max. 15%, z. B. ein einzelnes Kapitel eines Lehrbuches), auf einzelne Aufsätze aus Zeitschriften und Zeitungen oder auf Werke geringen Umfangs (Bilder, Flyer, Broschüren bis 25 Seiten) beschränkt. Diese elektronischen Dokumente dürfen nur einem bestimmt abgegrenzten Kreis von "Unterrichtsteilnehmern", d.h. den Studierenden Ihrer Vorlesung, Teilnehmern Ihres Seminars etc. zugänglich gemacht werden. Ferner können die Werke einem bestimmt abgegrenzten Kreis von wissenschaftlich Forschenden zu nicht kommerziellen Zwecken zugänglich gemacht werden.

Schützen Sie Ihre Veranstaltung(en) deshalb mit einem Passwort, welches nur dem eng begrenzten Teilnehmerkreis bekannt gemacht wird.

Für die öffentliche Zugänglichmachung ist eine angemessene Vergütung zu zahlen. Über deren Umfang wird derzeit mit den Verwertungsgesellschaften verhandelt. Sie als Hochschullehrerin/Hochschullehrer, Dozentin/Dozent sind hiervon zunächst nicht betroffen.

Die Geltung des §52a UrhG ist bis zum 31.12.2014 befristet.

Gemeinfreie Werke sind von den genannten Beschränkungen selbstverständlich ausgenommen.

Über diese Software ...


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