Durch die frühe Regierungsbeteiligung der Nationalsozialisten im Land Braunschweig begann bereits 1930 an der
Technischen Hochschule Braunschweig die Vertreibung politisch und rassistisch missliebiger Personen.
Durch spezifisch braunschweigische Faktoren war die Verfolgung sehr viel stärker politisch geprägt als an den anderen
Hochschulen im Deutschen Reich. Auch war der Anteil der vertriebenen Lehrkräfte mit über einem Drittel des
gesamten Lehrpersonals weitaus höher als im reichsdeutschen Durchschnitt.
Die Technische Universität Braunschweig stellt sich ihrer Geschichte und diesem Erbe. Sie arbeitet die Zeit
nationalsozialistischer Verfolgung für alle Statusgruppen der Hochschule auf und sucht daraus zukunftsweisende
Konsequenzen zu ziehen.